Funde der letzten Tage

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 594 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Clavaria.

  • Hallo zusammen


    Am Wochenende war ich wieder fleissig in den Bergen unterwegs. Wenn man feuchte Stellen sucht, gibt es da viele Pilze.

    Mit den Kindern im Schlepptau hatte ich leider nicht die Zeit wirklich gründlich zu suchen, aber immerhin:


    1:

    Eine kleine Galerina im Moos, wuchs dort massenhaft. Sie hört wohl auf den Namen Galerina vittiformis agg.


    Sporen schwach warzig, dextrinoid


    Cheilozystiden lageniform


    Basidien 2-sporig, Pleurozystiden spärlich aber vorhanden


    Kaulozystiden am Stielapex



    2:

    Ein Risspilz für Ditte . Wohl wieder Inocybe helobia s.l.


    Die Sporen scheinen mir typisch für helobia zu sein, 10.6-11.9-13.9 x 5.8-6.6-7.7 µm.


    Cheilozystiden auffallend breit, ganz anders als bei meiner letzten Kollektion.


    Dazwischen auch Gruppen von lageniformen Cheilos.


    Pleurozystiden sehr dickwandig.


    Kaulozystiden spärlich, nur am Apex vorhanden.



    3:

    Ein Schleierling im Dryas auf 2600m. Ja ich weiss, das Foto taugt nichts.

    Geruch unauffällig pilzig.


    KOH negativ (überall). Formol ebenfalls negativ.


    Sporen fast rundlich, mit feinen Warzen.


    Wie erwartet ist die Bestimmung knifflig, nach FN und AdC komme ich zu Cortinarius tabularis.

    Stimmt aber nicht, es ist Cortinarius calcialpinus.



    4:

    Leider ohne Standort-Foto. Ein kleiner clitocyboider Pilz mit bereiftem Rand. Leider verweigerte er mir einen Sporenabwurf.

    Aus der Bestimmung wird wohl nichts... ich konnte einzelne Sporen im Präparat sehen, die schienen fein warzig zu sein.

    Dann wäre es eine winzige Lepista.


    5:

    Ein Rötling aus dem montanen Fichtenwald (ca. 1800m).


    Sporen isodiametrisch, um 8-9 µm.


    Schnallen vorhanden...


    HDS gemischt aus intrazellulärem und fein inkrustiertem Pigment


    Mit dem seidig-glänzenden, hygrophanen Hut und dem überfaserten Stiel lande ich bei Entoloma nitens.



    6:

    Ein Milchling, ebenfalls im Fichtenwald. Ist wohl ein banaler Lactarius rufus.


    Sporen netzig, um 8-9 x 6-6.5 µm.


    7:

    Täublinge sind ja nicht so meins, aber man nimmt was man kriegt.

    Auch hier gelang mir kein Abwurf, aber anhand der Lamellenfarbe vermute ich gelbliches Sporenpulver.

    Habitat: Montaner Fichtenwald auf Kalk.


    Sporen recht grob warzig, teilweise verbunden, etwa 8-9 x 7-8 µm.


    Pileozystiden in SV, keulig und kaum septiert.


    Ich komme auf Russula nauseosa. Kann das sein?


    8:

    Schliesslich noch eine kleine, zystidenlose Melanoleuca. Durchmesser 10-15 mm.


    Sporen recht klein und breit elliptisch, isoliert warzig.


    HDS mit teils aufsteigenden, zylindrischen oder schwach keuligen Hyphen.


    Dank der neuen Veröffentlichungen von Antonin et al. traue ich mich hier einen Namen dran zu schreiben: Melanoleuca cf. acystidiata.

    Eine gesicherte Bestimmung gibt es da wohl nur mit Sequenzierung.


    Viele Grüsse

    Raphael

  • Hallo Raphael,

    Russula nauseosa kann sehr gut sein, doch obacht: wenn Lärchen dabei waren, könnte es auch R. laricina sein.

    FG

    Oehrling

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  • Grüß dich, Raphael, ich hab selbst etliche helobias aus alpiner Höhe, daher brauche ich die nicht. Sieht mir nach helobia aus, ja.

    Herzlich, Ditte

    PS Dieses Jahr wünsch ich mir die luteipes von dir ;)