Kaufempfehlung Mikroskop, Kamera dazu, Software

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema, welches 1.444 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Climbingfreak.

  • Hallo,


    ich komme nach reiflicher Überlegung immer mehr zu dem Schluss, dass, wen man beabsichtigt, sich ernsthafter mit Pilzen zu beschäftigen, ein Mikroskop unumgänglich ist.


    Die Fragen hierzu sind umfangreich.

    Grundlegend habe ich mich informiert.


    Ich erkläre, dass ich mir etwas Aktuelles, mit allem, was der Pilzmensch so braucht, zulegen möchte.

    Ich möchte nicht den Fehler begehen, etwas zu kaufen, von dem ich später sage: hätte ich nur etwas mehr ausgeben und hätte nun etwas Brauchbares. Schlimm wäre, zweimal zu kaufen.



    Was stelle ich mir vor:

    • Es soll ein aktuelles Mikroskop-Modell sein, welches die Bedürfnisse des Pilzfreundes voll abdeckt
    • es kommt prinzipiell nur Neuware in Frage
    • Beleuchtung LED, oder tauschbar
    • Kamera; siehe unten



    Zur Kamera:

    • mindestens 4k Auflösung
    • entweder eine spez. Mikroskop Kamera oder einen DSLR-Body – wo liegen Vor- & Nachteile ?
    • wenn spez. Kamera, eventuell mit WLAN, USB3.0, etc.

    Software:

    • Adobe Lightroom ist vorhanden
    • Adobe Photoshop ist vorhanden
    • Helicon Focus Pro ist vorhanden
    • Dank Plugins arbeiten alle 3 obigen Programme problemlos zusammen
    • Benötigt wird eine Software zum vermessen, etc.
    • Eventuell gibt es eine Software incl. beim Kauf einer entsprechenden Mikroskop-Kamera


    Die Frage daher, was habt ihr an Hardware, wie zufrieden seid ihr und was würdet ihr mir empfehlen.


    Jetzt stellt ihr mir die Frage, was willst Du dafür ausgeben...

    Na ja, so grob weiß ich, was auf mich zukommt. ||


    Ich weiß, alles nicht so einfach…



    Dank & Gruß,

    Steffen

  • Hi,


    zumindest Mikroskoptechnisch muss es keine Neuware sein. Es gibt so viele tolle ältere Mikroskop, die 20-30 Jahre alt sind, die du dir als Pilzler sehr gut zulegen kannst. Mein 1. Mikro ist aus den 80ern und habe es immer noch als Reisemikroskop, weil es so schön handlich ist und trotzdem eine sehr gute Optik hat. Wenn es denn ein neueres Mikro sein sollte, dann solltest du dir überlegen, in es DIC, Dunkelfeld und/oder Floureszens haben sollte. Preislich nach oben gibt es keine Grenze.


    Kameratechnisch kann ich dich nicht wirklich beraten. Bei meiner Kamera habe ich den Eindruck dass die mehr kann als ich herauszuholen vermag.


    Der Leiter des Oberlausitz Pilzzentrums, Michael Kallmeyer, ist ein Mikrofreak. Ebenso auch Peter .


    P.S. Auch mit Mikro lassen sich Pilze oft nicht sicher bestimmen, weil es auch Artenaggregate gibt, die sich selbst mit Mikro nicht trennen lassen. Das wichtigste für Anfänger ist auch zu verstehen, dass eine sehr gute Makroskopische Merkmalserfassung extrem wichtig ist.

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo,

    frag doch mal bei mollisia - Andreas Gminder nach.

    Der kann Dir sicher ein paar Tipps geben.


    LG ulla

  • Hallo Steffen,


    eine Teilantwort hast du bereits im Nachbarforum https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=43799.0 erhalten.

    Hast du hier diesen thread Eierlegende Wollmichsau gesucht schon entdeckt ?

    Da geht es u.a. auch um die Kamera fürs Mikroskop.

    Ich würde die dort angedeutete Variante von boccacio / Björn (Spiegelreflexkamera) bevorzugen, aus Preis-/Leistungsgründen und der universellen Nutzung.


    Grüße

    Günter

  • GünterS


    Hallo Günter,


    vielen Dank für Deine Info.

    Zur Kamera ist zu sagen, das Sensoren von Sony das Maß sind. Mikroskopkameras werden nur von einigen Herstellen in China produziert, soweit ich das sehe. Der Rest ist gelabelt. Und eigentlich handelt es sich fast nur um das Gehäuse mit dem Sensor drin. Also je nach Modell.

    Sehr interessant ist auch, das nicht nur die MP entscheidend sind, sondern wie groß ein Pixel ist. Sprich, es gibt Kameras, wo ein Bild-Pixel 2,34 µm groß ist, andere haben 1,34 µm pro Pixel, also fast die doppelte Auflösung. Kauft man die Kamera direkt beim Hersteller, kann man viel Geld sparen. OK, da wäre der Garantiefall etc., aber das muss man abwägen.


    Grüße,

    Steffen

  • Hallo Steffen,


    die Größe eines Pixels ist nicht entscheidend.


    Die CANON EOS 60D z. B. Spiegelreflex hat eine Pixelgrüße von 4,3 µm. Da spielen Sensorgröße, korrekte Adaption (!) und korrigierende Optiken(!) für die Kamera eine viel entscheidendere Rolle.


    Auch die Anzahl der Pixel ist nicht von großer Bedeutung. Seit Jahren wird in den Prospekten von Eletromärkten immer groß mit noch mehr Megapixeln geworben. Bei der Anwendung als Mikroskopkamera sind dem Pixelwahn Grenzen gesetzt. Ca. 3 MP würden ausreichen. Das ergibt sich durch die numerische Apertur des Mikroskopobjektivs. Die Auflösung wird nicht mehr mit noch mehr Pixeln. Da gerät man sehr schnell in den Bereich der leeren Vergrößerung. D. h. das Bild wird größer, zeigt aber keine weiteren Informationen mehr.


    Ob Spiegelreflex oder andere Kameras, das spielt keine große Rolle mehr, wenn die Kameras korrekt(!) adaptiert sind.

    Letztlich ist es die Entscheidung des Nutzers, was ihm besser gefällt.


    Freundliche Grüße

    Peter

  • Hallo,

    ich würde hier auf jeden Fall die Ausbaufähigkeit des Mikroskops im Auge behalten. Die allerbesten Objektive gibt es nur von den Topmarken: Zeiss, Olympus, Nikon und Leica. Und die Objektive sind das allerwichtigste bei einem Mikroskop. Man mag heute etwas kaufen, mit dem man zufrieden ist, in ein paar Jahren aber möchte man vielleicht doch ein schönes Neofluar von Zeiss oder einen sündhaftteuren Planapochromaten. Die Möglichkeit, solche Spitzenobjektive am eigenen Mikroskop anzubringen, sollte zumindest gegeben sein. Sonst fängt man irgendwann von vorne an. Ich selbst habe vor einigen Jahren ein Zeiss mit ein paar Planachromaten neu gekauft. Im Laufe der Jahre aber habe ich mir dann Schritt für Schritt gebrauchte Spitzenobjektive in hervorragendem Zustand dazu gekauft. Denn die Neupreise dafür sind extrem hoch. Man sollte im Blick haben, dass man nicht weiß, wohin die Reise einen vielleicht noch führt, und wenn möglich auch in der allgemeinen Ausbaufähigkeit unabhängig von der Pilzmikroskopie möglichst viele Optionen haben, d. h., kann man z. b. auch Polarisation, Dunkelfeld, Phasenkonstrast, Differentiellen Interferenzkonstrat (DIC) an einem bestimmen Stativ realisieren.

    Alles Gute

    Tom Ate

  • Servus Steffen,


    ich empfehle dir eine andere Vorgangsweise. Zuvor eine gründliche Einschulung, zB einen Mikroskopierkurs. Da kannst du feststellen, ob es dich tatsächlich auf Dauer interessiert.

    In unserem Verein gab es 2015 einen Kurs, von ca. zwölf Teilnehmern ist ein einziger den Weg weiter gegangen, ich :gklimper:


    Eine erstklassige Adresse ist Andreas Gminder, https://www.myko-service.de/c/…rf/mikroskope-stereolupen

    TippTopp Beratung. Man benötigt auch das erforderliche Zubehör, er hat es.


    Ohne Literatur, zB PdS oder die GPBW geht wenig bis gar nix zu bestimmen. Die PdS sind noch am Markt, die GPW total vergriffen. Ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange, Monographien braucht's nicht selten auch.


    Solltest du Literatur benötigen, die Bände 1 - 5 GPBW könnte ich dir verkaufen. Die sind A1 bis neuwertig,


    lgpeter

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    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

    17 - 10 für APR 2021 = 7 + ein Kerzenstummel

    7 + 13 aus APR 2021 = 20 + ein Kerzenstummel


    2 Mal editiert, zuletzt von Habicht ()

  • Hallo,


    vielen Dank für eure Hinweise. :thumbup:


    Sehr richtig ist, man muss auch deuten/bestimmen können, was man sieht. Literatur dazu ist ein Punkt, welcher nicht außer acht zu lassen ist. Das Drumherum, was benötigt wird, ebenfalls.


    Ich muss mir das wirklich reiflich überlegen.



    Dank & Gruß,

    Steffen

  • Hallo Steffen,


    es kommt natürlich immer darauf an, was man will oder meint zu brauchen - aber was man wirklich braucht, weiß man häufig erst im nachhinein.

    Später ist man bekanntlich immer klüger. Aber anfangs weiß man halt noch zu wenig.


    Ich kann dir sagen, dass ich mit einer binokularen Stereolupe für 200€ angefangen habe. Sowas kann man immer brauchen, selbst wenn die Flechten und Pilze mal nicht mehr so interessant sein sollten. Auch zum reparieren, basten, etc. ist eine Stereolupe im Haushalt sehr gut zu gebrauchen. Ein Mikroskop hingegen braucht man im Alltag eher weniger.

    Die Stereolupe besitze ich nun seit etwa einem Jahr und bin vollauf zufrieden damit und benutze es nicht nur zum Pilze angucken.


    Die Bilddokumentation am Gerät mache ich mit meinem Smartphone: Ein Handy hat man normalerweise sowieso und mit einer passenden Handyhalterung an einem der Objektive kann man Fotos schießen, und am anderen trotzdem Proben präparieren ohne dauernd hin- und herschrauben zu müssen. Das ist nicht teuer!


    Eine große, schwere Kamera mit Wahnsinns Auflösung an das Mikroskop zu adaptieren halte ich für unnötig, da es das gar nicht braucht.

    Dabei gilt zu bedenken, wie klein ein Okulardurchmesser ist!

    Ein Smartphone ist erst mal völlig ausreichend und auch super leicht zu adaptieren und die Kamera ist quasi umsonst dabei.

    Zudem sollte man die Handy-Fotosensoren nicht unterschätzen!

    Sie sind durch den Massenmarkt trotz ihrer mittlerweile sehr hohen Qualität äußerst erschwinglich.

    Ferner haben sie für ein riesiges Display, auf dem man vorab schön sieht, was man aufnimmt.

    Spezielle Mikroskopkameras hingegen sind aufgrund der geringen Nachfrage sehr teuer.


    Die Stereolupe hat mir nach einigen Monaten nicht mehr gereicht, da die Sache anfing immer mehr Spaß zu machen und ich habe entschieden, zusätzlich ein Mikroskop anzuschaffen.

    Ich habe mich entschlossen, mit einem nicht allzu teuren Einsteiger-Mikroskop "anzufangen" (300-400€-Klasse) und muss sagen, ich bin nicht enttäuscht.

    Im Gegenteil, ich bin äußerst positiv überrascht von der Qualität!

    Ich arbeite in einem Betrieb mit sehr guter Analytik, u.a. auch Auflichtmikrosopen (Zeiss, Nokia) im Labor und bin von daher brilliante Mikroskopbilder gewöhnt.

    Mit den Objektiven dort könnte man wahrscheinlich jemanden erschlagen, so groß und schwer sind die - zumindest auf den Fuß sollte man ich die nicht fallen lassen. g:D

    Diese Mikroskope kann man natürlich nicht ernsthat mit meinem vergleichen, aber wie gesagt, ich bin mit dem Ergebnis zuhause vollauf zufrieden, trotz der nur daumendicken Okulare!

    Bei meinem tri-okularen Mikroskop (natürlich ohne drittes Okular geliefert) kann ich eine zweite Handyhalterung anbringen, ohne auf den binokularen Einblick verzichten zu müssen, das war mir wichtig.

    Noch ein drittes passendes Okular geordert, Messokulare gibt's schon für unter 100€, und man kann auch noch loslegen mit Messen - und Software braucht's dafür gar nicht zwingend...

    Wenn man nicht messen möchte, kann man das Geld auch sparen.


    Und sollte mir in einigen Jahren tatsächlich mein in den Augen einiger hier vielleicht zu einfaches, weil nicht ausbaufähiges Mikroskop nicht mehr genügen, findet sich bestimmt ein jüngerer Interessent in meiner Familie (= Sohnemann), der sich über ein Geschenk freut und den ich damit fördern kann.

    So teuer wäre mMn das erste Mikroskop dann nicht gewesen, bis dahin werde ich viel gesehen und gelernt haben und könnte es besten Gewissens weitergeben.

    Da geben viele Leute ganz andere Summen für Autos, Fernseher, Computer etc. aus... :gnicken:


    Als Pilz-Literatur verwende ich zur Bestimmung sehr gerne die nicht teuren und noch erhältlichen Bände "Fungi of Temperate Europe".

    Wie in jedem guten Bestimmungsbuch werden makroskopische und mikroskopische Angaben gemacht.

    Solche Bücher, die über ein 10€-Pilzbestimmungsbüchlein hinaus gehen, machen natürlich schon lange vor dem Kauf eines Mikroskops Sinn.

    Sie können zur Bestimmung verwendet werden und führen zugleich ein wenig in die Pilz-Mikroskopie ein.

    Gerade die Anzahl der besprochenen Pilze finde ich sehr gut und zudem thematisch äußerst breit gefächert, da findet wirklich jeder was interessantes!

    Die häufigsten Pilze sind, denke ich, enthalten und die selteneren, naja, da muss man halt versuchen, über andere Quellen der Sache näher zu kommen (z.B. Literatur im Internet).

    Ansonsten habe ich mir noch den Bresinskys "Pilze und Flechten" zugelegt, um bis zur Gattung schlüsseln zu können.

    Ich muss aber gestehen, dass ich den Bresinsky noch gar nicht ernsthaft verwendet habe. Schande über mich!


    Ich hoffe nicht gelangweilt zu haben. Vielleicht hilft dir meine Schilderung bei deinen Überlegungen ein wenig weiter.

    Letztlich sollte man einige Tage darüber schlafen, auf seinen Bauch hören und von Spontankäufen Abstand nehmen, sonst ärgert man sich nur.


    Wenn man noch nie mikroskopiert hat, finde ich Peters Tipp mit dem Mikroskopierkurs natürlich super!


    LG, Martin

  • Sehr richtig ist, man muss auch deuten/bestimmen können, was man sieht. Literatur dazu ist ein Punkt, welcher nicht außer acht zu lassen ist. Das Drumherum, was benötigt wird, ebenfalls.


    Ich muss mir das wirklich reiflich überlegen.


    Hey Steffen,


    sehr richtig, damit erinnerst du mich an meinen Vater sel., der verwendete diesen Ausdruck.

    Richtig ----> richtiger ----> sehr richtig

    Gescheit ----> gescheiter ----> gescheitert, :gklimper:


    Pilzliteratur bietet aktuell Andreas in diesem Forum an, zu einem Hammerpreis, die GPBW.


    lgpeter

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    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

    17 - 10 für APR 2021 = 7 + ein Kerzenstummel

    7 + 13 aus APR 2021 = 20 + ein Kerzenstummel


  • Hallo,

    Die GPBW würde ich mir aber nicht als Unterlage zum Mikroskopieren zulegen.

    Sonst sind sie sehr brauchbar.

    Grüße

    Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116+5+4 APR2021=125

    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Hey,


    wenn es ans Eingemachte geht, ans Mikroskopieren, haben die PdS eindeutig die Nase vorne.


    Ohne Mikroskop macht's zB wenig Sinn, sich den Paray zu schnappen

    Die darin beschriebenen Mikromerkmale bedingen manchmal mikroskopische Kenntnisse.

    Scheint vergriffen zu sein, https://www.amazon.de/Pareys-B…f%C3%BChrer/dp/3440099709


    lgpeter

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    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

    17 - 10 für APR 2021 = 7 + ein Kerzenstummel

    7 + 13 aus APR 2021 = 20 + ein Kerzenstummel


    Einmal editiert, zuletzt von Habicht ()

  • KaMaMa


    Hallo Martin,


    herzlichen Dank für Deinen ausführlichen, interessanten und beratenden Beitrag! Und für Deine Zeit, welche Du mir geopfert hast – ich weiß es zu schätzen! :thumbup:

    Du hast mich mit Deinem Beitrag nicht gelangweilt, ganz im Gegenteil.


    Politik der kleinen Schritte. Ich habe mir aktuell eine Stereolupe geordert. Obwohl es Lupe eigentlich nur im Sinn trifft; aber völlig egal. Und richtig, so ein Ding ist immer zu gebrauchen.

    Obwohl ich kein Mikroskop von Bresser kaufen würde, habe ich es mit einer Stereolupe, nach ausführlicher Info im Netz zu diversen Geräten, getan. Auch die 10 Jahre Garantie seitens Bresser sind ein Argument. Und man kann an das Science ETD-301 7-63x Trino Zoom-Stereomikroskop eine Kamera anschließen.


    Aktuell gibt es im ALDI-Shop das BRESSER Science ETD-301 7-63x Trino Zoom-Stereomikroskop mit 21 % Rabatt. Das ist, wie ich eben sehe, schon fast ausverkauft.


    Kameras: ich habe mich nun einige Tage damit beschäftigt. Eine DSLR kommt aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. USB-Kameras werden letztlich nur von wenigen chin. Herstellern produziert. Videoaufzeichnungen speilen bei mir kein Rolle, das kann vernachlässigt werden. Beliebt sind Kameras mit Sensoren von Sony, z. B. mit dem Sony IMX 183 mit 1 " Größe, Auflösung 5440x3648 Pixel. Kauft man direkt beim Hersteller, oder besser, weil abgesichert, über Ali-Express, ergeben sich Einsparungen von bis zu ¾ des deutschen Preises für das absolut identische Produkt. Ein, wie ich denke, nicht zu verachtender Punkt.


    Software: zum Erfassen, Stacking, Mosaik – alles ist letztlich ein Hersteller, Anbieter lassen lediglich die Software branden, die GUI anpassen, etc. Die Software kann man einfach kostenlich und völlig legal herunterladen; installiert sich meist aut. in Deutsch.


    Ich werde dann nächste Woche, wenn ich die Lupe erhalten habe, berichten.


    Ich danke auch allen anderen, welche mir hier zur Seite stehen.



    Viele Grüße,

    Steffen

  • Guten Morgen Steffen,


    ich denke mal in puncto Mikroskope hast Du viele gute Tipps bekommen. An für sich ist es eine sehr spannende Sache, die neue Möglichkeiten und Einblicke bietet. Als ich vor etwas mehr als einem Jahr damit angefangen habe, war ich allerdings etwas blauäugig und dachte, damit sind jetzt alle Bestimmungsprobleme gelöst...... :gomg: Manche bestimmt, aber es kommen auch neue hinzu :P


    Zu den PdS: Es sind schöne Bücher, die man sich u.a. wegen der Mikrospie zulegt. Leider sind dort auch ein paar Fehler in den Werken. Zudem sollte man wissen, das die angegebenen Sporengrößen nur zu der gefundenen Kollektion gehören und nicht die Werte von mehreren sind. So lässt man sich schnell mal fehlleiten.


    LG, Andreas

  • Lütte


    Hallo Andreas,


    ich habe mir eben die "Fungi of Temperate Europe" geordert. Gute Bücher sind nie verkehrt.


    Einen Mikroskopie-Kurs möchte ich auch belegen, denn es ist durchaus sinnvoll, in die Materie erst einmal hineinzuschnuppern.


    Dank & Gruß,

    Steffen

  • Noch eine Kleinigkeit,


    manchmal werden hier einwandfreie Mikroskope angeboten, zB von Peter Reil. Kann man sorglos kaufen, wenn es den eigenen Vorstellungen entspricht. Fast, die schnappe ich mir für die Uni Wien, genauer formuliert für deren Studierenden mit eher knappen Budget. Meistens sind's Olympus oder Zeiss.

    Ein Mikroskop Marke Bresser würde mir Irmgard nicht abkaufen, lieber Steffen.


    Die PdS Breitenbach/Kränzlin sind etwas ins Alter gekommen, mit den darin enthaltenen Mikrozeichnungen sind sie für mich nach wie vor Quelle Nummer eins.

    Weiter geht es nur mit Spezialliteratur, zB Poroid fungi of Europe. Da widersprechen sich die Autoren manchmal. Beide sind falsch gelegen, brachte eine DNA-Sequenzierung ans Licht.


    Fungi of Temperate Europe verwende ich auch, über die Räder kommt man flott zu einer möglichen Gattung,


    lgpeter

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    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

    17 - 10 für APR 2021 = 7 + ein Kerzenstummel

    7 + 13 aus APR 2021 = 20 + ein Kerzenstummel


  • Fungi of Northern Europe und die Fungi Europaei-Reihe runden die Literaturempfehlungen ab. Wenn man sich, wie z.B. ich für bestimmte Gattungen/Familien interessiert sind solche Spezialmonographien immer eine gute Investition; ebenso auch der Ludwig, wobei man bei ihm auch ein bisschen vorsichtig sein muss. Er war ein großer Mykologe, dennoch muss man einige Gattungen in seinen Büchern kritisch hinterfragen, z.B. die Schüpplinge.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.