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letzter Beitrag von Beorn am

2018 - Pilze in der Pfalz und im Pfälzer Wald

  • Hallo zusammen,


    aus gegebenem Anlass eröffne ich dieses Thema :)

    Bilder und Berichte folgen.

    Jeder wer 2018 in der Pfalz unterwegs ist, ist herzlich eingeladen hier die Bilder zu präsentieren und über Pilzsituation zu berichten!

  • Hallo Pablo,


    dann mache ich weiter mit Bildern von heute. Heute waren wir im Pfälzer Wald mit Beorn , Fredo und mykoma zusammen...

    Es gab ein paar Kilo Frischpilze, vor allem Steinpilze wachsen an wenigen Stellen ganz gut. Viele waren leider madig, dafür gab es sie stellenweise in allen Größen.


    Gesamtfundliste (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr :)):

    • Steinpilz (gemeiner, B. edulis)
    • Flockenstieliger Hexenröhrling
    • Birkenpilz
    • Wolliger Rafuss
    • Vielverfärbender Birkenpilz
    • Sandröhrling
    • Kuhpilz
    • Goldröhrling
    • Pfefferröhrlinge
    • Perlpilz
    • Gelber Knollenblätterpilz
    • Fliegenpilz
    • diverse Täublinge, u.a.:
      • Frauentäubling
      • Dickblättriger Schwärztäubling
      • eine andere Schwärztäublingsart (kein Dickblättriger)
    • Olivbrauner Milchling
    • Nordischer Milchling
    • Süsslicher Buchenmilchling
    • Wechselblauer Edelreizker
    • Kupferroter Gelbfuss (oder doch Filziger Gelbfuss?)
    • Rosenroter Schmierling
    • Krause Glucke
    • Violetter Lacktrichterling
    • Rehbrauner Dachpilz
    • Graugrüner Dachpilz (Pluteus salicinus)?
    • Olivgelber Holzritterling
    • Stockschwämmchen
    • Seitlinge (Pleurotus sp. aus der Austern-/Lungen-Seitlings-Gruppe)
    • Orangegelber Saftporling
    • Erlen-Krempling (massenweise unter Erlen mit gelben Lamellen)
    • Gelbbräunlicher Wurzeltrüffel


    Der erste schöne Steinpilz des Tages am Wegesrand:



    Manche waren ganz schön und gross, aber ein wenig zu alt wie dieser hier:



    Birkenpilze gab es in mehreren Arten: der gemeine = Leccinum scabrum, einige Wollstielige Raufüße = Leccinum cyaneobasileucum, ein Vielverfärbender Birkenpilz = Leccinum variicolor.



    Fliegenpilze


    Der Rosenrote Schmierling (Gomphidius roseus) zusammen mit Mini-Kuhröhrlingen:



    Die Gesamtausbeute (4 Männer, 4-5 Stunden):



    Steinpilze, Flockis, Birkenpilze, Kraus Glucke...



    Noch mehr Steinis, Flockis und Birkenpilze, noch eine Krause Glucke, Pfefferröhrlinge, Sandröhrling, ich glaube dass irgendwo verstecken sich noch Täublinge und Kuhröhrlinge.

    Achtung: grüne und rote Dekos sind nicht zum Verzehr geeignet ;)!

    ()


    Ich habe einer Empfehlung gefolgt und zum ersten Mal Steinpilz-Carpaccio aus zwei Steinpilzen (zusammen 160g) probiert. Ausgangsmaterial:


    Auf dem nächsten Bild sind jeweils eine Hälfte von jedem der zwei Steinpilze zu sehen, mit Olivenöl, Salz und Parmesan:


    ...ich muss sagen - interresantes Geschmackserlebnis, gekocht schmecken mir die Steinpilze aber besser. :)

  • ...und gestern war ich auch im Pfälzer Wald, obwohl nicht so lang wie heute sondern nur ein paar Stunden auf dem Weg von A nach B mit meiner Familie...

    Aber ein Waldbesuch im Pfälzer Wald lohnt sich so gut wie immer, ob kurz oder lang!


    Düsterer Röhrling (Porphyrellus porphyrosporus), persönlicher Erstfund:


    Da dachte ich zuerst einen Schafporling (Albatrellus ovinus) gefunden zu haben, wurde aber von Pablo schnell korrigiert -

    Gelbgrüne Kamm-Porling (Albatrellus cristatus), noch ein persönlicher Erstfund:



    Rötende Tramete (Daedaleopsis confragosa), ein weiterer persönlicher Erstfund, bzw. früher habe ich sie nicht erkannt / nicht wahrgenommen:



    Speisepilze gab es nicht so viel aber genug und teils in bester Qualität:


    Steinpilz:



    Flocki:



    Wenige Pfifferlinge:



    Fichtenreizker, fast alle ziemlich madig:



    Korb-im-Korb mit ca. 1 Kilo Pilze: Steinpilz, Flockis, Täublinge, Kupferrote Gelbfüsse, Perlpilz, Pfifferlinge, Seitlinge:


  • Hallo, Alex!


    Ich hatte ja nicht viel fotografiert heute, aber ein paar Steinpilze habe ich noch, in alt:


    Mit Gewichtsproblem (viel zu hoher BMI) und Flockis:



    Und mein persönliches Highlight des Tages: Die zwei Nordischen Milchlinge (Lactarius trivialis), die ich erst einmal vor Jahren in Hornberg gesehen hatte:



    LG, Pablo.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ja was sehe ich denn da cooooles?


    Ihr Lieben, ich wäre soooo gerne dabei gewesen, aber mir gehts echt schlecht. Und das hindert mich an einem Waldgang. Aber.............ich sehe doch sooooo herrliche Fotos. Das versöhnt mich jetzt wieder ein wenig. Danke Euch dafür. Laßt Euch drücken, Ihr macht eine alte Frau glücklich.


    War das etwa in meiner Nähe? So etwa? oder doch weiter weg? Schade dass der Lacctarius quitiie nicht fotografisch festgehalten wurde. Das ist einer meiner Lieblinge. Wenn er bei uns wieder erscheint, ich hoffe sehr drauf, dann mach ich noch mal Bilder.


    Liebe Dank fürs Zeigen.




    Liebe Grüße



    Heidi

    Jeder Tag an dem Du nicht gelacht hast, ist ein verlorener Tag.
    Auch von mir gibt es keine Essensfreigabe.



    100 Chips, da Islandwette verloren = 95 Chips
    95-2 Chips für Jan-Arnes Rätsel = 93 Chips
    93-5 Chips für Grünis Grauen Wulstling= 88 Chips
    88-10 Chips für APR 2017 = 78
    78 + 10 (APR 2017 als erste über die Hälfte der Gesamtpunkte gekommen) = 88

    88-3 Chipse für OPR = 85

    85 - 10 Chips für APR 2018 = 75

    75 + 5 fürs APR = 80


    Keine Veröffentlichung ohne mein Einverständnis!!!!!!

  • N'Abend!


    Im Bereich der Weinstraße / Pfälzer Wald schiebt es von unten nach oben.
    In den feuchten Talsohlen und Einschnitten ist es nach wie vor proppenvoll, so langsam klettern auch ein paar Pilze die Hänge hoch. Aber nach wie vor eher spärlich, viele Waldstücke sind völlig pilzleer.
    Wo Pilze sind, sieht es ungefähr aus wie im Folgenden. Also ganz gut.


    Sommersteinpilze (Boletus aestivalis):


    Fichtensteinpilze (Boletus edulis):


    Flockis (Neoboletus erythropus):


    Im Vergleich dazu heute massenhaft Mendachse (Kurznetziger Hexenröhrling / Boletus mendax / Suillellus mendax):




    Ziegenlippen (Xerocomus subtomentosus):

    Gesamtlänge des Messers: 18 cm.


    Birkenrotkappen (Leccinum versipelle):


    Merkwürdig aussehender, unbekannter Birkenpilz (Leccinum spec.):



    Zum Folgenden Lacktrichterling >kann man mal hier vergleichen<.



    Muss natürlich noch untersucht werden, kann aauch eine etwass dunkel geratene andere Art sein.


    Fliegenpilze (Amanita muscaria):


    Pantherpilze (Amanita pantherina):


    Birkenritterlinge (Tricholoma stiparophyllum):


    Geschmückte Gürtelfüße (Cortinariius armillatus):




    Vermutlich Gezonter Korkstacheling (Hydnellum cf concrescens):



    ist ebenfalls noch genauer zu untersuchen.


    Orangener Saftporling (Tyromyces kmetii):




    LG, Pablo.

  • Hallo zusammen,


    heute in der Pfalz war es teils sehr mager und trocken, teils doch ganz gut. Es gibt frischen Flockis, Perlpilze und einige Krause Glucken.

    Wir haben zu zweit einen Korb voll bekommen, nicht zuletzt dank einer voluminösen Krausen Glucke.




  • Hallo Pablo, hallo Alex,


    toll, was ihr alles gefunden habt. Ich war gestern noch mal im Wald - praktisch fast pilzleer - ein paar noch genießbare Leder- und Frauentäublinge, viele alte Schwarztäublinge und halb vertrocknete Milchlinge, ganz wenig frische Kampfermilchlinge, keine Spur von Röhrlingen. Selbst mein Wäldchen, wo ich fast immer ein paar Flockis finde, war reine Wüste. Aber Grüne Schwefelköpfe - en masse!


    Grüßle

    Heide

  • Hallo Heide,


    ich würde dann versuchen einen Nordhang in einem Tal zu finden wo ein Bach unten verläuft, und am besten noch weitere kleine Bäche von Seitentäler reinfliessen. Solche Täler scheinen mir momentan gute Stellen zu sein.

    Grünblättrige Schwefelköpfe haben wir auch gesehen. Diese sind frisch herausgekommen und wachsen in Büschel wie verrückt. Nach so einem Sommer kann man sich selbst über diese Pest diese schöne aber nicht essbare Pilze sich freuen. :) Auch Kremplinge und Gelbe Knollebnblätterpilze haben wir heute einige gesehen, in Massen. Und ansonsten sind Milchlinge, Täublinge, Cortinarien da, aber großteils keine Arten für die Pfanne.

  • Hallo Alex,


    hab ich gemacht, in war in einem Tal mit Bach. Der Boden ist stellenweise sogar richtig nass, aber da ist es meistens ein bisschen sumpfig. Nix - hatte ich eigentlich auch nicht wirklich erwartet, denn auch in anderen Jahren wächst da wenig - wohl weil es zu nass ist. Wildschweine haben dort ihr Schlammbad. Sieht aus, als müsste ich mir andere Wälder suchen, meine Hauswälder lassen mich im Stich. g:(


    Grüßle

    Heide

  • Hallo zusammen,

    Mein Hauswald ist auch stark am leiden, der kürzliche Regen hat sehr wenig Eindruck hinterlassen!


    Aber Bachnähe im Tal ist echt top.....wenn...

    zusätzlich vor Wochen rund 40ml runterfielen.........smile


    Ps:

    Gute Besserung @ Heidi!


    Grüßle




    Pfälzer Wald 2x unter der Woche


    hier mit "Advocato"

  • Hey, Fredo,

    keinesfalls essen!

    Wegschicken zur Begutachtung!==11


    LG

    Malone

  • genau und zwar an meine Adresse, schick ich gerne per PN

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • per PM bleiben die noch knackig :haue:

    Ahoj,


    PN/konversation ist zwar richtig, weil echter Expressversand,

    aber:

    Pilzies nich' hau'n! Die werden sonst schnell matschig...


    Ach ja: auch wichtig: vor dem Essen Claudias und mein Gutachten abwarten...


    LG

  • Salut!


    So zum Mund anwässern kann ich ja mal noch eine Liste rauslassen, was ich am letzten Mittwoch abends bei der Korbkontrolle meines Sammelkorbes gefunden habe:


    - einige Sommersteinpilze (Boletus aestivalis)

    - etliche Fichtensteinpilze (Boletus edulis)

    - viel zu viele Flockis (Neoboletus erythropus)

    - ein paar Maronen (Imleria badia)

    - zwei oder drei gemeine Birkenpilze (Leccinum scabrum)

    - ein einzelner Grüngefelderter Täubling (Russula virescens)

    - wenige Frauentäublinge (Russula cyanoxantha)

    - zwei Büschel Austern (Pleurotus ostreatus)

    - ein mittleres Fuder Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)

    - zwei (2!) Pfifferlinge (Cantharellus cibarius)

    - drei (3!) Semmelstoppelpilze (Hydnum rufescens s.l.)

    - ein schöner Parasol (Macrolepiota procera s.l.)

    - zwei Perlpilze (amanita rubescens)

    - ein Sandröhrling (Suillus variegatus)


    War auch schon mal bunter. War aber auch schon deutlich schlechter. Könnte auch hier dringend mal wieder regnen, auch gerne mal ein paar Tage oder Wochen am Stück.



    LG, Pablo.

  • Die zwei Nordischen Milchlinge (Lactarius trivialis), die ich erst einmal vor Jahren in Hornberg gesehen hatte:

    Hallo Pablo,

    Lactarius trivialis ist von der Optik her sehr gut möglich, aber ich finde den Stand-(= Fund-?)ort ungewöhnlich. L. trivialis ist eigentlich ein Pilz des moosigen, anmoorigen Fichtenwaldes. In Laubwäldern so wie diesem hier wächst mit L. luridus ein optisch sehr ähnlicher Milchling, dessen Milch allerdings nach einiger Zeit (viertel bis halbe Stunde) violett verfärbt. Hast du diese Probe gemacht, und konntest so den L. luridus ausschließen?

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Pablo, dann hast du ja quasi umsonst kontrolliert, weil nur essbare drin waren...

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Moin!


    Doch, da waren auch unessbare Pilze drin, aber wohlgeordnet in eigenen Döschen aufbewahrt. Bestimmlinge eben.
    Wobei der Speisewert von Kurznetzigen Hexen vermutlich noch gar nicht so wirklich bekannt ist. Weil: Es gibt ja durhaus Berichte über Unverträglichkeit von Netzhexen, darunter auch solche, wo Leute ordentlich Probleme in Kombination mit Bierchen und Weinchen bekamen. Die Frage aus meiner Sicht: Haben die tatsächlich Netzhexen gegessen, oder eben die gelegentlich täuschend ähnlich aussehenden Kurznetzigen?

    Weil normale Netzhexen vertrage ich persönlich sehr gut (auch mit Alkohol), und der Kurznetzige (Suillellus mendax) ist noch gar nicht mal so lange als eigene Art bekannt, und wurde sicherlich in der Vergangenheit schon oft verwechselt.


    Danke für deinen Kommentar zu den Milchlingen, Stephan!
    Violette Verfärbungen der Milch auf dem Fleisch konnten wir da aber nicht beobachten, weder an den Schnittbildern noch an verletzten Stellen an den Lamellen.
    Die Umgebung kann dort schon zu Lactarius trivialis passen: Das ist ein Talgrund, unten um den Bach rum durchaus mit feuchtem, teils sumpfigem Gelände und etlichen Fichten. Die Bodenverhältnisse sind überwiegend sauer bis neutral. Irgendwelche Torfablagerungen fehlen zwar, aber man sieht links und rechts des Bachlaufes auch Stellen, wo "Moormoose" wachsen, sowie andere Pilze, die gerne in solchem Gelände herumstehen, wie diverse Leccinum - Arten oder Cortinarius trivialis.



    LG; Pablo.

  • Hallo zusammen,


    hier ein paar Bilder vom Sonntag in der Pfalz:


    Leberreischlinge auf Kastanien. Wir haben sie bereits letztes Jahr in der Pfanne probiert. Geschmacklich waren sie nicht so toll, deshalb wurden diese als Experiment mit Essig eingelegt:


    zwei Einzelgänger-Maronen:



    Die Besten Funde des Tages:



    Ein Birkenpilz:



    Dunkelviolette Schleierlinge alias Mitternachtspilze für unsere Ersvekostung. Das Foto ist nicht ganz farbecht, die Originale waren ziemlich dunkellila.

    Sie schmeckten lustig, aber besser als wir dachten:



    Vergleichsweise magere Ausbeute der trotzdem zufriedenen Pilzer die einen schönen halben Tag bei bestem Wetter in einem wunderschönen Wald verbracht haben:


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