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letzter Beitrag von Josef-08 am

Zwerg-Pfifferlinge?

  • Hallo,


    kennt Ihr auch solche Stellen, wo man Jahr für Jahr ausschließlich ganz kleine winzige Pfifferlinge findet?


    Ich habe da 2 Stellen, jeweils im sauren Fichtenwald, wo die Pfifferlinge nicht größer als kleine Knöpfe werden (max. bis ca.15 mm Hutdurchmesser).

    Dafür stehen aber oft mehrere so eng zusammen, dass sie einen Block bilden, der unten zusammengewachsen scheint.

    Ich beobachte diese Stellen schon seit einigen Jahren, finde aber nie größere Exemplare, egal, wann ich dort hinkomme oder wie lange sie dort stehen.

    Ich nenne sie inzwischen Zwergpfifferlinge.


    Hat da jemand vielleicht eine Erklärung? -

    Ich habe etwas Zweifel daran, dass das nur standortbedingt sein könnte. Gibt es möglicherweise eine zwergwüchsige Form?


    Herzliche Grüße

    Josef

  • Hallo,


    diese komischen Grüppchen habe ich hier in Brandenburg auch manchmal, eher selten, aber selbst in unserem trockenen Sandboden wachsen die auch.


    Gruß Bärbel

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  • Hallo Josef,

    die kenne ich auch, aber bei mir wachsen sie zwischen ganz normalen Pfiffis. Deshalb pflücke ich die die Winzlinge, die in der Gruppe stehen und einen großen Pfifferling vortäuschen auch immer mal versehentlich mit ab. Wenn ich sie stehen lasse, wachsen sie durchaus auf eine brauchbare Größe heran. Aber man kann eben von oben nicht unterscheiden, ob es sich um ein einzelnes Exemplar oder um sieben Winzlinge handelt. Dann würde ich sie natürlich stehen lassen. Erbsen putzen macht keinen Spaß. Warum dass so ist, weiß ich auch nicht.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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  • Wenn ich sie stehen lasse, wachsen sie durchaus auf eine brauchbare Größe heran.

    Hallo Claudia,


    Bei Dir scheinen das ja dann doch ganz normale junge Pfifferlinge zu sein. Die meine ich nicht.


    Diese hier bleiben auch im ausgewachsenen Stadium winzig und behalten ihre "Knöpfchenform", egal wie lange man sie stehen läßt.

    Und es wachsen auch keine normalen Pfifferlinge dazwischen.


    Hier zwei Bilder:






    Herzliche Grüße

    Josef


  • Hallo,

    Auch ich kenne zwei solcher Stellen, beide allerdings im kalkhaltigen Laubwald. Von einer zwergwüchsigen Form weiß ich nichts. Da der Standort sich sehr deutlich zum sauren Nadelwald unterscheidet (an Trockenheit liegt es jedenfalls nicht, in diesem Jahr habe ich nach regenreichen Wochen auch welche gefunden), scheint hier auch kein Zusammenhang zu bestehen.

    Viele Grüße, Sparassis

  • Hallo Sparassis,


    Da hast Du völlig recht. An Trockenheit oder fehlendem Regen kann es nicht liegen. Es hat hier in letzter Zeit tüchtig geregnet.

    Das ist an diesen Stellen immer so, egal, wie die Wetterverhältnisse sind. Die bleiben einfach so klein, auch dann wenn man im gleichen Wald im weiteren Umkreis Pfifferlinge in normaler Größe findet.

    Ich beobachte das jetzt schon seit einigen Jahren.


    HG, Josef


    Nachtrag:

    Es ist mir noch aufgefallen, dass sich an den Stellen reiner Nadelstreu ohne jeglichen Pflanzenwuchs befindet, während an den Stellen, wo ich die größeren finde, auch Gras, Moos u. andere Waldpflanzen vorhanden sind.

    Vielleicht hängt das damit zusammen?

  • Servus Josef,


    welche Pfifferlingsart du da vor dir hast, kann ich so von oben nicht sagen.


    Es sind rein optisch junge Exemplare. Es kann immer passieren, dass sie nicht auswachsen. Es kann reichen, dass mal zu trockener Wind weht oder was anderes nicht passt. Wenn es aber regelmäßig bei dem einen Myzel so ist, dann müsste man das ja, wie du zurecht sagst, ausschließen. Interessant wäre, ob die auch sporenreif werden oder irgendeine Anomalie das Ausreifen verhindert.


    Es gibt zwei Pfifferlingsarten bei uns, die wirklich meist klein sind, aber die wären mehr orangelich gefärbt und nicht so kompakt - die passen beide nicht.


    Kann es sein, dass du sie nie groß siehst, weil andere Pilzsammler sie vorher wegernten? Man findet in Wäldern mit vielen Pilzsammlern nur sehr selten sehr große Pfifferlinge, da sie, sobald sichtbar, geerntet werden. Und an Stellen mit nacktem Boden sieht man auch Knöpfe - manche rupfen auch die schon aus. Das würde erklären, warum du sie nur als Knöpfe findest und nei alt. Oder hast du sie mehrfach beobachten können - vom Knopfstadium bis hin zum Endstadium mit Schimmel / halbflüssig?


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo Josef, ich meine Pfifferlinge, die in Gruppen wachsen und sich tarnen, so dass mehrere erscheinen, wie ein großer Fruchtkörper - so wie auf den ersten beiden Fotos. Die nicht vorher weggesammelten werden auch groß....


    So groß wie auf dem dritten Foto werden die eher nicht, aber so 3-4 cm schaffen die schon.







    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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  • Kann es sein, dass du sie nie groß siehst, weil andere Pilzsammler sie vorher wegernten?

    Hallo Christoph,


    Das hatte ich auch schon im Kopf, als ich das erste Mal eine solche Stelle fand.

    Aber ich halte das hier eigentlich für ziemlich unwahrscheinlich. Ausser zur Steinpilzzeit ist mir dort noch nie ein Sammler begegnet und ich beobachte das schon über mehrere Jahre. Ich habe mir auch schon einzelne "Büschel" gemerkt und die waren dann auch noch nach 1 Woche unverändert. Da müßte man ja auch mal irgendwann irgendwelche Entnahmespuren finden. Die stehen da über längere Zeit unverändert und irgendwann sind sie dann nach Wetterlage entweder verschimmelt o. eingetrocknet. Ob sie sporenreif wurden, kann ich nicht sagen. Da müßte ich mir mal ein älteres Exemplar mitnehmen und versuchen, ein Sporenbild zu machen, falls das überhaupt möglich ist.

    Da ich in der Nähe auf einem Feldweg auch Nelkenschwindlinge gefunden habe, war ich in der letzten Woche mehrmals dort u. heute auch wieder. Alles noch unverändert, ausser dass ein paar neue dazugekommen sind.
    Ich müßte vielleicht mal ein bestimmtes Pilzgrüppchen systematisch über einen längeren Zeitraum beobachten und mir Notizen machen oder fotografisch festhalten.


    Wow, Claudia


    Was hast Du da für Dinger in der Hand!

    Ich hatte ja auch schon so manche große, aber solche Riesen habe ich noch nie gesehen.



    Hallo Mikromeister,


    Ich glaube, das kommt auch aufs Wetter an. Letztes Jahr gabs hier (an anderer Stelle) über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten ausreichend Pfifferlinge.

    Da konnte ich alle 3-4 Tage "ernten" Dann hatten sie die ideale Sammelgröße. Kann sein, dass sie bis zur Endgröße solange brauchen.

    Diese hier wachsen aber gar nicht weiter. egal wie lange sie stehen.




    Liebe Grüße und herzlichen Dank für Eure Meinungen


    Josef

  • Hallo in die Runde,


    hallo Josef,

    Erlebe an zwei meiner Hotspots gleiches Verhalten!
    Es sind dort mittelgroße Pfiffis üblich,

    und klar schaffen es manche wegen Trockenheit nicht zur vollen Größe.


    Aber stets im selben Bereich wachsen Gruppen von Mini-Knöpfe /keine zusammenhängende oder Kneule,

    Diese sich einfach nicht weiterentwickeln, keiner von denen!

    Bleiben alle immer Knöpfe (auch die Nachkommenden), Wachstum über Wochen nur maginal.

    Kein Hut aufschlagen.............beobachte das nun im 4. Jahr.


    - auch hier wachsen diese unter reinem Nadelstreu raus (Kiefer),

    - 5 Schritte weiter bei Laub (Birken/Eichen) und auf Moss, ist alles "normal".

    ..............................................................


    ich wollte die schon giesen........smile


    VG

    Fredo

  • Servus Josef,


    das ist dann wirklich schräg, da das Sporenpulver ja gelb sein sollte. Du hast auf weißemPapier oder auf Glas sporulieren lassen?


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo Christoph,


    auf Glas.

    Hatte was schwarzes darunter gelegt. Da sah das für mich weiß bis leicht cremefarben aus. Kann bei Zimmerbeleuchtung natürlich aber auch täuschen.

    Spiegelte auch ziemlich stark. Da es hier ja auch hauptsächlich darum ging, ob er überhaupt aussport, hatte ich auch nicht so genau darauf geachtet. Ein Sporenmuster war jedenfalls vorhanden. Hab's leider schon abgewischt, so dass ich es nicht mehr überprüfen kann. Dann müßte ich das ggfs. nochmals auf weißem Papier wiederholen.


    Herzliche Grüße

    Josef

  • Hallo in die Runde,


    wir kennen diese kleinen Pfifferlinge auch von einer Stelle, die wir seit Jahren beobachten. Sie werden nicht größer, egal welche Witterungsbedingungen herrschen (okay, dieses Jahr werden sie eher nicht erscheinen). Das Biotop ist allerdings auch eher Laubwald mit eingestreuten Nadelbäumen - natürlich auf Kalk.


    Liebe Grüße


    Holger und Sabine

  • Griaß eich,


    diese kleinen 'Nägel' sind omnipräsent, unter Fichten und Kiefern,





    Erstaunlich, dass die Stiele das doppelte bis dreifache Ausmaß des Hutes erreichen. Mühsame Klauberei, optisch kommen die auf dem Teller dafür perfekt drüber.


    Heute habe ich die büschelig wachsend angetroffen, die werden nicht größer. Anscheinend ist der DNA-Schalter bei diesen auf 'klein' gestellt,


    LG

    Peter

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

  • Hallo Josef,


    ja, das kenn ich auch an meiner Pfifferlingsstelle im Fichtenwald. An Stellen, wo nur Nadelstreu liegt, oder auf nacktem Boden schirmen sie nicht auf. Ein paar Schritte weiter im Moos oder an krautigen Stellen werden die Pfiffis normal groß.


    Wobei auch bei Nadelstreu und nacktem Boden habe ich einen Unterschied bemerkt: Bei Nadelstreu ist der Stiel ziemlich lang, also tief im Streu und Boden. Von oben sieht man nur einen "Knopf" und holt man den Pilz raus, ist er insgesamt viel größer als erwartet, der Stiel richtig lang und kräftig. Das ist bei nacktem (festem) Boden nicht der Fall, die Stiele bleiben ganz kurz. Eigentlich logisch, weil der Pfiffi sich vom Myzel im Boden nicht so weit hochschieben muss, um ans Licht zu kommen.


    Was ich noch bemerkt habe - diese Knöpfchen verfärben sich mit der Zeit richtig braun an Druckstellen (bis ich dann daheim bin), die anderen aufgeschirmten Pfiffis von krautigen Stellen verfärben sich nicht so, oft gar nicht oder nur minimal. Auch die Konsistenz ist igendwie ganz anders, selbst bei vergleichbaren Größen. Daher bin ich eigentich davon ausgegangen, dass es verschiedene Arten sind. Die Knopfis sind meist weißlich bis ganz leicht lila überhaucht, wie mit einem Reif überzogen, die anderen nicht. Da dachte ich an den Amethyst-Pfifferling oder zumindest eine Kreuzung damit, falls es das gibt. Weil der Hauch dann doch nicht so ausgeprägt ist und auch so schuppig sind sie nicht, wie die Amethyst-Pfifferlinge, die ich an anderer Stelle gefunden habe.


    Ich werde das Phänomen dieses Jahr noch mal genauer beobachten.


    Grüßle

    Heide

  • Hallo Heide,


    Stimmt. Deine Feststellungen stimmen größtenteils mit meinen überein.


    Auch bei mir sind diese kleinen Knöpfchen oft mit einem weißlichen Belag überzogen (sieht man auch auf meinen Bildern), etwas violettes konnte ich bisher aber noch nicht ausmachen. Amethystpfifferlinge finde ich in einem anderen Wald an meiner Hauptsammelstelle (auch Fichtenwald, aber moosig u. bewachsen). Die sind zwar dort auch meist ziemlich kompakt und schirmen nicht so ganz extrem weit auf, erreichen aber zumindest mittlere Größe (so wie sie zum Sammeln normalerweise ideal sind).


    Offensichtlich scheint es so zu sein, dass Pfifferlinge an nackten kahlen Stellen oder auf reiner Nadelstreu klein bleiben, während sie an bewachsenen Stellen (Moos, Gras usw.) größer werden. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich meine größten Pfifferlinge auch meist an grasigen oder stärker bewachsenen Stellen gefunden.



    Herzliche Grüße


    Josef


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