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letzter Beitrag von abeja am

Aus meiner ***täten-Sammlung II

  • Hallo, liebe Foristen,



    dies ist die Fortsetzung von >> Aus meiner ***täten-Sammlung I


    Alle Bilder sind durch Anklicken auf 1200 Pixel vergrößerbar.
    Im Text oberhalb des Bildes ist der fettgedruckte Name als Bestimmung(svorschlag) gedacht.



    51 - 52
    Wieder im "fußläufigen" Wald, Südhanglage, aber feuchter Bacheinschnitt:
    Auf einem sehr bemoosten, sehr morschen Nadelholzstamm (an Astresten erkennbar) wuchsen winzige rüblingsartige Pilzchen, die beim Umdrehen vor allem durch ihre extrem dichten Lamellen auffielen.
    Es spricht da doch alles für das Lilablättrige Tausendblatt, Baeospora myriadophylla (obwohl die Lamellen nur einen Hauch von Lila haben).
    Dazu gibt es kaum Erwähnungen im Forum, ist der wirklich sooo selten oder wird der übersehen?
    Er soll allerdings überwiegend auf Weißtanne (Abies alba) vorkommen, die gibt es ja nicht überall im Wald.
    (pers. Erstfund :sun: )




    53 - 54
    Weißer Porling auf Nadelholzstumpf ... mmmh ... von oben ... mmmh?
    Von unten (und mit angenehmen Geruch) : Nordischer Schwammporling, Climacocystis borealis (pers. Zweitfund, Erstfund war völlig zernagt)




    55
    Hörnli-Friedhof (Schweiz), wie im letzten Jahr bei rel. jungen Kiefern reichlich Ringlose Butterpilze, Suillus collinitus (mit rosa Basismyzel und leichter Rosafärb. im unteren Stielbereich), diesmal madenfrei und "Jung-Fung"-knackig.




    56 - 57 - 58
    Am gleichen Ort, bei einer großen Kiefer, Wiederfund vom letzten Jahr, Glöckennabelinge, aber in der Streu (tief wurzelnd, auf kleinsten Teilchen wachsend). Den Geschmack habe ich jetzt probiert, die Pilze sind deutlich bitter. Dann müssten es Xeromphalina fellea/ cauticinalis sein, Gelber Glöckchennabeling




    59 - 60 - 61
    Am gleichen Ort, zwischen Fußtrittplatten und Grabbewuchs, Kakaobraune Stachelschirmlinge, Lepiota calcicola
     
    (pers. Erstfund :sun: )




    62 - 63
    Am gleichen Ort, immer wieder auf der Wiese, kleine Jungfern-Ellerlinge, immer leicht bräunlich, laufen die alle unter Cuphophyllus virgineus ... oder sollte man unterscheiden, wg. der Farbe ... Cuphophyllus ochraceopallidus ?)
    --> das ist dann schon rel. braun für C. virgineus s.str., also: Cuphophyllus virgineus var. ochraceopallidus/ bzw. C. ochraceophallidus (je nach Artauffassung)




    64
    Am gleichen Ort, neue Stelle im Vergleich zum letzten Jahr, zum ersten Mal ein voll aufgeschirmter (über 20 cm) Fransiger Wulstling, Amanita strobiliformis




    65 - 66
    Wieder im Wald zwischen Lörrach und Rheinfelden, bei Lärche (wer hätte das gedacht) :
    Goldgelbe Lärchenröhrlinge, Suillus grevillei, ganz jung und ganz alt
    Erst ein Zweitfund für mich, hier sind die Grauen Lärchenr. deutlich häufiger, der Erstfund vor Jahren war auch völlig weich und in Auflösung.




    67 - 68
    Im gleichen Wald, WINZIGES Einzelexemplar vom Gelben Knollenblätterpilz, Amanita citrina (pers. Erstfund :sun: , ja, ja, ja - kein Witz )




    69 - 70
    Und wo ich gerade so schön dabei bin
    ... immer noch im gleichen Wald, nah am Wegesrand
    ... was ist das denn für ein komisches kleines (!) rötliches Knubbelchen (EINZELEXEMPLAR)
    ... OH ... AH ... UH ... Pilzseltenheit!!! ... ausgerupft!!! ... Und nu?


    Durchschneiden etc. .... dokumentieren ... die eine Hälfte habe ich vor Ort gelassen, die andere Hälfte ist jetzt "mumifiziert".


    Botyroboletus/ Boletus regius, Echter Königs-Röhrling
    Faserflockiger, irgendwie von Weitem körnig erscheinender roter Hut, intensiv gelber Stiel mit gelbem Netz, intensiv gelbe Röhren und Poren, gelbes Fleisch (soll nicht blauen, jedenfalls nicht deutlich, im Schnitt gab es im Hut eine winzige schwache Blaufärbung an wenigen Stellen), Geruch sehr neutral.
    (pers. Erstfund :sun: )




    71 - 72 - 73
    Kraftwerkswiese am Rhein, weiße Saftlinge (die hatte ich 2014 schon mal, jetzt habe ich mir den übersetzten Schlüssel aus dem Boertmann dazu angesehen) - da gibt es doch gar keine Alternative zum Blassrandigen Saftling, Hygrocybe fornicata, oder?
    Die Pilze erscheinen sehr hell, im feuchten Zustand auch durchscheinend, im trockenen Zustand entwickeln einige Pilze radiale bräunliche Fasern, sie haben extrem ausgebuchtet angewachsene Lamellen.




    74
    Mutmaßliche Graureiher-Gedanken: "Wer will Pilze? Ich will Fische!" (mehr Zoom ist nicht drin)




    75 -76 - 77
    Auf der Schweizer Seite, auch auf einer Wiese, einige unterschiedlich alte Exemplare vom Größten Scheidling, Volvariella gloiocephala (pers. Zweitfund erst), leider waren alle Pilze ziemlich durchweicht.




    78
    Hörnli-Friedhof (Schweiz) nochmal - im Prinzip fand ich da fast alle Pilzarten, die ich auch im letzten Jahr hatte, nur einige Wochen früher!
    Bisher da noch nicht gehabt: ein WINZIGER Schwärzender Saftling, Hygrocybe conica s.l. (an einem Teichufer)




    79 - 80 - 81
    Was leuchtet dann da aus diesem "Erdloch" in der moosigen Wiese: Braungrüne Zärtlinge, Entoloma incanum -
    Es gab davon jede Menge, die sind allerdings nicht sehr lange haltbar, ein paar Tage später kaum noch zu entdecken.
    (pers. Erstfund :sun: )




    82 - 83
    Und noch was Leuchtendes, bei Lärchen: Rostrote Lärchenröhrlinge, Suillus tridentinus
    (pers. Erstfund :sun: )




    84
    Im "fußläufigen" Wald, an Nadelholzstumpf, ganz "Ton in Ton",
    meine bisher jüngsten Harzigen Sägeblättlinge , Neolentinus adhaerens (pers. Viertfund oder so)




    85 - 86
    Nicht weit davon, bei Buchen auf Kalk, eine große Gruppe von älteren weißen bereiften kräftig gebauten langstieligen Trichterlingen, aus der Sektion Candicantes, vermutlich die (nicht abgegrenzte) Laubwaldform von Clitocybe phyllophila, Laubfreund-Trichterling.
    Sporenpulver war nicht rein weiß, etwas creme-farben, Geruch vor Ort süßlich-sauer, bei einem sehr ähnlichen frischen "Modell", was ich diese Woche fand, schon etwas verwirrend "mehlig-spermatisch-tranig", nach Ablagern (zum Aussporen) nicht mehr "mehlig" oder "tranig", sondern nur noch angenehm (!) parfümiert-süßlich.
    Lamellen sind kaum herablaufend, eher gerade angewachsen, die Stiele werden schnell hohl, das Basismyzel ist meist sehr deutlich, von der Hutfarbe kann man eine Schicht abkratzen, der Hutrand ist nicht leicht brüchig, der ganzer Pilz ist etwas "flexibel". Je älter der Pilz wird, desto mehr treten gelblich-bräunliche Farben auf (vor allem auch am Stiel).




    87
    Der Oktober verabschiedet sich mit "Drama-Himmel", so was bedeutet ja meistens, dass es kalt wird.
    Und es wurde kalt ... leichter Bodenfrost, dann Nieselwetter, dann heftiger Regen, jetzt wieder freundlicher, aber wieder mit leichtem Frost.
    Im November fand ich bisher nicht viel ...




    NOVEMBER
    88 - 89
    von Anfang November, nochmal Hörnli-Friedhof (Schweiz): WINZIGE Lorcheln, die Spitzen so verdreht, ich tippe auf die Elastische Lorchel, Helvella elastica (pers. Erstfund :sun: )




    90
    nicht weit davon, unter dicker Eichenlaubschicht, da lugten so Spitzen hervor, dunkle Lorcheln mit grubigem Stiel ... es waren Grubenlorcheln, Helvella lacunosa (pers. Erstfund :sun: )




    91
    Ansonsten gab es noch eine paar "Jung-Fungs", wie z.B. Graue Lärchenröhrlinge, Suillus viscidus (links) und Schopftintlinge, Coprinus comatus, rechts




    92
    und Galerina spec. im Moos zwischen Flechten (Cladonia rangiformis)
    ---> Galerina cf. uncialis, Flachhütiger Mooshäubling
    Galerina uncialis sieht makroskopisch sehr passend aus und kommt wg. des Standortes gut in Frage (Pilze hatten keinen Holzkontakt)
    http://www.pilzflora-ehingen.d…ora/arthtml/guncialis.php




    93 - 94 - 95
    und so was ...


    Kann man "so was" übersehen?


    Kann man.


    Da ging ich den Friedhofsweg entlang, zum Baumknospen fotografieren ... und erst auf dem Rückweg dachte ich
    ... "was sind das für RIESIGE Röhrlinge, da unter der Eiche - standen die eben auch schon hier??"


    Rubroboletus/ Boletus satanas, Satans-Röhrlinge (pers. Erstfund :sun: )





    96
    Das Herbstlaub "knallt" seine Farben auf den Chip ... vermutlich Acer palmatum 'Osakazuki' (Sortenangabe unsicher, einer der Jap. Fächerahorn-Kultivare, der ansonsten grünes Laub hat und erst jetzt so eine unglaubliches Rot zeigt.)




    97 - 98
    Aber auch Pilze können extrem farbenfroh sein, einen ganz bunten Pilz habe noch unterschlagen. Den habe ich mehrfach an zwei verschiedenen Orten gefunden - einmal in Rheinfelden auf dem Friedhof bei einer Kiefer, einmal auf der Waldwiese neben einem priv. Freizeitgrundstück - und da musste ich noch mal Kiefern suchen gehen (beim ersten Mal sah ich nur eine Fichte):
    Lactarius semisanguifluus, der Spangrüne Kiefern-Reizker (pers. Erstfund :sun: )


    Dieses "Spangrün" wirkt auf mich fast schon türkis, die Verfärbung der Milch von orange nach "weinrot" wirkt auf mich fast rot-violett, alles "sehr extrem".
    Madig war da auch nichts, geschmeckt haben die jüngeren Exemplare auch, die gezeigten Pilze hier sind Nachzügler im November (etwas witterungsgeschädigt).





    99
    Ja sagt mal, ist das normal, dass diese Sporen so geformt sind ...und so unterschiedlich groß??
    Hihihi .... das ist ein "nachgeäfftes" Mikrobild ... es sind - bildbearbeitete - Regentropfen, die an mein Fenster klopften.




    100
    Und was hier schon aussieht wie Schnee ist NOCH keiner, sondern am gleichen Tag fotografierte ich durchs Fenster Regentropfen vor herbstlichen Bäumen, hier hatte ich manuell auf den Hintergrund scharf gestellt ... und ziemlich "extrem" bearbeitet ;)
    ... eine kleine Spielerei zum Abschluss.



    Danke fürs Mitgehen und fürs Mit-an-Farben-berauschen :)
    - und auch schon mal danke für eventuelle kritische bestimmungstechnische Anmerkungen :) :)

  • Abeja ich bin immer wieder fasziniert wie anders doch zum Teil die Funga im Südem von Deutschland ist :) Ganz tolle Beiträge die da zeigst..tolle Dokumentationen :alright: Wer sowas selber erstellt der weiß wieviel Zeit man dafür braucht :) Ich lese deine Beiträge immer gerne :cool: Vielen lieben Dank und Gruß Torsten

  • Hallo abeja,


    Wow. Danke für die Mühen um die schönen Beiträge :alright: . Das muss ich mir alles noch in Ruhe anschauen.


    Ich greif ´mir schonmal Hygrocybe fornicata raus, weil ich den gerade vor ein paar Tagen auch als Erstfund hatte. Auch mit Boertmann geschlüsselt, da "gestolpert", dann über Ludwig wieder zurück zu Boertmann. Meine waren z.T. (älter und trockener)schon recht bräunlich radialfaserig. Aufgefallen schon im Feld: der Geruch,der gleich an die weissen Tricholoma-Stinker (Schwefelritterling geht auch in die Richtung) erinnert hat. (Hattest Du den Geruch auch festgestellt?) Letztendlich hat dann alles gepasst, ich meine , Du liegst da richtig.




    LG ==pfiff
    Andreas

  • Hallo, Abeja!


    Auch hier sind richtig viele, schöne Schmankerl zusammengekommen. :alright:


    62-63: ich würde - soweit morphologisch möglich - schon zwischen Cuphophyllus virgineus und ochraceopallidus trennen. In diesem Fall ist der für virgneus im strengen Sinne einfach zu stark pigmentiert. Ob man dem nun Artstatus einräumt, oder nach Boertmann Varietätsstatus, ist in erster Linie ein taxonomisches Problem. Wichtig wäre in erster Linie die Unterrscheidung an sich.
    71-73: Wenn's keine Dermoloma ist (sieht hier nicht danach aus), und wenn Stiel trocken (auch beim Anfeuchten nicht schmierig-schleimig) sowie Fruchtkörper bei Verletzung nicht verfärbend und Geruch nicht nach Hallenbad, dann kann nichts anderes als Hygrocybe fornicata in Frage kommen.
    92: Wenn irgendein Kontakt zu (vergrabenem) Holz auszuschließen ist, dann vergleiche mit Galerina uncialis.
    Sporenfoto: Stark gemacht. :alright: Sieht übrigens tatsächlich manchmal so aus, wenn unter dem Deckgläschen reichlich zu viele Luftbläschen unterwegs sind.



    LG, Pablo.

  • Hallo Abeja,


    Superaufnahmen wieder und tolle Funde! :alright:


    Wahnsinn die Bilder vom Königskind (Prinz oder Prinzessin? :D )!
    Nachdem ich in diesem Jahr endlich den Kaiser fand, habe ich nun einen neuen Wunschpilz auf meiner NochZuFinden-Liste.


    Auch die Nichtpilzfotos können sich sehen lassen.
    Ob Drama-Himmel, Ahornblatt im Farbenrausch oder die Regentropfen-Impressionen - einfach nur zum Genießen!


    Danke für diesen herausragenden Beitrag.


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Nachträglich Glückwunsch zum Fünfjährigen! Sind wir also beide kurz vor der Einschulung. ;)

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  • Hallo Abeja, das sind wirklich faszinierende Bilder. Mein Favorit ist der Königs-Röhrling.

    Viele Grüße, Lars


    Meine Angaben sind immer ohne Gewähr und können keinesfalls die Bestimmung eines erfahrenen Pilzsachverständigen ersetzen.

  • Sehr schöne Bilder,


    ich mag es ja, wenn ich den Himmel erklärt bekomme, oder Regentropfen ;)


    Aber ...

    Zitat

    Amanita citrina (pers. Erstfund Sun , ja, ja, ja. )


    im Ernst? :)


    Macht jedenfalls richtig Spaß die lehrreiche Bilderstrecke anzusehen. Spätestens bei 85/86 hätte ich einem Bestimmungskollaps gekriegt.


    LG Joseph

  • Hallo abeja, Dein Beitrag ist wieder einmal klasse, aber das sind sie ja alle! Du erklärst wunderbar, so dass es auch Anfänger kapieren und die Fotos sind toll. Berauschend sind natürlich die Herbstfarben.
    Danke für's Zeigen.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Hallo,


    auch hier vielen Dank für eure Äußerungen zu Bildern und Pilzen:


    @ Torsten: genau so ist es - und ich kenne die "Nordlichter" nicht ... und die Pilze, die auf saurem Boden wachsen - zumindest nicht aus eigener Anschauung. Aber hier im Forum bekommt man ja alles immer so schön gezeigt.


    @ Andreas: meine hellen Saftlinge haben eigentlich nach "nichts" gerochen, jedenfalls nicht auffällig Richtung Schwefelritterling, die weißen stinkenden Ritterlinge hatte ich noch nicht.


    @ Pablo: danke für die Erläuterungen zu Cuphophyllus und Hygrocybe fornicata (Merkmale passen so wie du sie beschreibst).


    @ Nobi: dankeschööön für die Jubiläumsgratulation ... und das arme arme Königskind GEMEUCHELT ... aber ich hoffe, da sehe ich die Großen auch mal. Der Platz ist gemerkt - ist allerdings möglicherweise auch für Normalspazierengeher oder Hobbypilzgucker auffällig ... leider nicht so weit vom Weg weg.


    @ Lars, Josef, Claudia: danke, danke, danke


    @ Josef: deshalb schreibe ich ja immer "kein Witz", :cool: :D
    weil in anderen Gegenden ist das was für mich ein pers. Erstfund ist, ein Massenpilz ... hier gibt es direkt vor der Haustür im Wald IMMER wenige Pilze, da sucht auch keiner, da geht keiner mit Korb usw.
    Aber kannst du dir das vorstellen - so gut bekannte Pilze - dass die in manchen Gegenden extrem rar sind? Grüne Knollis: einer in diesem Jahr, einer im letzten Jahr, einer im vorletzten Jahr usw., ganz vereinzelt Perlpilze, ganz vereinzelt Sommersteinpilze (und keine anderen "normalen" Steinpilze ... aber Boletus aereus soll es auch in einer Ecke geben ... 10 km weiter ... nur noch nicht gesehen), keine Maronen im "Hauswald mit Nadelanteil " , keine "echten" Parasole (waren auch die ersten, und die sind 12 km weiter... etc.) ... ich weiß gar nicht, warum ich eigentlich in so einem Pilzforum gelandet bin ;) (ach ja, wegen so komischen Porlingsdingern immerzu aber auch)

  • Liebe abeja,


    wunderbar, deine zwei Raritäten-Sammlungen, danke dafür! .heart Wie immer sehr schöne Fotos, viele Pilze, die mir noch nie begegnet sind, tolle Experimente mit der Kamera und klasse Erklärungen mit Detailfotos zu den Funden. :alright: Den Kakaobraunen Stachelschirmling finde ich so knuffig, schöner Pilz!


    Glückwunsch zu den vielen Persern! Ich kann das nachvollziehen mit den Erstfunden der ansonsten für alle anderen Allerweltspilze. Bisher habe ich hier - ist ja auch Süden - z. B. noch nie einen Raufuß gefunden. Übersehe ich sie nur oder suche ich am falschen Platz?! :hmmnmz: Aber irgendwann werden sie mich schon finden, wenn ich nicht in die Pötte komme ... :giggle:


    Grüßle
    Heide

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  • Hallo Heide,
    danke für deinen lieben Kommentar, der Kakaopilz hat mir auch gefallen - ich habe natürlich noch ein paar Bilder mehr, musste ja "haushalten" - die kommen vielleicht in ein Portrait (da müsste ich mich mal daransetzen, ich weiß aber noch nicht wann ;) )


    Die Pilzsituation scheint bei dir ähnlich zu sein, ist da auch Kalk (und viel Südhanglage? ... Und oft trocken-warmes Wetter?)
    Ich glaube schon, dass wir ... die wir hier mit "Scan-Blick" durch die Gegend laufen und auch auf kleinste Pilzchen achten, nicht all zu viel übersehen, jedenfalls nicht dauerhaft.
    Manchmal sind es eben nur Einzelexemplare.
    Raufüße hatte ich in diesem Jahr die ersten, zwei mal den Gelbporigen Raufuß (L. crocipodium), aber jeweils (in mehreren Wochen Abstand) nur ein WINZIGES Baby-Einzelexemplar (madig) und die ALTEN Birkenraufüße, die ich wg. ursprünglich nicht gesehener Birken völlig falsch beurteilt hatte. Und die waren auch 12 km vom Wohnort entfernt ... und da ist auch nichts nachgekommen.

  • Servus abeja,


    starke Fotos und tolle Funde, Gratulation!


    Der kleine schwärzende Saftling - das könnte Hygrocybe riparia sein. Standort passt, Habitus passt. Wie stark hat er denn geschwärzt? H. riparia schwärzt wenig bzw. vor allem an der Stielbasis.


    Cuphophyllus ochraceopallidus unterschreibe ich auch sofort, wobei man immer reinmikroskopieren sollte - Cuphophyllus cereopallidus soll auffallend kurze Basidien haben und sich u.a. so unterscheiden (und mehr ins gelbliche gehen). Ich denke aber, dass es bei C. ochraceopallidus bleiben müsste.


    LG
    Christoph

  • Hallo Abeja!
    Wie versprochen habe ich mir den zweiten Teil angeschaut. Und ich bin nicht enttäuscht worden! Tolle Fotos und wie immer gut recherchiert! Der klein König ist ja irre von den Farben und die Spielerei am Schluss gefällt mir ausgesprochen gut. .heart

  • Die Pilzsituation scheint bei dir ähnlich zu sein, ist da auch Kalk (und viel Südhanglage? ... Und oft trocken-warmes Wetter?)
    Ich glaube schon, dass wir ... die wir hier mit "Scan-Blick" durch die Gegend laufen und auch auf kleinste Pilzchen achten, nicht all zu viel übersehen, jedenfalls nicht dauerhaft.


    Hallo abeja,


    eigentlich sind hier schon sehr gemischte Böden, also von allem was, Wälder, in denen Kalk vorherrscht, dann aber auch wieder viele saure Böden. Zum Glück habe ich die unterschiedlichen Wälder in fußläufiger Nähe oder bin halt mit dem Fahrrad unterwegs; die Gegend ist sehr hügelig und es gibt Hänge in alle Himmelsrichtungen. Was ähnlich ist, ist wahrscheinlich die Wärme und Trockenheit - außer in diesem Jahr, da hat es grad zur richtigen Zeit ausgiebig geregnet. Woran es liegt, dass ich keine Raufüße finde - keine Ahnung. Aber ich habe bis diesen Herbst auch keine Steinpilze gefunden und in diesem Jahr bin ich dann gleich an mehreren Stellen darüber gestolpert. Vielleicht finden mich die Raufüße auch noch. ;)


    Grüßle
    Heide

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  • Hallo,


    @ Heide: wer suchet der findet ... zumindest "irgendwas", was man noch NIE gesehen hat, gibt es immer - das ist ja das Schöne.==3
    @ Tuppie: danke für Mitgehen==9, manchmal mag ich es bunt ... ich glaube, je grauer es draußen wird, desto bunter mag ich die Bilder und desto mehr neige ich zum "Herumspielen" mit den Fotos.


    @ Christoph: danke für dein Lob und die Erläuterungen zu den Pilzen.
    Den gezeigten kleinen Saftling hatte ich unangetastet vor Ort gelassen (es war ein winziges Einzelexemplar), es war noch keinerlei Schwärzung feststellbar. Eine Woche später war ich noch mal auf dem gleichen Gelände und habe wieder ein EINZELEXEMPLAR gefunden, ähnlich in der Größe, allerdings etwas älter, kein gelblicher Hutrand mehr, Schwärzung ausschließlich am mittleren Stielteil.
    Bild s.u.


    Nur: dieser (neue) Saftling wuchs nicht an diesem Uferbereich sondern auf einer planierten (sandig-schotterigen) Fläche, wo ausschließlich im Herbst nach Regen etwas "Grünzeug" wuchert (Moos, Flechten, Blattrosetten von Mausohr-Habichtskraut o.ä. (das ist der Ort, wo ich auch die Galerina im Moos fotografiert habe.)
    Da ist kein Wasser in der Nähe - und die Pilzchen dort vor Ort kamen mir sehr ähnlich zu den kleinen (sehr wenig) schwärzenden Saftlingen vor, die ich in "meinem" Kiesbiotop in den Vorjahren fand (in diesem Jahr nicht), zum Vergleich >> hier



    "Neuer" Saftling, 1 Woche später, gleiches Gelände, doch anderer Untergrund, ohne Gewässer

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