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letzter Beitrag von Josef-08 am

Warnung vor Pilzen über NINA bekommen

  • Hi, @all,


    vorhin ist diese Meldung über die Warnapp NINA hereingekommen:


    Das ist doch mal eine gute Idee.
    Die Meldung wurde auch gleich x-mal auf Facebook geteilt von allen möglichen Leuten...


    (Wer die App noch nicht kennt: hier bekommt man verschiedene offizielle Warnmeldungen rein wie Kampfmittelfunde, Unwetter o.ä. Man kann sich verschiedene Standorte abspeichern und auch den aktuellen Standort laut GPS anzeigen lassen.)


    Mich würde aber wirklich malinteressieren, was da auf dem Flohmarkt verkauft wurde, dass da Knollis bei sein konnten...? Und auch noch gleich bei mehreren Leuten...

  • Hallo,


    wer verkauft denn auf einem Flohmarkt Pilze, und wer kauft sie?
    Unglaublich (im wahrsten Sinne des Wortes) !!!!!
    Und was ist mit der Latenzzeit: 10 Stunden bei Knollenblätterpilzen, da sollte man lieber noch mindestens 10 - 20 Stunden dranhängen...!!!!!


    VG
    Wolfgang

    ----------------------------------------------------
    Ich bin ein fortgeschrittener Anfänger. Meine Einschätzungen zu Bestimmungsanfragen sind mit Vorsicht zu "genießen" !
    Und: Nicht jeder meiner Funde muss unbedingt bestimmt werden, ich freue mich einfach über jedes "Kerlchen"... :gfreuen:

    Einmal editiert, zuletzt von lupus ()

  • Hallo zusammen,


    vielleicht auch Stockschwämmchen .........


    https://www.123pilze.de/DreamH…oad/Stockschwaemmchen.htm


    https://www.123pilze.de/DreamHC/Download/Gifthaeubling.htm



    Und beim Phalloidessyndrom schwanken die Latenzzeiten ziemlich ....


    http://www.pilzepilze.de/phall.html


    https://de.wikipedia.org/wiki/…ndrom.2C_Amatoxin-Syndrom


    also 12 Std. sind schon ein recht guter Anhaltspunkt, aber dann ist es meistens eh schon ziemlich spät ...


    Trau, schau, wem


    Gruß
    Helmut

    Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen. Diejenigen, die binär verstehen und diejenigen, die es nicht verstehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Eselsohr ()

  • Hallo,
    schon kurios. Es steht ja nicht dabei, welche Knollis, weiß oder grün.
    Doppelgänger gibt es genug, wenn z. B. jemand junge Champignions abgeerntet hat.


    Bei grünen Knollis gibt es auch einige Kandidaten, z. B. Täublinge


    Ja, unglaublich. Aber ich möchte nicht wissen was in Gaststätten so alles verkocht wird. Weniger dass Knollis dabei sind, aber auch der Zustand. Es reicht ja, wenn zB. Maronen alt sind. Oder Steinpilze, am Markt, was ich da schon alles gesehen habe, total vermadet usw.


    LG J.

  • Hallo zusammen,


    ich bearbeite den Fall, gekauft und verspeist wurde dieses...



    [hr]
    [hr]



    Die Warnung hat nur der bekommen, der die Stadt Krefeld bei "meine Orte" in Nina eingegeben hatte. Alle anderen bleiben außen vor. Ganz klar eine Schwäche der App.

  • Uih, könnten das Kremplinge sein?


    Ich weiß ja nicht, wie gekochte Kremplinge aussehen, aber bei zweien von den Pilzen un der Schüssel kommt die Form hin, und die Kremplinge hab ich auch gerade hier im Hof, ein paar 100m von der Mevissenstraße weg.

    Gruß,
    Marion


    Nein, ich esse meine Pilze nicht! :gklimper:
    Aber was essen meine Pilze? :gkopfkratz:

    Einmal editiert, zuletzt von MarionS ()

  • Ja auf jeden Fall und dann noch in diesem Zustand!


    Wobei ich noch keine Info erhalten habe dass die schon gekocht sind, im schlimmsten Fall sahen die so aus und sind nur gewaschen!

  • Hallo Marion, hallo Karl-Heinz!


    Das entsetzt mich wieder total... wie kann jemand auf einem FLOHMARKT Pilze kaufen, wie kann jemand so matschige Exemplare als essbar akzeptieren? Wenn Birnen, Lauch oder Tomaten so aussähen, würde man sie dem Standbetreiber doch auch um die Ohren hauen...
    Aber allein solche Pilze einzusammeln und zu verkaufen, also nee, da fehlen einem die Worte!


    Weiß man, wieviele Kilo der Pilze da über die Theke gewandert sind bzw. wieviele Käufer es in etwa sein könnten? Muss da polizeilich vorgegangen werden?


    Wie geht es den Opfern?

  • Hallo,


    gerade eben, als ich diesen Thread las, dachte ich ich sehe bzw. lese nicht richtig. Und so googelte ich erst einmal.


    Die Warnung bzw. Pressemitteilung wurde offiziell von der Stadt Krefeld und der Feuerwehr Krefeld hausgegeben. Anscheinend wurden die Pilze am Stand eines Gemüsehändlers, wenn man den Berichten von Focus glauben darf, angeboten womit eher zu erklären ist, wie man Pilze auf einem Flohmarkt überhaupt kaufen kann.


    Der Verdacht des behandelnden Arztes ist wohl eine Vergiftung durch Knollenblätterpilzen - dies passt ja nun irgendwie so gar nicht zu den von Karl-Heinz gezeigten Pilzen.


    Vielleicht Karl-Heinz kannst Du uns berichten?


    Liebe Grüße


    Maria

  • Sachen gibt's...?!


    Man sollte nicht so sehr am Begriff "Flohmarkt" aufhängen... Bazar vielleicht.
    Da immer weniger "echter Flohmarkt" stattfindet, muss der Veranstalter das Anbieter-Sortiment erweitern.


    => Handyschalen, Klamotten aus Altkleidercontainern, Sperrmüllfunde + Gewürze.... Und halt nun Pilzmischung vom Straßenrand.
    Bestimmte "Gruppen" haben auch faktisch einen Diplomatenstatus; es wird also keinem Verkäufer etwas passieren.


    Hoffen wir mal, dass es glimpflich ausgeht oder nur Fehlalarm ist.


    Wer hin möchte, in 4 Wochen...:
    https://www.marktcom.de/verans…refeld-real-47803-krefeld

    Ein Mücklein wollt' ne Reise machen, da flog's in einer Meise Rachen.
    => Interessierter Laie.

    Einmal editiert, zuletzt von Snuggles ()


  • Die Warnung hat nur der bekommen, der die Stadt Krefeld bei "meine Orte" in Nina eingegeben hatte. Alle anderen bleiben außen vor. Ganz klar eine Schwäche der App.


    Nennen wir es mal eine unvermeidbare Schwäche.
    Zu ermitteln, welche Smartphones zur passenden Zeit im entsprechenden Bereich eingeloggt waren und diese gezielt anzusprechen, wäre wohl ein ziemlicher Datenschutz-Verstoß.


    Der derzeitige Standort (GPS) kann aber auch eingepflegt werden.


    Aber ich kann dich beruhigen. Allein in meiner Krefelder Facebook-Gruppe sind die Meldung oder entsprechende Berichte gut ein Dutzend mal geteilt worden. Wenn das ansonsten auch so herumging...
    Lediglich beim Teilen des NINA-Berichtes gab es noch ein paar Schwächen, darüber habe ich die Macher vorhin mal informiert. Das müsste besser werden.



    http://www.wz.de/lokales/krefe…mevissenstrasse-1.2528989
    http://www.wz.de/lokales/krefe…pilz-vergiftung-1.2529338

    Gruß,
    Marion


    Nein, ich esse meine Pilze nicht! :gklimper:
    Aber was essen meine Pilze? :gkopfkratz:

    Einmal editiert, zuletzt von MarionS ()

  • Danke Marion :)


    [hr]


    Hallo Karl-Heinz,


    ich finde Du kommst sehr sympathisch und kompetent (was Du ja auch bist) rüber. Außerdem finde ich es schön zu einem Namen auch ein Gesicht und hier auch eine Stimme zu haben.


    Es freut mich sehr, dass der Zustand der Familie stabil ist und ich hoffe, dass sie alle recht bald, hoffentlich ohne weitere Komplikationen, genesen werden.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo zusammen,


    ja das war ich in der Aktuellen Stunde - danke für die Blumen.


    Ich möchte dann noch den (vermeintlichen) Widerspruch aufklären...


    Die Familie hatte sich ja erst gut 2 Tage nach dem Verzehr der Pilze mit deutlichen Symptomen ins Krankenhaus begeben. Als dann zunächst die Giftnotrufzentrale kontaktiert wurde, schrillten hier die Alarmglocken, nachdem es ja Wochen vorher in Hessen definitiv durch den Grünen Knollenblätterpilz bei einer 4-köpfigen Flüchtlingsfamilie zu lebensbedrohlichen Vergiftungen gekommen war. Man musste (sicherlich richtig) jetzt in diesem Fall von "worste case" ausgehen und die notwendige (Silibinin)-Therapie einleiten.
    Erst hiernach wurde ich kontaktiert und erhielt auf Anfrage die Fotos von den Kremplingen.
    Der WDR bat mich lediglich allgemein etwas zur Giftigkeit des Grünen Knollenblätterpilzes zu sagen und nicht auf den Fall in Krefeld einzugehen.
    In diesem Fall musste der Knolli also seinen Kopf, äh... Hut herhalten.
    Ich denke mal in Anbetracht der allgemeinen Gefahrenlage und der Vorfälle in Hessen geht das so in Ordnung.
    Hiervon unbenommen muss selbstverständlich weiter ermittelt werden, wie es möglich ist, solche Ware auf einem Markt anzubieten.


    Jetzt kann ich (hoffentlich) besser schlafen...

  • Hallo Marion!
    Danke für den Link zur Mediathek.


    Hallo Karl-Heinz!
    Auch wenn der Anlass kein schöner war, freue ich mich immer, ein Gesicht zu den Avatars zu haben. :) Da geht es mir wie Maria.
    Schön, dass Du hier noch mal ein paar Worte zu dieser Sache geschrieben hast.


    Falls Du später noch weitere Informationen erhalten solltest, wie das mit den Kremplingen als Marktware passieren konnte, würde ich mich freuen, wenn Du dazu auch noch was sagen könntest. (Ich bin immer noch entsetzt darüber, dass jemand das als Ware anbot. Allein schon als Ware an den Gemüsehändler...)

  • Danke Karl-Heinz :)



    Das Nachfolgende sind keine Fragen direkt an Dich Karl-Heinz, sondern eher meine Gedanken/Fragezeichen allgemein dazu und dies sind einige.


    Ich frage mich, wie Pilzarten wie Kremplinge in Deutschland überhaupt zum Verkauf angeboten werden können bzw. auf den Großmarkt gekommen sind, unter welcher Bezeichnung sie angeboten wurden. Der Klärung dieser Fragen wird aber ja behördlicherseits bereits nachgegangen.


    Ich frage mich, welche Menge von der Familie gekauft wurde. Auf dem Foto sieht man ja noch eine ganze Schüssel voll Pilze und dies nachdem eine fünf-köpfige Familie bereits davon gegessen haben soll (die Anzahl der Personen die Vergiftungssymptome hat wurde allerdings mittlerweile etwas relativiert). Handelsübliche Mengen in abgepackter Form (so kann man dies in Pressemitteilungen zumindest lesen) sind dies jedenfalls meiner Meinung nach eher nicht, eher schon Mengen wie man sie im Großmarkt sehen kann.


    Ich frage mich, ob diese Pilze bei Kauf bzw. der Zubereitung bereits "vergammelt" waren (das Foto könnte ja auch erst am Dienstag, also zwei Tage nach dem Kauf entstanden sein) oder ob diese Pilze unsachgemäß zubereitet wurden oder bei einwandfreien Pilzen und sachgemäßer Zubereitung von einem Familienmitglied vor Beendigung der Zubereitung "probiert" wurden, oder ...


    Ich frage mich, warum nach dem nachvollziehbaren Anfangsverdacht auf Vergiftung durch einen Knollenblätterpilz dies (durch die Medien) weiterhin aufrecht erhalten wird. Vielleicht weil dies so einfacher ist? Vielleicht weil die endgültigen Labor-Ergebnisse noch nicht vorliegen?


    Wie auch immer - es ist interessant die Pressemitteilungen dazu zu verfolgen. Die Stadt Krefeld stellte die Situation gestern übrigens, zumindest soweit ich dies gelesen habe, etwas anders dar. Laut deren Aussagen soll nur ein Patient unter starkem Durchfall gelitten haben. Und es stehe nicht fest, ob tatsächlich giftige Pilze verspeist wurden, hieß es in deren Mitteilung. Das Ergebnis einer Laboruntersuchung stehe noch aus.


    Irgendwie für mich eine Geschichte mit vielen Fragezeichen. Aber das Wichtigste ist, dass es der Familie gut geht und das es der einen Person bald wieder gut gehen wird :)


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo Maria,


    ja da sind bisher noch einige Fragen offen, falls ich weiteres dazu erfahre, werde ich davon berichten.
    Übrigens hier der Ausgang des Dramas der syrischen Familie aus Frankfurt.


    https://www.nrz.de/staedte/ess…rgiftung-id212128825.html

  • Hallo zusammen,


    "einige Fragen offen" trifft es ziemlich gut. Für mich ist dies hier ein Musterbeispiel für Desinformation durch Massenmedien. Die Wahrheit wird ergänzt, verkürzt, aufgebauscht, geschönt, umgedichtet (z. B. werden da aus Kremplingen plötzlich Knollis; dabei passt die Vergiftungssymptomatik weder zu Kremplingen noch zu Knollis wirklich) usw. bis niemand mehr weiß, was tatsächlich passiert ist und sich das Ganze auf dem Niveau von Stammtischgeschwätz bzw. Kaffeeklatsch befindet. Mich selber würde auch nicht mehr wundern, wenn sich später herausstellt, dass die Pilze gar nicht auf einem Basar gekauft, sondern selber im Wald gesammelt wurden, und dies aus Scham verschwiegen wird. Und die vermeintliche Knollenblätterpilzvergiftung sich als Lebensmittelvergiftung durch überlagerte, verdorbene Pilze entpuppt.


    Vielen Dank, Karl-Heinz, dass du wenigstens versuchst, die Fakten (echte und alternative) einigermaßen zu ordnen. Aber wirklich schlau wird man aus dem Fall nicht. Nur eines ist sicher: die daraus entstehende bürgerliche Empörung über Basare im allgemeinen und die dort tätigen Händler im besonderen ("holt doch endlich, holt doch endlich mal die Polizei!").


    Fazit: Augen und Ohren offen halten, Hirn einschalten und nicht alles glauben, was die Medien vorkauen.


    FG
    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

    Einmal editiert, zuletzt von Oehrling ()

  • Hallo All


    Na sagt mal müssen denn in Deutschland gerade Sachen wie Pilze nicht durch eine amtliche Kontrolle vor die auf dem Markt verkauft werden ?
    Kann denn da jeder in Feld und Wald ernten was er für gut hält und dann auf einem öffentlichen Markt als genussfähiges Nahrungsmittel verkaufen ?
    Sowas ist mir völlig unverständlich ???
    Gruß klüppli


  • Na sagt mal müssen denn in Deutschland gerade Sachen wie Pilze nicht durch eine amtliche Kontrolle vor die auf dem Markt verkauft werden ?
    Kann denn da jeder in Feld und Wald ernten was er für gut hält und dann auf einem öffentlichen Markt als genussfähiges Nahrungsmittel verkaufen ?
    Sowas ist mir völlig unverständlich ???
    Gruß klüppli


    Hallo Klüppli,


    Soweit mir bekannt ist, dürfen in Deutschland Wildpilze grundsätzlich nicht oder nur mit besonderer Genehmigung gewerblich gesammelt werden und es gibt auch eine Liste, welche Pilze verkauft werden dürfen. Ob und inwieweit hier Überprüfungen stattfinden, ist mir leider nicht bekannt.
    Einen interessanten Artikel dazu findest Du hier: http://tintling.com/artikel/Sp…m_Lebensmittelgesetz.html


    Abgesehen davon scheint dieser Fall hier mir doch recht mysteriös.
    Díe ganzen falschen und irreführenden Presseberichte lassen viele Fragen offen und man kann hier wirklich nur Spekulationen anstellen. Es ist ja nicht mal erwiesen, ob den Händler überhaupt eine Schuld trifft.
    Warten wir vielleicht doch mal ab, ob Karl-Heinz noch irgendwelche neueren Informationen bereitstellen kann.


    HG, Josef

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