Beiträge von MarionS

    Du willst ja nicht, dass der Baum vital ist, oder verstehe ich Bonsaikultur nicht? Kenne mich da nicht aus - mir sind wilde, große, starke Bäume lieber als so deformierte, gequälte Bäume.

    Nein, auch Bonsai sollen gesund und vital sein. Ein schwächelnder Baum erreicht sein Gestaltungsziel nicht - ob er nun nicht die Größe und Stärke erreichen kann weil er nicht zulegt oder einfach durch die Gestaltung draufgeht, da er dazu ja immer wieder gestutzt werden muss.


    Da kommt es auch auf die Art des Bonsai an und auf den Geschmack des Eigentümers.

    In der Szene hier in D sind naturalistische Bonsai als Freilandpflanzen gefragt, und die meisterhaftesten Exemplare kannst du in eine Landschaft photoshoppen und der Betrachter merkt es nicht (google mal Walter Pall).

    Das Gegenstück dazu ist der drachenförmige China-Bonsai, auch abfällig als "Baumarkt-Bonsai" verspöttelt. Meist ist er aus diversen tropischen Pflanzen gezogen und /oder gepfropft, die eine Wohnungshaltung tolerieren (wobei die meisten unbedarften Käufer die auch mühelos kaputt kriegen). Die Bezeichnung Bonsai ist schließlich nicht geschützt (und wenn irgendwo "echte" Bonsai angeboten werden ist es so gesehen Betrug, denn es gibt ja keine "falschen" Bonsai).


    Neben der verbesserten Nährstoff- und Wasseraufnahme scheint Mykorrhiza noch weitere Schutzfunktionen zu haben. So habe ich meine sonst so mehltauanfälligen Stieleichen nicht mehr spritzen müssen, seit ich sie mit verschiedenen Pilzen vergesellschaftet habe. Der Mehltau ist schwächer - und er heilt sogar wieder ab.


    Wenn man hiesige Bäume kultiviert, würde ich durchaus auch die bekannten Pilze dazu empfehlen.

    Eine Art von Klappkorb, faltbarem Einkaufskorb wäre vielleicht eine Idee. Da der Stoff ggf. zu dicht ist, kann man ihn mit etwas Geschick vielleicht auch mit einem Netzeinsatz o.ä. versehen.

    Zum bequem umhängen täte es eventuell ein Forellenkorb.

    Es gibt klappbare Fahrradkörbe.

    Passable, aber zu weitmaschige Faltkörbe kann man mit einem Inlet aus Wäschenetz passend machen.

    Und woher weiß man, welche Pflanzen Medikamente sind?


    Ich könnte eigentlich nur Jean Auel zitieren (die sich zu der in ihren Büchern beschriebenen Welt immerhin gut informiert hat), wie man neu entdeckte Pflanzen o.ä. vorsichtig probiert, sie nach der ersten Geschmacksprobe erst mal in kleinen Mengen zu sich nimmt und ausprobiert, ob sie eine Wirkung zeigen, in welcher Richtung auch immer.


    Bei Pflanzen haben wir zumindest oft den Vorteil, dass uns der Körper sogar von sich aus warnen kann: durch die Bitterstoffe. Tiefe Furchen am oberen Ende der Zunge sind verblüffend eng mit dem Darm und seinem Mikrobiom verbunden. Wenn etwas bitter schmeckt, verträgt mans auch nicht.

    Und was zudem fehlt, eine plausible Erklärung, warum das nur in einem von Hunderten Fällen auftritt.


    Ich bin nur ein Laie, aber das Ganze hat doch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem aktuellen Thema Corona.

    Auch hier gibt es bestimmte erbliche Faktoren - das Neandertaler-Gen, wie die Presse so schön schreibt - die bei einer Infektion ein Überschießen des Immunsystems begünstigen - aber sie müssen gleichzeitig wohl noch durch einen weiteren Faktor ergänzt sein (irgendwas muss aktiviert sein - da war mir der Beitrag zu hoch, und ich bin nicht gut im Wiedergeben. Leider finde ich den Artikel auch nicht mehr).


    Es gibt möglicherweise viele Gründe, weswegen man heutzutage mehr oder "mehr" Todesfälle durch den Kahlen Krempling hat, von der Nachrichtenkultur über die Diagnostik bis hin zu der Tatsache, dass es heutzutage z.B. auch mehr Allergien gibt als früher - sei es wegen des weniger reichhaltigen Mikrobioms oder dass das Immunsystem nichts Besseres zu tun hat und auf irgendeinen Blödsinn abfährt.


    Der Grund, weswegen es also nur in einem von hunderten Fällen auftritt, liegt möglicherweise in der Individualität des geweiligen Betroffenen.

    Der "Frau Nachbarin aus Osteuropa" kann halt auch keiner verbieten, diese Pilze trotzdem zu essen. Informieren sollte Holl sie aber auf jeden Fall, vllt. wußte sie es einfach noch nicht und wird sich jetzt anders entscheiden. Das bliebe zu wünschen.


    ...oder zumindest gibt sie den richtigen Tipp, wenns jemanden umhaut und nicht wie vor ein-zwei Jahren in meiner Stadt, dass ein Händler verdächtigt wurde, seine Ware hätte Giftpilze enthalten (weil der Familienvater seine Kremplingssammlung für unverdächtig hielt).

    Sagen wir mal so: wenn es darum geht, dass spielende Kinder die Pilze essen könnten, kannst du alle absammeln, die da jemals irgendwo stehen, denn nur wenige sind roh essbar.


    Weitaus wichtiger wäre es, den Kindern beizubringen, dass sie da draußen überhaupt nichts in den Mund zu stecken haben. Keine Pilze, keine Beeren oder Pflanzen und keine Bonbons von netten Onkels.

    Wenn alles das in deinem Garten nicht vorkommt, besteht keine Garantie, dass es nicht im nächsten Garten oder Park lockt.

    Für so eine erste Exkursion finde ich "egal was, nur korbförmig" mal nicht schlecht. Je mehr Fläche, desto besser wurde ja schon gesagt, damit sich nichts drückt. Luftig muss es auch sein (das Negativbeispiel hier sind Plastiktüten). Nur bitte den Klappkorb nicht schließen - dann hast du dasselbe Problem.


    Für später wäre ein, hm, "löchrigerer" Korb besser, wie das halt idealerweise der Weidenkorb bietet. Luft kann an die Pilze und da sie im Korb weiter aussporen, können die Sporen auch entweichen. Das könnte so gesehen auch ein Fahrradkorb mit einem Waschnetz oder Obstnetz drin leisten, oder ein Einkaufskorb.

    Für Zufallsfunde sind Stoffbeutel, Einkaufsnetze und Obstnetze zu empfehlen.


    Für unbestimmte Pilze nimmt man eine Brötchentüte/Papiertüte, die verhindert, dass die Pilze mit den Speisepilzen in Berührung kommen. Ein Pilzberater würde sonst einen ganzen Korb bester Pilze, unter die sich nur ein gefährlicher Giftpilz gemischt hat, aus Sicherheitsgründen nicht mehr zum Verzehr freigeben.

    OffTopic

    Ich hab grad bei der Überschrift schmunzeln müssen und dachte so: was werden das jetzt für Pilze sein? Der Grüne Knolli wäre z.B. gemeinerweise lecker und giftig...

    Wäre vielleicht mal einen Test wert, keinen nächstes Jahr aussporen zu lassen, was die Fruchtkoerper 2022 dann sagen. :/

    Vermutlich das Gleiche, als wenn du sie nicht gepflückt hättest.

    So schnell wie beim Samen, wo man im Jahr darauf ein Pflänzlein sieht, geht das bei Pilzen nicht. Da würde ich es eher mit dem Apfelbaum vergleichen als z.B. mit Weizen. Ein Pilzmycel muss wachsen, sich etablieren, befruchtet werden, ehe es Pilzfruchtkörper produziert.


    Was du beobachtest, ist eher ein und dasselbe Myzel, das sich etabliert hat und immer weiter ausbreitet, genug Futter findet, um zu prozuzieren.

    Wie darf man deinen Ausdruck "Runden" interpretieren? Wächst da nur immer wieder ein Schwung Pilze schubweise, oder beobachtest du, dass sie tatsächlich einen mehr oder minder vollständigen Kreis bilden, den sogenannten Hexenring?

    Da die Äste das auch alle so haben, halte ich eine äußere Ursache wie einen Wirbelsturn nicht für wahrscheinlich. Zumal geht die Drehung auch immer in dieselbe Richtung.

    Entweder wächst die Art so oder das Exemplar hatte ne ausgefallene Mutation.

    Was ich dir empfehlen würde: die Schnippelreste ausbringen. Unter einem geeigneten Baum, oder ein paar Meter weg unter demselben Baum. Vielleicht auch ein wenig einbuddeln. Die Fruchtkörper bestehen ebenfalls aus Myzel, halt nur sehr verdichtet, und machen sich im Boden durchaus wieder selbstständig.

    Bisher habe ich aus Sicherheitsgründen meiner Familie gegenüber nur eindeutig für mich erkennbare Pilze wie (Riesenschirmling, Stäublinge, Riesenbovist, Nelkenschwindling und Austernpilze) gesammelt und zubereitet.

    Ich möchte auch dringend empfehlen, das so beizubehalten... :giggle:


    Wir helfen dir natürlich gern weiter, deinen Horizomt zu erweitern.

    Oh, sch... genau sowas hatte ich befürchtet. Gottt sei Dank konnte das Schätzken gerettet werden.


    Ich erinnere mich nur zu gut an den Anblick der ausgebüxten Kobra seinerzeit, die man mit so einer Klebefläche zu fassen bekommen hat. Es mag nötig gewesen sein, dem Tier nur irgendwie wieder habhaft zu werden, aber das Bild des Klebedings, das überall mit den ausgerissenen Schuppen behaftet war und einer Schlange, die sich qualvoll gewunden haben muss, um da wieder wegzukommen, war sehr verstörend.

    Es ist das Futterangebot, das ihnen den Luxus erlaubt, Fruchtkörper zu bilden.


    Die Pflanzen, die ihren Symbionten (Mykorrhiza) den Zucker liefern, schlafen im Winter und haben dann durchs Jahr gut zu tun. Im Herbst ist nach der Jahresaufgabe wachsen und Sämlinge bilden jede Menge Zucker auch für ihre Partner übrig, weswegen es bei denen dann richtig rund geht.


    Die Saprobionten und Parasiten fressen ihr Substrat ohne Rücksicht auf Verluste auf und haben durchs Jahr Futter (so sie es denn witterungsbedingt grad verstoffwechseln können).