Beiträge von MarionS

    Ähm, so grob allgemein kann man sagen: die Größe von ausgewachsenen Parasolen fängt in der Regel etwa da an, wo der Gelbe Knolli aufhört.

    Die Schuppung ist ganz anders. Der Gelbe hat mehr so schmutzige, einzelne Placken, der Parasol von einem braunen Fleck innen nach außen gehend immer weiter abgehende kleine, teils geschlitzte Fetzen, regelmäßig und fein.

    Der in der Regel weit abstehende Ring und der deutlich dunkel genatterte Stiel kommen noch dazu.


    Ich bin Habitusbotaniker, aber die zwei halte ich aus etlichen Metern Entfernung beim vorbeiradeln auseinander.

    Das mach ich. Die nicht mehr so ansehnlichen wollte ich lediglich untersuchen und bestimmen. Hatte dieses Jahr übrigens mal wieder Glück mit Pfifferlingen die ja keinen giftigen Doppelgänger haben. Steinpilze ja auch nicht.


    Mit "Doppelgängern" bin ich vorsichtig mal nach genügend Lektüre hier.

    Wir hatten schon Leutchen hier, die fragten nicht mehr bestimmbare Pilze nach, die sie für Austernseitlinge gehalten und verspeist hatten. "Die sind ja nicht zu verwechseln, hat man uns gesagt." Nur: die hatten sie nicht von Holz gepflückt, sondern vom Erdboden - da wachsen Austernseitlinge aber gar nicht.

    Wir hatten auch schon den Fall, da hatte so ein hübscher "Steinpilz" bei näherem Hinsehen auf einmal Lamellen.


    Mir erschließt sich nicht, wie man Gelbe Knollis mit Parasolen verwechseln kann. Ich weiß nur eines: Gelbe und Grüne Knollenblätterpilze sind sich weitaus ähnlicher!

    Hallo zusammen,

    viele haben so etwas sicherlich schon, m. E. das beste Instrument...

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    So ziemlich genau die, die ich aus der Apotheke hab.

    Dieses Jahr habe ich das erste Mal so ein Viech in flagranti erwischt und abgezupft (denke aber mal, die werden mich schon öfter angefallen haben, kann ich mir nicht anders vorstellen). Meine Augen und meine Gelenkigkeit sind inzwischen so schlecht, dass ich wirklich happy bin, ein Handy mit einem ordentlichen Zoom zu haben...

    Alle Grünen Knollis sicherheitshalber wegzusammeln ist ungefähr so, als würden man alle Kirschen pflücken, damit sie keiner isst.


    Feiner aber gemeiner Unterschied: keiner sieht, wo der Kirschbaum steht. Und wo noch weitere Bäume stehen. Man sieht sie auch nicht heranwachsen und wäre gewarnt, dass dort plötzlich Kirschen wachsen könnten.

    Und wenn man heute alle Kirschen gepflückt hat, stehen dort morgen gleich wieder ein paar neue.

    Die Kirschkerne sind ganz gemein superleicht und werden vom Wind ewig weit getragen, sodass neue Kirschbäume dann eben aus den Samen der Nachbarländer wachsen, von denen der Wind herüberweht.

    Dumme Aktionisten pflücken Pflaumen und Pfirsiche gleich mit, weil sie sie nicht von den Kirschen unterscheiden können.

    Währenddessen vergiften sich die Konsumenten an Äpfeln, weil sie nicht davon bleiben können, auch wenn sie vergammelt sind...

    Da die Nutzung dieses Pilzes etliche Jahrtausende zurückreicht, liegt der Blick nach Protoeuropa für mich irgendwie sinniger als der ins Mittelalter. Kann aber natürlich auch falsch liegen.

    Sagen wir: die Zeit musste durchs Mittelalter durch und wurde deren Moden unterworfen. Kenntnisse wurden gewonnen, andere verfälscht, unterdrückt oder gar ausgelöscht/vergessen.

    Ich fand den oben verlinkten Beitrag aus der ZDF Mediathek sehr interessant, vor Allem im Bezug darauf, wie wir das heute sehen. Drogen sind heute in der Öffentlichkeit vergleichsweise verpönt, und den beiden, die gemeinhin nicht dazu gezählt werden (da zu beliebt und weit verbreitet), gehts auch zunehmend an den Kragen.

    Dass z.B. Alkohol nicht nur den Muslimen, sondern auch den Christen verboten war, wissen wohl die wenigsten. Franz von Assisi war dem Wein etwas zu sehr zugetan und "vergaß" das Alkoholverbot weiter zu überliefern.


    Zudem haben die Religionen es ganz gut hinbekommen, ihre Leute auch ohne Drogen in den Griff zu kriegen. Dass wir heutzutage ziemlich aufgeklärt sind, kommt noch hinzu, Geister beschwören ist nicht mehr. Die "Nutzung" von Pilzen verliert so gesehen ihre Grundlage.

    Nur für den Rausch zum Spass sind sie weiterhin gut. Dabei gibt es inzwischen auch genügend andere Mittel, die einen bei der Überdosierung nicht gleich umbringen.

    *prust* Das jetzt wieder erinnert mich daran, was man über Maria Magdalena rausgefunden hat und dass nicht sein kann was nicht sein darf.

    Aber es ist ein hochinteressanter Ansatz - und für mich als lästerlichen Atheisten ziemlich witzig.

    Von dem, was Jesus so alles von sich gegeben hat, wirkt ja so Einiges in neuem Lichte betrachtet ziemlich profan und völlig anders als das, was uns da verkauft wurde...


    Das "neckische Cape" findeste aber auch auf sehr weltlichen Kleidungsstücken. Mein Drizabone hatte es (auf Google sofort zu finden, auch bei Staubmänteln), ich erinnere mich an Lodenmäntel aus meiner Kindheit damit und der mittelalterliche Kogel/Gugel ist so ein Cape mit Kapuze dran. Es deckt einfach die Schultern und Nähte ab und dient dem Wetterschutz.

    Beim Googeln von Mönchskutten findet man die Dinger natürlich auch.

    Googelt man Kleidung wie Reitmäntel oder Lodenmäntel, die der heutigen Mode unterworfen sind und wo die Schulterpartien mit modernen Mitteln dicht gefertigt werden, verschwindet das Cape.

    Ist dann die Frage von wo aus genau sie dann in der Kleidung der kirchlichen Würdenträger Eingang gefunden haben, oder ob es eine Doppeldeutigkeit gibt.

    Goldgelbe Wiesenkeule denk ich auch.

    Schon bei der Beschreibung, dass sie an einem Saftlingsspot steht, dachte ich gleich daran. Vor ein-zwei Jahren habe ich selbst mal einen meiner Spots von diesen Dingern übersät aufgefunden, mit den Saftlingen dazwischen eingestreut.


    Sicher für mich ist allerdings, dass der Fliegenpilz völlig zu Unrecht als DER "Teufelspilz" verurteilt, dargestellt wird. Interessant wäre es zu erfahren, warum dies so ist! Wann begann dies? Durch wen begann dies? Und vielleicht könnte man dann auch den Zusammenhang mit dem Berserkertum finden.

    Naja, der Fliegenpilz ist einfach allgegenwärtig, einfach schon dadurch, dass er im Gegensatz zu den übrigen Kandidaten im Wald optisch ziemlich laut "Hallo!" schreit. Er ist ausgesprochen hübsch, und bei wohlgeratenen Exemplaren beobachte ich auch im Urlaub immer wieder, dass Menschen stehen bleiben und fotografieren. Ich kanns auch kaum lassen. Er ist bis heute ein Glückssymbol.

    Auch auf die Gefahr hin, dass es ein Vorurteil ist, aber ich würde wieder mal die Kirche als Verdächtigen in Erwägung ziehen, die die Nutzung des Fliegenpilzes verteufelt hat. Wie so vieles andere heidnische auch - falls dem nicht einfach nur ein christliches Etikett übergestülpt wurde.


    Und wenn du durch eine entsprechende Dosis und Meditationstechniken an dem Punkt bist, dass du quasi deinen Körper verlässt um in die kosmischen Sphären hinaufzusteigen, dann bist du in der Regel sowieso nicht wild am Umherlaufen und wirst dir da wenn auch nicht über so profane Dinge wie popeliges Fliegen Gedanken machen. Es ist einfach nicht die Art und Weise wie diese Substanzen wirken.


    Okay, wie gesagt, fehlt mir die Erfahrung, und mit dieser vermutlich auch das wissen, was da b´genau passiert.

    Ich dachte tasächlich eher daran, dass er Körper ziemlich bodenbehaftet liegen bleibt und nur der Geist fliegt - und man es vor seinem innteren Auge auch als Fliegen wahrnimmt.


    Stattliche Exemplare, nicht? Hab generell dieses Jahr massig Giganten gefunden.


    Ja, ich habe bei meinen Berichten aus dem Urlaub auch öfters über "Vogelbäder" berichtet. Fliegenpilze standen reihenweise als "Sektkelche" herum.

    Ich habe vermutet, dass sie Pilze durch den Dürresommer letztes Jahr viel "angesammelt" haben, was sie dieses Jahr raushauen.

    Wäre nicht das erste Mal, wo ich ausgerupften und liegen gelassenen Pilzen ein Plätzchen in einer Astgabel verschaffe, damit sie dort besser aussporen können (so wie ich das auch mit den Exemplaren mache, die ich zu Dokuzwecken pflücke).

    Gelegentlich frage ich mich dann auch schon, was ahnungslose Spaziergänger denken mögen, wenn sie die Pilze dort sehen. :girre::giggle:


    Ich hätte auch vermutet, dass die Flockis zunächst als "Notbeute" mitgenommen wurden, um dann nach dem Fund der eigentlich gesuchten Beute rausgeworfen zu werden.

    Oh hier kann ich auch mal mit Fachwissen glänzen


    Jo, aber hallo!

    Selten so viel Interessantes gelesen!


    ...und ich habe auch schon die Behauptung gehört, dass Konsumenten glauben sie können im Rauschzustand fliegen - das ist natürlich vollkommener Schwachsinn. Ich selbst habe knapp 40 halluzinogene Substanzen konsumiert und bei meinen gut 200 Reisen nie das Gefühl oder Bedürfnis gehabt zu fliegen.


    Hmjaaa, das möchte ich aber nicht so unkommentiert stehen lassen.

    Ich habe selbst keine praktischen Erfahrungen mit solchen Substanzen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie einen ganz bestimmte Dinge denken lassen. Sie verändern den Körper und die Wahrnehmung; die Hardware, auf der gedacht wird, reagiert nicht normal.

    Die Software, also die Denke, die auf der Hardware läuft, unterscheidet sich aber je nach Individuum. Je nach Erfahrung, nach Laune, nach Erwartung an den Trip.Es gibt sicherlich auch Menschen, die nachts nie vom Fliegen träumen, andere aber schon. Es kommt z.B. bei mir gelegentlich vor. Wenn der gesammelte, aufzuräumende Input in meinem Kopf es eben für angebracht hält, dieses Bild abzuspielen, um etwas zu verarbeiten.


    Ich würde vermuten, dass andere Leute von denselben Substanzen durchaus fliegen können. Insbesondere, wenn sie es wollen oder gar darauf hinarbeiten wie es ein professioneller Nutzer tun würde (z.B. Schamane).

    Der ist allerdings schon hinüber, der schwärzt schon.


    (OK - Post ist von gestern, der dürfte jetzt fast zerflossen sein bis auf den Stiel wie ein an der Spitze verkolter Spieß)

    Zwischen Nutztieren und Wildtieren bestehen schon einige Unterschiede, und man könnte darin einige Erklärungen finden.


    Von Pferden weiß ich, dass wenn eine Herde auf ein neues Gebiet kommt, sie den Kot von anderen Wildpferden fressen. Und Fohlen fressen den Kot ihrer Mütter. Sie nehmen dadurch die Mikroorganismen aus dem Kot auf und können anschließend die lokalen Futterpflanzen besser vertragen.

    Auf Basis dieses Wissens halte ich es für möglich, dass bestimmtes Futter für Weide- und Stalltiere unverträglich ist, das Wildtiere fressen können.


    Herden, Rotten oder Schwärme von Wildtieren wandern und suchen sich ihr Futter. Wenn es irgendwo alle ist, wandern sie eben weiter.

    Da die Nutztiere, wenn das Futter alle ist, nicht weiterziehen können und sie schlimmstenfalls in Ställen und Weiden an Langeweile leiden, fressen sie, was da ist. So wie wir, ohne hungrig zu sein, an den Kühli gehen. Pferde werden obendrein nicht satt, die fressen, bis das Futter alle ist. Möglicherweise verkimmeln sie dabei auch Zeugs, das sie in freier Wildbahn nie angerührt hätten.


    Wissenschatler, die sich mit der Darmflora bzw dem Mikrobiom beschäftigen, haben herausgefunden, dass im Darm von "wildlebenden" Menschen (naturnah lebenden Stämmen in Afrika und Südamerika) der Darm doppelt so viele Arten von Bakterien beherbergt wie bei uns Städtern. Antibiotika tun ein Übriges. Das Ergebnis sind z.B. unsere Allergien auf Lebensmittel.

    Das weißlich verfärbte Gras rundherum (vom Sporenpulver) ist ein weiters Indiz neben den Hüten selbst.


    Also, ich meinte: bis die Pilze das Holz aufgefuttert haben.

    Im Boden wird nicht unbedingt wie wild überall Holz rumliegen, halt mal so die Reste von einem Baum, der da mal gestanden hat oder sowas.

    Ja, da stimme ich dir zu.

    Beim ersten ist es mit einem Blick für mich klar, dazu kommt noch die sofort sichtbare geriefte Manschette.

    Der zweite wäre mindestens hochverdächtig und absolut verboten. Manschette und Knolle könnten es eigentlich nur noch bestätigen oder meinethalben zweifelhaft lassen, aber der kommt mir nicht in die Nähe meiner Perlis.

    Täublingsregel: mild schmeckende Täublinge sind essbar.Tödlich giftige gibts keine, deswegen kann man sie probieren (aber ausspucken!). Dazu muss man sie allerdings auch eindeutig als Täublinge erkennen können.