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letzter Beitrag von Oberlandhexe am

Krause Glucke - Strunk?

  • Wir haben gerade eine unglaublich leckere Krause Glucke zubereitet. Zusammen mit einer Sahnesauce zu Nudeln.
    Habe jetzt hinterher gelesen, dass man den Strunk eher nicht mitessen soll, da er bei vielen Menschen zu Unverträglicheitsreaktionen führt.
    Wir haben den Strunk allerdings mitgegessen.


    Wie sind eure Erfahrungen? Bereitet ihr den Strunk mit zu? Wenn ja: Habt ihr damit schlechte Erfahrungen gemacht?

    Ich gebe KEINE Freigabe zum Essen von Pilzen! Für Essbarkeitsfragen bitte an den lokalen Pilzverein bzw. Pilzsachverständigen wenden.

  • Hallo MycoAlex,


    das ist mir neu, ich habe ich den Strunk immer mitgegessen, sofern er verwendbar war und nicht der halbe Waldboden mit eingewachsen war. Bei älteren kann er auch recht zäh und geschmacklich unintressant sein, dann lasse ich ihn weg.


    Unverträglichkeiten konnte ich noch keine feststellen, wo hast du das denn gelesen?


    Grüße, Chris

    ...........................:snail:


    Der Verzehr von Pilzen, nur weil jemand im Internet sagt das seien die oder die ist zutiefst leichtsinnig!!


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  • Hallo MycoAlex,
    für mich ist panierter Gluckenstrunk eine Delikatesse! :yumyum:
    Ich schneide ihn in Stücke mit Grösse zwischen Streichholzschachtel und kurzer Pommes.
    Dann wird er paniert und ausgebraten.
    Wir vertragen ihn beide problemlos. Während ich ohnehin einen Wildschweinmagen habe, ist Frau nichtschonwieder Pilze eher empfindlich. Aber auch sie hatte keinerlei Probleme.


    Ich tippe auf eine individuelle Unverträglichkeit, die ihren medialen Weg genommen und so zur "Regel" geworden ist.

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
    ------------------
    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)


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  • Danke für die Antworten. Das scheint dann wohl wirklich eine individuelle Unverträglichkeit zu sein. Ich habe den Gluckenstrunk auch problemlos vertragen.

    Ich gebe KEINE Freigabe zum Essen von Pilzen! Für Essbarkeitsfragen bitte an den lokalen Pilzverein bzw. Pilzsachverständigen wenden.


  • Na, dies ist ja interessant! Das werde ich bei der nächsten Glucke auch gleich ausprobieren - den Strunk panieren - auf die Idee wäre ich jetzt nicht gekommen. Danke dafür :alright:


    Liebe Grüße


    Maria

  • Moin,
    Ich finde häufig Glucken und verwende den Strunck genau wie den Rest. Bei allen meinen Freunden und der gesamten Familie kam es hier noch nie zu Beschwerden, und das obwohl einige empfindliche Mägen dabei sind. Ich glaub da nicht an Unverträglichkeiten. Was soll auch im Strunck anders sein als im Rest der Glucke? Evtl eine höhere Konzentration der Inhaltsstoffe (der Strunck speichert ja auch mehr Wasser), aber dann lägen die Unverträglichkeiten ja nicht am Strunck selbst, sondern in der Gesamtmenge der gegessenen Glucke. Und wie will man das rausgefunden haben? Eine Gruppe bekommt nur Strunck und die andere nur den Rest? Hmm. Ich weiß es nicht, kann aber aus eigener Erfahrung keine Unverträglichkeiten beim Gluckenstrunck berichten.


    LGruuz
    Fips

  • Hallo zusammen,
    der Gluckenstrunk hat wesentlich dickeres Fleisch, das länger zum Durchgaren braucht wie die Äste. Außerdem ist er recht gummiartig und sicher sehr schwer verdaulich. Das könnten mögliche Erklärungen sein.
    FG
    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo MycoAlex,


    Ich verwende den Strunk der Glucken normaler Weise immer mit in den jew. Pilzgerichten, sollte auch nicht wirklich ein großes Problem darstellen. Unverträglichkeiten gibt es immer wieder einmal, auch bei anderen Arten... DAS sollte jeder für sich selbst raus finden und dann eben die betreffenden Pilzarten meiden :rolleyes:



    Was ich aber noch empfehlen könnte: Glucken-Strunk eingemacht in Kräuter-Marinade! Kommt in meinem Haushalt ganz gut an, und passt vor allem als kalter 'Gemüse-Salat' zu Gegrilltem o. ä. (zubereiten ähnlich wie Spargelsalat - also süß-sauer!)


    Glucken-Strünke separat entnehmen, in 2-3mm dicke Teile schneiden und in leicht gesalzenem Wasser für 3-5 Minuten blanchieren. Wasser weg schütten und Marinade ansetzen. Diese noch mal zum Kochen bringen (evtl. noch Lorbeerblätter, Nelken & Senfkörner mit hinzu nehmen) und dann in Einweckgläser mit den Glucken-Strunken auffüllen. Die Gläser verschließen, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Wenn sauber ge- und verarbeitet wurde, halten diese für mehrere Monate bis hin zu nem Jahr :)


    Vielleicht kannste ja was anfangen mit dieser Methode!


    LG von der
    OHex



  • Hallo OHex,


    na das hört sich ja sehr interessant an - werde ich gerne auch einmal ausprobieren :alright:


    Was mich noch interessieren würde ist, wie in etwa die Konsistenz der Strünke dann ist.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo Oberlandhexe,


    das klingt nach einer interessanten Methode - werde ich mal ausprobieren, wenn ich wieder eine Glucke finde.


    Liebe Grüße
    Alex

    Ich gebe KEINE Freigabe zum Essen von Pilzen! Für Essbarkeitsfragen bitte an den lokalen Pilzverein bzw. Pilzsachverständigen wenden.

    Einmal editiert, zuletzt von MycoAlex ()

  • Hallo zurück,


    Maria: Auch nach dem Blanchieren und der Einweck-Zeit im Gefäß: Konsistenz der Glucken-Strünke (so wie oben beschrieben verarbeitet!) ähnelt dann immer noch in etwa derer von Täublingen, oder anderen Arten wie Steinpilzen oder Hexenröhrlingen in der Pfanne ohne vorherigem Blanchieren! - Also eher fester im Biss! :)


    LG
    OHex

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    Einmal editiert, zuletzt von Oberlandhexe ()

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