Beiträge von MycoAlex

    Hallo Pilzfreunde,


    heute habe ich zum ersten Mal Trompetenpfifferlinge (bzw. überhaupt Leistlinge) gefunden (zwischen Buchen, Boden sehr feucht). Dazu Mal eine Frage: Es gibt ja CRATERELLUS TUBAEFORMIS und CANTHARELLUS TUBAEFORMIS VAR. LUTESCENS. Mir ist aufgefallen, dass einige der Fruchtkörper einen knallgelben Stiel haben, andere eher so einen schmutzig-gelben Stiel. Ist das ein gutes Unterscheidungsmerkmal?
    Zudem ist mir aufgefallen, dass einige der Fruchtkörper auf Totholz zu wachsen schienen (eher am Rand, nicht direkt oben drauf). Das hat mich ziemlich verwundert, da es sich ja um Symbiosepilze handelt. Kann sich das Mycel trotzdem durch Totholz fädeln?




    Vielen Dank für die Antworten!


    Bei den Champignons bin ich mir immer noch sehr unsicher, ist ja auch eine schwierige Art. Erkennen, dass es sich um Champignons handelt, geht schon ganz gut. Aber falls ich mal vorhabe gesammelte Champignons zu verspeisen werde ich zuvor unsere lokale PSV besuchen. Mich würde es durchaus reizen mal wilde Champignons zu probieren und die mit den Supermarkt-Zuchtchampignons zu vergleichen.


    Grüße
    Alex

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    ich war heute mal auf einem großen Friedhof unterwegs und habe immerhin einige wenige Pilze gefunden. Bei zwei Arten bin ich mir sehr sicher, einzig bei der dritten Art (Champignon) habe ich nur eine Vermutung.
    Neben den Merkmalen, die anhand der Fotos zu sehen sind (nächstes Mal verwende ich eine bessere Kamera), versuche ich noch einige zusätzliche Informationen zu geben.


    Nr. 1: Perlpilze


    Geruch: angenehm pilzig mit einer schwer definierbaren Note (am ehesten leicht säuerlich)


    Ort: Zwischen einer Lärche und einer Eiche auf Rasen.





    Nr. 2: Frauentäubling


    Geruch: angenehm pilzig, keine erkennbaren "Nebennoten"


    Ort: Rasen zwischen Laubbäumen (hab nicht auf die genaue Art geachtet)


    Lamellen: sehr biegsam


    Fleisch: bricht wie Apfelfleisch


    Hut: Huthaut zu ca. 2/3 abziehbar





    Nr. 3: Mein Tipp: Braunschuppiger Riesenegerling


    Geruch: angenehm pilzig mit Marzipannote


    Ort: Neben einem Laubbaum (Art nicht gemerkt) zwischen Efeu


    Fleisch: nach Anschnitt nicht rötend oder gilbend


    Hutdurchmesser: ca. 4-5 cm (das passt nicht so richtig zu einem Riesenchampignon, allerdings waren das auch recht junge Exemplare. Daneben stand auch noch ein größerer Pilz der gleichen Art mit ca. 10 cm Hutdurchmesser)


    Hallo Plejades,


    nur mal vorab: Vielleicht solltest du etwas vorsichtiger sein mit dem, was du in den Mund nimmst (auch nur kurz). Ich weiß zwar nicht wie kritisch das beim Gifthäubling und ähnlichen Amatoxin-haltigen Fruchtkörpern ist, aber gesund ist das bei den Arten sicherlich nicht.


    Ich bin mir aber fast sicher, dass es sich bei den gezeigten Fruchtkörpern nicht um Gifthäublinge handelt. Passt meiner Meinung nach vom Gesamtbild her nicht. Weiß aber auch nicht, was sonst in Frage kommt. Da müssen wohl die Experten ran ;)

    Hab' schon diverse Hexeneier gegessen. Schmeckt nicht nach Pilz sondern eher nach einer Art Gemüse. Wenn man den Glibber entfernt, sie in Scheiben schneidet und gut anbrät, sodass das grüne Innere krosch wird und dann mit Pfeffer und Salz würzt, kann man sie ganz gut essen - gibt aber besseres.

    Hallo Preetzer,


    ich komme aus Kiel und meine "Hauswälder" (Felm/Felmerholz, Projensdorfer Gehölz) sind auch ziemlich leer. Das einzige, was ich finde sind Baumporlinge, ein paar von Schnecken zerfressene Frauentäublinge und viele Kartoffelboviste.
    Gestern bin ich allerdings mal in den Segeberger Forst gegangen - da ist eindeutig mehr los. Habe Maronenröhrlinge, Fichtenreizker, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Perlpilze, Goldröhrlinge, einen alten Steinpilz und eine Krause Glucke gefunden. Das wäre also auf jeden Fall eine Ausweichoption. Über die 404 und die 206 solltest du da relativ schnell hinkommen (unter 1 Stunde).

    Wir haben gerade eine unglaublich leckere Krause Glucke zubereitet. Zusammen mit einer Sahnesauce zu Nudeln.
    Habe jetzt hinterher gelesen, dass man den Strunk eher nicht mitessen soll, da er bei vielen Menschen zu Unverträglicheitsreaktionen führt.
    Wir haben den Strunk allerdings mitgegessen.


    Wie sind eure Erfahrungen? Bereitet ihr den Strunk mit zu? Wenn ja: Habt ihr damit schlechte Erfahrungen gemacht?

    Habe dieses schöne Exemplar heute an einem Knick zwischen zwei Linden gefunden. Der Hut hat einen Durchmesser von 6,5 cm.


    Der Hut gilbt auffällig nach Druckausübung. Am Fundort habe ich einen leichten Anisgeruch wahrgenommen, als ich am Hut gerochen habe.
    Zuhause roch der Pilz eher wie eine Mischung aus nussartig und amarettoartig, Anisgeruch habe ich nicht mehr wahrgenommen.


    Der Pilz ist sehr fest (sowohl Hut als auch Stiel).


    Meine Vermutung ist der Braunschuppige Riesenegerling. Obwohl der Hutdurchmesser dafür ein bisschen klein ausfällt :hmmm: .


    Tolle Funde! Täublinge habe ich dieses Jahr noch garnicht gesehen. Und zum Boletus aereus: Wie ist das eigentlich da mit dem Sammeln? Sind die geschützt? (nicht dass ich damit rechnen würde den jemals zu finden :D)

    Richtig, das ist eine Buche. War anfangs auch verwirrt, habe aber in meinem Pilzbuch nachgeschaut - scheint nicht ungewöhnlich zu sein, dass ein Eichhase auch an Buchen vorkommt.

    Auf der heutigen Pilztour habe ich am Wegesrand im Wald am Fuß einer Buche drei Eichhasen entdeckt. Den am frischsten aussehenden habe ich geerntet, unsere lokale Pilzsachverständige angerufen, hingefahren und absegnen lassen.

    (Im Wald hatte ich leider nur meine Smartphone-Kamera).


    Hier noch einige Aufnahmen mit einer anständigen Kamera:


    Das Putzen hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert...


    Ein bisschen was eingefroren und den Rest einfach nur in Butter gebraten, mit Salz und Pfeffer gewürzt. Ohne Beilagen genossen - es war ein Gedicht :yumyum:.


    Leider werde ich einen solch seltenen Pilz wahrscheinlich nicht so bald wieder finden...