Beiträge von nobi_†

    Der komplette Wahnsinn, was Du hier wieder zeigst, Harzi!:thumbup:

    Allein von den Lamprospora-Arten träumt jeder Mykologe, leider meist lebenslang vergeblich!;)

    Und bei den letzten Bildern warst Du sicher dort, wo wir vor drei Jahren gemeinsam waren. Siehe hier.

    Oder sollte ich mich täuschen?


    Danke für den tollen Beitrag.

    Nobi

    Hallo Elisabeth,


    Saccobolus caeseriatus erscheint mir in der Tat die wahrscheinlichste Option.

    Wir haben die Art zweimal im Forum diskutiert, bitte mal hier und da vergleichen.

    Mehr, als da geschrieben, kann ich zur Art im Moment auch nicht beitragen, zumal sie wenig bezeugt ist.

    Wie gesagt, Saccobolus ist eine sehr schwierige Gattung mit vielen sich nahestehenden Species. Und nicht jeder Fund ist bestimmbar.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Daher hatte ich gehofft auf Basis all dieser Anhaltspunkte eine Diskussion anregen zu können...

    Nun, das ist Dir doch gelungen! Selten wurde hier so intensiv über eine Anfrage diskutiert!:thumbup:

    die eventuell zu einer eindeutigeren Bewertung der Verzehrtauglichkeit oder Giftwirkung führt als ein allgemeines "Ungenießbar" :).

    Dazu sind wir hier im Forum wahrscheinlich nicht die kompetentesten Ansprechpartner. Größtenteils sind hier "nur" Hobbymykologen unterwegs und keine Profis mit universitärem Hintergrund, die unter Umständen belastbare Antworten auf Deine Fragen hätten.

    Es gibt jedenfalls keinen Grund für Dich, enttäuscht zu sein, nur weil Deine Eingangsanfrage hier nicht zu Deiner Zufriedenheit beantwortet wurde und Du den ein oder anderen kritischen Kommentar "ertragen" musstest.


    Ich bin jedenfalls schon gespannt auf weitere Anfragen von Dir.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Aber dieses Ergebnis ärgert mich nun.:rolleyes:

    Hallo Jens, ist zwar nicht gerade das Traumergebnis, auf das man hinzüchtet, aber hübsch sind die Tintlinge allemal!;)

    Sie sehen sehr nach dem nicht häufigen Flockigen Tintling (Coprinellus flocculosus) aus, was ein feiner Fund wäre!

    Ich denke, dass sie das Wachstum der Braunkappen nicht beeinflussen werden, sie profitieren einfach nur vom günstigen Substratangebot.

    Gut 10 Jahre habe ich in der Champignonzucht gearbeitet und da waren "Fremdpilze" nicht selten.

    Neben Tintlingen waren das u.a. der Katzenohr-Räsling (Clitopilus passeckerianus) sowie diverse Kleinbecherlinge.

    Die Champis haben sich davon nicht stören lassen.


    Ein Problem hast Du erst dann, wenn sich die Weichfäule (Mycogone perniciosa) auf Deiner Kultur breitmacht.

    Die kann zu größeren Ernteausfällen führen.

    So gesehen kannst Du optimistisch nach vorn schauen und hast Du noch keinen großen Grund zum ärgern.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo BB,


    erstmal danke, dass Du uns an Deinem kulinarischen Experiment hast teilhaben lassen!:)

    Ich wäre allerdings nie auf die Idee gekommen, den Gezonten Ohrlappenpilz, auch aufgrund seiner samtig-striegeligen Oberseite, zu verkosten.:rolleyes:


    Als PSV, auch Pilzberater genannt, würde ich den Pilz übrigens unter keinen Umständen zum Essen freigeben!

    In der einschlägigen Literatur wird er grundsätzlich als "ungenießbar", "kein Speisepilz" beschrieben.

    Möglicherweise enthält er Stoffe, die die Gesundheit schädigen können. Was wissen wir schon?

    Es sei denn, Du kannst mit Quellen punkten, wo er u.a. als Heilpilz empfohlen wird. Dann her dami!


    Wenn ich asiatisch koche, ziehe ich jedenfalls das Judasohr vor! Und dabei wird es wohl auch bleiben.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Die Sporen waren allerdings etwas kleiner, als in der Literatur angegeben, nämlich 18 x 10 Mikrometer.

    Ich denke, die Sporengröße von Schizothecium tetrasporum ist variabler, als allgemein bekannt, Elisabeth.

    Matthias hatte sie schon einmal so kleinsporig vorgestellt (siehe hier), und auch Ralf und ich kennen diese kleinsporige Form.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Vergleich mal mit Arnium leporinum.

    Genau so sehe ich das auch, Thorben.

    Das Fehlen einer primären hyalinen Basalzelle (Pedicel) spricht gegen Schizothezium und auch Podospora.

    Die gelatinösen Anhängsel ohne Pedicel charakterisieren die meisten Arten der Gattung Arnium.

    Aufgrund der vielsporigen Asci (vermutlich 128sporig), der Sporengröße und der Ascusform kommt da nur Arnium leporinum infrage.

    Die behaarten Perithecien passen ebenfalls perfekt!

    Reh- und Hasendung sind meinen Beobachtungen nach die häufigsten Substrate.


    Danke für die interessante Anfrage und die schöne Doku.

    Nobi

    Immer wieder ein schöner Fund, Thorben!

    Zur Häufigkeit der Zopfiella-Arten aus meiner Sicht.


    Zopfiella attenuata: Lediglich ein Eigenfund in Sachsen an Hasendung, bleibt für mich eine Rarität

    Zopfiella longicaudata: 7 eigene Funde aus Bayern, Sachsen und Niedersachsen, jeweils an Pferd

    Zopfiella erostrata: konnte ich 6 x untersuchen, allerdings kein deutscher Fund, laut Pilze-Deutschland zwei deutsche Funde meines Pilzfreundes Eberhard Huth, jeweils an Pferdedung.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Jetzt seid Ihr gefragt nobi_†, Climbingfreak und alle anderen Pilzfreunde, die neuerdings in Moospolster starren :gzwinkern: - wir schaffen es, diesen kleinen Becherling aus seinem Schicksal der Unterkartierung herauszuführen :gstrahlen:

    Also, da bleibe ich auf jedem Fall dran, lieber Murph!

    Ich habe mich erst wieder vor kurzem auf die Suche gemacht, trotz optimalem Wetter (Regen) leider noch ohne Erfolg.

    Aber ich bleibe natürlich am Ball und bin optimistisch.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Nobi,

    wenn man sich den Pilobolus noch mal ganz genau anschaut, dann sieht man zumindest bei den Fruchtkörpern unten links einen kleinen Nippel. Dann ist es also wohl P. umbonatus bzw. P roridus var. umbonatus, je nachdem, welchem Artkonzept man folgt.

    Jetzt sehe ich es auch, Björn! Das hätte mir natürlich schon eher auffallen müssen!X(

    Meiner Meinung nach wachsen also mal wieder zwei Pilobolusse gleichzeitig an einem Substrat.

    Das hatten wir u.a. aufgrund Ennos Beitrag schon einmal im Forum diskutiert.

    Bitte mal vergleichen und die gesamte Diskussion lesen, in der wir uns auch zur Artberechtigung austauschen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Danke für diesen interessanten Kommentar, Andreas!

    Mir ist natürlich klar, das Wohlleben polarisiert und seine "Fakten"durchaus kritisch zu hinterfragen sind.

    Man sollte allerdings auch sehen, dass er das Ökosystem Wald mit all seiner Problematik bei einer relativ breiten Bevölkerungsschicht wieder im Bewusstsein verankert hat. Einer Bevölkerung, die schon vergessen hatte, wie sensibel und bedroht unsere Natur ist.

    Und das halte ich bei aller berechtigten Kritik für ein positives Ergebnis.


    Die von Dir erwähnte "Gegenlektüre" werde ich mir besorgen und freue mich bereits darauf, sie zu lesen.

    Den Wohlleben-Film "Das geheime Leben der Bäume" werde ich mir allerdings nicht anschauen, da es wohl in erster Linie darum geht, einen Bestsellerautor ins Rampenlicht zu rücken und erst in zweiter Linie den Wald mit all seiner Vielfalt.


    Liebe Grüße

    Nobi

    wie bekomme ich es denn hin dass die Youtube Video hier direkt zu sehen sind?

    Einfach den Youtube-Link einfügen. Den Rest macht die Foren-Software.

    Test:

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    Die Band habe ich erst vor wenigen Tagen live erlebt. Geht hin, wenn sie in eurer Nähe spielt!


    LG, Nobi

    Diverse Forumposts und der Schlüssel von Nobi führen mich zunächst zu Sporormiella...

    Na, das freut den Nobi ja besonders!:)

    Und natürlich liegst Du mit der Gattung richtig, vierzellige braune Sporen an Dung mit Keimspalten sind meist Sporormiella, seltener Preussia.

    Aufgrund der von Dir geschilderten und gezeigten Merkmale habe ich keine Zweifel an Sporormiella intermedia!

    Ein makroskopisches Foto habe ich in der ganzen Aufregung ganz vergessen... :D

    Das wäre jetzt auch nicht wirklich bestimmungsrelevant.;)

    Als Bonus gab es noch ein Paket Fremdsporen, die ich noch nicht wirklich einordnen kann (Schizothecium?).

    Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage Schizothecium tetrasporum.


    Schöner Beitrag, Elisabeth! Gern weiter so!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Ist von Peter Püwert, 2007, siehe Pilze-Deutschland.de unter Ascobolus lineolatus.



    Folgende Funddaten hat er mir persönlich mitgeteilt. Ob es neue Funde gibt, weiß ich nicht. Am besten mal bei Peter anfragen.

    Ascobolus lineolatus Brummelen

    5532/41 Steinach, "Fellberg": 820 mNN, älterer Picea- Forst, auf Rehlosung, 16.10.2007; leg. et det. P. Püwert


    Liebe Grüße

    Nobi

    Glückwunsch und gaaaaaaaaaaaaaaaaaanz großes Dankeschön für die beiden überaus gelungenen "Kleinpilz-Beiträge", Dieter und Matthias!

    Wir inspizierten nun auf einer Lichtung einen Haufen hin gekippten Stallmist mit viel Stroh. Ein sehr viel versprechender Standort für interessante Arten.

    Was ihr ja mit drei schönen Funden bewiesen habt!:thumbup:

    Coprinellus bisporus ist nicht häufig (hatte ich erst einmal!) und bevorzugt offensichtlich solche Standorte. Ähnlich wie Coprinellus ephemerus, der zwar laut Pilze-Deutschland verbreitet ist, mir allerdings ebenfalls erst einmal über den Weg lief.


    Wunderbar auch die Portraits der "Backenzähne" und der Tentakel-Keulchen, welche ich in meiner Region immer noch nicht entdeckt habe.

    Da werde ich im Frühjahr wohl mal wieder meinen Waldbächen ein paar Stunden schenken.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Sigrid,


    ich denke, dass Du mit Deiner Vermutung Ascobolus lineolatus richtig liegst.

    Auf dem letzten Bild kann man ganz gut eine leichte Querstreifung aus verlängerten Warzen erkennen.

    Hier nochmal leicht bearbeitet.



    Dass die Sporenornamentation recht variabel ist, kann man schön bei dem überragenden Portrait der Art von Björn sehen.

    Bitte einmal vergleichen (4. Art seiner "Ascobolus Story")

    Zur Sporengröße.

    Wenn man den Abbildungsmaßstab auf Björns Sporentafel zugrunde legt beträgt die Sporengröße ca. 11-12,5 x 6,5-7,5 µm.

    Doveri (An update on the genera Ascobolus & Saccobolus...") gibt die Sporen seiner Funde mit 11,5-12,5 x 6-7 µm an.

    Das passt nahezu perfekt zu der von Dir ermittelten Sporengröße und gehört sicherlich zur Variabilität der Art, welche van Brummelen bei nur einer untersuchten Aufsammlung natürlich nicht erkennen konnte.

    Drei der sechs Doveri-Funde gelangen an Cervidendung, ebenso beide mir bisher bekannten deutschen Funde (da jeweils Reh).

    Also, auch hinsichtlich des Substrates gibt es eine gute Übereinstimmung!


    Auf jedem Fall ein Superfund, zu dem ich Dir nur gratulieren kann.:thumbup:


    Liebe Grüße

    Nobi

    Klasse Vorstellung, Marco!

    Die Zygosporella ist mikroskopisch eine echte Herausforderung, Deine Bilder finde ich sehr gut gelungen.:thumbup:

    Keine häufige Art, wie auch die Selinia pulchra.

    Schöne Funde, die Daten gehen hoffentlich in die Kartierung ein.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Wie Du in so kurzer Zeit immer die passenden Links aus dem Hut zauberst. Ebenfalls ein Phänomen.

    Naja, offensichtlich ist doch einiges hängen geblieben, seit ich begann, mich vor mehr als zwei Jahrzehnten schwerpunktmäßig mit Dungpilzen zu beschäftigen.;)

    Außerdem habe ich diese viersporige Form selbst schon finden können.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Sehr schöne Dokumentation dieser viersporigen Form, Marco.:thumbup:

    Harzi berichtete bereits hier über diesen Viersporer.

    Und Van Brummelen schreibt bzgl. Ascobolus immersus:

    "8-spored, but very often with only a part of the spores developed"


    Liebe Grüße

    Nobi