Beiträge von nobi_†

    Hallo Björn,


    Lugolreaktion und Ascus- sowie Sporenform lassen eigentlich nur Hypocopra zu.

    Allerdings sollten dann die Sporen eine Keimspalte und keinen Keimporus haben. Einige glaube ich zu erkennen.

    Ich habe dazu ein Mikro von Dir etwas vergrößert und aufgehellt.



    Falls es Hypocopra ist, achte mal auf die Zweizelligkeit der Sporen. Schwer zu sehen, allerdings ein wichtiges Schlüsselmerkmal.

    Am besten unreife, noch hyaline Sporen untersuchen.

    Außerdem ist die Länge der Keimspalte für die Bestimmung nicht unwichtig.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Auf dem kommenden Bild müsste Aronstab zu sehen sein und nur oben in der Ecke Bärlauch, stimmt das?

    Genau danach sieht es aus!:)

    Hier ist leider noch völlige Fehlanzeige in Sachen Bärlauch.

    Aber wenn das Wetter weiterhin mitspielt, sollte es auch im Raum Dresden in ein, zwei Wochen losgehen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo,


    das ist ein Becherling der Gattung Peziza.

    Nicht selten in Gebäuden ist der Ockerweißliche Becherling, auch Mauerbecherling genannt (Peziza cerea, syn. muralis).

    Auch der Sandsteinbecherling (Peziza domiciliana) könnte infrage kommen.

    Irgendwo hinter den Fliesen sollte verbautes Holz sein, auf dem der Pilz u.a. wächst.

    Auf jedem Fall ist sein Wachstum ein Indiz für einen Feuchteschaden im Gebäude!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Saxonia grüßt ebenfalls ins Land der weltbesten Biere!

    Ich hoffe, es bleibt nicht bei der Anmeldung, scarabee.

    Thuringia auch, selbst wenn das im Moment ein bisschen peinlich ist, hier zu leben.

    Ich hoffe, dass vergeht, liebe Claudia.

    Wie auch der Spuk in Dresden, den ich seit 2014 jeden Montag quasi vor meiner Haustür habe :(


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Sigrid,


    also, makroskopisch schaut das eher nicht nach einem Schizothecium aus. Ich kenne keine Art aus dieser Gattung mit so einem Habitus. Auch vermisse ich die gattungstypischen Squamufolien (Haarschuppen) im Halsbereich. Vermuten würde ich hier eher eine Podospora.

    Leider sind die Fotos nicht aussagekräftig genug für eine Bestimmung.

    Wieviel sporig sind die Asci?

    Wie sieht das Pedicel aus, Form, Größe etc? Ich kann übrigens keins erkennen.

    Gibt es gelatinöse Anhängsel?


    Tut mir leid, aber ohne genauere Angaben für mich nicht bestimmbar.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Da isser wieder, der Dieter!:)

    Und dazu mit einem wunderbaren Beitrag!:thumbup:


    Von 2017, ach jeh, was mag da noch alles kommen!==Gnolm11


    Geniale Aufnahmen wie immer, wobei ich in der Nadelwald-Rotkappe eher einen Kiefern-Steinpilz sehe. Naja, vielleicht habe ich ja die falsche Brille auf. ;)

    Edit. Doch eine der Nadelwald-Rotkappen. Habe das soeben mit der Verfärbung im Schnitt gelesen. So jung kenn' ich die nicht, deshalb mein voreiliger Schluss.

    Herausragend dieses Mal der Laubholz-Zitterling (Phaeotremella frondosa).

    Ich frage mich nur gerade, wie er sich vom Blattartigen Zitterling (Phaeotremella foliacea) unterscheidet???

    Wäre ja auch zu einfach, wenn es einfach wäre! :D


    Liebe Grüße

    Nobi

    Eine schöne Anfrage ist das geworden, Aretha (oder lieber Elisabeth?):thumbup:


    Ascobolus sacchariferus möchte ich bestätigen, zumindest die ausgebreiteten Apothecien sind diese Art. Die Sporen passen natürlich auch.

    Das tonnenförmige mittlere Exemplar hätte ich ebenfalls mikroskopiert, so sieht ein typischer Ascobolus albidus aus. Wobei das natürlich auch ein ungewöhnlicher sacchariferus sein kann. Beide Arten fruktifizieren gern zur gleichen Zeit am gleichen Substrat.


    Sich in dem Wirrwar makroskopisch auszukennen halte ich (zumindest jetzt) für ein Ding der Unmöglichkeit, gar nicht zu schweigen von mikroskopisch.

    Ein Beispiel habe ich Dir gerade gegeben. Mit der Zeit wirst Du in der Lage sein, einige Arten makroskopisch anzusprechen, wie z.B. Ascobolus immersus, Ascozonus woolhopensis, Iodophanus carneus, Podospora appendiculata und fimiseda oder auch Schizothecium aloides. Aber selbst dann ist es unbedingt erforderlich diese "Bestimmung" mikroskopisch abzusichern.

    Um etwas Licht in das Dunkel der Mikroskopie zu bringen, hat Ralf vor einiger Zeit diesen wunderbaren Einsteigerbeitrag geschrieben. Unter #6 in seinem Thread findest Du auch einen Link zu einem Anfängerschlüssel für coprophile Pyrenos, den ich vor gut 20 Jahren konzipiert hatte.


    Wenn Du Dir das angeschaut hast, solltest Du zumindest einen ersten Überblick über die faszinierende Welt der Dungpyrenos bekommen haben und der Wirrwarr ist hoffentlich nicht mehr ganz so groß.;)


    Liebe Grüße

    Nobi

    Wie Eike bereits schrieb ist das Trichodelitschia minuta, Martin!:thumbup:

    Du warst Dir ja bereits zu 90% sicher.


    Die Fotos in Tusche sind doch gut gelungen, man kann die Gelhülle schön erkennen.

    Du schreibst, dass Du versucht hast, mit Tusche zu färben. Heißt das, dass Du dem Wasser Tusche zugefügt hast?

    Falls das der Fall ist, versuche doch einmal direkt in einem Tröpfchen Tusche zu mikroskopieren.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Sigrid,


    ich habe gerade die Originalbeschreibung der Podospora cochleariformis von Cailleux (1969) vor mir.

    Neben den 128 Sporen pro Ascus sind letztere schmalzylindrisch, ca. 30-40 µm breit, also ähnlich P. setosa.

    Beide Merkmale treffen auf Deinen Fund nicht zu.

    Von der Sporenform/-Größe und des Pedicel´s halte ich P. curvicolla durchaus für möglich.

    Es fehlen halt wieder einmal die langen Haare am Hals - ich weiß

    Vielleicht hast Du recht mit dem zählen ... jetzt wo ich noch einmal schau, könnten es auch 256 sein. Dann müßte es ja P. curvicolla sein.

    Podospora curvicolla sollte passen!

    Den Fotos nach ein 256-Sporer und auch die Ascusform ist typisch.

    Und das mit den fehlenden Haarbüscheln haben wir ja schon mehrmals diskutiert - sie sind sicher kein konstantes Merkmal.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Ich bin da zu 100% bei Ralf, Sigrid.

    Wenn die Sporen auch grenzwertig klein für Ascobolus albidus sind, so spricht die Ornamentation für sich.

    Typisch für die Art ist auch das halb geschlossene Apothecium, wie auf dem zweiten Bild zu sehen.


    Betreff Ascobolus roseopurpurascens.

    Der einzige von uns, der die Art je gesehen hat, ist Björn. ==Gnolm10==Gnolm7

    Nun, zumindest ist er der einzige, der daran glaubt! ==Gnolm13


    Liebe Grüße

    Nobi

    Ich halte das jetzt eigentlich schon für A. japonense

    Spricht da noch was dagegen ?

    Die Sporenzahl, die langen flexiblen Haare und die Tuberkel am Perithecienhals sind natürlich sehr gute Argumente für Arnium japonense!

    So schreiben Furuya & Udagawa in der Originalbeschreibung "neck covered with small black papillae."

    Das ist auf Deinen Fotos wunderbar zu sehen und so kenne ich es nicht von Arnium leporum.

    Und das wäre auch ein stabiles Merkmal, welches sich nicht auf eine Fehlentwicklung in Feuchter Kammer zurückführen lässt. Worauf man, wie Ralf bereits schrieb, natürlich stets achten sollte.


    Nun, einen Namen kannst Du nur selbst vergeben, Bernd.

    Was ich aus der Ferne sagen kann, ist, dass Arnium japonense wahrscheinlicher ist als A. leporum!

    Vergleiche dennoch nochmals kritisch mit dem von Rada verlinkten Beitrag!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo, Felli,

    da will ich mal versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Vorab, eine überzeugende Lösung habe ich auch nicht.

    Nach Schlüssel komme ich zu P. longicollis.

    Dafür sind mir aber die Sporen mit 13-15 x 7-8(9)µ etwas zu klein,

    Die sind sogar deutlich zu klein (P. longicollis 17-23 x 10-12 µm). Also, diese Art kann man sicher ausschließen.

    die würden besser zu P.araneosa passen, aber dann stimmen die Haare wieder nicht.

    Tatsächlich würden hier die Sporen gut passen, allerdings wäre das eine 256er Art und das mit den Haaren hast Du ja bereits notiert.

    Vielleicht gibts ja auch eine 500-sporige P. curvicolla ?

    Entweder das (Mouton [1886] erwähnt eine 512-sporige Form des P. curvicolla- Komplexes, allerdings geht aus dem Text nicht hervor, um welche konkrete Art es sich handelt) oder auf Deinem Foto mit den ausgezählten Sporen haben sich zwei Asci überlagert!


    Mein Vorschlag: Podospora cf. curvicolla


    Liebe Grüße

    Nobi

    Handelt es sich hier um Lasiobolus cuniculi oder doch etwas anderes? Sporen (22-26) µm x 12 µm groß.

    Sehr schön erkannt, Björn!

    Durch die breitzylindrischen, biseriaten Asci und die schmalen, auch basal nur wenig erweiterten Setae gut vom makroskopisch ähnlichen Doppelgänger Lasiobolus ciliatus zu trennen. Letzterer hat uniseriate Asci und auffällig breite Setae.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Der Wahnsinn, Ralf!

    Spitze Morcheln im Februar, Märzellerlinge, an die ich erst glaube, wenn ich sie selbst finde. Da geht es mir wie mit dem Ascobolus roseo...na Du weißt schon.;)

    Über Österreichische Kelchbechelinge wundert man sich um diese Jahreszeit sowieso nicht. Ich hätte mich auch nicht gewundert, auf dem zugefrorenen Tümpel im Inneren eines Bechers Springschwänze Schlittschuhlaufen zu sehen :)

    Schade. Da hatten die wohl gerade ihre Mini-Schlittschuhe verlegt.:(

    Aber ich sehe sie vor mir. Die schlittschuhlaufenden Zwerge.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Tolle Vorstellung, Harriot!

    Einige Hinweise zur Erstellung eines Beitrages hast Du ja bereits bekommen.


    Ich denke, das beste wird sein, Du schreibst einfach den Beitrag so, wie Du es für richtig hältst.

    Freundliche Hinweise, wie Du es evtl. zukünftig besser machen kannst, werden im Bedarfsfall dann von uns kommen.

    Und keine Angst, jeder hat einmal klein angefangen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Eine hübsche Erdzunge zeigst Du uns da!:thumbup:


    Ich fotografiere ähnlich semiprofessionell mit der TG-6.

    Wie fokussierst Du manuell?

    Ich arbeite idR mit "P", was zur Folge hat, dass die Kamera die Schärfe bestimmt. :(


    Liebe Grüße

    Nobi

    ...oder aber nüchtern für 2 Stunden das Geschehen im Thüringer Landtag verfolgen😩

    Oh, Du Ärmste!==7

    Das macht übrigens nicht nur die Thüringer, sondern auch die Sachsen betroffen, naja, zumindest mich.

    Als kleinen Aufheller zeige ich Dir ein glückliches Wollschwein, welches ich vorgestern kennenlernen durfte.



    Nach dem Motto: Es kann nur besser werden!


    Nobi

    Danke für die Ergänzung, Andreas.

    Dort zeichnet DOVERI sogar mehrere caudae und schreibt "2 or 3 lower caudae" - bei mir war die nie auch nur eines.

    Nun, diese "lower caudae" sind leicht vergänglich und in der Tat sehr schwer zu sehen.

    Am besten untersuchst du das Präperat in Tusche (Indian Ink).

    Während sich nahezu alles dunkel färbt, bleiben Pedicel und Caudae hyalin! (Negativreaktion).


    Liebe Grüße

    Nobi

    Schwer aus der Ferne zu beurteilen, Andreas, da auch gern mehrere Arten durcheinander wachsen.

    Aber gerade das letzte Bild mit den mehrheitlich langgestreckten Sporenbündeln sieht sehr nach Saccobolus citrinus aus.

    Die Risse sind neben den feinen Warzen übrigens typisch für dessen Sporen.

    Vergleiche mit dem wunderbaren Portrait der Art, welches Matthias weiter oben (#6) verlinkt hat.

    Eine bessere Vorstellung von Saccobolus citrinus findest Du nirgendwo!


    Die Gattung ist sehr schwierig.

    Auch weil nach der Van Brummelen Monografie viele neue Species beschrieben wurden.

    Es gibt hin und wieder Funde, die unbestimmbar bleiben oder bestenfalls einen cf.-Status erreichen.


    Übrigens schön, dass Du wieder mal einige Dungpilze bearbeitest.:thumbup:

    Und dass Du hier anfragst, ist genau richtig!:)


    Liebe Grüße

    Nobi