Beiträge von nobi_†

    oh hier sind Potterheads? Sehr sympathisch!

    "Nur" Pilze, das wäre doch auf die Dauer langweilig, Carina.

    Das Leben ist so vielseitig und so spannend. Auch wenn manches nur erfunden ist! Oder vielleicht auch nicht?;)

    Die ersten "Potters" habe ich gemeinsam mit meiner Tochter gelesen, die etwa Dein Alter sein dürfte.

    Jahre später waren die Bücher sogar Teil ihrer Diplomarbeit!


    C'est la vie.

    Liebe Grüße

    Nobi

    Passt perfekt, Björn!:thumbup:

    Um mich nicht zu wiederholen, verweise ich auf meine Antwort zu Hagens Anfrage vom August letzten Jahres.


    Schön, dass Du immer mal wieder Dungpilze einstellst!:)

    Nach wie vor arbeiten nur wenige Feldmykologen in Deutschland mit dieser ökologischen Pilzgruppe, sodass wir viel zu wenig über deren Häufigkeit und Verbreitung wissen.


    Dank solcher Anfragen wie von Dir nimmt unser Wissen so nach und nach zu.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Die Namen für das Moos werden ja immer besser! Ich hatte zuerst "Pompon-Moos", dann gab es "Puschelmoos" und Sandra hat es jetzt liebevoll "Puffelmoos" getauft!

    Was Du alles bemerkst, Grüni.==Pilz24

    Das wird sicherlich auch im Gewächshaus des Hauses Hufflepuff gezüchtet...

    ==Gnolm11 Falls ja, dann sicherlich nicht von Newt Scamander, einem der bekanntesten Absolventen dieses Hauses.

    Denn der hatte ja eher so "phantastische Tierwesen" im Sinn.;)


    Phantastische Grüße

    Nobi

    Hallo Nobi,

    Jetzt wo ich dein Foto sehe bin ich sicher, dass ich so ein Tierchen auch schon gesehen habe.

    Da bin ich mir ebenfalls sicher, Dodo, denn Springschwänze gibt es praktisch überall.

    Ich finde sie logischerweise oft an Dung.;) Aber auch an zersetzem Holz, faulenden Pflanzen oder in den Lamellen diverser Blätterpilze (u.a. Dachpilze, Stockschwämmchen) kann man sie häufig entdecken. Allerdings sind die nivicolen, also Schnee liebenden, Arten schon etwas Besonderes!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Danke fürs Teilen dieser interessanten Beobachtung, Claudia!:thumbup:

    Auf "Schneeflöhe", die wohl eine Artengruppe aus der Ordnung der Springschwänze bilden, bin ich im letzten Winter erstmalig aufmerksam geworden.

    Zu Hunderten wuselten sie auf tauendem Schnee herum, nicht zu vergleichen mit dem Massenvorkommen, das Du zeigst.

    Allerdings gelang es mir damals, ein einzelnen Tierchen halbwegs vernünftig abzulichten, was ich als Ergänzung zu Deinem tollen Beitrag an dieser Stelle gern noch zeigen möchte. Vermutlich handelt es sich dabei um den "Schneefloh" bzw. Springschwanz Desoria hiemalis.



    Liebe Grüße

    Nobi

    Eine Augenweide mal wieder, Karl!

    Noch keinen endgültigen Artnamen kann ich diesem Stromabecherling geben. Sicher ausschließen kann ich Ciboria coryli, da kein Hasel in der Nähe und die Sporen im Schnitt nur 10,2 mµ lang waren. Als Wirt kommt wohl Weide und Birke in Frage und auch Erle kann ich nicht ausschließen.
    Ciboria xyz ?(

    Die Kätzchen sollten wegen der Wolligkeit ziemlich sicher zu Salix gehören.

    Das macht die Bestimmung aber auch nicht wirklich einfacher.

    Meine Meinung zum Artenkomplex habe ich kürzlich als Antwort zu einem Beitrag von Björn hier geschrieben.


    Ich denke, das caucus und amentacea eine Art sind, was natürlich genetisch untersucht werden sollte.

    Vielleicht wissen ja Zotto oder Ingo W mehr zu dieser Problematik?


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Martin,

    da ist Dir nun wirklich ein besonderer Fund gelungen, zu dem ich Dich gern beglückwünschen möchte!

    an Schafdung habe ich einen haarigen Pyreno, den ich mit "Nobi Key" gut bis Coniocheta schlüsseln kann.

    Schön, dass Du mit meinem Schlüssel erfolgreich warst und die richtige Gattung bestimmen konntest. Mehr soll er ja auch nicht leisten.

    Nun bin ich mir nicht sicher, ob es Coniochaeta hansenii sein kann.

    Ich denke, hinter Coniochaeta hansenii kannst Du einen Haken machen, Martin!:thumbup:

    Eine weitere 64-sporige Art ist Coniochaeta polymegasperma, die allerdings deutlich größere Sporen hat.

    Literatur und Internet gibt wenig her über die Art.

    Das stimmt so nicht ganz!

    Da gibt es z.B. in diesem Forum neben dem von Dir genannten Beitrag eine sehr schöne Vorstellung der Art von Bernd Fellmann.

    Ausführlich beschrieben wird C. hansenii 2016 von Doveri in diesem Aufsatz.

    Auf den Seiten 13 und 14 findest Du die Artbeschreibung plus interessanter Diskussion und auf den drei Tafeln (S. 15-17) aussagekräftige Bilder.

    Zudem gibt es auf S. 14 noch einen Weltweit-Schlüssel aller der bisher bekannten 7 vielsporigen Arten der Gattung.


    In Pilze-Deutschland.de ist Coniochaeta hansenii gerade einmal mit vier Funden vertreten.

    Auch wenn da noch der ein oder andere Fund nachzutragen ist, zeugt das doch von der Seltenheit dieser Art.

    Wobei sie von den vielsporigen Coniochaeta-Arten wohl immer noch die häufigste ist.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Feine Bilder von diesen schicken Pilzen, Rotfuß!:thumbup:

    Deine Freude über diesen schönen Erstfund kann ich gut nachvollziehen!

    Ich weiß noch, wie ich die "Roten" vor nunmehr acht Jahren erstmalig dank Nando und Sven fand und wie ich vor ihnen niederkniete.

    Daraufhin habe ich mein erstes Thema in diesem Forum gestartet! (siehe Bilder 4+5).


    Mal sehen, vielleicht fahre ich demnächst mal wieder ca. 100 km (eine Strecke), um sie wiederzusehen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Kann man den Pilz - trotz fehlender Mikrobilder- sicher als Coprinopsis nivea ansprechen?

    Kann man nicht, Ralph!

    Aber auch ohne Mikro möchte ich C. nivea ausschließen. Dieser hat ein mehlig-pulveriges Velum, was aus +/- globosen Zellen besteht und daher eher körnig wirkt.

    Das Velum des von Dir gezeigten Pilzes besteht sicher aus Hyphenketten, und da käme makroskopisch in erster Linie Coprinopsis radiata infrage.

    Eigentlich habe ich da keine Zweifel, aber natürlich sollte man die Art mikroskopisch absichern.


    Vergleiche auch mit den ersten beiden Bildern dieses Beitrages von Dieter & Matthias.

    Sowie mit dem Portrait der Art von A. Melzer. Da leider nicht mehr online verfügbar hänge ich es hier an.

    Coprinopsis radiata (A. Melzer).pdf


    Und hier nivea, ebenfalls nach A. Melzer.

    Coprinopsis nivea (A. Melzer).pdf


    Liebe Grüße

    Nobi

    Mit mehr als 64 Sporen sollte das Thelebolus dubius var. lagopi sein. Ist i.d.R. 128-sporig.

    Vielsporige Coprotusarten haben neben anderen Merkmalen deutlich größere Sporen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Da habt Ihr mal wieder ein gewaltiges Feuerwerk gezündet, lieber Dieter & Matthias!==Pilz22

    Und wie von Euch gewohnt, den scheinbar unscheibaren Kleinen eine große Bühne gegeben!


    Die Makros vom Entwicklungszyklus des Coprinellus heterosetulosus sind ganz ausgezeichnet gelungen.

    Abrunden würde das ganze noch ein Mikrofoto, wo man neben den normalen Pileozystiden auch die dickwandigen Sklerozystiden sieht.

    Es würde mich wundern, wenn Ihr da keines mehr beisteuern könnt.==3


    Der unbestimmte Tintling eingangs des 4. Teiles könnte sehr gut Coprinopsis cordispora sein. Jedenfalls sieht der typischerweise im aufgeschirmten Zustand so aus und wächst auch bevorzugt an Pferdedung. Ohne Mikroskopie ist das natürlich lediglich ein Namensvorschlag.

    Kurz vorm Aufschirmen sieht der Pilz übrigens so aus (Fund von der D&D-Tagung 2019)



    Liebe Grüße

    Nobi

    Es war ein tolles Erlebnis, mit Euch beiden heute Peziza labessiana, den Frühen Becherling, zu entdecken!

    Danke nochmal Stefan für die "Einladung", den vermutlichen Sachsen-Erstfund im Vorgarten Deiner Großeltern fotografieren zu dürfen!:)

    Nachdem wir uns auf die bekannten zwei Becher konzentriert hatten,


    37961057ks.jpg


    37961058ts.jpg


    tauchten plötzlich wie aus Geisterhand auf der anderen Seite des Weges noch weitere Apothecien auf.

    Wie z.B. dieser schon sehr reife Kollege.


    37961059wq.jpg


    Insgesamt waren es letztlich gut ein halbes Dutzend Becherlinge, die wir fanden!

    Hotspot sozusagen! :D

    Mikros sind mir leider noch keine gescheiten gelungen, aber deines, Enno, ist ja schon mal fein und charakterisiert die Art sehr gut.:thumbup:


    Liebe Grüße

    Nobi

    Ich glaube , dass das damals Schitzothecium vratislaviense war - oder was meint ihr?

    Das ist sicher Schizothecium vratislaviense, Felli!

    Auch wenn die Sporen, wie Ralf anmerkte, etwas breit für die Art sind, allerdings durchaus noch im Rahmen.

    Ganz typisch die uniseriaten, einseitig abgeflachten Sporen mit den kleinen Anhängseln.


    Peter Püwert hat die Art erst vor zwei Tagen bei Ascofrance zur Diskussion gestellt, ich nehme an, das hast Du bereits gesehen. Falls nicht verlinke ich hier nochmal zu dem Beitrag. Wie in der Originalbeschreibung von Schmidt gibt er die Sporenbreite mit bis zu 9,5 µm an. Deine wären max. 1 µm breiter, also das passt schon!

    Voreilig habe ich ihm zum wahrscheinlichen Deutschland-Erstfung gratuliert, wo der "Ruhm" ja eigentlich Dir gebührt.==Pilz22

    Wörtlich schrieb ich zu Peters Fund "...and I think that Schizothecium vratislaviense should be new for Germany".

    Mit dem "sollte neu sein" habe ich mir noch ein Hintertürchen offen gehalten, was, wie man nun sieht, eine gute Idee war.^^


    Alfred Schmidt "Die Verbreitung der coprophilen Pilze Schlesiens, 1912" nennt die Sporen "in einer Ansicht kahnförmig", was es gut trifft!

    Zur Vollständigkeit die Originalbeschreibung, leider gibt es bei ihm keine Bilder.

    Sordaria vladislaviensis Alf. Schmidt n. spec..pdf


    Ein bemerkenswerter Fund einer meiner Meinung nach extrem seltenen Art!:thumbup:


    Liebe Grüße

    Nobi


    PS. Da hat sich ein t zuviel ins Schitzothecium geschlichen. Kannst Du das noch korrigieren, sieht einfach besser aus.;)

    Hallo Marco,


    wie Ralf bereits schrieb sind wohl nur wenige Mykologen mit der Gattung vertraut.

    Kein Wunder, wenn man die winzigen Pilze nur höchst selten zu sehen bekommt.

    Ich hatte bisher einige Aufsammlungen von P. badiorostris und lediglich eine einzige von P. microspora.


    Deinen Fund halte ich mit einer großen Restunsicherheit am ehesten für Pyxidiophora marchalii.

    Der Doveri-Schlüssel führt uns nach 4. Sporen >65 µm und ohne subapikalem dunklen Fleck zu 5., wo marchalii mit fusiformen Sporen und filiformer Basis eindeutig besser passt als die Alternativart bainemensis. Fuchslosung wäre auch ein Argument für die Art.


    Dass die Fruchtkörper von marchalii etwas kleiner als bei deinem Fund angegeben werden, ebenso die Sporen (65-70 x 5,5-5,6) mag daran liegen, dass die Art so gut wie unbekannt ist und wir demzufolge nichts über deren Variationsbreite wissen. Auch Doveri hat offensichtlich von Marchals Originalbeschreibung abgeschrieben.

    Der Vollständigkeit halber hänge ich die Beschreibung an, leider gibt es keine Tafel dazu.

    Pyxidiophora marchalii syn. Rhynchomyces marchalii Sacc..pdf


    Vielleicht stellst Du die Anfrage nochmals bei Ascofrance.com ein.

    Dort sind ja auch einige Spezialisten unterwegs, u.a. Dave Malloch, der auch schon über diese und ähnliche Gattungen (u.a. Kathistes) publiziert hat.


    Auf jedem Fall ein bemerkenswerter Fund und wunderbar dokumentiert!:thumbup:


    Liebe Grüße

    Nobi

    Wunderbar, Stefan und Glückwunsch zum Erstfund für Sachsen!

    Einzelne isolierte Warzen, das passt doch sehr gut zu Peziza labessiana!:thumbup:


    Komisch nur, das die Art nach Pilze-Deutschland.de nur dort zu wachsen scheint, wo Becherlingssucher zuhause sind.:D

    Wie z.B. im Süden Günter Bauer, im Westen Ralf Dahlheuser, im Norden Christian und Torsten und neuerdings im Osten bei Dir!;)


    Liebe Grüße

    Nobi

    Danke erstmal für den wiederum interessanten Beitrag, Björn.

    4. Eine Ciboria auf Haselkätzchen. Sporen (8.7-11.1) µm x (4.9-6.1) µm. Ist das nun C. caucus oder C. amentacea?

    Heikles Thema, wo es gegensätzliche Meinungen gibt.

    So werden beide Arten von einigen Mykologen als synonym betrachtet, u.a. auch von Karin Montag im Tintlingsporträt.


    Schumacher & Holst-Jensen (1998) unterscheiden in ihren "Synoptic keys of Sclerotiniaceae & Rutstroemiaceae, 1998" beide Arten wohl hauptsächlich wegen der verschiedenen Substrate.

    Ciboria Fuckel_Schumacher & Holst-Jensen, 1998.pdf


    Interessant sind die Ausführungen von A. Vesper zur Unterscheidung der beiden Arten im PilzePilze-Forum. Neben den Substraten nennt er unterschiedliche Sporengrößen, die auf den Auswertungen eigener Funde beruhen. Demnach sollte Deine Art die kleinsporige sein und Ciboria amentacea heißen, was auch zum Substrat passen würde. Hier zum Nachlesen.


    Liebe Grüße

    Nobi