Beiträge von nobi_†

    Hallo Maria,


    spontan habe ich bei dem Pilz sofort an die Wellige Wurzellorchel (Rhizina undulata) gedacht, zumal Du schreibst, dass am Fundort auch Fichten wachsen. Wie Ulla schon schrieb, müsste man natürlich mikroskopieren, um sie oder eine der Scheibenlorcheln zu bestätigen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    es mehren sich die Wiederholungen, gar nicht so Weniges hatten wir schon

    Manches MUSS man einfach mehrmals hören, liebes Habichtla.

    Ich muss gestehen, dass ich über die viele Musi, die ich hier gepostet habe, ein wenig den Überblick verloren habe.;)

    Dann kommen Dopplungen schon mal vor, ist aber nicht wirklich schlimm, oder?

    Zum Einpennen, nicht unbedingt zum wieder Aufwachen,

    Die einsamste und traurigste Mundi aller Zeiten! Welch Soundtrack!:thumbup:

    Viele DVDs hab' ich ja nicht, aber diese eine gehört zum Bestand! Muss ich mir unbedingt wieder einmal ansehen.

    Danke für's Erinnern!


    LG, Nobi

    Hallo Harzi,

    aufgrund der relativ großen und grobwarzigen Sporen kommt meiner Meinung nach keine andere Art infrage.

    Saccobolus beckii ist in meiner Region vor allem im montanen Bereich nicht selten. Ca. 90% meiner Funde gelangen an Hirsch- oder Rehdung.

    Das passt doch schon mal ganz gut!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Richtiger Rock'n roll geht so

    Oder so.


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    Keep on rockin'!


    Nobi

    Ich sehe schon, Werner, nicht nur die Pilze, auch die "Musi" verbinden uns!

    Wir sollten uns unbedingt einmal persönlich kennenlernen!

    Gerade eben habe ich für meinen gegangenen Freund einen LZ-Song herausgekramt.

    Das geniale "Whole Lotta Love" sollte es nicht sein, dafür werde ich ihm "Tangerine" auf seine Reise mitgeben.


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    Robert Plant mit seiner neuen, umwerfenden Band hat mein Kumpel und ich noch live erleben dürfen.

    Anfang August 2018 in der "Garde" zu Dresden.

    Soooooooooooooooooo geil!


    Liebe Grüße

    Nobi


    PS. Freut mich, dass Dir das "1928" vom Ludwig Hirsch gefallen hat.

    Ein typischer und unglaublich schöner Song von ihm!

    "Sie waren lustig, diese Menschen.

    Sie haben lustig ausgesehen,

    Sie haben lustig gesprochen,

    Wir hätten unsere Pillen gegen die Traurigkeit völlig umsonst überreicht."

    Ich habe jetzt noch ein reifes Exemplar gefunden, und da sieht man dann auch die horizontale Keimspalte (letztes Bild).

    Fantastisch, Sigrid!:thumbup:

    Die Art stimmt nunmehr 1:1 mit den Abbildungen in "Ahmed & Cain, S. 473" überein!!! Somit eindeutig Sporormiella calomera!:)

    Hast Du die reifen Sporen nochmals vermessen?


    Übrigens sind mir keine europäischen Funde bekannt.

    Falls ich da nichts übersehen habe, scheint das bisher eine rein nordamerikanische Species zu sein.


    Glückwunsch und danke für die tolle Vorstellung hier im Forum!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Lieber Martin,

    da ist Dir wieder ein wunderbares und aussagekräftiges Portrait gelungen!:thumbup:

    Beim Substrat denke ich, dass es Ziege ist.

    Von der Struktur und Form her ist das ziemlich sicher Hase. Auch die Größe passt perfekt!

    Ziegenköttel sind wie die vom Schaf glatter und mehr elliptisch geformt. Gelegentlich auch mit einem kleinen Zapfen an einem Ende.

    Wie ich bereits gelesen habe, ist die Gattung der Hypocopra keine leichte Gattung.

    In der Tat sind die Arten nicht einfach zu bestimmen.

    Doch wenn man die wichtigsten Merkmale so großartig abbildet wie in diesem Fall, geht das schon!:)

    Ich würde hier dennoch Hypocopra merdaria vermuten.

    Das möchte ich gern bestätigen!

    So viele Arten mit zweizelligen Sporen gibt es ja nicht und mit der Sporengröße kann das nur Hypocopra merdaria sein!

    Ein für die Bestimmung nicht unwichtiges Merkmal ist auch die Länge der Keimspalte.

    Diese kann sehr kurz, mittellang oder sogar durchgehend sein. Bitte in Zukunft auch darauf achten!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Liebe Maria,

    mit Deinen wunderbaren Beiträgen machst Du mich so richtig neugierig auf das Altmühltal!

    Ich werde es mir schon mal als Urlaubsziel für das nächste Frühjahr vormerken, falls bis dahin wieder Urlaub möglich ist.

    Nun muss ich nur noch meine liebe Frau überzeugen, was aber dank Deiner Bilder kein Problem sein sollte.


    Eigentlich müsste ich Deine Bilder im Einzelnen kommentieren, so schön wie sie sind!

    Doch das würde den Rahmen dieser Antwort sprengen.

    Ein paar Highlights für mich möchte ich wenigstens kurz nennen.

    Das sind neben vielen anderen die Feldgrille, der junge, noch eingerollte Farn, der Wollschweber und der Gute Heinrich.

    Letzteren habe ich neben der Brennnessel als eine der besten Spinatpflanzen in Erinnerung. Jedenfalls besser als der Spinat aus dem Supermarkt!;)

    Leider liegt mein letzter Fund dieser schönen Art schon wieder 13 Jahre zurück!



    Das Wiesenschaumkraut mit Blüten werde ich heute noch verkosten. Danke für den Tipp!

    die letzten Bilder scheinen nicht da zu sein.

    Doch, alles da, Rudi! Ich musste allerdings den Beitrag zweimal anklicken, bevor sich alle Bilder geöffnet hatten.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Sigrid,

    ich beneide Dich um diese Artenvielfalt!:thumbup:

    Vielzellige Sporormiellen sind in Europa eher die Ausnahme als die Regel.:(

    Mal wieder Zeit für eine obskure Sporormiella

    In der Tat scheint da alles für Sporormiella calomera zu sprechen, die ich selbst noch nicht finden durfte!

    Da sollten die Keimspalten der erweiterten mittleren Sporen nahezu quer verlaufen. Wenn Du das noch bestätigen könntest, hätte ich keine Zweifel an der Art.

    Die ebenfalls 12-zellige Sporormiella dodecemera hat doch andere Sporen.


    Toller Fund mal wieder!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Schöner Ausflug, Sandra! Und ein hübsches Hündi habt ihr!:)

    bevor der große Regen bei uns kommen sollte, haben wir uns aufgerafft und sind mal bei uns ins Moor gegangen.

    eigentlich um wie Nobi aero-aquatischer Hyphomyceten finden

    Nun, das wird schon noch. Ich habe mehr als 60 Jahre gebraucht, um sie zu entdecken!;)

    Apropos "Großer Regen", was meinst Du damit?:/

    überall am Wegrand blühen die Sumpfdotterblumen (Caltha palustris) in allerschönstem Gelb !

    Du solltest mal an der Basis der Pflanzen schauen. Mit etwas Glück findest Du da den Sumpfdotterblumen-Becherling (Botryotinia calthae).

    Ist vermutlich gar nicht so selten, wird allerdings kaum gesucht und demzufolge nur selten entdeckt.


    Deine letzten Bilder zeigen sehr wahrscheinlich Algen. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Maria,

    schön, wieder von Dir zu lesen!:)

    Das Haareis, was teilweise in der Sonne leuchtet, ist einfach nur wunderschön!

    Bitte, bitte entsorgt Eure Gartenabfälle nicht im Wald oder sonstwo in der Natur!

    Da sprichst Du mir aus dem Herzen. Es ist eine leider verbreitete Unsitte, Gartenabfälle mit z.T. exotischen Pflanzen im Wald zu entsorgen.

    Es gibt auch so schon zu viele Neophyten, die unsere heimische Flora bedrohen.

    Eigentlich hatte ich vor die Fotos noch zu beschriften zumindest soweit ich dies kann.

    Die Pilze müssen nicht alle einen Namen bekommen, ich jedenfalls kann die schönen Bilder auch so genießen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Alis,

    Oh, Irisle und ich haben Schwamm-Dieter vorne gesehen.

    Soviel sei verraten. Ich hoffe, meine Mitjuroren sind mir nicht böse, wenn ich an dieser Stelle einen winzigen Blick hinter die Kulissen gewähre.;)

    Fakt ist, dass der Hauch eines einzigen Punktes den ersten Dreifachsieg in der Geschichte des Fotowettbewerbes verhindert hat!

    Mit anderen Worten, Dieter ist mit seinem wunderbaren Foto auf Augenhöhe mit den beiden Erstplatzierten im Ziel eingekommen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Danke für die Info, Thomas!

    schau mal bei Bücher, Download und dann "Wildpflanzen zum Genießen"

    Ich habe mir das gleich einmal digital gesichert, die gedruckte Version steht natürlich seit Erscheinen in meinem Buchregal!:)

    Ein großartiges und informatives Buch.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Wennst schon beim träumen bist... Augen zu, Kopfhörer auf und aufdrehen... Aber scho komplett!

    Tja, Werner, das ist schon ein Hammersong, den sie da ihrem "verlorenen" Kumpel Syd Barrett gewidmet haben!:thumbup:

    "Golden Hair" von Syd ist übrigens immer noch einer der größten ruhigen Songs für mich. Einfach Genuss pur!


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    Nochmal kurz zurück von Pink Floyd zum Ludwig Hirsch.

    Dass er ebendieses "Shine On You Crazy Diamond" als Blaupause für sein wunderbares Lied "1928" genommen hat, ist Dir sicher bekannt?


    O.K., zurück zur Rockmusik.

    Die gerade vorgestellten HRK und Klaus Lage sind schon ziemlich gewichtige Kaliber!

    Aber auch wir im Osten hatten natürlich unseren Rock, wie dieser unsterbliche Song von City beweist!

    2014, 37 Jahre nach der Veröffentlichung aufgenommen, und immer noch frisch und knackig!


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    Kleine Episode zum Schluss.

    Vor einigen Jahren hatte ich eine Irish-Folk-Band in meinen liebsten Pub eingeladen. Höhepunkt des durchtanzten Abends waren nicht die vielen tollen irischen Folksongs, sondern genau dieses "Am Fenster". Stellt Euch einen Teufelsgeiger vor, der während seines Geigensolos barfuß zwischen Dutzenden Tellern und Gläsern auf einem unabgeräumten Kneipentisch tanzt! Auch wenn es davon keine Fotos gibt, sind diese Bilder bei mir für immer gespeichert!


    Liebe Grüße

    Nobi


    PS.

    Do kennt i ma jetzt an Hoch%igen vom Nobi dazua vurstellen & a fette Zigarrn, dahintraman anfoch ....

    Zu Carlos und dem wunderbaren "Samba Pa Ti" passt ein hoch%iger schon gut. Einen selbst angesetzten Gin namens "Gin des Lebens" könnte ich Dir anbieten, mein Freund! Auf die fette Zigarrn würde ich gerne verzichten.;)

    Vielen Dank Euch allen für die tolle Resonanz auf meinen Beitrag!:)

    Dieser schön dargestellte Pilz fehlt mir noch. Ich finde generell die Rundsporer bei den Ascomyceten interessant.

    Eine Helicodendron würde ich auch gerne mal finden.

    Besuch mich doch mal im nächsten Frühjahr, falls das bis dahin wieder möglich ist.

    Da können wir mit etwas Glück sowohl ein Helicodendron als auch die Pseudoplectania finden.

    Auch ohne den zweiten Teil schon eine echte Augenweide lieber Nobi.

    Danke, Karl. Ja, die bunten Blüten fand ich auch zu schön, um sie euch nicht zu zeigen.

    Aber was ist denn mit Deinem Avatar passiert? Habt ihr in NRW neben Kontakt- nun auch noch Rasierverbot?:D

    Danke für die viele Mühe und Arbeit, die Du Dir gemacht hast.

    Solange es mir noch Spaß macht, solche Beiträge zu schreiben, werde ich es tun. Eure netten, persönlichen Worte sind der beste Lohn dafür!

    Die Wollknäuel und Bienenkörbe sind der Hammer.

    In der Tat, Heide! Leider kann man sie nicht einmal mit einer Lupe richtig sehen und es braucht schon "schwere" Technik, um sie erkennen und bestimmen zu können. Aber deswegen haben wir ja Matthias, der uns so etwa zeigen kann!:thumbup:

    Die Helicoils sind in der tat atemberaubend!

    Auch ich habe noch immer Schnappatmung, Pablo!;) Es ist schon eine fantastische Welt, die sich einem da offenbart.

    Ich als Anfänger verliere leicht den Überblick, aber allein durch eure Berichte, Fotos und Beschreibungen hier kann ich echt viel dazu lernen - vielen Dank dafür!

    Ich denke, es ist ein Anliegen dieses Forums, auf die Vielfalt der Pilzwelt aufmerksam zu machen und dabei auch Arten zu zeigen, die man nicht in den herkömmlichen Pilzbüchern findet. Schön, dass Du auch als Anfängerin etwas davon mitnehmen kannst, Carina.

    Und die grüne Nieswurz :) (ist das nicht die Pflanze, die Zwerg Nase holen soll ? ) hab ich auch noch nie (zumindest bewußt) gesehen !

    Nun zumindest war es eine Nieswurz, die der unglückliche Zwerg brauchte, um wieder der Jakob zu werden!

    Für mich war die Pflanze übrigens auch ein Neufund und ich musste eine Weile recherchieren, um sie bestimmen zu können.

    Als kalkliebende Pflanze ist sie in meiner sächsischen Region kaum anzutreffen.

    Objekte + Aufnahmetechnik = Ergebnis,

    einfach Faszination pur!

    Danke auch Dir, Walter!

    Ja, es macht schon Spaß, mit so einem Superfotografen und Pilzkenner gemeinsam einen Beitrag gestalten zu können!:)


    Liebe Grüße an Euch alle

    Nobi

    Hallo Marco!

    Ist das nun Arnium? Oder doch was anderes?

    An Arnium gibt es keine Zweifel wegen der polaren Gelanhängsel.

    Die Sporengröße und das jung ausgeprägte weiße Tomentum stimmen sehr gut mit Arnium olerum überein.

    Die gedrungenen Perithecien passen ebenfalls. Selbst die Peridie könnte hinkommen, wenn ich Lundqvist ("Nordic Sordariaceae s. lat.", S. 215, Fig. 40j) richtig interpretiere. Auf der Tafel ist das nur extrem vergrößert dargestellt.

    Die Art wächst zwar bevorzugt an faulenden Brassica-Stängeln, kommt aber auch an Dung vor und wurde auch schon an Pferdedung nachgewiesen.


    Am besten vergleichst Du selbst noch einmal mit Beschreibung und Abbildung im "Lundqvist".

    Ich hoffe, Du hast dieses grundlegende Buch, ansonsten kann ich natürlich helfen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Hans,


    ich vermute hier schon einen Vertreter der Onygenales.

    Die Fruchtkörper bilden typische Gymnothecien. Und könnten die vermeintlichen Sporen nicht Asci sein?

    Von der Größe und der Form her käme es gut hin.


    Gymnoascus reesii ist es natürlich nicht, wie Du richtig erkannt hast.

    Vielleicht ein Auxarthron, die hätten zumindest solche zuspitzenden Seten?

    Mehr fällt mir im Moment dazu nicht ein.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Liebe Pilzfreunde,

    und schon wieder ist der Frühling so trocken, dass einem angst und bange werden kann.==14


    Laut meiner Recherche bescherte uns die erste Aprilhälfte gerade einmal 3% der üblichen Niederschlagsmenge!

    Bei einer Stipvisite Anfang März in „meinem“ Mochelwald schien die Welt noch in Ordnung. In allen Farben zeigten sich die z.T. noch regennassen Blüten.

    Märzenbecher


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    Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)


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    Blaustern


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    Seidelbast


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    oder, etwas später, das Gelbe Windröschen.


    38410229ht.jpg


    Auch einige größere Pilze gab es schon, wenn auch „nur“ an Holz, wie den Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica), mit dem ich farblich an die letzte Blüte anknöpfen möchte.


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    Ebenfalls immer wieder ein Hingucker ist der prächtige Gezonte Ohrlappenpilz (Auricularia mesenterica), ein Pilz, den ich erst seit wenigen Jahren regelmäßig finde.


    38410231zk.jpg


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    Etwas düsterer geht es weiter mit dem Stoppeligen Drüsling (Exidia glandulosa), der zahlreich an einer abgestorbenen Esche fruktifizierte. Hier ein Bild von seiner Rückseite.


    38410233vb.jpg


    Da fand ich auch einen kleinen Pyrenomyceten, den ich wegen seiner kugeligen und maulbeerartigen Fruchtkörper für den Maulbeer-Kugelpilz (Bertia moriformis) hielt.

    Zu meiner Überraschung hatte der max. 0,5 mm kleine Pilz winzige Sporen und entpuppte sich als Grevilles Schwarzbecher-Kernpilz (Nitschkia grevillei).


    38410234sy.jpg


    Nach düster kommt schwarz!==Gnolm21

    Mit einem Rest Optimismus bin ich nach der Lockerung der Corona-Auflagen vor ein paar Tagen nochmals in das Gebiet gefahren.

    Einfach nur schockierend. Vertrocknete Pflanzen, knochenharte rissige Böden, von Morcheln und anderen Frühjahrspilzen nicht der Hauch einer Spur!

    Es war so frustrierend, dass meine Kamera beinahe gestreikt hätte. Gerade mal eine Art habe ich an diesem schwarzen Tag vor die Linse bekommen.

    Es handelt sich um den Mahonienrost (Puccinia mirabilissima), den Verursacher dieser surreal verfärbten Mahonienblätter, der einfach nicht zu übersehen war.


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    Hier sehen wir die hübschen Telio- und Uredosporen.


    38410236rh.jpg


    Schnitt!

    Und Beginn des nächsten Teiles dieses Beitrages.

    Wenn scheinbar alles vertrocknet ist, muss man sich eben auf den Weg machen, die Feuchtigkeit zu suchen.

    Diese gibt es z.B. ganzjährig in einem kleinen Sumpfgebiet meines Hauswaldes, nur wenige Fahrradminuten von meinem Zuhause entfernt.


    38410246wh.jpg


    In den feuchten Gräben und Senken kann man an Holz, an Zapfen oder auf dem nassen Boden immer irgendwelche Kleinpilze finden.

    Wie z.B. Annulusmagnus triseptatus, einen Kernpilz an untergetauchtem Holz, dessen Ascus in Kongorot besonders schön leuchtet.

    Die Art ist offensichtlich sehr häufig, jedoch in Sachsen bisher noch nicht nachgewiesen.


    38410247io.jpg


    Immer wieder schön anzuschauen sind auch die Becher des Glänzenden Schwarzborstlings (Pseudoplectania nigrella), den man ebenfalls in solch einem Biotop finden kann.


    38410248es.jpg


    Wir nähern uns nun langsam den in der Überschrift angekündigten Bienenkörben und begeben uns an den Uferbereich eines von einem kleinen Bach gebildeten Tümpels.


    38410249xr.jpg


    Hier konnte ich an feucht liegenden Fichtenzapfen eine ganze Reihe sogenannter aero-aquatischer Hyphomyceten entdecken, kurz Aero-Aquaten genannt.

    Vereinfacht gesagt findet bei diesen Pilzen der Lebenszyklus sowohl über als auch unter Wasser statt.

    Wir können sie uns wie Mini-U-Boote vorstellen, die zur Fortpflanzung an die Wasseroberfläche auftauchen.

    Dazu müssen deren Sporen natürlich schwimmfähig sein, sie müssen also Luft einschließen können, was zum Teil zu bizarren Formen führt.

    Wer näheres darüber wissen möchte, dem empfehle ich die Arbeit „Die aero-aquatischen Pilze des Sauwaldgebietes“ von Hermann Voglmayr,

    eine fantastische Einführung in eine wunderbare und den meisten unbekannte Welt.


    Die Bestimmung der folgenden Pilze hat mein lieber Freund Matthias (Mreul) übernommen, ohne den ich übrigens nicht auf die Idee gekommen wäre, mir diese „Winzpilze“ (meist < 100 µm) anzuschauen. Fast alle der folgenden Fotos stammen von ihm, dem Hexer, dem Zauberer an Mikroskop und Kamera, dem es gelingt, nahezu unsichtbares sichtbar zu machen. Ich habe seine Bilder mit einem © Matthias-Stempel versehen.

    So, nach all der Theorie nun aber weiter mit einigen Bildern.


    Kleinen Wollknäueln gleicht Spirosphaera floriformis, die „Blumenähnliche“, deren Konidiengröße hier 60-90 x 45-80 µm betrug. Zwei Aufnahmen im Auflicht.


    38410250bv.jpg


    38410251my.jpg


    Und hier im Durchlicht, wo die gebogenen, gekrümmten Zellen gut zu erkennen sind.



    Kommen wir nun endlich zu den Bienenkörben, den Helicoil-Wasserpilzen, wie Dieter (Schwammer-Dieter) sie nennt.

    Deren Sporen ähneln hohlen Tonnen, bestehen aus gewundenen Hyphen und gehören für mich zu den schönsten Pilzsporen, die ich je sah.:thumbup:


    38410253ma.jpg


    Mit Sporen von 50-60(65) x 25-40(45) µm dachten wir hier zuerst an Helicodendron conglomeratum?, vermuten aber inzwischen,

    dass es sich um unausgereifte Sporen vom Großen Helicoil-Wasserpilz (Helicodendron giganteum) handelt.

    Wie dem auch sei und wie auch immer sie heißen mögen, sind sie nicht wunderschön, diese winzigen Bienenkörbe!


    38410254cf.jpg


    Abschließend möchte ich Euch den „Riesen“ dieser Gattung zeigen. Und das ist nun wirklich Helicodendron giganteum mit Sporen bis 110 x 60 µm.

    In einem feuchten Graben eines Wegrandes


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    fand ich ihn auf vielen Fichtenzapfen. Der weiße Belag ist der Pilz.


    38410256ho.jpg


    Matthias hat ihn sensationell in Szene gesetzt.

    Genießt einfach die Bilder im Auflicht


    38410257er.jpg


    38410258wl.jpg


    38410259gt.jpg


    und im Durchlicht.


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    Ich hoffe, dass ich Euch etwas von der Freude vermitteln konnte, die die Beschäftigung mit solchen außergewöhnlichen Pilzen macht und vielleicht schaut ja der ein oder andere von Euch zukünftig etwas genauer hin, wenn er in solchen Biotopen unterwegs ist. Für mich war das jedenfalls eine Begegnung mit einer anderen, mir bisher nahezu unbekannten Welt.

    Bedanken möchte ich mich ganz herzlich bei Matthias, ohne den der zweite Teil dieses Beitrages nicht entstanden wäre!==Pilz24

    Liebe Grüße vom Nobi

    Versuch's mal mit Schwarzer Tusche.

    Einen Tropfen auf den Objektträger und darin direkt mikroskopieren.

    Die Gelhülle färbt sich nicht bis wenig, und ist durch diese Negativ-Reaktion gut zu erkennen.


    Das funktioniert übrigens bei nahezu allen Arten mit Gelhülle oder gelatinösen Anhängseln.

    Also, ein Gläschen Tusche sollte man immer parat haben, wenn man Sordariales mikroskopiert.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Vielleicht macht der ein oder andere auch noch ein paar Funde (oder hat bereits Funde gemacht) von dieser Anamorphe und stellt sie hier rein.

    2013 habe ich die Art (Anamorphe und Teleomorphe) reichlich gefunden und fotografiert. Es folgt mein Beitrag zum Portrait.


    Platane, Wirtsbaum und Opfer!



    Splanchnonema platani (Anamorphe: Macrodiplodiopsis desmazieresii)









    Splanchnonema platani (Theleomorphe)








    Liebe Grüße

    Nobi