Beiträge von Navajoa

    Tschechien

    Erstmal Danke für Deine sehr interessanten Ausführungen. Gewisse Tschechen sind mir dafür bekannt, dass sie in den Anden Boliviens, Perus und Chiles z.B. die Bestände von Rebutien, Mediolobivien, Aylostera sowie Copiapoa abgegrast und sich wie die Verrückten nach Neuem umgeschaut haben. Gut, Neues zu entdecken hat erstmal einen Wert, aber z.B. massenhaft Samen abzusammeln nicht. Deshalb gibt es in CZ auch eine bekannte große Szene privater Züchter und besonders beliebter Kakteenschauen und -börsen.

    Was das Ausgraben von Kakteen durch amerikanische Eigenheimbesitzer angeht glaube ich, dass die Zeiten des Plünderns meterhoher Carnegia gigantea und großer Ferocactus-Arten weitgehend vorbei sind.

    Hallo,

    ja, in Südamerika sind viele unterwegs. Was man jedoch deutlich unterscheiden muss, die dortigen Pflanzen, sprich Kakteen der von Dir genannten Gattungen sind in keinster weise gefährdet. Nicht einmal ansatzweise.

    Bei den Navajoa z. B. ist die Welt eine völlig andere. Da kenne ich Sto, an welchen ich alle Exemplare persönlich kenne. Das sind teilweise schon so wenige Individuen, das ein Bestand der Population nicht mehr durch Nachkommen gesichert ist.

    In den USA gab es auch Deutschen, welcher dort wohnte. Der hat Kakteen an den Sto ausgegraben und auf seinem Grundstück kultiviert. Zumindest wenige Jahre lang ging das, bis die Pflanzen eingegangen sind. Die Samen wurden dann weltweit verkauft. Zum Glück wurde die Person des Landes verweisen...

    Halo,

    Bei uns im Konsum stand der "Kumpeltod" auch. Für 2 DDR-Mark. Aber nur für Bergbauarbeiter.

    Wenn man Beziehung zu einem hatte, war der selbstgemachte Eierlikör gerettet.


    VG Ulla

    Hallo Ulla,


    klar, Wismut-Fusel gab es für die normale Bevölkerung eben nicht zu kaufen. Und genau, meine Oma hat auch immer selbst Eierlikör gemacht. Jetzt waren nur noch die Waffelbecher, welche innen mit Schokolade überzogen waren, zu besorgen. Die waren nämlich auch Mangelware... :gpfeiffen:


    Viele Grüße,

    Steffen

    Wie andere hoch seltenen Kakteen auch, werden diese Winzlinge überwacht

    In den USA scheinen die selteneren der Kakteenarten seit einiger Zeit ziemlich streng überwacht zu werden, und falls diese auf den riesigen umzäunten Privat-Ranches wachsen, kommt man ggf. gar nicht in den Genuss, diese zu sehen. In Mexico ist das ggf. einfacher zu realisieren. Ich erinnere mich noch an den Hype um Astrophytum caput medusae. Ansonsten ist in Mexico ziemlich übel geplündert worden; dort haben u.a. europäische Kakteen-Sammler Kontakte zu Einheimischen gesucht und sich von diesen z.B. Ariocarpus-Exemplare ausgraben und verkaufen lassen. Bei einer Arbeitsberatung mit dem Zoll hat man uns ca. 2015 ein auf dem Flughafen Leipzig-Halle von einem sächsischen Rentner beschlagnahmtes, hochattraktives Exemplar aus dieser Gattung gezeigt. Dem Botanische Garten Dresden hatte man es zur Pflege übergeben. Für mich besonders interessant sind Youtube-Beiträge über die Kakteen-Vorkommen in den US-amerikanischen Gips-Steppen.

    Ich habe seit meinem 10. LJ zeitweise hunderte Kakteen besessen, aber der sich ständig wiederholende Befall der Exemplare mit Spinnmilben sowie Wurzel-/Schmierläusen verleitet einem dieses Hobby. Meinen Echinopsis kermesina bringt aber seit Jahren nichts um.


    Hallo Kauz,


    ja, Du hast recht, auch in den USA werden die Pflanzen nun mehr geschützt. Zum Glück. Allerdings sind die am meisten geplünderten Standorte jene, welchen den Behörden bekannt sind...


    Man findet z. B. an einer Dirt Road so rund 60 cm hohe Steinpyramiden aufgeschlichtet. Und ab dann in Sichtweite, kleinere, so 20 cm hoch. Das ist eine „Spur“ welche bis zum Standortort von Kakteen geht. Wozu? Ganz einfach. Es gibt reiche Leute, meist Chinesen, Russen, etc. welche diese Kakteen haben wollen. Das Risiko erwischt zu werden und im amerikanischen Knast zu gelangen ist sehr hoch; die Pflanzen müssen ja außer Landes geschafft werden. Jetzt erhalten Leute, meist aus Polen, Tschechien oder noch ärmeren Gegenden den Auftrag, diese aus den USA zu bringen. Die erhalten dann Geo-Koordinaten wo sich die erste große Pyramide befindet. Dann wird mittels der „Spur“ der Standort gefunden.

    Wie oft habe ich an den Standorten, welchen Behörden bekannt sind, so etwas gefunden. Und Löcher, wo einst Pflanzen wuchsen.

    Der beste Schutz ist, das Standorte, insbesondere neu gefundene, nicht bekannt werden! Und so halte ich das auch, meine Standorte kenne wirklich nur ich. Und das ist gut so.

    In Gegenden mit Gips war ich auch oft, hier wächst natürlich Utahia sileri.

    Bei Spinnmilben die Kulturbedingen ändern. Luftbewegung mögen die nicht. Seit ich mit Kakteen zu tun habe, hatte ich noch niemals Wurzel- oder Schmierläuse oder so Sachen. Das kenn ich nicht. Lediglich 3-mal hatte ich an einigen Pflanzen Spinnmilben. Und: es gibt endlich wieder ein systemisches Mittel. Sanium System.

    Nördlich des Grad Canyon ist meist Public land. Südlich meist Indian Reservation. Zum Glück habe ich einmal einen jungen Navajoa dort getroffen, den Besitzer großer Teile des Landes. Seither bin ich dort jederzeit herzlich willkommen.

    Über die Kakteen in diesem Gebiet kann ich stundenlang berichten...


    Viele Grüße,

    Steffen

    Liebe Pilzfreunde,


    es ist schon wieder einmal Mittwoch, diesmal schon letzten Monat des Jahres 2025.


    Wie immer findet heute um 20:00 Uhr das Onlinetreffen statt!


    Jeder ist dazu ganz herzlich eingeladen.


    Wer will dabei sein? Wer will oder muss etwas zeigen? Wer hat Fragen oder sonst ein Anliegen?



    Ich will mit online sein. Mir geht gesundheitlich nicht gut, ich muss sehen, wie es abends ist.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Naja, der heutige entschädigt für den gestrigen.


    .

    Tut er das? Mich irritiert er. Eigentlich hatte ich bei dem sofort eine Spontanassoziation, aber eines der gezeigten Merkmale hat der eigentlich nicht, habe schon gegoogelt ohne Ende, aber finde es nicht bei dem Pilz, an den ich sotan dachte. Also muß es eigentlich doch was anderes sein. Also weitersuchen!

    Ja, ich dachte auch spontan an etwas, aber das ist scheinbar nicht der Gesuchte... Hm?

    Der Bergbauschnaps stand bei meinem Schwiegervater auch Flaschenweise in der Vorratskammer.

    Das war ein ganz wichtiges Tauschobjekt. Irgendwoher musste ja der Sprit für den Schwarzen-Johannisbeer-Likör herkommen.

    Hallo Andy,


    danke für's Mitnehmen.


    Die Fleischroten Gallertbecher sind bei Dir fleischrot, alles, was ich bisher gesehen habe, war deutlich lila.


    Ich müsste auch mal raus um nach Winter-Speisepilzen zu sehen, leider lässt es die Gesundheit aktuell nicht zu.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Häh? Was für Ohrwurm? Ist gerade kein Licht im Hirn.


    Viele Grüße,

    Steffen


    Dafür gibt es #2, das macht alles wieder gut... :girre:


    Herzliche Grüße von der Tribüne,

    Ganovoa

    Hm,


    eben getestet: Browserfenster verkleinert, Bild links anklicken und drückt halten und auf den Desktop ziehen, Bild fallen lassen.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Frank,


    im Uranbergbau-Museum sind auch alte Arbeitsverträge bzw. Gehaltsabrechnungen zu sehen. Bereits in den 50er verdienten die Kumpels das Vielfache. Wismut-Leute hatten auch extra Wohnungen. In Plauen heißen noch heute bei der Bevölkerung einige Wohnblöcke „Wismut-Häuser“. Dazu konnten Wismut-Laute privilegiert in extra Läden kaufen, welche der normalen Bevölkerung vorenthalten waren.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    ich denk' das soll ein Rätsel sein, oder? Das ist doch easy. Bei 1 handelt sich um das, und bei B1 um das. Was ist daran so schwer...


    Herzliche Grüße von der Tribüne,

    Ganovoa

    Hallo,


    Dein besagter Pilz ist in der Tat ein Verwechsler zu den Reizkern. Das stelle ich u. a. bei Exkursionen und Korbkontrollen fest.


    Die Milch ist brennend-scharf. Das man L. t. bei uns in D verwendet habe ich noch nicht gehört.


    Jetzt kann es natürlich auch sein, das Art in hohen Nordern anders ist. Laut einem Gift-Pilze Buch gilt auch der Pantherpilz in südöstlichen Ländern als guter Speisepilz. Aussage im Buch: scheinbar sind dort lokal die Giftstoffe nicht in dem Maß enthalten, wie bei uns.


    Was L. t. betrifft, so kann ich Dir von einer Verwendung als Speisepilz nur abraten! Es ist das Risiko und der Aufwand nicht wert diese Pilze zu verwenden.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Bärbel,


    nun, hier waren auch etliche in der WISMUT. Das nichst erzählen durften, davon weiß ich nichts.

    Was aber war, das man den Kumples die Gefährlichkeit ihrer Arbeit, Strahlung, nicht in dem Maße mitgeteilt hat, wie das nötig gewesen wäre. Ist aber klar. Und sobald das gesuchte Material das Tageslicht erblickt hat, durfte da kein Deutscher mehr ran greifen, das haben die Russen sofort per Bahn ins eigene Land geschafft. Die Gruben, die Voraufbereitung etc. war auch alles militärisch gesichert... Da könnte man noch viel berichten.

    Bärbel, falls es geht, besuche das Uranbergbau Museum, dort erfährst Du viel über das, was Dein Vater warscheinlich gearbeitet hat.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Hi,


    mit Kakteen beschäftige ich seit meinem 11ten Lebensjahr. Und im Gebiet des Grad Canyon habe ich 15 Jahre hobbymäßig Feldforschung betrieben. Und mein Pseudonym hier im Forum, Navajoa, ist die Kakteengattung, welche es mir ganz besonders angetan hat.

    Hallo Steffen, daß du ein Kakteenfex bist, wußte ich ja, auch das mit dem Namen "Navajoa"...aber seit dem 11. Lebensjahr an einer Sache dranbleiben...Respekt! ==Pilz24


    Hallo, ein paar Jahre Unterbrechung waren dabei, aber dann stellte ich fest, es geht nicht ohne... :grolleyes:

    Hallo Radelfungus,


    tolle Sache mit dem Eis. Scheint auch so, das das Wasser herausgedrückt wird und dann gefriert.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hi Steffen,


    was sind das denn für Anhaftungen an dem geschnittenen Blattsalat? Ist der auf Sand gezogen :gklimper: . Schon verrückt, was du da im Vogtland so findest. Hat der Fund was mit dem Uranabbau der Wismut aus den 50er und 60er Jahren zu tun? Dein Fund scheint ja ein eher seltenes Mineral zu sein, das aber u.a. in z.B. durch Bergbau "gestörten" uranhaltigen Lagerstätten zu entstehen scheint. Spannend.


    LG Michael

    Hallo Michael,


    Du liegst genau richtig. Hier war die WISMUT tätig. Das spaltbare Material der früheren russischen Atombomben stammt aus den Vogtland und Erzgebirge.


    In Bad Schlema ist auch ein sehr interessantes „Museum Uranbergbau“ zu finden.


    In Bergen, Mechelgrün, etc. wird noch heute auf den Abraumhalden nach Mineralien gesucht.

    Kleine Stücke Pechblende findet man auch.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Wow Steffen, das ist alles unfaßbar spannend, was du da zeigst! Ungewöhnliche Pflanzen in der amerikanischen Wüste und dann noch strahlende Kristalle aus dem Vogtland!

    Du hast nen Geigerzähler?!!??!?

    Und wie bewahrst du das radioaktive Mineral denn sicher auf? In einem Bleikästchen?

    Hi,


    mit Kakteen beschäftige ich seit meinem 11ten Lebensjahr. Und im Gebiet des Grad Canyon habe ich 15 Jahre hobbymäßig Feldforschung betrieben. Und mein Pseudonym hier im Forum, Navajoa, ist die Kakteengattung, welche es mir ganz besonders angetan hat.


    Ja, ich habe einen Geigerzähler, ist ein Bausatz von AliExpress. Der zählt jetzt zwar nicht die Teilchen, macht aber ein „Ticken“. Und je mehr und schneller es tickt, desto mehr Teilchen sind vorhanden. Das reicht für meinen Anwendungsfall aus.


    Und ja, die Probe wird in einer Metalldose aufbewahrt; das reicht aus. SO stark strahlt das nun auch wieder nicht...


    Viele Grüße,

    Steffen