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letzter Beitrag von Beorn am

Heutige Funde

  • Hallo liebe Pilzfreunde,


    ich war heute mal auf einem großen Friedhof unterwegs und habe immerhin einige wenige Pilze gefunden. Bei zwei Arten bin ich mir sehr sicher, einzig bei der dritten Art (Champignon) habe ich nur eine Vermutung.
    Neben den Merkmalen, die anhand der Fotos zu sehen sind (nächstes Mal verwende ich eine bessere Kamera), versuche ich noch einige zusätzliche Informationen zu geben.


    Nr. 1: Perlpilze


    Geruch: angenehm pilzig mit einer schwer definierbaren Note (am ehesten leicht säuerlich)


    Ort: Zwischen einer Lärche und einer Eiche auf Rasen.





    Nr. 2: Frauentäubling


    Geruch: angenehm pilzig, keine erkennbaren "Nebennoten"


    Ort: Rasen zwischen Laubbäumen (hab nicht auf die genaue Art geachtet)


    Lamellen: sehr biegsam


    Fleisch: bricht wie Apfelfleisch


    Hut: Huthaut zu ca. 2/3 abziehbar





    Nr. 3: Mein Tipp: Braunschuppiger Riesenegerling


    Geruch: angenehm pilzig mit Marzipannote


    Ort: Neben einem Laubbaum (Art nicht gemerkt) zwischen Efeu


    Fleisch: nach Anschnitt nicht rötend oder gilbend


    Hutdurchmesser: ca. 4-5 cm (das passt nicht so richtig zu einem Riesenchampignon, allerdings waren das auch recht junge Exemplare. Daneben stand auch noch ein größerer Pilz der gleichen Art mit ca. 10 cm Hutdurchmesser)


    Ich gebe KEINE Freigabe zum Essen von Pilzen! Für Essbarkeitsfragen bitte an den lokalen Pilzverein bzw. Pilzsachverständigen wenden.


  • Hallo Alex !


    Agaricus augustus Braunschuppiger Egerling bei berühren Hut gilbend und bei schnitt Fleisch leicht gilbend oder kann auch leicht roten .


    Dein Beschreibung nicht gilben - roten passt bei A. augustus nicht .


    LG beli !

  • Hallo, Alex!


    Prima Darstellung und Beschreibung übrigens. :alright:
    Mit Täublingen kenne ich mich nicht aus, deine anderen beiden Bestimmungen kann man bestätigen.
    Das Gilben bei Agaricus augustus ist nicht immer leicht zu beobachten. Die etwas dunkler gefärbten Hutschuppen auf deinen Bildern: Das ist das Gilben. Muss man auch erst mal drauf kommen. Im Schnitt gilben die tatsächlich oft sowas von langsam und undeutlich, daß das erstmal gar nicht zu beobachten ist. Am Stiel geht's manchmal ganz gut, oder eben an den Hutschuppen.



    LG; Pablo.

  • Vielen Dank für die Antworten!


    Bei den Champignons bin ich mir immer noch sehr unsicher, ist ja auch eine schwierige Art. Erkennen, dass es sich um Champignons handelt, geht schon ganz gut. Aber falls ich mal vorhabe gesammelte Champignons zu verspeisen werde ich zuvor unsere lokale PSV besuchen. Mich würde es durchaus reizen mal wilde Champignons zu probieren und die mit den Supermarkt-Zuchtchampignons zu vergleichen.


    Grüße
    Alex

    Ich gebe KEINE Freigabe zum Essen von Pilzen! Für Essbarkeitsfragen bitte an den lokalen Pilzverein bzw. Pilzsachverständigen wenden.

  • Hallo, Alex!


    Wenn du die Gattung an sich (Egerlinge = Agaricus) sicher erkennen kannst, dann musst du nicht jede Art exakt bestimmen können. Dann ist es nur noch wichtig zu wissen, welche Gruppe von Arten es zu meiden gilt. Oder andersrum (weil das sicherer ist), welche Artengruppen grundsätzlich essbar sind.
    Positiv funktioniert das wie folgt:
    - Alle Arten mit stark rötendem und nirgendwo gilbendem Fleisch sind essbar.
    - Alle Arten, die deutlich nach Marzipan (bzw. Bittermandel bzw. Anis) riechen und gleichzeitig korngelb oder ockergelb gilben, sind essbar.


    - Bei allen weiteren Arten, muss man genauer hingucken. Es gibt zB etliche schwach rötende Arten (dazu gehört u.A. der Wiesenchampi), die man wirklich kennen muss zum Sammeln. Und das deswegen, weil bei der Gruppe mit giftigen Arten (Geruch +/- nach Desinfektionsmittel, vor allem Stielbasis im Schnitt und Hutrand satt chromgelb anlaufend) die Signalmerkmale (Geruch, verfärbung) gelegentlich schwach bis gar nicht ausgeprägt sind. Und es noch eine weitere Gruppe von Champis mit "Mischmasch - Merkmalen" gibt, bei der auch einige Arten unverträglich sein könnten. So zB >der hier<.



    LG, Pablo.

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