Beiträge von Karl W

    Ich füge gleich mal die Literatur von Kucera zu Microglossum dazu.

    Hallo Elisabeth,

    der schöne bebilderte Schlüssel ist leider völlig überholt. Es fehlen besomders die im angehängten paper beschriebenen neuen Arten und einige Gattungsnamen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand.

    LG Karl

    Ich habe vor in dieser Zeit im nur 10 km entfernten Stadtkyll Urlaub zu machen und dabei natürlich die Natur zu erkunden.

    Alendorf und das Lampertstal sind natürlich fest eingeplant.

    Hallo Nobi,

    das wäre ja eine tolle Gelegenheit sich zu treffen, zumal ich in der Gegend einige lohneneswerte Ziele kenne.

    LG Karl

    Die dritte Art des Aggregates ist wohl C. cardiaspora, inzwischen recht logisch zu cordispora gestellt.

    Hallo Nobi und Tobias,

    zufällig habe ich mich anläßlich eines Eigenfundes gerade mit der Thematik beschäftigt und auch die von Andreas zitierte Arbeit aus Hawaii eingesehen. Agaricales of the Hawaiian Islands .pdf
    In der Tat ein schwierig zu lösender Komplex. Sieht man sich die Sporen von Coprinus cardiasporus aus der Originalbeschreibung an so unterscheiden sie sich recht deutlich von den oben gezeigten.


    Bei meinem Fund waren ebenfalls viele Sporen zum Porus hin deutlich verjüngt, aber ich konnte den schon vergehenden Einzelfruchtkörper leider nicht genauer untersuchen. Man müsste sich mal die Stielbekleidung derartiger Funde ansehen, ob man damit zu einem weiteren morphologischen Merkmal kommt um die 4 genetischen Sippen zu trennen.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    sehr schöner Bericht. Schade das Du Gymnosporangium tremelloides nicht gefunden hast. Du warst mit Sicherheit an der richtigen Stelle.
    Hier der von Jule bestätigte Fund vom 10.05.2019


    LG Karl

    Hallo zusammen,

    wie schön wenn man durch das Forum mal wieder etwas schlauer geworden ist. Auf den Pilz bin ich erst durch den Beitrag Dumontinia tuberosa gekommen wobei Sebastian_RLP ja auch die Färbung mit Karminessigsäre zeigt.
    In einem Bestand von Scharbockskraut (Ficaria verna) wurde ich fündig :)



    Die Sporen hatten eindeutig nur zwei Kerne, wobei ich sie bei 1000facher Vergrößerung unte Ölimmersion abgesucht habe.




    Buschwindröschen (Anemone nemorosa) waren übrigens weit und breit nicht zu sehen.

    LG Karl

    Liebe Porlingskenner,

    aus dem Raum Bielefeld erreichte mich eine Anfrage, zu der ich gerne Eure Meinung hätte.

    Hallo Karl!

    Kannst Du mir etwas zu diesem Pilz sagen? Evtl. meine Benennung als Spongipellis spumeus bestätigen, bestimmt nach H. Jahn? In PDS 2 steht als Verwechslungsart Tyromyces fissilis. Der kommt m. E. hier aber eher nicht in Frage. Ich habe den Pilz in der Hand, er ist trocken knochenhart, Sporen sind nicht (mehr) zu finden. Der Baum wurde vor ein paar Wochen gefällt.

    Der Pilz stammt von einer über 20 Jahre alten Ausbruchstelle in 8 m Höhe einer Blutbuche und wuchs an der Innenseite des Ausbruchs in Gesellschaft einiger Trameten.









    LG Karl

    Hallo Stefan,

    auch ich sehe keine Chance die drei Zapfenrüblinge (ohne Substrat) nach makroskopisch Merkmalen zu trennen.

    Hier noch eine kleine Ergänzung da der Geschmack zweifellos nicht zu den mikroskopischen Merkmalen gehört ==Gnolm7.
    Gelegentliche angetroffene Exmplare mit deutlich bitterem Geschmack waren bei mikroskopischer Überprüfung immer S. tenacellus. Der überwiegende Teil meiner untersuchten Funde von S. tenacellus war jedoch ebenso mild wie S. stephanocystis und S. esculentus.

    LG Karl


    schokoladenbraun - schwarzbraun - rostbraun - tabakbraun - dunkelbraun
    Ich kann mir für diese fünf verschiedenen Braun-Bezeichnungen dasselbe vorstellen. Beim Schlüsseln bedeutet dies für mich: Nimm einen Würfel.

    Wie Schupfnudel schon schrieb helfen regelmäßige Sporenabwürfe um sich ein Bild zu machen.

    Schokoladenbraun ist sicher ein unglücklicher Begriff, der aber seit jahrzehnten verwendet wird. Wenn man sich alleine den Unterschied zwischen Bitter- und Milchschokolade vorstellt, geht für mich schokoladenbraun je nach Kakaoanteil schon in schwarzbraun über. Man muss eben alle angegebenen Merkmale berücksichtigen und eventuell beide Schlüsselwege gehen. Zumindest Rost wirst Du aber schon gesehen haben und die Farbe trennen doch Welten ;).


    Leider komme ich mit dem Schlüssel G zu keinem Ziel bzw. wenn ich mich für einen Weg entschieden habe und die Bilder im Internet angeschaut habe, sehe ich keine direkte Ähnlichkeit mit meinem Pilz.

    Zu Deinem Pilz wirst Du auch nicht kommen, da er wahrscheinlich frisch dunklere Hutfarben hat, einen glatten Rand aufweist und ohne Mikroskop auf Artebene nicht bestimmbar ist. Außerdem hast Du einen Gattungsschlüssel vor Dir und geh besser in die entsprechende Gattungsbeschreibung im Buch, statt ins Netz.
    Leider verlieren manche Pilze ihre Hutfarbe bei Trockenheit und besonders Wind schon nach Stunden, was beim entscheidenden Schlüsselpunkt sogar erwähnt wird.

    LG Karl

    Ich sehe hier erstmal einen zierlichen Dunkelsporer was mich zu Schlüssel F führt.

    Hallo Sebastian,

    den Schlüsselpunkt 1 hast Du dann großzügig übersprungen ("nur Huthaut und Lamellen") passt ja schon nicht. Zur richtigen Gattung kommst Du nur, weil die Gattung doppelt aufgeschlüsselt wird, da sie sowohl häutige als auch fleischige Arten enthält.

    LG Karl

    Hallo Peter,

    das Sporenpulver ist dunkelbraun bis schwarzbraun (nicht schwarz), womir Du zu Schlüsel F kommst und dann weiter zu Schlüssel G.

    LG Karl

    Die Thedgonia an der Königskerze ist ja interessant.

    Da fällt mir grad ein...Unter welchem Namen kartiert man denn die Thedgonia an Liguster im Online-Kartierungsprogramm? Das Programm kennt weder Thedgonia ligustrina noch Cercospora ligustrina.

    Hallo Werner

    T. bellecensis als auch T. ligustrina ist sind in den Taxalisten der Onlinekartierung und Mykis nicht enthalten. Für Mykis gebe ich das an Frank Dämmrich Tomentella weiter, da ich ohnhin noch zwei weitere Arten melden wollte. Wie das mit der Onlinekartierung läuft weiß ich nicht genau.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    nachdem Jochen Lucky den Schwarzmündigen Kelchberking (Plectania melastoma) schon bei feuchtem Wetter wunderschön abgelichtet hatte Haariges und sonstiges vom Niederrhein besuchten wir am letzten Freitag den Fundort gemeinsam mit Tanja bei trockener Witterung und wurden nicht enttäuscht. Die Orangetöne traten wunderschön zu Tage
    .

    Jochen entdeckte auch noch die für mich erste Giftlorchel (Gyromitra esculenta) des Jahres.


    Auf dem Rückweg machte ich mit Tanja noch einen Halt in der Nähe eines Weihers und wir suchten einige Moospolster an Verbundpflaster nach Mossbecherlingen ab. Überraschend zeigte sich stattdessen ein winziger Rotbrauner Nabeling (Omphalina pyxidata)


    gefolgt vom Mauernabeling (Arrhenia rickeni)


    und bald die Objekte der Begierde in größerer Zahl.




    Tanja meinte noch hoffentlich keine Octospora mit langweiligen glatten Sporen, wobei ich ja mit allem zufrieden gewesen wäre da ich meisten zu blind bin um die Dinger zu entdecken. Der erste Blick ins Mikroskop machte Tanja schon glücklich:). Lamprospora mit runden netzigen Sporen.


    Sieht nach Lamprospora miniata agg. aus meinte Tanja bald darauf




    Einmal in Melzer


    Einmal in Baumwollblau/Lactophenol


    Nach Sporenmessungen, Vergleich mit verschiedenen Quellen, Einschätzung des Sporenornaments usw. näherten wir uns Lamprospora miniata var. ratisbonensis an. Wer sich schon mit Bryoparasitischen Pezizales beschäftigt hat weiß natürlich das man zur sicheren Bestimmung fast immer das Moos braucht. Zur Erleichterung war der Moosrasen ziemlich einheitlich und kein Wirrwar aus vier oder mehr Arten und nach Blicken durch die Stereolupe und Betrachtung eines Blättchens unter dem Mikroskop sah es für Didymodon vinealis als Wirtsmoos Bildatlas der Moose Deutschlands und damit unseren Favoriten Bryoparasitic Pezizales immer noch gut aus. Moosspezialist Ulrich Abts aus Krefeld, dem ich eine Probe vorbeibrachte bestätigte am nächsten Tag eindeutig Didymodon vinealis als Wirtsmoos und damit auch die Bestimmung von Lamprospora miniata var. ratisbonensis.
    Das hat Spaß gemacht:kaffee:

    LG Karl

    GriasDi Karl,

    ich hab bei der 4sporigen Entoloma cetratum gleich an E. (cetratum var) cuneatum gedacht. Spricht da was dagegen?

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Hallo Werner,

    den Einwand kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Fruchtkörper sind jedoch nicht papilliert, jung einheitlich braun gefärbt und die helle Hutmitte ist lediglich ausgeblasst. Mirkoskopisch ist da nicht viel drin. Leider wurden in der Vergangenheit die Kaulozystiden oft nicht betrachtet. Nach meiner Beobachtung sind die bei E. pallescens, cunneatum und lanuginosipes jeweils bis über 100 mµ lang und bei E. cetratum nur bis 60 mµ. Ich hatte auch schon Funde von E. testaceum und E. testaceum var. bavaricum 4-sporig mit allerdings teilweise spärlichen Cheilozystiden, bei denen ich selber die Kaulos nicht beachtet hatte.
    Soweit mir bekannt ist werden wohl nicht alle Arten erhalten bleiben (Noordeloos mündlich) und ich warte eigentlich schon länger auf eine Publikation. Machiel wird aber zunächst die Arbeit über die Sektion (oder Untergattung) Cyanula fertigstellen.

    LG Karl

    Hallo Björn


    Du hast unsere Funde perfekt in Szene gesetzt :daumen:

    4. Das Schöne an Touren mit Karl: Rötlinge bekommen sehr einfach einen Namen. Hier Entoloma pallescens

    Einfach nicht gerade und wenn man bei Ludwig unter E. cetratum nachliest wird es "unerfreulich". Es bleibt abzuwarten, wieviele Arten aus dem Komplex nach DNA-Analysen kassiert werden. Unser Fund hatte 4-sporige Basidien, Schnallen und keine Zystiden, weshalb ich in Verbindung mit der dunklen Hutfarbe unschwer zu E. pallescens komme.

    6. Ein mild schmeckender Zapfenrübling. Wenn man genügend quetscht, sind die Zystiden natürlich alle blitzblank. Am Ende aber auch ein Foto, das nicht gequetscht wurde. Da meine ich Kristallschöpfe auf den Zystiden zu erkennen. Oder müßten die noch kräftiger ausgeprägt sein?

    Nach Mikros ist das eindeutig der Bittere Kiefernzapfenrübling (Strobilurus tenacellus), dessen bitterer Geschmack oft nicht eindeutig ist. Beim Milden Kiefernzapfenrübling (Strobilurus stephanocystis) sind die Kristallschöpfe wesentlich stärker ausgeprägt und ein Teil der Zystiden ist dickkeulig. Schau mal in Pilze der Schweiz Band 3


    7. Von Karl und Tanja bestimmt: Pholiota graminis an Juncus sp.

    Der Schüppling wird in der Literatur häufig als Synonym von P. conissans aufgefasst (siehe aber Ludwig und Komentare bei Gröger). Solange die Arten in Mykis getrennt erfasst werden, bleibe ich ebenfalls bei der Trennung. Zusammenlegen ist später einfacher als trennen.

    8. Ebenfalls an Juncus: Ein cyphelloider Pilz, wo ich keine rechte Idee zu habe.

    Schwiiiiiierig :). Calptella capula sollte schlankere Sporen habe und sonst hätte ich auch keine passende Idee. Lehmann beschreibt in Fungi Cimbricae 3 eine Arrhenia retiruga f. cyphelloides mit teilweise sehr ähnlichen Abbildungen.

    LG Karl