Beiträge von Karl W

    Hallo Claudia,

    wunderschöne Eindrücke. Die Adonisröschen habe ich noch nie in der Natur gesehen, aber darf mich nach Hitze und Trockenheit des letzten Jahres über zahlreiche Blüten in meinem Steingarten freuen. Bisher hatte ich überwiegend Triebe ohne Blüten.

    LG Karl

    Liebe Ascomycetenfreunde

    Auf am Boden liegenden Mistelzweigen findet man zur Zeit die Anamorphe von Phaeobotryosphaeria visci. Auf abgestorbenen Pflanzenteilen wahrscheinlich in fast jedem Mistelbestand zu finden, aber bisher nur lückig kartiert.








    Konidien bis über 40 mµ lang




    Wahrscheinlich noch nicht völlig ausgereifte Konidien


    LG Karl

    Hallo Thorben

    Man sieht auf Bild 2 doch wunderschön, dass die Haare gekräuselt sind. Auch die nur bei S. austriaca in dieser Form auftretende Sporenkeimung kann man kaum schöner zeigen. Hinzu kommt auch der Anteil an eingedellten Sporen der bei S. coccinea eher geringer ist.
    Hast Du das Präparat der Haare am Hutrand genommen? Besser klappt es von der Außenseite oder am gestielten Teil.

    LG Karl

    Kann die das? Oder sind die Fruchtkörper vielleicht irgendwie geschädigt? Oder leben da vielleicht zwei Arten vergesellschaftet an einem Standort?

    Hallo Pablo,

    die können im Alter schon recht dunkel werden und A. spathulata und A. lobata sind jung nie cyphelloid

    Hier im Ausschnitt aus einem Übersichtsbild, siehst Du rechts und links jeweils einmal die Unterseite


    Hier die Oberseite aus dem gleichen Bestand nur etwas feuchter


    LG Karl

    1) Exidia truncata

    (stimmt der Name so? Da gibt es doch irgendwie ein Durcheinander)

    Hallo Raphael,

    ich muss sicherheitshalber auch immer mal wieder nachschauen und versuche es mal

    Das ist der Abgestutzte Drüsling, der lange als Exidia truncata geführt wurde, aber heute im Sinne der Originalbeschreibung
    Exidia glandulosa (Bull.) Fr. 1822 genannt wird (mit E. truncata als Synonym). Der Deutscher Name ist auch Stoppeliger Drüsling.

    Der Warzige Drüsling heißt heute Exidia nigricans (With.) P. Roberts 2009 (mit E. plana als Synonym). Diese Art wurde lange
    als E. glandulosa und oft mit dem deutschen Namen Hexenbuter bezeichnet.

    LG Karl

    Hallo Ogni,

    das Aussehen und der Standort sind für G. ancilis absolut typisch. Es dauert unvorstellbar lange, bis diese Art reife Sporen ausbildet. Bei diesem Exemplar fand ich zwar Sporen in den Asci aber noch ohne die typischen Enden. Erst nach mehreren Präparaten wurde ich in einem Ascus fündig.




    LG Karl

    ich hatte dieses Jahr schon S. austriaca und S. coccinea und bilde mir ein,daß man da mit der Lupe tatsächlich einen gewissen Unterschied in der Behaarung erkennen kann. Aber bevor ich mir da sichere Aussagen zutraue, möchte ich gerne noch viele weitere Funde vor der Lupe gehabt haben.

    Hallo zusammen

    Die optische Unterscheidung von S. austriaca ist nur möglich, wenn die Exemplare in optimalem Zustand sind. Da die Fruchtkörper fast immer im Moos stehen, sind die Haare aber oft so feucht und angapppt, dass es sogar schwierig wird schöne Präparate zu machen. Bei dem nächsten Bild ist es mir mal optimal gelungen aber leider nur mit einer 1,2 megapixel Einsteckkamera in 640 x 480 Pixel.

    Das gelingt übrigens im unteren Teil oft besser als am Hutrand.

    Hier mal Ein Foto mit der gleichen Kamera durch die Stereolupe bei 30-facher Vergrößerung


    Und hier S. coccinea




    Es kann also mal klappen, aber bei Weitem nicht immer.

    LG Karl

    mit Peltigera didactyla liegst Du richtig.

    Hallo Ingo,

    vielen Dank für Deine Bestätigung. Peltigera didactyla und P. rufescens sind in der Nähe meines Wohnortes kartiert, wie ich inzwischen nachgesehen habe. P. rufescens soll es im Depot geben und die habe ich wahrscheinlich schon gesehen. Bei meinem nächsten Besuch nehme ich mal Material mit, da mein Interesse jetzt geweckt ist. :)

    LG Karl

    Hallo Andreas

    Vielen Dank für Deine Ergänzung. Wie bereits erwähnt beschäftige ich mich nicht sehr mit Porlingen und habe den Pilz bisher meist sehr frisch gesehen. Bei näherer Betrachtung sehe ich das resupinate Wachstum jetzt zumindest in Ansätzen auch bei frischen Fruchtkörpern an der Schnittfläche eines liegenden Stammes.

    LG Karl

    nein, das ist Ischnoderma resinosum.

    In diesem Wuchsstadium riecht er auch meist nach Anisgebäck.

    Hallo Andreas

    Deine Idee gefällt mir, besonders wenn ich Bild 5 ansehe. Da wäre ich wohl nicht drauf gekommen, weil ich die Art frisch und mit Guttationstropfen vor Augen hatte. Den Geruch werde ich mal hinterfragen.

    LG Karl

    Das heißt, ich muss unbedingt mal ein paar Peltigeras selber mikroskopieren und mir das mal anschauen.

    Das habe ich mir nach der schönen Vorstellung und den Zusatzinformationen auch gedacht :). Da fiel mir doch ein, das ich am Rand meines Steingartens eine Peltigera gesehen und bisher ignoriert hatte. Hier also meine erste Flechtenuntersuchung.







    Kann man bestimmt noch dünner schneiden aber aller Anfang ist schwer




    Das man dazu Nostoc sagt wusste ich vorgestern noch nicht





    Hier erkennt man schlanke, septierte Sporen






    Dann habe ich sogar freie Sporen gefunden :)


    und spaßeshalber mal in Melzer geschaut. Bring zwar keinen großen Erkenntnisgewinn zur Bestimmung aber sieht interessant aus.





    Die Septen der Sporen sieht man immerhin etwas besser und den Apikalapparat muss ich mir nochmal genauer ansehen




    na dann auch noch Kongorot




    Erstaunlicherweise sieht man bei freien Sporen teilweise kaum noch Septen und 1000fach in Öl hab ich nicht mehr probiert.


    Als blutiger Flechen-Laie bin ich natürlich von einer Bestimmung noch entfernt. Die Sporenlänge bis über 75 mµ scheint aber gegen Peltigera praetextata zu sprechen.
    Peltigera didactyla ist mein momentaner Arbeitsname.

    LG Karl

    Liebe Holzpilzkenner,

    heute bekam ich die angehängten Bilder und Infos mit der Bitte um Bestimmungshilfe geschickt. Da ich mich nur wenig mit Porlingen beschäftige bitte ich um Eure Hilfe.
    Wachstum an Linde. Die kleinen Sporen sind kommaförmig, um 4,5 - 6 µ x1,5 - 2 µ. Feinste Poren, 3 -4/mm. Keine Setae.

    LG Karl













    Hallo Björn,

    sehr schön :). Roseodiscus formosus hat sich mir leider immer noch nicht gezeigt obwohl ich das Wirtsmoos erkenne und gestern wieder mehrere Stunden an geeigneten Stellen im Gernzland gesucht habe.

    LG Karl

    Hallo Nobi, an das Schaf mag ich noch nicht so richtig glauben. Schafdung kenne ich schon aus früher Kindheit, die Herde war immer in der Nähe unseres Hauses. Das hier ist viel zu groß für Schaf.

    Hallo Ralph,

    vielleicht eine neue Rasse Wollschweine :D, dann kommt nobi_† sofort sammeln :giggle:

    LG Karl

    Hallo Raphael

    ein sehr schönes Portrait einer immer noch wenig bekannten Art. Zum Vorkommen hat Jochen ja bereits ergänzt, dass die Art im Flachland regelmäßig gefunden werden kann. Alle mir bekannten Fundstellen sind jedoch keineswegs feucht sondern magere, sehr lückig bewachsene Sandböden. Einige Funde hatte ich auch in nacktem Sand ohne sichtbare Verbindung zu Moosen.
    Du hast gegenüber Stefan bereits erwähnt "sichere Bestimmung gelingt nur mit jungen, frischen Exemplaren". Dem stimme ich zu, wenn man die Art nicht schon oft und in kompletten Kollektionen gesehen hat. Es schein so zu sein, dass die orange Farbe von R. fibula im Zentrum länger erhalten bleibt, als die mehr oder weniger braunen Töne von R. mellea, was man sehr schön bei dem ersten Bild von Christoph Tricholomopsis sieht.
    Hier mal ein Bild von ausgeblassten R. fibula zum Vergleich


    Man findet aber immer wieder Grenzfälle die einen ins Grübeln bringen können, besonders wenn beide Arten weniger als einen Meter auseinander gefunden werden, was nicht selten vokomt.
    Hier einer meiner ältesten Funde
    Rickenella mellea 19.11.2011


    Hier meine erste Kollektion mit sehr deutlichem Farbunterschied zu R. fibula 23.10.2014


    Erst am 12.10.2017 kam dann der Volltreffer. Die kleinen Köpfchen in der Bildmitte hatten kaum einen mm Durchmesser. Selbst bei bedecktem Himmel, relativ geringen Temperaturen und nahezu Windstille muss man schon früh am Morgen unterwegs sein, um die so zu erwischen.


    Das relativiert natürlich die Aussage oben unter Verwechselungsmöglichkeiten;)

    Lieber Stefan,
    ich hoffe das wirst Du jetzt nicht mehr tun. Ich hatte R. mellea schon 2018 bei der Jubiläumstagung vorgestellt und wenn ich mich richtig erinnere hat Hans-Jürgen

    Hardtke die Beachtung der Art den sächsischen Kartieren ans Herz gelegt :giggle:
    LG Karl

    Hallo Christoph

    Danke für die Info. Ich war einmal Anfang August im Werdenfelser Land und habe es sehr gut angetroffen. Leptonien und Saftlinge in beindruckender Zahl, aber das war vom Kranzberg abgesehen ja alles unterhalb 1300 m. Bei den hochalpinen Aufenthalten bin ich terminlich natürlich an eine Gruppe gebunden und von 7 Tagen fallen 4 schon weg, weil wir auch in vergletscherten Gebieten unterwegs sind. Vor 20 Jahren war das im August noch problemlos aber man muss da inzwischen immer früher hin, weil die Schneeauflage sonst zu gering wird und man nur noch mit Steigeisen auf Blankeis unterwegs ist. Alleine "nur" für Pilze ist die Anreise leider zu weit. Mit Ausnahme von Hygrocybe splendidissima gibt es die von Dir aufgezählten Arten zum Glück auch in der Eifel.

    LG Karl

    Hallo Christoph,

    um welche Jahreszeit sind die Aufnahmen aus der Silvretta entstanden? Ich war mal eine Woche in der ersten Julihälfte in dem Gebiet unterwegs und habe nicht einen Pilz gesehen.

    LG Karl