Beiträge von Karl W

    Wenn wir raten sollen, solltest Du allerdings zuvor der Bilddatei einen weniger verräterischen Namen geben 🙃

    Auch nicht tragisch :) . Es ging eh mehr darum, diese ungewöhnliche Erscheinungsform zu zeigen. Letztes Jahr standen helle und dunkle Exemplare direkt zusammen.



    LG Karl

    hmm, ich wundere mich da jetzt ein bisschen; alle die von Dir geforderten Sachen hat ja das von Jens Wilk programmierte Smaff drauf, mit Verteilungskurven und allem. Kennst Du das gar nicht?


    Hallo Jürgen,

    mit den vielfältigen Möglichkeiten von Smaff hast Du natürlich recht, aber damit kann an nicht messen und schon garnicht mit den Kästchen. Jens arbeitet übrigens an einer Version 5.

    LG Karl

    den würde ich als Agaricus fuscofibrillosus bezeichnen ohne zu wissen ob diese Art wirkich anerkannt ist.

    Hallo Jörg,

    bei der Bestimmung sind wir einer Meinung. Parra führt A. fuscofibrillosus allerdings nur als Synonym zu ist Agaricus langei.

    LG Karl

    Hallo,

    Bild 1 zeigt einen wunderschönen Befall mit einer der Hallimascharten. Wahrscheinlich der Dunkle- oder auch Gemeine Hallimasch (Armillaria ostoye)

    Bild 2 halte ich für den Weißen Polsterpilz (Postia ptychogaster)

    LG Karl

    Hallo Mario,

    ich kam auch ohne Anleitung schon zurecht. Für eckigsporige Risspilze besonders mit großen Höckern ist das absolut genial.
    Auch für Rötlinge und natürlich "normale" Sporen gut geeignet.

    LG Karl

    Insbesondere Deine Täublingsbeiträge lese ich immer gerne. :thumbup:


    Bezüglich der braunen Russula heterophylla, konnte ich bei mir ein Myzel beobachten, bei dem die selben, jung intensiv braunen Fruchtkörper, einige Tage später mit ausgebreiteten Hut typisch olivgrünlich geworden sind. Scheinbar verändert sich die Pigmentierung auch im Laufe des Alterungsprozesses. Ein echtes Chamäleon.


    VG Thiemo

    Hallo Thiemo,

    freut mich, dass Dir die Beiträge gefallen. Der älteste zusammengeklappte Frk. links im Bild hatte auch etwas grün in der Mitte, was im Bild nicht erkennbar ist. Andererseits haben die schon voll aufgeschirmten Frk. keine Spur von grün und ob sich da farblich noch was getan hätte ist fraglich. Jedenfalls eine interessante Beobachtung, dass braune Frk. im Alter grün werden können.

    LG Karl

    Hallo zusammen,


    nach mehr als 3 Monaten war ich mal wieder in meinem „Wohnzimmer“ NSG Brachter Wald (Depot) wo seit mehr als 25 Jahren regelmäßig kartiert wird. Trotz der Trockenheit konnte ich nicht erwartete 85 Arten erfassen, was aber nur durch langjährige Ortskenntnisse und gezieltes Aufsuchen schattiger Bereiche möglich war. Direkt am Parkplatz war es noch am besten, weil das wenige Regenwasser von betonierten Flächen in die Randbereiche läuft. Freie Flächen waren wie leergefegt und von vielen Arten gab es nur Einzelfruchtkörper und angetrocknete Exemplare, aber einige Bilder sind noch dabei herumgekommen.


    Rosascheckiger Milchling (Lactarius controversus)



    Eichenmilchling (Lactarius quietus)



    Echter Reizker (Lactarius deliciosus)



    Birkenpilz (Leccinum scabrum)





    Parasol (Macrolepiota procera)



    Nelkenförmiger Warzenpilz (Thelephora caryophyllea)





    Buckel-Täubling (Russula caerulea)



    Blut-Täubling (Russula sanguinaria) finde ich meist ohne deutliche Rottöne am Stiel



    Ein kleiner Hasenstäubling (Lycoperdon utriforme)



    Auf einem abgestorbenen Blatt von Rot-Eiche fand sich der schwarz umrandete

    Landkarten-Eichenblattbecherling (Coccomyces dentatus)



    In seiner Begleitung eine Spaltlippe (Lophiodermium petiolicola)



    Gefreut hat mich eine die Kollektion eines Risspilzes, der seit Erscheinen dieser Arbeit https://doi.org/10.3767/persoonia.2018.41.11 nur noch nach sorgfältiger Bearbeitung möglich ist. Damit wollte ich mich schon länger befassen.

    Gerandetknolliger Risspilz (Inocybe mixtilis ss.str.)



    Wiesenpilze gab nur in einem wind- und sonnegeschüzten Bereich

    Ein Keulchen ohne Bogenschnallen an den Basidien passt wegen sehr schlanker Sporen nicht zur „normalen“ Art und ist nur als Aggregat zu bestimmen

    Wurmförmige Wiesenkeule (C. fragilis agg.)





    Safrangelber Saftling (Hygrocybe acutoconica)



    Pfifferlings-Saftling (Hygrocybe cantharellus)



    Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica agg.)



    Zum Kontrast noch ein aktueller Friedhofsfund von heute, den ich für was anderes halte. Ob Form, Varietät oder eigene Art, wir sicherlich mal von den DNA-Freaks :giggle: beantwortet.Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica f. pseudoconica)



    LG Karl

    Der Pilz ist erst vor knapp 20 Jahren beschrieben worden. Es gibt in Deutschland relativ verstreut einzelne Fundpunkte, insbesondere in Duisburg konnte Kriemhilde Müller den Pilze über einige Jahre hinweg regelmäßig nachweisen.

    Hallo Björn,

    ein toller Fund, auch wenn Du ihn etwas jünger gemacht hast ;). Dein Fund ist der erste Nachweis in NRW seit knapp 20 Jahren. Ich kann mich noch gut an die Funde erinnern und besonders welche Bestimmungsprobleme wir damals hatten. Im 2001 erschienenen Pilzkompendium von Ludwig, war die Art nicht enthalten und wir wurden erst in der FLORA AGARICINA NEERLANDICA fündig, in der ein Fund aus Belgien von 1998 erwähnt ist.

    Hier mal zwei Bilder von Krimhilde




    LG Karl

    Hallo Elisabeth,


    Das paper habe ich, nachgesehen hatte ich nur die Mikros in FE5b. Vielleicht kommt ja noch was aus der FB-Gruppe. Sonst gibt es auch noch ein Unterforum Entoloma im DGfM-Forum, da schaut Kai öfter rein.


    LG Karl

    Hallo Elisabeth,

    leider kein Abwurf und wenn ich mir die Sporenzeichnungen in FE5b anschaue, finde ich die Entscheidung zur Sporenform schwierig, tendiere aber auch eher zu gemischten Sporen. Sporenlänge > 8,5 und fehlende Caulozystiden an der Stielspitze muss ich unterstellen. Leider weiß ich nicht wie kongophile Plaques aussehen und die Mikrobilder sind auch keine echte Entscheidungshilfe. Schicke mal an Kay.

    LG Karl

    Hallo zusammen,


    wie am Ende des Beitrags Es geht voran Krefeld 15. - 18.09.26 angekündigt, hier einige Täublinge.


    Purpurrot, rotviolett, feucht auch leuchtend rot, oft mit dunklerer Mitte und fast immer mit helleren Flecken. Stiel im Alter hellgrau anlaufend. Lamellen (fast) weiß, Geschmack deutlich aber nicht brennend scharf. Sporenpulver weiß (Ia). FeSO4 „normal“, Guajak etwas verzögert blaugrün (++)


    Purpurschwarzer Täubling (Russula atropurpurea)


    Nein, jetzt doch nicht mehr Russula bresadolae. Eine ausführliche Diskussion zur Beibehaltung des lange in Europa gebräuchlichen Namens, habe ich dem neuen Buch
    https://www.myko-service.de/p/…r-als-neubearbeitung-2026 entnommen

    Purpurschwarzer Täubling (Russula atropurpurea)


    Diese etwas ungewöhnliche Farbkombination zeigt mit der dunklen Mitte und den hellen Spots immer noch einige der typischen Merkmale.


    Kompakte, helle Fruchtkörper mit Zwischenlamellen und hellem Sporenpulver sind auf Artebene momentan nicht bestimmbar. Auch ein eventueller blauer Schimmer in den Lamellen hilft da nicht weiter.

    Russula chloroides agg. incl. Russula delica


    Vorkommen nur bei Birke. Hufarbe mit (rosa)roten Tönen aber oft auch jung fast weiß, oft mit leicht grünlicher Mitte. Rote Hutfarben bleiben bei Trockenheit länder erhalten. Stiel weiß im Alter leicht grau anlaufend. Geschmack in den Lamellen etwas scharf. Sporenpulver ocker (IIIa-b) FeSO4 „normal“, Guajak langsam und schwach.
    Verblassender Täubling (Russula exalbicans)


    So eingebettet in Flechten fand ich den auch noch nicht


    rechts vorne ist die grünliche Mitte deutlich ausgeprägt


    Heute mal in braun und wenn man sich am deutschen Namen orientiert, ist man hier aufgeschmissen. Hilfreich bei der Bestimmung sind die häufig gegabelten Lamellen, milder Geschmack, weißes Sporenpulver (Ia) und besonders die starke, orangefarbene Reaktion mit FeSO4. Guajak rasch und schnell blaugrün.
    Grünlicher Speisetäubling (Russula heterophylla)




    Im Zweifelsfall helfen kleine, schwach ornamentierte Sporen und etwas dickwandige zugespitzte Haare in der Hutdeckschicht, die aber nicht immer leicht zu finden sind


    Roter Täubling, meist unter Eiche, der fast immer partial weiße Stellen im Hut aufweist. Hier mal besonders ausgeprägt. Im Alter oder bei Verletzung färben sich Fleisch und Lamellen deutlich gelb, was aber evt. erst nach einem Tag zu sehen ist. Sporenpulver weiß Ia). Ohne die deutliche Gelbfärbung sind besonders intensiver rote Fruchtkörper leicht mit andere Arten zu verwechseln.
    Gilbender Speitäubling (Russula luteotacta)



    Ein gebrechlicher Täubling mit deutlich gefärbten Lamellen und variabler Farbe, wie im Bild zu sehen. Vorkommen unter Eiche. Geschmack mild, FeSo4 „normal“, Guajakreaktion schnell und stark.
    Sporenpulver (IVc). Den in der Literatur angegebenen Geruch nach Aprikosen habe ich nur einmal feststellen könne und finde ihn schwer zu definieren. Da ich nur wenig Sporenpulver erhielt, habe ich mir zur Sicherheit die Huthaut angesehen. Septierte Pileozystiden schlossen Russula risigallina aus.

    Duftender Täubling (Russula odorata)

    Ein dukelbrauner relativ kräftiger Täubling mit starker Hutrandriefung, und sehr scharfem Geschmack. Geruch irgendwie unangenehm. Ähnliche, ebenfalls scharfen Arten sind meist kleiner und nur selten so dunkelbraun. Eine sichere Unterscheidung ist durch die schwache Guajakreaktion möglich, die bei den Verwechselungsarten stark ist.

    Großer Kamm-Täubling (Russula sororia)


    Zwei Einzelexemplae im ungleichen Paar.
    An den schmierigen, nie brüchigen Lamellen und der schwachen blass graugrünen FeSO4-Reaktion, erkennt man den Frauentäubling (Russula cyanoxantha), selbst wenn er in grünen oder gelbgrünen Farben auftritt. Der hellgelbe Winzling warder Violettstielige Pfirsischtäbling (Russula violeipes)


    LG Karl

    Nachtrag: Im Beitrag Eifeltour mit Rada und Rainer hatte ich den folgenden Fund als Russula flavoviridis bezeichnet.
    Nach neuesten Untersuchungen ist das doch "nur" Russula cyanoxantha oder allenfalls eine f.

    In meinem Lieblingsrevier zwischen Herborn und Dillenburg konnte ich Dutzende junge Riesenrötlinge entdecken - zusammen mit sechs (!) Exemplaren von B. regius und reichlich Pantherpilzen. Ein einziges Exemplar von A. phalloides war dort zu sehen, normalerweise kommen die zeitnah nach den Pantherpilzen.

    Hallo Frank,

    dann bist Du noch sehr gut bedient. In unseren Top-Gebieten in der Vulkaneifel kommt fast nichts, da immer noch zu trocken.


    Ich bin sehr gespannt, wie die Pilze auf den langen, heißen und - vor allem - trockenen Sommer reagieren. Manche Arten wie C. radicans gehören zweifellos zu den Gewinnern des Klimawandels.

    C. radicans erscheint an zahlreichen z. T. neuen Stellen in Massen, aber meist sind die Fruchtkörper im trockenen Boden steckengebleiben.

    LG Karl

    Hallo zusammen


    An viele Stellen ist es immer noch erbärmlich trocken und für die nachfolgenden Funde musste ich etliche Kilometer zurücklegen und mehrere Stellen in und um meinen Wohnort aufsuchen. Der erhoffte Nachschub an Saftlingen aus dem letzten Beitrag Es geht langsam voran blieb zwar aus bzw. war überständig, aber ich konnte mich an diversen neu auftretenden Arten erfreuen.


    Ein Überraschungsfund am Hauseingang war diese kleines Exemplar, welches mir erst nach nähere Untersuchung klar wurde. Die Knolle blieb im harten Boden zurück.

    Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)



    An einem Teichrand hatte sich der erste Röhrling vollständig entwickelt

    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans)


    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge musste ich an eine Spruch meines viel zu früh verstorbenen Pilzfreundes Rainer denken, den dieser gelegentlich im Scherz gebrauchte.


    Unerwartet waren kamen mehrere Funde auf einer schattigen Wiese


    Mehlräsling (Clitopilus prunulus agg.)


    Ein relativ gut kenntlicher Risspilz war erst klar, nachdem ich bei sehr vorsichtigem Buddeln eine knollige Stielbasis fand (nicht im Bild). Deutlicher Geruch nach Honig und passende Mikros führen zu Strohgelber Risspilz (Inosperma cookei)


    Auch ohne makroskopisch deutliches Velum in der Hutmitte lande ich hier bei

    Gefleckter Risspilz (Inosperma maculatum)


    Ein Fälbling mit süßlichem Geruch ließ sich nach Mikro- und Makromerkmalen eindeutig bestimmen.

    Süßriechender Fälbling (Hebeloma sacchariolens)


    Ein frisch recht dunkler, kleiner Milchling mit wässeriger Milch

    Wässriger Milchling (Lactarius serifluus)


    In der Nähe eines Weihers

    Einzelexemplar am Baumstumpf: Beringter Flämmling(Gymnopilus junonius)


    Eine Meter daneben an Baumwurzeln jede Menge Nachschub

    Beringter Flämmling(Gymnopilus junonius)


    Leicht angetrocknet aber absolut typisch: Wuzelnder Schleimrübling (Xerula radicata)


    Auf einem drei Jahre alten Haufen von Holzhäcksel erstmalszu sehen

    Riesen- oder Kultur-Träuschling (Stropharia rugosoannulata)


    Zwar noch nicht in oft üblichen Hexenringen aber immerhin ein Grüppchen
    Nelkenschwindling (Marasmius oreades)


    Ein Schmuckstück entdeckte ich unter unter Weißdorn

    Gelbblättriger Trompetenschnitzling (Tubaria dispersa)


    Mit dem Fahrrad fuhr ich einige km Lindenalleen ab und suchte mehrere parkähnliche Standorte auf. Selbst an den zuverlässigsten Stellen nicht ein Hexenröhrling. Fündig wurde ich dann völlig überraschend auf flachgründigen Boden zwischen Betonfundamenten unter Birken.


    Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus)



    Zum Abschluss noch einige Erdäpfel mit wurzelnder Basis
    Dünnschaliger Kartoffelbovist (Scleroderma verrucosum)


    Es ist spät geworden und wer Rechtschreibfehler findet dar sie behalten ^^
    Den Täublingen widme ich später einen eigenen Beirag.


    LG Karl

    Hallo Schupfi,

    Habitat und Aussehen schließen m. E. sowohl L. zonarius als auch L. acerrimus aus, womit L. evosmus absolut plausibel ist.

    In der FAN 7, erschienen 2018, steht allerdings:


    Molecular evidence shows there might be two species involved. Morphological and ecological characters to distinguish the

    two species are under research (Nuytinck et al., in prep.).

    Seither habe ich vergeblich auf eine Veröffentlichung

    LG Karl

    Hallo Bernd,

    nachdem ich den Kommentar gelesen hatte bin ich nicht tiefer eingestiegen, zumal mir die Information vorher schon mündlich gegeben wurde.


    Notes: Entoloma chloridicolor is phylogenetically

    distinguishable from both E. versatile, and E. olivaceovirens.

    The holotype had a brown grey pileus, but additional material

    from Russia shows distinct green colours, like in E. versatile.

    So, they represent barcode species that cannot always be

    distinguished morphologically.

    LG Karl