Ein Düngerling

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 465 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Felli.

  • Servus,

    Gestern entdeckte ich in einem Hochbeet 4 größer Pilze mit Hut und Stiel.

    Und es waren keine kurzlebigen Tintlinge die sonst ab und an auftauchen, sodern Düngerlinge( Panaeolus)

    Der Hut beige-creme, leicht runzelig grubig und teils schollig aufreissend,mit dunklerer bräunlicher Mitte ( die auch so bleibt !)

    Die Hutfarbe veränderte sich beim Eintrocknen höchstens leicht ins etwas dunklere grau-beige.

    Stiel relativ stark bereift auf ganzer Länge, zur Basis hin leicht dunkler-bräunlich im Schnitt,

    ohne Ring.

    Chrysozystiden hab ich nichtgesehen

    feucht auch leicht schmierig Farbe nicht veränderend

    Lamellen scheckig, mit weißlicher Schneide

    Hut + Stiel

    Ob man das als fleischig bezeichnen kann ?


    zu den Mikro´s

    der Keimporus machte oft einen schiefliegenden Eindruck

    Cheilozystiden

    Und diverse Zellen mit Kristallen


    Kaulozystiden


    Alles in Allem komm ich hier in Richtung Panaeolus cf cinctulus bin aber sehr unsicher.

    Dachte immer der sollte irgendwie einen dunklen Rand haben und hygrophan sein.


    Grüße

    Felli

  • Hallo Felli,

    P. cinctulus passt schon. Der Rand muss nicht immer da sein und die violettlich-rotbraune Färbung der Sporen ist auch typisch. Anbei einige Fotos, alle aus den 80ern.

    Grüße Axel




    "Das Artensterben ist der neue Klimawandel. Der Verlust der Biodiversität ist die wahre Krise des 21. Jahrhunderts"

    aus Glaubrecht: "Das Ende der Evolution"

  • Hi,


    ich hatte vor ein paar Jahren auch so ein komisches Ding, was ich aus Mangel an Alternativen als P. cinctulus angesprochen habe. Weiß jemand von euch ob in der Gattung schon Sequenzierungen liefen?


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo,


    Wenn der Pilz Pleurozystiden hat, ist es aber nicht P. cinctulus.

    Die Pleurozystiden/Sulphidien sind bei Panaeolus sehr schwer zu finden.

    Sie sind klein, spärlich, und alles ist bedeckt von Sporen.


    Ich wasche das Lamellenschnitt mehrmals in Wasser aus, damit es weniger Sporen gibt.

    Dann mikroskopiere ich in Ammoniak.


    Es gibt eine recht neue Arbeit zu Panaeolus:

    Consiglio, G.; Marchetti, M. 2023. Contributo alla conoscenza del Genere Panaeolus sensu lato. Rivista di Micologia 66(3). 209-286

    https://www.researchgate.net/publication/388882287_Panaeolus


    LG Raphael

  • Servus,

    Axel, Danke für die Vergleichsbilder :daumen:

    Weiß jemand von euch ob in der Gattung schon Sequenzierungen liefen?

    Servus Stefan,

    ich weiß es nicht aber

    Es gibt eine recht neue Arbeit zu Panaeolus:

    :daumen: Da werd ich morgen mal reinschauen

    Wenn der Pilz Pleurozystiden hat, ist es aber nicht P. cinctulus.

    Die Pleurozystiden/Sulphidien sind bei Panaeolus sehr schwer zu finden.

    Sie sind klein, spärlich, und alles ist bedeckt von Sporen

    Ja Raphael das ist mir klar,

    ich bin mir sehr unsicher ob das was ich hier gesehen hab als Pleurozystide zu deuten ist.

    Ich hab dies nur 1 x im Quetschpreparat gesehen, im Lamellenschnittbild bemerkte ich nichts.


    Wenn ich morgen noch dazu komme werd ich mir die Lamellenfläche nochmals genauer anschauen.


    Grüße

    Felli

  • Servus Bernd,

    die vermeintliche Pleurozystide sieht mir eher wie eine umgedrehte Basidie mit abgerissener Schnalle aus. Aber ohne selbst durchs Mikroskop zu schauen, ist das immer schwer zu sagen.

    Grüße Hias

  • Servus Hias,

    guter Denkansatz, :thumbup:

    hab heute nochmals die Lamellenflächen in mehren Schnitten angeschaut , konnte aber keine Pleuro´s finden.

    Somit bleib ich bei P. cinctulus

    Grüße

    und Dank

    Felli