Alle Jahre wieder

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 728 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Daniel224.

  • Hallo Uwe,


    danke fürs Zeigen des schönen Fundes.

    ist jetzt schon heimisch geworden

    Bei mir wird er es bestimmt nicht. Da fehlen die Kiefernwälder. Wenn ich den einmal sehen will werde ich wohl nach Südbrandenburg fahren müssen.


    VG Jörg

  • Hallo,


    ich habe schon mehrfach über diese neue eingeschleppte Art gelesen und ein paar Videos gesehen.

    Gefunden hab ich ihn bisher nicht bei uns im Kiefernwald. Wie ist der Speisewert zu beurteilen? Esst ihr den, bzw. ist er wirklich essbar?


    LG

    Daniel

  • Hallo,

    auch bei uns in Sachsen-Anhalt (Südrand Fläming) gab es vor kurzem den ersten Nachweis von A. projectellus!

    Leider nur ein Fruchtkörper. Aber angekommen ist er.

    Warten wir ab, ob er, wie es in der Literatur vermutet wird, einheimische Pilzarten verdrängt.


    LG Ulla

  • Warten wir ab, ob er, wie es in der Literatur vermutet wird, einheimische Pilzarten verdrängt.

    Das wär keinesfalls gut. Bloß nicht

    Ja, der ist essbar, für mich ein mittelmäßiger Pilz. Ob schon jemand den nicht vertragen hat, kann ich nicht sagen.

    Wird der denn an seinem Ursprungsort Nordamerika gegessen? Da wirds doch sicher Berichte über mögliche Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen mit anderen Dingen wie Medikamenten geben, vermute ich mal. Ist der da vielleicht sogar im Handel?

  • Wird der denn an seinem Ursprungsort Nordamerika gegessen? Da wirds doch sicher Berichte über mögliche Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen mit anderen Dingen wie Medikamenten geben, vermute ich mal. Ist der da vielleicht sogar im Handel?

    Kann ich nicht sagen. Er war vorher schon in Osteuropa eingewandert. Eigentlich müßte man da etwas lesen?

  • Ich werd mich mal durchs Netz forsten. Nimmst du den immer mit zum Essen, wenn du ihn mal findest? Ich hab den in der Region Hannover bisher im Kiefernwald noch nicht gefunden, wird wohl nur eine Frage der Zeit sein. Bin mir nicht sicher, ob ich den wirklich probieren möchte, bevor nicht genaueres bekannt ist. Daher müßte man mal Richtung USA recherchieren, da gibts doch sicher auch nicht wenige Sammler, die für Speisezwecke sammeln. Erstmal nicht.

  • Hallo,


    man sollte sich zu diesem Pilz auf jeden Fall folgende Beiträge aus dem Boletus lesen:


    Zobodat - Literatur Artikel

    Zobodat - Literatur Artikel


    Da, wo der Pilz in der Lausitz in riesigen Mengen vorkam, wurde er bisher auch ohne Beschwerden in größeren Mengen verzehrt und oft zentnerweise gesammelt.


    Beste Grüße

    Stefan F.

  • Hallo Stefan,


    vielen Dank fürs posten der Links, werd ich mir mal durchlesen. Werd trotzdem erstmal vorsichtig bleiben, so besonders scheint er ja geschmacklich nicht zu sein, einige beschreiben ihn als mittelmäßig, also was solls, gibt reichlich genug andere Röhrlinge, wollen wir mal hoffen, daß die Art nicht wirklich zu viele andere verdrängt.

  • Nimmst du den immer mit zum Essen, wenn du ihn mal findest?

    Ja, in kleiner Menge als Mischpilz. Große Mengen sind dort auch nicht. Ich bin nicht so oft an dem Fundort. Dort wachsen auch noch andere Arten, die ich gerne mag. Z.B. Gelbfüße, Heideschleimfüße, Maronen, Sandröhrlinge, Reifpilze, Orangerote Graustieltäublinge, Heringstäublinge .......

  • Ok, seit wieviel Jahren sammelst du den und isst den?

    Bisher scheint er dir ja zu bekommen vermute ich.

    Bei Butterpilzen ists ja auch so eine Sache, die sammel ich nicht, obwohl sie hier reichlich vorkommen, da bin ich mir nicht sicher aufgrund der Bedenken zu dieser Art.

    Aber den Neuen sammeln wahrscheinlich schon viele, auch außerhalb Deutschlands und bisher scheint ja nichts passiert zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, daß etwaige Probleme bezüglich dieser Art noch nicht bis zu den Fachleuten durchgedrungen sein könnten. Da wäre sicherlich von der DGfM schon was dazu gekommen, also das denke ich mal.

    Es heißt ja man soll erstmal eine kleine Menge probieren und wenn da nichts ist, dann kann mans machen.

  • Ok, seit wieviel Jahren sammelst du den und isst den?

    Sagen wir mal so, ich sammele den nicht gezielt zum Essen. Im Jahr 2018 habe ich bei uns den Erstfund für Meck-Pomm gemacht. Es war ein trockenes Jahr und es gab nur ein Exemplar. Das ist dann bei unserem obersten Pilzexperten unter dem. Mikro gelandet. Die nächsten Jahre waren dann auch sehr schwach, aber zum Testen auf Verträglichkeit hat es gereicht. Die meisten sind bei Pilzwanderungen als Anschauungsmaterial gelandet. Dieses Jahr sind zwei große an die Mischpilze gekommen. Mehr gibt die Stelle nicht her. Das Gebiet ist von Braunkappensammlern übersammelt. Da werden sicherlich einige als Ziegenlippe oder Braunkappe verspeist worden sein.

    Für mich ist das kein Pilz, um früh aufzustehen. Na, ja, der Steinpilz zählt auch dazu.

    Es heißt ja man soll erstmal eine kleine Menge probieren und wenn da nichts ist, dann kann mans machen.

    So ist es. Ich teste jeden neuen Pilz in kleiner Menge. Dann sehe ich, ob er verträglich ist und ob er mir schmeckt.

  • Hallo Uwe,


    ok alles klar verstehe. Naja eine Verwechslung mit einer Marone, also der Stiel sieht ja schon deutlich anders aus, bei der Ziegenlippe schon eher oder beim braunen Filzröhrling.

    Der Stiel bei dem neuen soll ja auch eher zäh faserig sein.

    Auf jeden Fall interessant, mal sehen, ob ich den mal finde.

    Heute gabs in einem Park im Ort Unmassen kleine Champignons um zwei Linden drumrum, aber was für welche weiß ich nicht. Die rochen aber ziemlich streng, irgendwie chemisch, der Stiel gilbte sofort bei Druck mit dem Fingernagel, ich denk mal Karbolegerlinge, aber immerhin schön anzusehen. Na wenigstens was zum schauen.

    Wenn ich mal einen neuen finde mach ich Fotos.

    Und ganz lieben Dank für die Erklärungen.


    LG

    Daniel