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letzter Beitrag von Clavaria am

Ausflüge 18./19.07.2021

  • Hallo zusammen


    Letztes Wochenende habe ich einige kleine Pilzausflüge gemacht, und es gab erschreckend viel Arbeit.

    Einige habe ich bereits in Bestimmungsanfragen gepostet, der Rest folgt hier soweit ich nicht völlig triviale Arten sind.


    Am Samstag war ich mit der Familie am Rhonegletscher. Den alpinen Pilzen will es noch nicht so richtig gefallen, weil es bis ca. 2200m geschneit hat. Es gab nur diesen hier:


    1. Deconica montana




    Am Sonntag war ich in einem montanen Fichten-/Lärchenwald, der war auch richtig spannend:


    2. Inocybe cf. lacera var. rhacodes

    Das hier ist noch einer für Ditte.

    Auffällig sind die kettenförmigen Cheilozystiden gemischt mit (wenig) Metuloiden. Erstere kollabieren zum Teil selbst bei schwachem Quetschen. Das kenne ich sonst nicht von Risspilzen.

    Diese gemischten Zystiden entsprechen ganz gut der Abbildung bei Ludwig, aber wer weiss, vielleicht gibt es da neue Erkenntnisse und meine Bestimmung ist daneben.

    Am Stiel konnte ich keine Kaulozystiden finden. Geruch unauffällig.





    3. Entoloma occultopigmentatum

    Die Bestimmung war recht mühsam und restlos sicher bin ich noch nicht.

    Im DfGM-Forum gab es vor einigen Jahren eine längere Diskussion zu der Art, dort war wohl auch Karl W beteiligt.




    4. Leucocortinarius bulbiger


    Nicht mitgenommen, einfach eine schöne Gruppe. Sie wuchsen weiter unten im Tal neben einem Waldspielplatz.




    Dann noch ein Ausflug am Montag in "meinen" neu entdeckten Flaumeichenwald.

    Dort gibt es nebst den Eichen auch Kiefern, Birken und vereinzelt andere Laubbäume (Weiden, Buchen).


    5. Amanita strobiliformis


    Die habe ich nicht angerührt, wäre zu schade gewesen.




    6. Clavulina cinerea

    Hat die öfter diese braunen Spitzen? Habe ich so noch nie gesehen.



    7. Entoloma rusticoides



    8. Peziza succosa



    9. Geopora arenicola



    10. Hemimycena cucullata


    Lg, Raphael

  • Hi, Raphael, also ich seh da schlicht Inocybe lacera. Bei der Art sieht kaum eine Kollektion aus wie die andere, da sie so oft auf Extremstandorten wächst, und so könnte man zig lacera "var." oder "forma" konstruieren - und so ist es ja auch geschehen. Bloß wozu? Das ist in etwa, wie wenn jemand (wie geschehen) eine Art aufgrund einer einzigen Kollektion mit abnormen Sporen neu beschreibt. Diese Sporen sind aber nur bei dieser einen Kollektion abnorm - vermutlich aufgrund von Witterungsbedingungen mit vermehrten 2-sporigen Basidien - nicht aber bei anderen, die unter normalen Umständen wuchsen. Und ansonsten gibts keine Unterschiede. Also halte ich auch nichts von solchen "vars" und "formae" bei der Gattung Inocybe, wie sie etwa die Franzosen so lieben. Für mich ist das wie das sich zigmal verzweigende Delta eines großen Flusses. Man verzettelt und verirrt sich darin und letztlich ist es doch nur der eine große Fluss.


    Herzlich, Ditte

  • Hallo Karl


    Vielen Dank, habe das gründlich studiert und komme nun doch am ehesten zu rusticoides.

    Meine Exemplare waren schon etwas trocken, weshalb ich die Hutoberfläche nur bedingt berücksichtigen kann.

    Die mikroskopischen Merkmale sowie Stiel und Lamellen passen am besten zu dieser Art.


    Gruss Raphael

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