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letzter Beitrag von Dodo am

Zerstörte Wälder!!!!

  • hi zusammen


    Ich bin heute nach Warstein gefahren in den Wald wo ich immer diese schönen Steinpilze Maronen usw .... finde. Schon beim Parkplatz waren bergeweise Holztürme jede Menge Bäume waren abgeholzt. Bis dahin denkt man nicht das schlimmste aber dann erreicht man seine Ecke zum sammeln und kriegt einen Schlag ins Gesicht. Alles Bäume im Umkreis sind weg !!! Die Stelle wo die Steinpilze standen einfach alles war weg. Ich hatte heute das erste mal Tränen in den Augen, ich muste mich erst mal setzen ......auch die andern Ecken wo ich dort sammeln gehe waren einfach nur weg oder die Nadelbäume waren kahl oder die Nadeln regneten einfach nur runter. Ich denke das kennt hier fast jeder. Es zeigt sich jetzt was borkenkäfer und dürre aus unsern Wald macht. Heute war kein guter Tag einfach nur zum vergessen......


    Tomas

  • Hallo Tomas,

    ja, so sieht das jetzt an vielen Stellen in der Mitte Deutschlands aus. Seit ein paar Jahrzehnten wird vom Waldsterben gewarnt, die Warner wurden oft verlacht oder zumindest nicht gehört, und jetzt geht es wirklich los. Nach dem Bericht, der gestern auf Wetter Online gesendet wurde, ist dies wohl erst der Anfang.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Tomas,

    ja, so sieht das jetzt an vielen Stellen in der Mitte Deutschlands aus. Seit ein paar Jahrzehnten wird vom Waldsterben gewarnt, die Warner wurden oft verlacht oder zumindest nicht gehört, und jetzt geht es wirklich los. Nach dem Bericht, der gestern auf Wetter Online gesendet wurde, ist dies wohl erst der Anfang.

    FG

    Oehrling

    Hi Oehrling


    Das war wirklich schockierend, es waren noch mehr Sammler da teilweise kommen diese schon 15 Jahre da hin um zu sammeln. Ich gehe da seid 4 Jahren hin ich habe gesehen wie es immer weniger wurde aber das gestern hat mich derart aufgeschreckt. Es geht ja nicht nur um Speisepilze es gibt ja auch reichlich andere Arten von spannenden Pilzen , jetzt ist alles weg. Die Leute die Waldsterben angekündigt hatten haben sowas von recht gehabt.


    LG Tomas

  • Die Esskastanien sieht man hier im Norden Brandenburgs im Barnim auch immer mehr an den Waldrändern.

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  • Solche frischen kahlen Flächen bieten sich an, um Guerilla-Foresting zu

    betreiben. :cool:.

    Ich würde aber auch Birken empfehlen (aber die fliegen einem in der Regel eh ungefragt zu). Sie zählen zu dem Pionierpflanzen; und was in der Stadt als "die machen eine Menge Dreck" verschrieen wird, ist in der Natur wertvoller Humusaufbau. Birken haben weiches Holz und werden nur etwa 70 Jahre alt, danach erfolgt ein Generationswechsel mit älter werdenden Arten wie Eichen und Buchen - oder eben Kastanien.

    Birken als sehr gastfreundliche Bäume haben zwischenzeitlich auch für eine Menge vorhandener Mykorrhizapilze gesorgt.

    Wir können dort mithelfen, indem wir diesmal die Pilze in den Wald hineintragen statt hinaus.


    Allerdings wird der Wald dort wohl jemandem gehören. Hoffentlich kann der sich für einen nachhaltigen Wiederaufbau einsetzen.


    PS: Wenn ihr Kastanien, Eicheln o.ä. ausstreuen wollt, bitte im Herbst sammeln und am Besten gleich wieder ausstreuen. Wenn ihr sie lagern wollt, bitte vor der Aussaat mindestens zwei Wochen feucht in den Kühli (evtl in einer Schale feuchten Sand). Hiesige Bäume müssen zum Keimen einen Winter bekommen.

  • Hallo,


    der Anblick eines gerade abgeholzten Forstes kann natürlich schockierend sein, keine Frage. Vor allem wenn man ein paar Wochen vorher den "Wald" noch intakt vorgefunden hat. Das kenne ich auch.


    Warum darüber ärgern? Geht einfach 40 Jahre später wieder zu der Stelle hin. Dann könnt ihr euch freuen. ;)


    Gruß

    Peter


    PS: Ich weiß nicht, wie ihr reagieren würdet, wenn fremde Leute in euren Garten, den ihr gerade frisch umgegraben habt, irgendwelche Samen einpflanzen. :giggle:

  • Vielleicht werden eure ausgestreuten Kastanien und Nüsse einfach von Tieren gefressen? Kann in der Natur schließlich passieren. Immerhin tut ihr damit den Tieren was Gutes, wenn dadurch der Wald schon nicht gerettet wird.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Geh ich vielleicht falsch vor? Sollte ich Löcher graben und die Samen hinein legen? Ich gehe davon aus das Bäume auch nur ihren Samen verstreuen.


    Sagen wir mal so: du hast Konkurrenz, die die Samen nur zu gerne vernaschen wird.

    Ein Teil der Konkurrenz verbuddelt die Samen auch, um sie zu verstecken und vergisst sie dann. Also ein paar cm unter der Erde kann eigentlich auch nicht falsch sein, zumindest bei den hartschaligen großen.

  • Ja, die Eichhörnchen wissen wie man`s macht, jedes Jahr kommen überall junge Walnüsse, an Stellen wo man die Bäumchen nicht gebrauchen kann.

    Och - ausbuddeln und versetzen.

    Das geht mit einem Blumenzwiebelpflanzer. Ganze Pflanze ausstanzen und woanders wieder einsetzen. Geht aber wirklich nur mit Jungpflanzen, die noch aus der Nuss leben und noch nicht viele Wurzeln haben.

  • Vielleicht werden eure ausgestreuten Kastanien und Nüsse einfach von Tieren gefressen? Kann in der Natur schließlich passieren. Immerhin tut ihr damit den Tieren was Gutes, wenn dadurch der Wald schon nicht gerettet wird.

    FG

    Oehrling

    Ja, das passiert relativ häufig. Oft werden die Triebspitzen von Rehen abgefressen.

    Aber im nächsten Jähr wächst die Kastanie weiter, nur nicht so gerade.


    Ein Trick ist auch, die Kastanien an Wegen zu vergraben (ca. 4-5cm tief) wo häufig Menschen vorbeigehen / fahren. Das verschreckt Rehe.

  • Ein Trick ist auch, die Kastanien an Wegen zu vergraben (ca. 4-5cm tief) wo häufig Menschen vorbeigehen / fahren. Das verschreckt Rehe.

    Hier laufen überall genug Leute herum. Deshalb ist die einzige Esskastanie die hochkam auch weg. Hat jemand ausgebuddelt. Ich frage mich was das soll, diese Kastanienfrüchte werden nicht besonders groß. Das lohnt sich nicht.( es gibt bessere Bäume) Fraglich ist auch ob die im Garten anwachsen.Junge Walnussbäumchen aus Blumentöpfen habe ich schon einige ausgepflanzt. Solche Bäume sind hier in der Gegend nicht gerade selten.

    Einen jungen Walnussbaum habe ich in einem Blumencontainer gelassen. Der wächst leider nicht mehr gut, den Wurzeln ist es zu eng.

    Einen Garten habe ich nicht.

  • Hallo Peter, mit dem Verstreuen von Eicheln, Kastanien, Ahornsamen, Bucheckern etc. beschleunigen Naturschützer nur das, was ohnehin geschieht, bzw. geschehen muss, um Waldflächen vor Bodenerosion und irreversibler Zerstörung zu bewahren. Es gibt leider keine 40 Jahre Zeit mehr, in der sich die Monokulturen sich selbst regenerieren können. Die Zeiten sind vorbei, so wie die des herkömmlichen Wirtschaftswaldes. In reinen Kiefern- oder Fichtenwäldern wächst ja fast nichts, außer den Bäumen, die gerade absterben. Insofern sehe ich es so, dass diese Menschen säumigen Waldbesitzern lediglich unter die Arme greifen, die die Hände in den Schoß legen und auf bessere Holzpreise für ihr Plantagenholz hoffen. Bessere Preise wird es Aber erst geben, wenn Bäume Mangelware geworden sind, weil die Wälder abgestorben sind.
    Insofern muss man schauen, wo die Voraussetzungen für einen soliden Mischwald gegeben sind. Da kann sich der Wald ggf. selbst regenerieren. Ansonsten ist Unterstützung eine gute Sache.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Einen jungen Walnussbaum habe ich in einem Blumencontainer gelassen. Der wächst leider nicht mehr gut, den Wurzeln ist es zu eng.


    Das kann mehrere Ursachen haben.

    Die Wurzeln könnten in der Tat den Kübel ausgefüllt haben, die könnte man einkürzen (der Baum muss oberirdisch dann vergleichsweise beschnitten werden, damit das Gleichgewicht erhalten bleibt).

    Die Wurzeln könnten aber auch den Wasserablauf ganz oder teilweise verstopft haben, dann entsteht ggf. Wurzelfäule.

    Bekommt der Baum da ab und an Dünger ab?

    Der Hitzestress der letzten drei Sommer könnte dem Baum auch zugesetzt haben.

  • Das Bäumchen habe ich jetzt mindestens 10 Jahre im Kübel, er ist etwa 2,50m groß, bekommt natürlich immer Dünger. Außerdem die Reste von meinen Kräutertees, selbstgesammelt. Den Baum bekomme ich im Leben nicht aus dem Kübel raus, die Kräfte habe ich nicht und einen Baum beschneiden, ich bin immer bestürzt wenn Gartenbesitzer ihre Bäume so rigoros zersäbeln das nur noch Stummel übrigbleiben. Dann sollten sie besser den Baum ganz entfernen.

  • Obstbäume die etwas in die Jahre gekommen sind kann man schon rigoros beschneiden. Man staunt dann wie gut die neue Äste ausbilden, welche wieder wunderbar tragen. Ich habe das mal mit einem Pflaumenbaum gemacht (Reneklode) .

    Bei Apfel und Birne habe ich das auch schon gesehen.


    Gruß Bärbel

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  • Obstbäume die etwas in die Jahre gekommen sind kann man schon rigoros beschneiden. Man staunt dann wie gut die neue Äste ausbilden, welche wieder wunderbar tragen. Ich habe das mal mit einem Pflaumenbaum gemacht (Reneklode) .

    Bei Apfel und Birne habe ich das auch schon gesehen.

    Natürlich werden Obstbäume geschnitten, die tragen dann besser.

    Noch nie gestutzte Nadelbäume gesehen? Spitze abgenibbelt. Diese armen Bäume treiben dann seitlich aus und der Baum wirkt schief. Nein, diese Gartenfreunde machen vor keinem Baum halt kaum das sie eine Säge besitzen. Alles muß gestutzt werden. Ja, vielleicht wächst ein Baum zu dicht, dann kann man auslichten, aber alle schneiden einfach drauf los ohne jede Rücksicht.

    Ich bin mehr für natürliches Wachstum, außer die Zweige stören an Wegen und Strassen. Abgestorbene Äste müssen auch weg, ist gefährlich.

    Bei uns wird regelmäßig unter den Hochspannungsleitungen gesägt und es bleibt alles liegen wie es fällt. Da könnte ich auch göbeln.


    So, ich mach mir Hähnchenkeulen mit Steinpilze, hab noch getrocknete!

  • Wie wurde das eigentlich früher gemacht, damals als es noch keine elektrischen Sägen gab?

    Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen, aber gegenüber auf der anderen Strassenseite bei uns war und ist immer noch ein Wäldchen. Gehört zum Revierpark Vonderort. Als wir Kinder waren sind wir zu Holzfällern in den Stadtwald gegangen, also nachdem die Bäume schon gefällt waren und haben zugesehen wie die Bäume zerstückelt wurden. Ich glaube die hatten Sägen mit Benzin.

    Mein Oppa hat mit einem Nachbarn in einem Waldstück vom Förster ausgesuchte Bäume gefällt , alles Handarbeit.

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