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letzter Beitrag von Doktor Hirnlos am

"Normaler" Flockenstieliger Hexenröhrling?

  • Hallo zusammen,


    Ich habe eine Frage zu einem Hexenröhrling, den wir eben gefunden haben. Und zwar sehe ich hier zusätzlich zu den Flocken im unteren Teil des Stieles ein recht grobes, dunkles Netz. Sind das nur irgendwelche Verletzungen? Oder ist das doch ein anderer Pils? Das Bläuen ist wie sonst auch und es gibt keine Linie zwischen Röhren und Hut.

    Danke im Voraus!!!

  • Hallo


    Kein Netz nirgendwo , Dein vermutliche grobes Netz in untere Teil sind Schneckenspuren - Fraßstellen .

    Gibt Netzhexen mit Flocken an Stiel wie bei Flocki aber immer ist Netzstruktur ganz am Stielspitz zu sehen , offt kaum zu sehen . Mann muss bei solchen fall Netz immer an Stielspitz suchen , nie unten oder an Stielbasis .


    LG beli !

  • Ja super, danke. Dann kommt der heute Abend mit auf den Salat... Der ist ansonsten nämlich sehr schön!

    Der muss gut gegart werden, sonst ist er magen-darmgiftig

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Hallo.


    Naja, "normal" ist anders, und ich sehe da schon so eine netzartige Rippenstruktur, bzw. in Rippen verlaufende Flockenbänder, die teilweise ein netz bilden.
    Ist aber dennoch ein Flocki (Neoboletus erythropus).


    Durchaus ernst gemeint, hier noch >ein wichtiger Hinweis<.



    LG; Pablo.

  • hi Philipp


    Deine Aussage klingt nicht wie 100% sicher die Alternativen zum flocki sind eigentlich kein Problem. Allerdings können Pilze auch mal von der Norm abweichen. Letzendlich must du selbst entscheiden ob du ihn isst oder nicht. Ich sammel sehr gerne flockis die schmecken mir so gut wie Steinpilze aber auch bei meinen flockis war nicht immer Alles das gleiche aussehen der flocken bis hin zur farbe. Manche waren knall Rot im Stiel manche auch eher blass.


    LG Tomas

  • Hallo, Philipp!


    Ich habe ja keine Ahnung vom Wissensstand, theoretisch kann man alles mit allem verwechseln.
    Die ähnlichsten Arten, die mit dem Aussehen in Frage kommen, wären wohl Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus) und Kurznetziger Hexenröhrling (Suillellus mendax).
    Beide Arten sind zwar generell mit den gleichen Einschränkungen wie Flockis essbar (Garzeit!), aber individuelle Unverträglichkeiten sind da durchaus dokumentiert. Man weiß zwar nicht, warum das bei manchen menschen so ist, aber zumindest Suillellus luridus kann - bisweilen nur in Kombination mit Alkohol - zu massiven Beschwerden führen.
    Vergleichbar mit Hallimasch, den einfach etliche Menschen nicht vertragen. Kann man ausprobieren, mit kleinen Mengen erstmal, sollte man aber wissen, daß es unter Umständen auch unangenehm wird.



    LG, Pablo.

  • Beitrag von Mushrooooom ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Hallo Matthias,


    ich vermute dass Du dich auf den Netzstieligen Hexenröhrling beziehst aber so eindeutig ist dieses Merkmal nicht. Ich habe schön öfters Netzhexen ohne rötlichen Röhrenboden gefunden und dieses Merkmal trifft nicht nur auf S. luridus zu. Auch S. mendax kann einen solchen haben. Es ist die Gesamtheit aller Merkmale die zu einer genauen Bestimmung führen.


    VG Jörg

  • Servus!


    Wenn mit "rötlicher strich" die Bataille - Linie gemeint ist: Die gibt's eigentlich bei allen drei Suillellus - Arten, also auch der Glattstielige (Suillellus queletii) sollte sie haben können (muss nicht, kann ja bei den beiden von Jörg benannten anderen auch fehlen).



    LG, Pablo.

  • Also ich bin wirklich nicht der Spezialist aber ist der rötliche Strich unterhalb des Röhrenfutters nicht ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal?


    Steht in einem meiner Pilzbücher

    Hallo Matthias,


    nein, das stand mit Sicherheit nicht so in deinem Pilzbuch. Der rötliche Strich unterhalb des Röhrenfutters sagt gar nichts, der ist bei jedem Rotporer, also auch beim Satanspilz, vorhanden, höchstens der rötliche Strich oberhalb des Röhrenfutters. Dieses Beispiel sollte dir eine Warnung sein, Texte im Pilzbuch nachlässig zu lesen bzw. falsch zu interpretieren. Einzelne falsch gelesene, interpretierte oder im Gedächtnis abgespeicherte Worte können bei der Pilzbestimmung fatale Folgen haben.


    Was mir aber aus Sicht des Pilzsachverständigen auch nicht gefallen hat, war die Reaktion des Anfragers namens "Hirnlos". Zunächst wurde der Pilz angefragt, dann aber nicht auf mehrere Antworten gewartet, sondern nach der ersten Antwort der Pilz "dann" in die Pfanne gehauen. Woher wusste "Hirnlos", dass der erste Antworter ein Auskenner ist?


    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

    2 Mal editiert, zuletzt von Oehrling ()

  • Hallo Oehrling,


    Du hast Recht.


    Es steht da, dass zwischen Hutfleisch und Röhrenfutter diese rötliche Schicht ist. Grundkurs Pilzbestimmung, Rita Lüder, 5. Auflage, Seite 361.


    Anhand des Buches hab ich dies aber tatsächlich als deutliches Bestimmungsmerkmal für den netzstieligen hexenröhrling gehalten.


    LG,

    Matthias

  • Hi, du hast ja Recht, schon klar. Aber wie gesagt, die für mich möglichen Verwechselungsparter wären ohnehin alle essbar, daher die (vor-)schnelle Reaktion. Alles gut, danke für die Hinweise!

    Ist dann übrigens dich nicht in der Pfanne gelandet, hab mich nicht ganz wohl gefühlt...

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