Ein Milchling aus dem letzten Jahr

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 1.052 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Werner Edelmann.

  • Servus,

    ihr seid auf jeden Fall in der richtigen Sektion, den Plintogali.

    Ich würde Euren Fund für L. pterosporus ss FNE 2 halten. Er schaut auch recht typisch aus. Zur Sicherheit müsste man sich halt die geflügelten Sporen anschaun.

    L. pterosporus ist in den Buchenwäldern im Münchner Süden auf den Jungmoränen recht häufig.

    Meist ist ein leichter Kokosgeruch vernehmbar.

    L. acris wächst dort auch, ist aber sehr scharf, die Milch verfärbt sich sehr rasch und die Stielbasis ist typisch gelblich.

    L. azonites kenn ich als Eichenbegleiter mit auffallend weißem Stiel, stark zum Hut kontrastierend.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Hallo,


    Werner hat schon das meiste gesagt.

    L. acris scheidet eigentlich aus. Da müsste die rosa Verfärbung deutlicher ausfallen und die Schärfe der Milch ist sicher wahrnehmbar.

    Es bleiben nur L. pterosporus und azonites. Ich würde zu azonites tendieren aufgrund der kurzen, dicklichen Stiele und der nicht gerunzelten, milchkaffefarbenen Hutoberfläche..


    Aber Gewissheit würde nur die Untersuchung der Sporen bringen, die bei L. pterosporus deutlicher geflügelt sind.

    Grüße

    Peter

  • Hallo,


    für mich stellt sich auch die Frtage L. azonites oder pterosporus.

    Ich finde ja schon das der Hut eine gewisse Runzeligkeit aufweist und wäre auch farblich eher beim Flügelsporigen gelandet. Aber ich konnte L. azonites noch nicht finden und habe leider keine direkten Erfahrungswerte.

    Den Flügelsporigen Milchling durfte ich auf einem Seminar mit L. Krieglsteiner kennen lernen. Beim Geschmack muss man differenzieren. Die Milch(!) schmeckt nach ein paar Sekunden schon entschieden scharf. Der Rauchfarbene L. azonites soll ja kaum scharf schmeckende Milch haben.


    Meist ist ein leichter Kokosgeruch vernehmbar.

    Schön, dass das jemand anführt. Finde ich auch recht deutlich, aber wird in der Literatur nur sporadisch erwähnt.


    Am besten natürlich die geflügelten Sporen mikroskopisch nachweisen....


    L. pterosporus:



    LG Thiemo

    Bestimmungen anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Sichere Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben!

  • GriasDi Thiemo,

    der meist leicht vernehmbar Kokosgeruch ist natürlich nicht vergleichbar mit dem starken Geruch der beiden Kokosmilchlinge L. glycoismus und mammosus. Interessant wird der Geruch aber, wenn man L. pterosporus von L. subruginosus trennen will. Deshalb hab ss FNE2 geschrieben, dort wird L. subruginosus nämlich zu L. pterosporus gestellt.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Ich würde zu azonites tendieren aufgrund der kurzen, dicklichen Stiele und der nicht gerunzelten, milchkaffefarbenen Hutoberfläche..

    GriasDi Peter,

    ich denke, dass der kurze dickliche Stiel für beide Arten untypisch ist. Leider sieht man dadurch ned gscheid, dass er eben nicht so weiß ist, wie's für L. azonites typisch wär.

    Der Hut ist im Zentrum sehr wohl runzelig.

    Aber ja...um sicher zu sein braucht man nur die Sporen anschaun.

    An liabn Gruaß,

    Werner