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letzter Beitrag von Suchtkeks am

weisser knollenartiger pilz

  • Hilfe ich weis nicht weiter bzw was das für eine art von pilz ist. dieses megaexemplar habe ich in meiner küche hinterm herd gefunden, nachdem ich diesen heevorgezogen habe. ich habe mich sehr erschrocken darüber. nein ich züchte keine pilzkulturen :):/

  • Ahoj,


    das ist ein Seitling, evtl. der Austernseitling.


    Die Frage ist: wovon ernährt der sich da?

    und wieso hat der da gute Bedingungen?


    LG

    Malone

  • Hallo


    Pilz ist Makroskopisch unerkennbar , es gehet um Mutierte Fruchtkörper . Mir sind 2 sehr and dein Fund ähnliche falle bekannt aber nicht aus Küche sondern aus Keller . In beide falle es war Lyophyllum sp - Rasling . Auch dein Fund per Wachsform etwas erinnert an Rasling aber siechere Bestimmung ist nur per Mikroskop


    LG beli !

  • Hallo!


    Die Pilze sind nicht mutiert, die streben lediglich nach Licht.

    Das sind so ähnliche Wachstumsverformungen wie in Tagebauen oder Höhlen ohne Licht.

    Ich bin bei Malone, Austernseitling ist schon recht wahrscheinlich. Aber natürlich hält der sich in der Küche nur, weil es da ein Problem mit Feuchtigkeit gibt und wahrscheinlich zersetzt er dort dann auch Holz.


    Irgendwie müsste man also versuchen, dort was trocken zu legen.


    Viele Grüße

    Ingo W

    ________________________________________________________________
    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"
    oder wie sogar die Gnolme wissen:
    "Pilzis ne bloß von o'm anguck!! Unt'n auch wichtich is!" ==Gnolm2


    137-15 (Gebühr APR 2018) = 122+12 (APR 2018 Platz 4) = 134+1 (Segmentwette APR 2018) = 135+2 (schöner Falsch-Phal APR 2018 = 137+9 (3.Platz schöner Phal APR 2018) = 146-15 (Gebühr APR 2019) =131+9 (APR-Schnell-Joker-Bonus) = 140+4 (APR2019-Platzierungswette) = 144+3 vom Gnemil-APR-Nachrätsel = 147+9 (Phalplatzierungs-PCs) = 156



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    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()

  • also erstmal vielen dank für eure antworten. :) dieses ding habe ich in der küche gefunden hinter dem herd. in der küche über den winter ist dort niemand, das heisst es ist dunkel in der küche aber nicht feucht. die fugen an sich sind trocken und haben keine risse. unter den fugen ist beton darunter osb platten (holz) darunter sand.

    haben alles abegesucht und festgestellt das es auf den fugen wuchs. man musste das mit einem scharfen messer abschneiden da es sich wie ein blumenkohlstumpf angefühlt hatte, ziemlich hart. mir hatte man erzählt das ein stück vom champiniong also der stiel hinter den herd gefallen sein könnte und sich dieses exemplar sich dadurch vermehrt hat, was ich für unfug halte. da ohne feuchtigkeit und ohne licht so etwas nicht gedeihen kann oder liege ich da falsch? es roch sehr intensiv nach champiniong und fühlte sich auch so an. ich kann mir das nicht erklären woher das kommt, sowas hatte ich in den letzten 25 jahren nicht

  • Ich sehe da auch den Austernseitling.

    Und daß da unten bei den Fliesen genug Feuchtigkeit zu finden ist für den Pilz, das darf man auch annehmen. Alles Kondenswasser setzt sich dort ab. Das Dunkle zwischen den Fliesen deutet außerdem auch auf Feuchtigkeit hin. Muß ja nicht gleich in Pfützen auftreten. Luftfeuchtigkeit schafft das auch.

    Ernähren tut der Pilz sich mitunter von Baumaterial. Kleister, Leim, Dichtmasse, Tapete und derlei Dinge hat man ja schon mal gesehen als vermeintliche Futterquelle. Irgendwas holziges braucht der Pilz ja. Mag auch sein, daß vom Schrank genug Zeugs runter gefallen ist um den Pilz zu nähren. Auch wenn das nach Mangelernährung ausssieht. Hungersnot kann auch ein Grund sein um dringend noch mal fruktifizieren zu wollen bevor man ablebt.

  • Ahoi, Keks,


    die Wiesenkeule kannst Du getrost verwerfen.

    Die wäre wesentlich kleiner, würde keine Hüte ausbilden,

    würde dort nicht wachsen wollen.


    LG

    Malone

  • Ich sehe da auch den Austernseitling.

    Und daß da unten bei den Fliesen genug Feuchtigkeit zu finden ist für den Pilz, das darf man auch annehmen. Alles Kondenswasser setzt sich dort ab. Das Dunkle zwischen den Fliesen deutet außerdem auch auf Feuchtigkeit hin. Muß ja nicht gleich in Pfützen auftreten. Luftfeuchtigkeit schafft das auch.

    Ernähren tut der Pilz sich mitunter von Baumaterial. Kleister, Leim, Dichtmasse, Tapete und derlei Dinge hat man ja schon mal gesehen als vermeintliche Futterquelle. Irgendwas holziges braucht der Pilz ja. Mag auch sein, daß vom Schrank genug Zeugs runter gefallen ist um den Pilz zu nähren. Auch wenn das nach Mangelernährung ausssieht. Hungersnot kann auch ein Grund sein um dringend noch mal fruktifizieren zu wollen bevor man ablebt.

    also kann ich beruhigt sein das das kein schimmel ist was dort gewachsen ist? das dunkle ist keine feuchtigkeit das ist die farbe schwarz vom fugenmaterial und kein schimmel , nässe etc

  • Das was du uns da zeigst ist definitiv kein Schimmel. Da kann ich dich beruhigen.

    Allerdings könnte Schimmel sich dort ebenfalls wohl fühlen. Daß hier ein Pilz gut wachsen konnte zeigt die Gefahr. Ebenfalls möglich wäre, daß ein gewisses Wasserreservoir unterhalb des Fliesenbodens zu finden ist. Man muß das ja nicht sehen. Irgendwo ist vielleicht eine Leitung undicht oder die Drainage des Hauses und das Wasser sucht sich dann einen Weg. Und Pilze finden zielsicher zum Wasser. Auch durch Beton etwa. Das sollte man nicht unterschätzen.

    Was du vielleicht beachten solltest ist die Zirkulation der Luft in diesem Raum. Hinter dem Schrank ist wenig Platz, wenig Luftaustausch. Schimmel liebt so etwas! Genau dort wird ein gutes Mikroklima für ihn produziert. Also vielleicht umstellen oder abrücken der Möbel und mal mit einem Schimmelreiniger bearbeiten und durchtrocknen. Damit ist dir vielleicht schon geholfen damit das nicht wieder auftritt. Dennoch könnte es natürlich auch gravierender sein. Das kann man nicht ausschließen.


    Von hier aus können wir da nur etwas zu den Pilzen sagen. Fachleute für Sanitär etc. sind wir nicht.

  • Hallo!


    Also ich wäre da nicht ganz so optimistisch.

    Ich glaube inzwischen zu wissen, was Pilze können und wollen.

    In dem Ausmaß wie die Fruchtkörper dort in der Küche wachsen hat das sicher nichts mit dem Notprogramm zur Vermehrung zu tun. Dem geht es dort richtig gut (siehe Anzahl Fruchtkörper!) außer, dass ihm das Licht fehlt.

    Und der ernährt sich auch nicht mal von was Rungefallenem. Unter den Fließen ist da was richtig gut Verwertbares für den.


    Bei einem Pilz mit dieser herablaufenden Lamellenhaltung darf man natürlich auch nicht auf irgendwelche Champignons oder gar Keulen kommen.


    Man kann es ja mal versuchen, die Küche etwas mit zu heizen und für Zirkulation an der Stelle zu sorgen, aber ich schätze mal, die Ursache liegt hier tiefer.


    VG Ingo W

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  • Mal ne blöde Frage, weil ich hier mehrfach von Licht lese.


    Ich dachte Pilze betreiben keine Photosynthese?

    Hallo,

    Tun sie auch nicht. aber um die Sporen zu verbreiten , müssen die Fruchtkörper an die Luft kommen , also streben sie (nur die Fuchtkörper) zum Licht.

    Die Sporen sollen ja vom Wind verbreitet werden.

    Gilt natürlich nicht für Trüffel oder ähnliches subterrrestrisches.

    Gruß

    Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

    ------------------------------------------------------

  • Hi!

    Mal ne blöde Frage, weil ich hier mehrfach von Licht lese.


    Ich dachte Pilze betreiben keine Photosynthese?

    Das ist richtig.

    Aber die Pilze in der Erde wollen ihre Fruchtkörper schon über dem Boden bilden mit allem was dran hängt.

    Deswegen öffnet sich und wächst der Hut bei den meisten Pilzarten erst so richtig, wenn er Licht abbekommt, also feststellt, er ist durch die Erde durch.

    Vielfach wird auch die Farbe der Pilzfruchtkörper erst mit dem Licht gebildet. Das kann man dann sehen, wenn ein Fruchtkörper noch versteckt im Laub steht oder abgedeckt ist während sich die Brüderchen schon an der Oberfläche befinden oder auch, wenn einfach ein Blatt auf dem Hut klebt.


    Selbst die Stabilität hängt damit zusammen. Solche lichtlosen Fruchtkörper sind viel anfälliger gegen Wind oder andere Belastung, also zarter im Stützgewebe, was man sich bei manchen Zuchtpilzen dann wieder zu Nutze macht.


    VG Ingo W

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  • Bon Soir!


    Wow, das ist ja mal ein krasser Fund.

    Ein paar kleine Details noch: Klar ist das ein Seitling, und eben allerhöchswahrscheinlich ein Austernseitling (Pleurotus ostreatus). Warnhinweis: Der ist essbar und lecker (nicht roh verzehren). Aber bei solchen üppigen Kollektionen in geschlossenen Räumen kann der durchaus problematisch sein: Das Einatmen von Massen der Sporen konstant über längere Zeit kann ziemlich ungesund sein.

    Wichtig ist: Ja, der Pilz braucht irgendwo ein organisches Substrat, und nein, die Krümel hinterm Herd reichen dafür niemals aus. Das Substrat muss auch eine gewisse Grundfeuchtigkeit haben, sonst kann diese Art das nicht verstoffwechseln. Heißt also: Da ist feuchtes Holz (auch Presspan, Stroh oder was auch immer) im Boden. Solange man das nicht irgendwie trocken gelegt bekommt, werden die Fruchtkörper immer wieder auftauchen.
    Die Feuchtigkeit muss ja aber nicht aus der Küche kommen - die Frage ist: Wie sieht denn das Fundament aus? Also kann die Feuchtigkeit irgendwie von unten kommen? Oder durch irgendwelche Wände?



    LG, Pablo.

  • Da ich als Holzschutzgutachter beruflich schon mehrfach solche oder ähnliche Befallsbilder gesehen habe: Die verbaute OSB-Platte ist hier mit Sicherheit feucht geworden. Mehrfach war es in diesen Fällen so, dass die OSB-Platte nicht ordentlich abgedichtet eingebaut wurde, und, da die Baumarktqualität wunderbar aufquellen kann und Wasser förmlich anzieht, dann auch kaum je wieder austrocknet. Hier liegt also ein Baufehler vor, der zu einem Bauschaden geführt hat. Fundmeldungen vom Austernseitling auf OSB-Plattenmaterial gibt es zahlreich. Letztens wurden Bilder aus einem Linienbus gezeigt, wo unter der nicht dicht geschlossenen Gummifußmatte für die Fahrgäste solche wuchsen - bei Regen kommen die Fahrgäste mit nassen Schuhen in den Bus und auch von den Regenschirmen läuft Wasser ab. Es gibt spektakuläre Bilder aus einem Motarradseitenwagen (auch hier OSB-Platte) und ich selbst hatte mal im "Tintling" Bilder vom Austernseitling gezeigt, die im X-sel zwischen unteren Fensterrahmen und Teppich wuchsen und sich von der unter dem Teppich verbauten OSB-Platte ernährten. Dort war die OSB-Platte bis unters Fenster gezogen und die äußere Fensterbank nicht richtig abgedichtet, so dass auch hier die Platte nass wurde.

    Beim Selberbauer wird meist verkannt, dass es sehr verschiedene Qualitäten von OSB-Platten gibt, von dampfdicht bis Wasserresevoir

    Die Dunkelfruchtkörper verschiedener Pilze sind immer sehr spektakulär und oft kann man nur erahnen, was es für eine Art ist. Spektakulärstes Beispiel was mir bisher als Gutachter unterkam: Ein aus dem Türrahmen eines sauteuren Wohnmobils herauswachsender Zaunblättling - auf kompletter Türhöhe.

  • Loona das was du geschrieben hast hörts sich realistisch an. vielen dank für deine ausführliche erklärung. ja osb platte liegt darunter unter den fliesen und auf dieser Platte eine art schlemme von zement bzw beton. unter der osb platte kommt sand. da wir den boden nun rausgenommen haben, stellte sich fest das darunter keine nässe oder feuchtigkeit darstellt. was kann man als alternative für osb plattennehmen damit das nicht nochmal durch kommt? hast du da einen tip für mich? hast du evtl. bilder von dem was du geschrieben hast von dem türrahmen wohnmobil? liebe grüsse Keks

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