Morcheln auf Mulch

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 2.321 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von ingosixecho.

  • Hallo zusammen,


    kurze Frage dazu, wie man Morcheln vielleicht in den eigenen Garten bekommt :)


    Die schmackhaften Dinger wachsen ja gerne auf Rindenmulch. Wenn ich welchen in meinem Garten ausbringe: von welchem Holz sollte er am besten sein?


    Viele Grüße

    Ben

  • Hallo Ben,


    soviel ich weiß kann man Morcheln nicht züchten. Wenn Du deine Gartenbeete im Herbst mulcht und sehr viel Glück hast kommen im Frühjahr welche. Bei meinen RiMuMo-Funden waren fast immer Überreste von Kiefernzapfen zu sehen.


    Suche lieber die Wildform denn die Vorkommen auf Mulch sind geschmacklich eher drittklassig.


    VG Jörg

  • Diese Erkenntnis habe ich auch durchaus aus eigener Erfahrung.


    Beste Grüße Harald

    Hallo Harald,


    seit wann isst Du denn die Dinger? Ich dachte immer das Du diese geschmacklosen Schlauchpilze ob mit oder ohne Dill ignorierst.


    Hallo Schupfnudel,


    die sind doch eh nicht echt. Über die ostasiatischen Plastikimmitate ist schon mehr als genug geschrieben worden. Lass dich bitte nicht von denen täuschen.


    VG Jörg

  • Hallo zusammen,

    auch nach meiner Meinung sind Rindenmulchmorcheln weitgehend geschmacklos, selbst wenn man sie trocknet und hinterher wieder einweicht. Auch gebe ich denen recht, die sagen, frische Wildmorcheln seien ziemlich geschmacklos. Um das Morchelaroma voll herauszukitzeln, muss man Wildmorcheln trocknen, und zwar nicht wie andere Pilze im Dörrgerät, sondern langsam, d. h. innerhalb einiger Tage zerschnitten auf Zeitungspapier (nicht auf Küchenrollenpapier, da schimmeln sie leichter) und bei Zimmertemperatur (!) bzw. aufgefädelt an der freien Luft. Weicht man sie danach ein, riecht dies zunächst abstoßend nach einer Mischung aus Chlor und Sperma, aber nach dem Kochen verwandelt es sich in das legendäre Morchelaroma. Was ich schreibe, basiert auf etwa 25jähriger Erfahrung mit Morcheln in der Küche.

    Übrigens braucht man für das Kultivieren von Rindenmulchmorcheln nicht nur das richtige Rindenmulchmaterial, sondern auch den passenden Boden, der lehmig und kalkhaltig sein sollte.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hi zurück,


    da kann man sehen, wie unterschiedlich "gerochen" wird: Das Aroma getrockneter Morcheln im getrockneten (!) Zustand ist für mich unvergleichlich gut - und schlägt jedes andere Pilzaroma.


    VG

    Ben

  • Auch gebe ich denen recht, die sagen, frische Wildmorcheln seien ziemlich geschmacklos.


    Hallo Miteinander,


    ich bin zwar nicht der ganz große Morchelfan, aber nach meinen Beobachtungen bekommt man, wenn man frische Morcheln auskocht, bereits einen sehr intensiv riechenden und ebenso schmeckenden Sud. Irgendein Freund von mir nannte das einmal "Morcheltee". Diesen Sud kann man z.B. 1:1 zu einer leckeren Morchelsauße verarbeiten. Die Morcheln kann man danach entsorgen. ich persönlich kriege "Pickel", wenn ich auf so ein ausgekochtes Teil beiße.

    Natürlich kann man sie auch trocknen und dann auskochen. Nach meiner persönlichen Erfahrung schmeckt das Ergebnis kaum besser, als wenn man frische Morcheln verwendet.


    Ergänzend dazu muss ich noch erwähnen, dass es bei den besagten Morcheln um freilaufende Hohe Morcheln geht, also M. elata. Zu Rindenmulchmorcheln und Speisemorcheln i.w.S. kann ich nichts beitragen.


    GR Ingo