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letzter Beitrag von Josef-08 am

Schwefelporling paniert und gebraten

  • Hallo liebe Leute,


    heute war es soweit: Ich habe meinen ersten Schwefelporling geerntet und zubereitet :)


    So sah er am Eichenstumpf aus, erst ein paar Tage alt und noch weich und saftig





    Zuhause hab ich die Fruchtkörperstücke erstmal in Salzwasser ca. 10 min abgekocht. Den Tipp hatte ich von Craterelle erhalten. Dann ist er nicht so säuerlich und außerdem schon etwas vorgegart, so dass nach dem Braten alle Giftstoffe sicher draußen sind.


    Vor dem Abkochen...




    Danach etwas kleinere Nuggets schneiden und panieren wie ein Schnitzel (mit Mehl bepudern, dann in gesalzenem Ei wenden und schließlich in gesalzenem Paniermehl welzen)...




    in Butterschmalz knusprig ausbacken... :yumyum:




    An Parasolschnitzel kommt er geschmacklich nicht ran, aber er hat mild und angenehm geschmeckt. Ich persönlich habe die etwas festeren Teile von der Konsistenz her lieber gemocht, hatte wirklich was von "chicken of the woods".


    Mein Fazit: Nicht mein Lieblingsspeisepilz, aber 1 mal im Jahr werde ich ihn sicherlich genießen.


    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

    Einmal editiert, zuletzt von Rotfuß ()

  • Hallo Alex,


    nö, grenzwertig waren die ganz und gar nicht. Und auch nicht bäääh. Schade, dass du mit deinen leider schlechte Erfahrung gemacht hast...


    Rotfüßchen

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Ich möchte Alex da zustimmen.
    Die sehen wirklich überaltert aus. Diese weißen Stellen die man sieht sind praktisch "verblühtes Fleisch".
    Hell darf lediglich die Zuwachszone aussehen, also der Rand.
    Wenn vom Holz her gesehen am Pilz die Farbe weicht, also an der Anwuchsstelle, dann ist das das Absterben des Fruchtkörpers.


    Ja, Eiche, reich an Gerbstoffen die einem den Geschmack vermiesen.


    Paniert sehen deine Nuggets trotzdem lecker aus. :freebsd:

  • Das mit dem Abkochen und Panieren ist eine super Idee! Selbst meinem Sohn, der außer Champignons selten Pilze isst, haben sie sehr gut geschmeckt. Die waren aber auch wirklich ganz weich und saftig.

    Ich bin gerne wandernd oder spazierend in der Natur unterwegs und freue mich über alles Essbare, dass ich dabei finde. Als Privatier habe ich jetzt die Zeit, um mein Wissen zu erweitern. Solange ich nicht alles weiß, gibt es von mir keine Verzehrfreigabe.


    Viele Grüße
    Teetrinker:ghurra:

  • Hallo,


    hat noch jemand die Erfahrung mit einer allergischen Reaktion gemacht? Ich bin mir nicht mal sicher, ob es wirklich eine Allergie ist oder einfach was falsch gemacht habe.


    Hab den Schwefelporling dieses Jahr das erste Mal im Jungstadium finden können. Wobei finden ist eigentlich das falsche Wort, die halbe Ruhr entlang leuchtet es knallig orange. Hab ihn dann in etwa 1cm dicke Scheiben geschnitten und nur angebraten, ein paar Scheiben sind wirklich gut gelungen und waren herrlich saftig, erinnerten von Konsistenz und Geschmack tatsächlich an Hähnchenbrust, etliche Scheiben waren allerdings faserig und wenig schmackhaft, eher muffig. Außerdem wurde mein Mund davon taub, meine Mitesser haben das nicht berichtet und fanden ihn durchweg eigentlich sehr lecker.
    Was ich ebenfalls ziemlich abstoßend fande ist dieser chemische Geruch beim Braten. Oder mache ich irgendwas falsch? Ich würde ihm gerne noch eine Chance geben und ihn diesmal davor kochen. Letztes Jahr habe ich Schnitzel aus einem Riesenporling gemacht und die waren wirklich herrlich saftig und pilzig. Lagen nur etwas schwer im Magen.

  • Außerdem wurde mein Mund davon taub

    Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht, selbst mit an Kirsche gesammelten Schwefelporlingen. Diese Reaktion hat also offensichtlich nichts mit dem Gerbstoffgehalt des Wirtsbaumes zu tun.

    Seitdem ich die vorbereiteten Pilzstücke kurz blanchiere (es müssen nicht 10 Minuten sein, da genügen bereits 2-3 Minuten) vertrage ich die Porlinge problemlos, ohne dieses Taubheitsgefühl im Mund. Zubereitet werden sie idR wie oben von Rotfuß beschrieben, also paniert und gebraten.==Pilz27


    LG, Nobi

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    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78 + 6 (150er Prämie APR 2019) = 84

  • Hallo!


    Ich hatte auch vor 2 Tagen ein ähnliches Problem wie du mit Schwefelporling an Eiche. Die ersten 2 Bissen im heißen Zustand waren noch lecker und haben tatsächlich wie Hähnchen geschmeckt. Je kälter der Pilz wurde desto säuerlicher und mehlig/trockener wurde er und ich hatte ebenfalls so ein pelziges Gefühl auf der Zunge. Meine Schwester hat dann gestern den ihr überlassenen Teil 10 Minuten abgekocht. Das Kochwasser verfärbte sich deutlich. Danach hat sie die Stücke nochmal 10 Minuten gebraten und hinterher berichtet, dass er durchweg sehr gut geschmeckt hat. Das Gleiche werde ich heute auch nochmal probieren und werde gern nachberichten. Zwischenfazit ist jedenfalls, dass Abkochen jedenfalls helfen kann.


    lg

    Sandra

  • Vielen Dank euch Beiden!

    Am Wochenende gehts nochmal Richtung Wasser, werde danach berichten.

    Reagiert ihr auch allergisch auf Walnüsse? Bei einzelnen Bissen ist mein Mund taub, ab 5 oder 6 Walnüssen kriege ich keine Luft mehr. Das Taubheitsgefühl war sehr ähnlich. Keine Ahnung was der Pilz so an Zusatzstoffen produziert.

  • Ich hab ihn jetzt mal vor dem Braten abgekocht. Bei mir hat das leider - im Gegensatz zu meiner Schwester - überhaupt keinen Unterschied gemacht. Ich habe immer noch ein komisches pelziges Gefühl auf der Zunge und er schmeckt immer noch eklig säuerlich. Letztlich muss das wahrscheinlich jeder selbst für sich ausprobieren.


    lg

    Sandra


    Ps: ich habe keine Nussallergie.

  • Also ich habe gestern auch das erste Mal Schwefelporling paniert. Ich habe aus Angst vor Aromaverlust den Pilz nicht abgekocht, sondern einfach längere Zeit im Öl ausgebraten um die Garzeit zu erreichen. Ich habe nur die ganz weichen, jungen ,,Spitzen/Knubbel'' verwendet und muss sagen, dass ich von der Konsistenz ziemlich enttäuscht war. Leider war es nach wie vor faseriger Wabbel in der Panade. Ich will es die nächsten Tage nochmal probieren wenn der Porling etwas älter ist, sodass sich das Fleisch noch etwas verfestigt.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann mir einen Tipp geben, was ich anders machen könnte?

    Ich hatte bei der Zubereitung überlegt, auch ein paar Teile weiter aus der Mitte zu schneiden, wo das Fleisch schon deutlich faseriger war, mich aber leider dagegen entschieden.

    PS: Wuchsort Weide


    LG Phillip

  • Ich habe ihn bisher nur einmal in wirklich frischem jungen Zustand gefunden und ihn dann wie Hähnbruststreifen gebraten auf Salat verwendet.

    Probleme hatte ich damit keine und geschmeckt hat er eigentlich auch, obwohl ich Hähnchen vorziehen würde. Aufs Substrat hatte ich nicht geachtet. Da ich ihn in einem Buchenwald gefunden hatte, gehe ich von Buche aus. Ich muss dazu allerdings sagen, dass ich bisher noch nie Probleme mit allergischen Reaktionen auf Pilze oder andere Lebensmittel hatte.


    LG, Josef

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