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letzter Beitrag von Pfalzpilz am

Nikolaus-Pilze

  • War gestern mal bei 3-4 Grad C etwa 2 Stunden in einem Magerrasen-Gebiet unterwegs und war erstaunt was nach leichten Nachtfrösten und erstem Schneefall noch so alles steht.


    Das Habitat

    Meine Funde:
    Goldgelbe Wiesenkoralle (Clavulinopsis helveola)

    Kegeliger Saftling (Hygrocybe conica)

    Geweihförmige Wiesenkoralle (Clavulinopsis corniculata)

    Gemeiner Samtfußrübling (Flammulina velutipes)

    kennt doch jeder

    Maronen-Röhrling (Imleria badia)

    Frost-Schneckling (Hygrophorus hypothejus)

    Gebrechlicher Saftling (Hygrocybe ceracea)

    Papageigrüner Saftling (Hygrocybe psittacina)

    Orangefarbener Wiesen-Ellerling (Cuphophyllus pratensis)

    Schleimige ErdzungeGeoglossum glutinosum)

    Zwerg-Bovist (Bovista pusilla)

    Entoloma spec.

    Jungfern-Ellerling (Cuphophyllus virgineus)

    Gemeiner Safranschirmling (Chlorophyllum rachodes)

    Schöne Wiesenkeule (Clavulinopsis laeticolor)

    Weissliche Wiesenkoralle (Ramariopsis kunzei)

    Acker-Schirmling (Macrolepiota excoriata)


    Winter-Stielporling (Polyporus brumalis)

    Tintenfischpilz (Clathrus archeri). Bin ich in der falschen Jahreszeit ?


    Parasole gibt es auch noch !


    Gruß aus dem Pfälzerwald
    Dieter

  • Hallo Dieter!


    Das ist ja allerhand, was du da noch zeigst.
    Beim H. ceracea will ich mich mal wegen wiesenpilziger Unwissenheit raushalten, aber ich melde mal Bedenken bei deinem Ackerschirmling an. Den mag ich nicht glauben.


    VG Ingo W

    ________________________________________________________________
    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"

    156-20 (Gebühr APR 2020) = 136+3 (Einlaufwette APR2020) = 139+6 (3x2) für gute Phäle APR2020 = 145-15 (APR 2021) = 130+3 (Joker-Schnellverbrauchsbelohnung APR 2021) = 133+4 (APR-Schnappsplatz11) = 137+3 (Vorphal APR2021) = 140 +10 (3 Posten/Wetten mit E&U im APR 2021) = 150


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  • Hallo Ingo


    Ich habe nach einem makroskopischen Schlüsselentwurf (Quelle: wahrscheinlich Pätzold) geschlüsselt.
    Stielrinde rötend nach kratzen, Fleisch weißbleibend (nach 1 Nacht), Stiel nicht genattert, Hutschuppen braun = M.e.
    Die Sporen habe ich mit 14-15 x 9-10 µm ermittelt, was auch gut dazu passen würde. In dieser Gattung fehlt mir noch viel an Wissen. Hättest Du eine Alternative dafür ?


    Gruß Dieter

  • Hallo Dieter,
    Hartmut war schneller, ich denke auch wenn bei Deinem Samtfuß-Rübling Hauhechel in der Nähe war, spricht das eher für den Hauhechel-Rübling (Flammulina ononides).
    LG Ulla

  • Hallo Dieter!

    Zitat


    Die Sporen habe ich mit 14-15 x 9-10 µm ermittelt, was auch gut dazu passen würde. In dieser Gattung fehlt mir noch viel an Wissen. Hättest Du eine Alternative dafür ?


    Mich würde interessieren, was du für Sporenwerte bei Nr. .... (Mist, schon wieder keine Nummern!), naja, eben 3 Bilder drüber, bei dem Safranschirmling, ermittelst.


    Wenn dein Schlüssel sagt, dass es ok. ist, wenn M. excoriata nach Ankratzen rot verfärbt, dann muss sich irgendwas in der Auffassung geändert haben, oder du kannst den Schlüssel weghauen.
    Eher vermute ich aber, dass du da was falsch gemacht hast.


    VG Ingo W

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    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()

  • Hi Harzi


    Möglich, den Hauhechel-Bläuling und Andere (z.T. sehr seltene Bläulinge) gibt es dort (kleine M.heide) im Sommer in großer Zahl. Ich kann ´s aber nicht genau sagen ob es in der Fundecke Hauhechel gibt. Denkst Du an den Hauhechelrübling ? Makroskopisch käme es hin. Wäre für mich eine Premiere.
    Hier mal das Originalfoto


    Gruß
    Dieter

  • Hallo, Dieter!


    Das sind tolle Bilder von tollen Funden.
    Besser wäre ich heute also auch noch mal in die Wiesen gegangen, als zu putzen und einzukaufen...
    Beim ersten Bild dachte ich erst an das Gewann bei Wiesental, aber ich denke, es ist woanders.


    Mit den Sporengrößen ist der Schirmling übrigens kein Chlorophyllum. Die Sporen in der Gattung sind deutlich kleiner. Macrolepiota excoriata ist das aber auch nicht, das wäre ein eher kleiner, ziemlich heller Pilz, der keine solchen Hutschuppen hat.


    ich denke eher, daß das Macrolepiota procera forma fuliginosa oder auch forma permixta (starke Rötung) ist. Zumindest M. fuliginosa ist in den Magerwiesen in der nördlichen Oberrheinebene nicht selten.


    Der gelbliche Saftling sieht eher wie Hygrocybe chlorophana (Stumpfer Saftling), wenn man von den ins Orangene gehenden Hutfarben und den eher ausgebuchteten bis breit angewachsenen Lamellen ausgeht.
    Das ist aber mit den Pilzen in der Hand besser zu beurteilen.


    Die Keulchen und die Wiesenkoralle hast du bestimmt unterm Mikro gehabt, oder?
    C. helvola und C. laeticolor sind sicher ja nur durch die unterschiedlichen Sporen zu trennen, wenn sie nicht mal ganz arg ideal ausgeprägt sind.
    Und die Farben bei C. corniculata sind ja ganz die von C. luteoalba. Aber ob die so verzweigt wachsen kann?
    Weil so:


    Wäre es ja auch irgendwie zu einfach, oder?
    Ist ja auch immer die Frage, wie die Kälte das Aussehen verändert hat.



    LG, pablo.

  • Hallo Ingo


    Der Safran-Schirmling (einschließlich Schnittbild) war für mich makroskopisch eindeutig, deshalb wurde auch nichts mitgenommen.


    Bisher bin ich mit dem Schlüssel aber ganz gut zurecht gekommen. Mache meist auch Plausibilitätsprüfungen mit Bon/Gerhardt und Beschreibungen aus dem Netz. Bei diesem kam ich aber mit letzteren zu keinem rechten Ergebnis, deshalb habe ich den hier auch ausführlicher gezeigt (grins).
    Ich versuchs noch mal mit einem anderen Schlüssel.
    Ich kann mich aber noch an eine Schirmlingsbeschreibung erinnern, in der besonders auf extrem abstehende dunkle Hutschuppen hingewiesen wird. Finde aber diesen nicht mehr.


    Gruß Dieter

  • Hallo Pablo


    Die beiden gelben Keulchen habe ich mikroskopiert, das paßt schon über die Sporen(formen).


    C. corniculata steht in fast allen meinen Trockenwiesen, da bin ich makroskopisch schon sicher. Wird auch nur max.20-25mm hoch. Die fadenförmigen gelben Keulchen sind meist wesentlich länger.


    Der gelbe Saftling hatte Sporen mit etwa 8 x 3,5-4 µm mit z. T. leichten Einschnürungen.


    Gruß
    Dieter

  • Hallo, Dieter!


    OK, die Sporen von H. chlorophana sind deutlich breiter und kaum jemals eingeschnürt. :alright:


    Bei den Keulchen meinte ich schon Clavulinopsis luteoalba (Aprikosenfarbene Wiesenkeule) als Verwechslungsmöglichkeit, keine der gelben. Siehe unteres Bild von mir. Die kann auch mal ziemlich breit sein und auch leicht verzweigt.
    Ich denke dennoch, daß du C.corniculata zeigst. Nur die Färbung fand ich außergewöhnlich.



    LG, pablo.

  • Hallo zusammen


    @ Karl-Heinz
    Makroskopisch passt das schon mal ganz gut, aber um die Sporen als sternförmig anzusehen benötigt man sehr viel Phantasie. Von dieser Gattung lass ich mal meine Finger, es gibt noch viel(zuviel) anderes.


    @Ingo
    Ich hab da mal etwas gegockelt und meine jetzt, das M.fuliginosa ganz gut hinkommen kann. In dem vorliegenden Schlüssel und in meinen Büchern ist diese Art (oder Varietät) nicht vorhanden.
    Spezialliteratur habe ich dazu nicht und deshalb kam ich auch nicht in diese Richtung. Ich lege den mal unter dieser (nach IF guten) Art ab.


    @Ulla & Hartmut
    Werde demnächst mal mit befreundeten Pilz- und Pflanzenkundigen (kennst Du, Hartmut) die Ecke nach Hauhechel erkunden. Wir sind dort gelegentlich auch gemeinsam zugange.


    @Gnuppie
    Das Weihnachten vor der Tür steht zeigte sich in dieser Pflanze, die sich kürzlich in einem anderen Gebiet bei lausiger Kälte zeigte.


    Gruß Dieter

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