Beiträge von Toffel

    Hallo Stefan,

    Ich könnte das nicht mit Kasparpuppen Kindern da Thema Pilze spielerisch näher bringen. :daumen:

    mit Kasparpuppen (Kaspar Hauser?) ist es aber wirklich eine Herausforderung. 8o Dann doch lieber Kasperpuppen. ;) Ich muss aber zugeben, dass ich mich auch damit schwer täte.


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo Claudia,


    dein Fund entspricht m. E. dem von Andreas. Er wächst hier auch wie er soll - direkt auf den Stiel aufgepfropft. Es gibt aber u. a. eine Beschreibung von Redhead, in der S. contortipes auf dem Hut des Wirtes wachsend beschrieben wird. Dadurch hat man überhaupt erst erkannt, dass es sich hier um einen Parasiten handelt. In der Originalbeschreibung ist davon natürlich nichts zu lesen. (Dafür aber, dass er auf einem Stück Nadelholz gefunden wurde, was mich jetzt wieder etwas irritiert.) Insgesamt scheint die Lebensweise dieses Pilzes noch etwas unklar zu sein.


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo Hasilein,


    dein Fund dürfte etwas Anderes sein. Dictydiaethalium plumbeum sieht so aus. Aber dafür ist er fast schon wieder zu dick.


    Bei Marias Fund war mein erster Gedanke auch Symphytocarpus. B. maxima kenne ich nicht aus eigener Anschauung.


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo Claudia,


    das ist ein super Fund. Für mich mit das Beste, das man in der Natur überhaupt finden kann.

    Am 13.Oktober 2020. Hier sehe ich auf dem Foto eine Verfärbung der Häublinge rechts. Zwei Tage vorher waren es noch ganz normal gefärbte Häublinge s.o. Beginnt hier vielleicht der nächste Parasitismus?

    Ich weiß gar nicht, ob die Entwicklung dieses Pilzes überhaupt so genau bekannt ist. Er soll ja auch direkt auf den Hüten des Wirtes wachsen können. Möglicherweise ist das aber auch eine andere Art. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese Fruchtkörper auch befallen sind. S. paradoxa wächst anscheinend auch von innen aus vollständig entwickelten Cystoderma-Fruchtkörpern. Es wäre auf jeden Fall interessant, wenn du das mal beobachten könntest.


    Kannst du Mikrobilder vom Übergang des Parasiten in den Wirt machen?


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo Christoph,

    der Albatrellus confluens war doch der junge Albatrellus cristatus, der noch nicht grün verfärbt war, oder? ;-)


    weil in den Schlüsseln die Hutfarbe ein wichtiges Merkmal ist und weil auch Nadelbäume in der Nähe waren, bin ich misstrauisch geworden. Ich habe mir den Fund gerade noch mal angesehen und Schnallen gefunden. Ich halte das daher doch für A. confluens.


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo Pablo,


    da werden dir die spektakulärsten Funde präsentiert und dich bringen ein paar Haare aus der Fassung. :D Aber danke. :)


    Grüße

    Steffen

    Jetzt folgen die letzten beiden Tage.


    Zunächst gab es Hypholoma subviride (Zwerg-Schwefelkopf). Er wird häufig mit H. fasciculare (Grünblättriger Schwefelkopf) zusammengefasst. Er unterscheidet sich neben dem deutlich kleineren Wuchs durch enger stehende Lamellen. Dass H. subviride meist an stärkeren Substraten vorkommt, während H. fasciculare auch an dünneren Ästen wächst, widerspricht der Auffassung, dass es sich hier um eine Kümmerform des Grünblättrigen Schwefelkopfes handelt.


    Lactarius illyricus (Netzsporiger Buchenmilchling)


    Am letzten Tag hatten wir zunächst einen seltsamen Röhrling. Die auffällig leuchtenden Poren ließen zunächst an Aureoboletus gentilis (Goldporiger Röhrling) denken. Die Huthaut war aber rau und weder schmierig noch schmeckte sie salzig. Als nächstes wurde A. moravicus (Mährischer Röhrling) vermutet, weil sich im Schnitt zunächst bräunliche Verfärbungen unter der Huthaut zeigten. Das schwache Blauen im oberen Fruchtkörperteil entpuppte den Fund aber schließlich als Xerocomus subtomentosus (Ziegenlippe). Die rissige Huthaut weist auch auf einen Trockenschden hin, wodurch die satte braune Farbe sicherlich noch verstärkt wurde.


    Eine weitere Kohlenbeere gab es mit Hypoxylon intermedium (Eschen-Kohlenbeere). Makroskopisch lässt sie sich meist gut durch die halbkugelige Form, das Vorkommen auf Esche (Fraxinus excelsior) und die graubraune Farbe ansprechen. Weitere charakteristische Merkmale sind gelbgrünliche Elemente in KOH und auffällig große Ascosporen.

    Die Art hat, ähnlich wie H. cercedicolum (Mährische Kohlenbeere), ihren Verbreitungsschwerpunkt in Süddeutschland, wo sie sehr häufig ist. Bei uns in Sachsen fehlen beide Arten praktisch völlig.


    Anschließend hatten wir noch drei Ramarien, wobei die unscheinbarste die interesanteste war. :)


    Zunächst Ramaria flavescens (Gelbliche Koralle)


    Anschließend, etwas kompakter wachsend, R. largentii (Orangefarbene Koralle, obwohl eigentlich die erstere oben mehr orange gefärbt war ;) )


    Jetzt war meine Kamera ausgestiegen, vermutlich weil Wasser hineingeraten war. Die restlichen Fotos habe ich mit Stefans Fotoapparat gemacht. Die Bilder folgen noch.


    Die letzte Koralle sieht banal aus, hatte es aber in sich, denn die Mikromerkmale schienen zu keiner Art zu passen. Zu kleine Sporen für R. eumorpha (Ockergelbe Koralle) und fehlende sternförmige Kristalle für R. helodes. Schließlich konnten wir aber doch noch einen Stern finden. Der Standort im Feuchtgebiet passt auch. Vermutlich waren die Zacken der anderen Kristalle abgebrochen oder unvollständig ausgebildet.

    Von R. helodes gibt es bisher nur einen offiziell gemeldeten Fund, nördlich des Starnberger Sees. In Josef Christans Ramaria-Monografie ist aber bereits von mehreren Standorten die Rede. Wahrscheinlich werden beide Arten meist nicht getrennt bzw. mikroskopiert. Für mich war bei rosafarbener KOH-Reaktion bei dünnfleischigen, ockerfarbenen Korallen mir R. eumorpha bisher auch Schluss.


    Jetzt fehlen nur noch die Fotos auf Stefans Apparat.

    Bis dahin möchte ich mich noch mal bei Chrstoph für die schönen Tage und die tolle Gastfreundschaft bedanken. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung für eine Fahrt in die Alpen gemacht, aber interessante Funde gab es allemal. Und wir kommen definitiv wieder. :)


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo Felli,


    danke für deinen Einwand. Eine Milch habe ich nicht beobachtet. Könnte aber sein bei den Verfärbungen. Von den Sporen her käme es hin (grobwarzig, ca. 18 x 10,5 µm, mit zwei Öltropfen). Ich merke mir das mal als cf. vor.


    Hallo Christoph,


    ich hatte mir den Fund nicht aufgeschrieben, wusste aber noch, dass es um die Hutfarbe ging. Dachte, es ging um A. ovinus und A. confluens. Ich korrigiere das.


    Grüße

    Steffen

    Hier nun einige Ergänzungen von Tag 3.


    Das zweite Exkursionsgebiet war eine Stelle mit Butyriboletus fechtneri (Sommerröhrling) und Rubroboletus satanas (Satansröhrling). Zunächst regnete es stark, so dass wir erst einige Minuten im Auto abwarten mussten. Als der Regen nachgelassen hatte, konnten wir zur Tat schreiten. Die gesuchten Röhrlinge waren nicht da. Dafür aber:


    Albatrellus confluens (Semmelporling) Albatrellus cristatus (Grüner Kammporling, danke Christoph)


    Danach haben wir eine alte Eiche aufgesucht, an der Buglossoporus quercinus (Eichen-Zungenporling) wachsen könnte. Einem Hinweisschild ist zu entnehmen, dass die Eiche ca. 400 Jahre alt war als sie am Ostersonntag 2011 von einem Blitz getroffen wurde und anschließend zurückgeschnitten wurde. Daher wird sie auch Blitzeiche genannt.


    B. quercinus war nicht zu finden. Bei der Suche nach anderen Holzbesiedlern wie Xylobolus frustulatus (Mosaik-Schichtpilz), für den das Holz jedoch vermutlich zu sonnenexponiert ist, konnte ich noch zwei besondere Ascomyceten (Schlauchpilze) finden:


    Nemania carbonacea. Laut Pilze Deutschlands der 3. Fund. Erstfund für Süddeutschland.


    Hysterobrevium smilacis (Lippen-Mauersporling). Die Sporen dieser Art sind sehr variabel, so dass die Bestimmung zunächst nicht sicher war. Wir fanden Bilder von Sporen mit 7 Septen und mehr. Laut Beschreibung haben die Sporen meist 3 bis 5, im Ausnahmefall bis zu 9 Quersepten. Passt also. Erstfund für Bayern.


    Die tote Alteiche war somit sehr ergiebig.


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo zusammen,


    Stefan hat mich gebeten, auch noch ein paar Bilder zu zeigen. Vieles wurde ja schon präsentiert, aber ein paar Sachen gibt es noch.


    Vom ersten Tag wurde eigentlich schon alles gezeigt. Daher fange ich mit dem zweiten Tag an.


    Zunächst also die Funde aus dem Auwald.


    Polyporus alveolaris (Wabenporling). In Südbayern bestimmt nicht selten, für mich aber ein Erstfund (zumindest wissentlich).


    Steccherinum boudotii (Rundsporiger Resupinatstacheling)


    Hypoxylon cercedicolum (Mährische Kohlenbeere). Noch mal als Nahaufnahme.


    Es folgen zwei Funde von der Nachsuche aus der Nähe von Brandenberg in Moorenweis.


    Biscogniauxia mediterranea (Südliche Kohlenbeere) in voller Pracht.


    Hypoxylon fuscum (Rotbraune Kohlenbeere)


    Nun die Funde aus dem Eibenwald.


    Gleich zu Beginn gab es Peziza limnaea (Schlammbecherling). Die Bestimmung gestaltete sich schwierig. Mit Spooner bin ich zunächst bei P. brunneoatra gelandet. Der hat aber nach Homeyer zahlreiche Guttulen in den Sporen. P. limnaea passt am ehesten. Die Sporen sind laut Spooner etwas zu groß, nach Homeyer passen sie aber. Nur der nicht ganz so feuchte Standort macht mich etwas nachdenklich. Ich kenne die Art eigentlich von richtig schlammigen Senken. Immerhin war der Standort aber eine Wegböschung.

    Peziza cf. succosa (Gelbmilchender Becherling) passt wohl besser. Die Milch war entweder weggetrocknet oder ich wollte sie nicht sehen. ;) Danke Felli.


    Im Wald war diese umgestürzte Eibe beschildert. Aus ihr wachsen neue Bäume.


    Chamaemyces fracidus (Schwarzfleckiger Schmierschirmling)


    Das Sumpffoto nochmal unverwackelt. ;)


    Fomitiporia hartigii (Tannenfeuerschwamm), leider schon teilgeerntet.


    In einer weiteren feuchten Senke gab es Pleurotus pulmonarius (Lungenseitling) ...


    ... und Scutellinia nigrohirtula (Rauhaariger Schildborstling)


    So, das war's von Tag 2. Die anderen folgen noch.


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo Dodo,


    das Päckchen ist heute angekommen. Ich habe den Pilz gerade bestimmt:


    Die Stromata sind tot, aber es lassen sich zahlreiche Sporen finden. Das Perispor löst sich in KOH (Damit sind D. loculatoides und D. vernicosa = D. fissa raus.). Die Sporen sind 13-16 x 6,5-7,5 µm groß. Die Keimspalte ist gerade und so lang wie die Spore. Irritert haben mich die blass gelblichen (bis leicht bräunlichen) KOH-extrahierbaren Elemente. Daher bin ich mit dem SIM-Schlüssel (Studies in Mycology Nr. 77) zuerst bei D. asphalatum rausgekommen. Das ist aber eine tropische bis subtropische Art mit oft längerem und schlankerem Stiel. Wenn man von dunkleren Pigmenten ausgeht, kommt man bei D. childiae raus. In den SIM wird "isabelline" sogar als erstes unter den KOH-extrahierbaren Elementen genannt. Passt also. Den Schlüssel finde ich an dieser Stelle dann aber etwas unglücklich (Man muss zimtfarben bis orangebraun anstatt sepia bis bernsteinfarben wählen, um bei D. childiae rauszukommen.).


    Mit dem Europa-Schlüssel von Fournier und Stadler kommt man viel schneller und unmittelbar zu D. childiae. ;)


    Es handelt sich also um Daldinia childiae.

    Bei dem Substrat würde ich auf Pappel (Populus spec.) tippen.


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo,


    ich kopiere meine Einschätzung aus der PN noch mal hier hin:


    Ich denke, dass es sich um D. vernicosa handeln dürfte; wegen der deutlichen und langen Stiele und weil die Fruchtkörper zu zerfallen scheinen. Sie müssten dann auf verbranntem Holz vorkommen. Kann das sein? Frische Fruchtkörper müssten innen gelatinös sein.


    Einen Brandschaden am Holz kann man erahnen, aber ich bin mir nicht sicher.


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo,

    Ansonsten kann ich mal meinen Freund "Toffel" anschreiben. Vielleicht hat er die entsprechende Arbeit. Er hat sich in letzter Zeit intensiver mit Nectria s.l. beschäftigt.

    ich habe die Arbeit leider nicht, ich kannte sie nicht mal. ;) Im Internet scheint sie nirgends abrufbar zu sein. Kannst du mir sie schicken, Werner?


    Beschreibungen der Art sind aber auch im Internet zu finden:

    All Fungi | Fungi and Lichens of Great Britain and Ireland

    Demnach sind deine Sporen in der Tat zu klein für D. diatrypellicola. Außerdem werden keine Mikrokonidien beschrieben.

    Ich glaube, bei den Sporen der Nectriaceae sollte man insbesondere die ältere Literatur nicht so ernst nehmen. Interessant ist auch, dass hier bei D. diatrypicola steht, dass die Funde auf Diatrype stigma meist D. episphaeria s. str. zuzuordnen sind. Dort gibt es aber zahlreiche Nachweise, bei denen die Ascosporen zu groß und warzig sind. Vielleicht ist die Variationsbreite bei N. magnusiana ja vielleicht auch größer als bisher angenommen. Daher würde ich deinen Funde auch erst mal unter N. magnusiana ablegen.

    Bei Ascofrance hast du es noch nicht versucht, oder?


    Viele Grüße

    Steffen

    Hallo Pablo,



    In diesem speziellen Fall irritiert mich aber viel mehr die Fleischfarbe im Stiel: Mit so einem rosabraun, das dann halt recht gut zu X. subtomentosus passen würde.


    ich hatte schon X. ferrugineus mit schmutzig rosa verfärbendem Fleisch, vor allem im Stiel. Das hat mich anfangs irritiert, aber was soll es im Nadelwald Anderes sein? Auch hier war ja kein Laubbaum in der Nähe.


    Viele Grüße
    Steffen

    Hallo SchnigSchnag,



    Er wurde in der Kontrolle als Rotfussröhrling bestimmt.


    wenn dir das als Bestimmung reicht. In Mitteleuropa gibt es sechs Arten von Rotfußröhrlingen. ;)


    Ich denke, das sollte X. pruinatus sein. So kräftig gelbes Fleisch hat sonst eigentlich keiner und das ist laut Literatur ein gutes Merkmal. Die Art ist sehr variabel und das Blauen dauert auch sehr lange.


    Viele Grüße
    Steffen

    Hallo Abeja,


    D. childiae und D. pyrenaica sind schwer zu trennen. Über die Sporen geht da wohl auch nicht so viel; die unterscheiden sich nur um 1 µm. Aber das muss wohl reichen. Ich habe mich am Wochenende mit Rolf Hedlich unterhalten, der sich mit der Gattung beschäftigt hat. Er hat mir bestätigt, dass es auch Unterschiede in der KOH-Reaktion gibt. Nach meiner Erfahrung ist bei D. pyrenaica ein kräftiger orangefarbener Ton mit drin, was bei dir nicht der Fall zu sein scheint. Außerdem meine ich einen Stielansatz zu erkennen. Mal sehen, was sich machen lässt, wenn sie da ist.


    Viele Grüße
    Steffen

    Hallo Maria,


    die neuen könnten auch Irpex lacteus sein. Ich habe den, wie auch S. pachyodon, noch nicht gefunden und kann sie daher auch nicht sicher mit deinen Bildern trennen. Aber die Hüte sind wohl zu groß für Irpex. Die ersteren werden wohl Spongipelllis sein, wegen der langen Zähne.
    Hericium ist jedenfalls auf keinem der Bilder zu sehen. H. cirrhatum ist zudem viel dickfleischiger.


    Viele Grüße
    Steffen

    Hallo Maria,



    Nach dem Studium der (deutschsprachigen) Veröffentlichungen stellt sich mir die Frage, warum es in Deutschland bis vor Kurzem keine Fundmeldungen gab bzw. seit ein paar Jahren nur einige sehr wenige? Auch mit der Hypothese, dass diese Pilze wohl gelegentlich als Daldinia concentrica falsch bestimmt worden sind, verstehe ich dies nicht, denn auch dieser Pilz scheint ja nicht wirklich häufig vorzukommen. Und dann finde ich da zufällig diese Pilze - wo kommen die her? Also gab es diese Pilze hier schon immer und man hat sie nur nicht gefunden/bestimmt? Oder wandern diese nun durch die Klimaerwärmung bei uns ein? Und wenn das Letztere stimmt, wie geschieht dieses "Einwandern"?


    wo hast du nachgesehen? Ich sagte doch, dass die Gattung selten ist. ;) Ich würde sagen, sogar noch seltener als Erdsterne (Geastrum). Es gibt aber auch noch Selteneres. Das ist ein Grund für die wenigen Nachweise.


    Bei brd.pilzkartierung.de finden sich immerhin 12 Nachweise, die sich auf drei Gebiete zusammenfassen lassen: Frankfurt (Main), Mannheim und Freiburg. Das sind wärmebegünstigte Regionen. Nördlich der Alpen dürfte die Art hauptsächlich in solchen Gebieten vorkommen, da es sich um eine wärmeliebende Art handelt.


    Zum Einwandern: Wenn die Bedingungen für einen Pilz in einer Region passen, wo sie bis dahin nicht ausreichend gegeben waren, kann der Pilz dort wachsen. Die Sporen befinden sich ja in einem gewissen Umkreis um das ursprüngliche Verbreitungsgebiet. Die Ausbreitung geht also mit einer gewissen "Geschwindigkeit" voran, sicher aber auch sprunghaft.


    Viele Grüße
    Steffen

    Hallo Maria,


    der Pilz ist angekommen. Die KOH-Untersuchung ergab schon eine Überraschung: gelbbräunlich (s. Foto). Ich hatte allerdings schon ein wenig damit gerechnet, weil ich auf den Fotos Stielansätze zu erkennen glaubte. Zusammen mit den recht großen Stromata (bis 2,5 bzw. 3,5 cm) und vor allem mit den Sporen von (12) 12,5-15 (16) x (5,5) 6-7 µm habe ich den Fund als Daldinia childiae bestimmt. Die Art hat laut Literatur keine Substratvorlieben.
    D. pyrenaica hat nach meiner Erfahrung einen Rotton in der KOH-Reaktion, ist etwas kleiner und stärker an das Substrat gedrückt. Die Art kommt vorwiegend auf Eichen und Weidengewächsen (Salicaceae, v. a. Weiden und Pappeln) vor.


    Viele Grüße
    Steffen

    Bilder

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