Guten Tag,
der Schuppige Sägeblättling wäre für mich ein heißer Kandidat. Da wären die Blätter auffällig gesägt. Man sieht die auf dem Bild leider nicht so gut. Totes Nadelholz paßt.
Viele Grüße,
Benjamin
Guten Tag,
der Schuppige Sägeblättling wäre für mich ein heißer Kandidat. Da wären die Blätter auffällig gesägt. Man sieht die auf dem Bild leider nicht so gut. Totes Nadelholz paßt.
Viele Grüße,
Benjamin
Alles anzeigenOch die Rauköpfe wahrscheinlich mehrmals...
Wobei man aber die Rauhköpfe aus der Untergattung Orellani wie z.B. die Typusart Cortinarius orellanus keineswegs kosten sollte, da diese äußerst toxisch sind (sie enthalten das Nierengift Orellanin).
Und Orellanin kann nicht durch Trocknen und Kochen neutralisiert werden. Die Letalität bei diesen Vergiftungen liegt bei 10-15 %. Mithin gehören diese Rauhkopf-Arten mit zu den gefährlichsten Giftpilzen.
VG
-Marcel.
Guten Tag,
aber das Gute ist, daß das Orellanin es nicht so eilig hat. Es läßt einem die Zeit, vor dem Ableben noch ein paar Rauhkopffundstellen in (schmackhafte?) Pilzmahlzeiten zu verwandeln. ![]()
Viele Grüße,
Benjamin
Guten Tag,
falls unter dem Rasen Nadelholz vergraben ist (Wurzeln?), hätte man vielleicht auch den Harzigen Sägeblättling (Neolentinus adhaerens) ins Auge fassen können. Ich meine, gesägte Blätter und einen rilligen Stiel zu erkennen. In diesem Fall sollten die Fruchtkörper sich aber mehr oder weniger deutlich klebrig ("harzig") anfühlen.
Viele Grüße,
Benjamin
Alles anzeigenBegonnen hab ich übrigens mit Stockschwämmchen und Rotfüsschen.
Moin Fungi-Hopper, da bist du aber wirklich mutig!
Respekt.
Dann hast du dich mit dem tödlich giftigen Doppelgänger des Stockschwämmchens sicher ebenso intensiv befasst. Die Schwefelköpfe sind keine Verwechslungspartner und die erkennst du spätestens, wenn du sie in der Pfanne hast. Die sind nämlich gallenbitter.
Ich kenne Pilzsachbverständige, die bis heute keine Stockschwämmchen essen, weil sie auf Nummer sicher gehen wollen, sich nicht versehentlich umzubringen.
Der Name Hallimasch resultiert aus "Hall im Arsch" - sprich, manche Menschen vertragen ihn nicht. Ob du zu jenen gehörst, kannst nur du herausfinden, wenn du sicher bist, dass deine Pilze verzehrbar sind und es testest.
Guten Tag,
in älteren Pilzbüchern (zum Beispiel denen von Michael Merkl) wird der Name anders hergeleitet. Hier: https://www.google.com/url?sa=…Vaw2F6OxhhvXtwgjE1OomQI7d findet man das auch im Netz:
Der Hallimasch durchwuchert auch morsches Holz und bewirkt das Leuchten abgestorbenen Holzes im Dunkel. A. Wesemüller leitet den Namen Hallimasch ab vom ahd. hali (helan, hehlen, verbergen, heimlich) und masch (Masche, vom germ. mesq flechten) und nennt ihn «den (im Wurzelwerk) heimlich Flechtenden».
Mir kam das immer plausibel vor, aber ich hab zur Kenntnis genommen, daß die Mehrheit beim Hallimasch jetzt weniger an Geflecht und mehr an Popo denkt. ![]()
Viele Grüße,
Benjamin
Guten Tag,
ich hab bei den Bildern zuerst an Nebelkappen gedacht. Der Marmorierte Rötelritterling und Nebelkappen sollen sich auch sehr ähnlich sehen. Ersterer hätte rosanes Sporenpulver, vielleicht könnte man damit die Unterscheidung hinkriegen.
Viele Grüße,
Benjamin
Hallo Schwammerl3,
es kann der Gartengiftschimpilz sein, der kommt oft an solchen Standorten,
https://www.pilzbuch-pilzwelte…lorophyllum-brunneum.html
viele Grüsse
Matthias
Guten Tag,
sprechen zwei Einzelheiten nicht deutlich für Ch. rachodes?
- Der Ring wirkt dick mit mehreren Kanten ("doppelt").
- Die Stielbasis ist rundlich keulig.
Kompost hin oder her - kann das überhaupt Ch. brunneum sein?
Viele Grüße,
Benjamin
Alles anzeigenHallo an alle,
bitte die Anmerkungen von Prof. Marc Stadler zu dem Thema beachten. (...)
Zitat aus dem DGfM-Forumsbeitrag:
"Es ist uns bei unseren Studien zum Sekundärstoffwechsel der Pilze auch ab und an mal passiert, dass wir zB Betulinsäure in Extrakten aus Jackrogersella multiformis (wie die Art heute heißt)"
Verstehe ich das richtig, daß der Schwefelporling statt Laetiporus sulphureus jetzt wirklich "Jackrogersella multiformis" heißt?
Guten Tag,
ich glaube nicht: https://www.123pilzsuche.de/da…tails/VielgKohlebeere.htm
Benjamin
Frau Rose Marie Dähncke schreibt zu Tricholoma scalpturatum: "Diesen etwas schmächtigen Pilz ohne hervortretendes Aroma wird man zum Auffüllen von Pilzmischgerichten nehmen oder zum Trocknen. Feste und junge Exemplare eignen sich auch für ein Einzelgericht oder blanchiert für Salat." und bewertet ihn als "gut".
Auch Tricholoma terreum nennt sie "gut" und schreibt: "Die Massenvorkommen machen den Pilz für die Küche interessant. Er hat ein angenehmes Aroma und kann in größeren Mengen Pilzmischgerichten beigegeben werden. Auch für Einzelgerichte und nach Blanchieren für Salate geeignet, ebenso für Pilztorte."
Natürlich ist es völlig plemplem, über Geschmack zu streiten... und sowieso hat Frau Dähncke immer recht! ![]()
Benjamin
Weiß eigentlich jemand, wo der Name "Perlpilz" herkommt?
Guten Tag,
Hans Haas und Michael Merkl schreiben, daß der Name von den Hüllresten auf dem Hut komme.
Die sehen manchmal wirklich ein bißchen aus, als habe man Perlen darübergestreut.
Viele Grüße,
Benjamin
Guten Tag,
Erdritterlinge werden auf 123Pilze als "giftig" oder "tödlich giftig" bezeichnet (mit Kleingedrucktem dazu). Die Finder kurz über die Kontroverse aufzuklären, könnte daher nützlich sein, damit niemand einen Schrecken kriegt, wenn er nach der Mahlzeit ins Internet schaut.
Viele Grüße,
Benjamin
Hier die Bilder
Guten Tag,
ein Grauer Wulstling ist das für mich nicht. Dessen Manschette wäre stärker gerieft und nicht so "flauschig", sondern mehr häutig.
Den Fransigen Wulstling hatte ich noch nicht in der Hand, aber mit dem könnte man mal vergleichen.
Viele Grüße,
Benjamin
Vielen vielen Dank genau solche Infos hab ich gesucht 🙏
Ich würde mich tendenziell eh an Röhrlinge halten für den Anfang da ich sie nicht selbst Esse will ich auf keinen Fall Gefahr laufen etwas falsches weiter zu geben. Die beiden Bücher werde ich mir asap besorgen.
Also denkst du es ist noch im Rahmen selbst vermeintlich Geschütze Arten wie den vielfärbenden Mal einzeln mitzunehmen um sie sicher zu bestimmen?
Danke euch allen für die vielen Infos ich möchte einfach möglichst wenig Schaden anrichten und dabei etwas lernen. Schon traurig genug daß ich nach jedem Mal Pilze suchen mit einem Beutel Müll aus dem Wald komme. 😭
Mach dir nicht zu viele Sorgen. Du holst ja nur Fruchtkörper. Das Lebewesen Pilz (-geflecht) lebt nach deiner Ernte weiter. Durch deine Herumgetrage verbreitest du vielleicht sogar ein paar Sporen. Rote Listen haben nur unverbindlichen, mahnenden Charakter. Lediglich die gesetzlichen Vorgaben sind bindend.
Pilze kann man am besten schützen, wenn man ihre Lebensräume vor Zerstörung und Nährstoffeintrag (Stickstoff!) schützt.
Wenn du Pilze kennenlernst und dein Wissen und deine Begeisterung verbreitest, hast du wahrscheinlich mehr für den Naturschutz getan, als wenn du ein paar Fruchtkörper im Wald läßt.
Benjamin
Guten Tag,
Leccinum variicolor hatte bei mir immer blaugrüne Flecken an der Stielbasis und deutlich gesprenkelte Hüte. Nichts davon sehe ich auf deinen Bildern, ich wäre deshalb von anderen Birkenpilzen ausgegangen.
Ich mach es anders als du: ich nehm gerade die Pilze mit, die ich im Feld nicht bestimmen kann und betrachte sie zuhause möglichst eingehend.
Glückwunsch zu dem reichen Fund!
Viele Grüße,
Benjamin
Noch generell zur geophylla-Gruppe : Ich habe eine neue Art mit drei Kollektionen von unterschiedlichen Standorten: jede der drei Kollektionen hat andere Mikromerkmale!! Daher beschreibe ich die nicht! Ja, ja, die "so einfache Art geophylla"!!!!
Guten Tag Ditte,
was bedeutet das? Daß die Mikromerkmale bei dieser Art sehr veränderlich sind (und daher zur Artbestimmung allein nicht taugen)? Oder die neue "Art" vielleicht drei Arten wäre, wenn man bei der Sequenz andere Abschnitte betrachtete? In dem Fall wären die betrachteten Abschnitte allein zur Artbestimmung nicht tauglich?
Vielen Dank für die Antwort,
Benjamin
Hallo Benjamin,
C. flexipes sollte kräftig und gut wahrnehmbar nach Pelargonien (Geranien) riechen? Daher ja auch der Name Pelargoniengürtelfuß. Die Art kenne ich mit einem auffällig feinschuppigen Hut, wobei die hellen Schuppen zurdunkleren Huthaut kontrastieren.
Der Geruch hat mich auch irritiert. Falls hier Pelargoniengeruch vorhanden ist (die Meinungen der Riecher gehen auseinander), wäre er nur schwach ausgeprägt. Bei C. flexipes wird auch eine Varietät inolens beschrieben, deshalb habe ich das nicht so stark gewichtet.
Auch die helle Hutschuppung habe ich in den Büchern gesehen. Aber man findet zumindest im Netz (zum Beispiel Bild von Uwe Winkler auf fundkorb.de) auch Bilder mit deutlich weniger kontrastreicher Schuppung.
Auf jeden Fall schon mal danke für den Kommentar.
Benjamin
Guten Tag,
im reinen Fichtenwald auf 1000 Metern über dem Meeresspiegel (Allgäu bei Unterjoch) mit saurem, moosbedecktem Boden war heute *alles voll* mit einem dunkelbraunen Gürtelfuß. Die Schwierigkeit beim Bestimmen von Telamonien ist mir wohl bewußt. Da aber im Winkler und FoTE die meisten ähnlich gefärbten Gürtelfüße als Laubwaldarten angegeben werden, hatte ich die Hoffnung, vielleicht doch eine Art eingrenzen zu können.
Mein Vorschlag wäre Cortinarius flexipes var. flabellus.
Hutdurchmesser: 3 cm
Hut: wasserzügig (hygrophan), gebuckelt bis spitz gebuckelt
Stiellänge: 4,5 cm
Geruch: wenig auffällig, chemisch, blumig
Sporen: 8x5 mu, warzig
Dürfte C. flexipes hinkommen? Oder ist es falsch? Oder alles unsicher?
Für Antworten bedanke ich mich herzlich.
Viele Grüße,
Benjamin
Nachdem ich einen Bericht in der Schweizer Pilzzeitung gelesen habe, dass Pilzsammler statt den vermuteten Maronenröhrlingen Kopfige Kernkeulen gesammelt, zubereitet und gegessen haben, wundert mich nichts mehr. Diese Vergiftung war nicht ohne.
Guten Tag Peter,
hab ich dich richtig verstanden, daß sich jemand mit Kopfigen Kernkeulen vergiftet hat? Was enthalten die für ein Gift und wie verläuft die Vergiftung?
Viele Grüße,
Benjamin
Wobei ich hier aber tatsächlich trotz der etwas hochstehenden Scheide eine weiße Amanita citrina nicht 100% ausschließen würde. Manchmal machen die auch solche Faxen und mit Schnupfen könnte auch der typische Geruch nicht wahrgenommen worden sein. Tendenz aber auch bei mir zu einem weißen grünen Knolli
Viele Grüße
Amanita citrina meine ich ausschließen zu können. Den Geruch kenne ich gut. Außerdem hatte der Pilz eine lappige Scheide, die bei der Entnahme aus dem Boden abgefallen ist. Das kenne ich so vom Gelben nicht.
Meine Frau hat den Geruch als rettichartig empfunden. Meine Tochter hat auch Schnupfen. Rettichgeruch spräche für A. virosa. Kalilauge hatte ich vor Ort nicht und den Fruchtkörper habe ich leider nicht mehr. Kann der Kegelhütige auch so flach ausgebreitete Hüte haben?
Interessanterweise hat meine Tochter bei Betrachtung im Kunstlicht gesagt: "Der ist doch gar nicht weiß, der ist doch grün." Ich empfinde ihn zwar immer noch als weiß, aber der Hut hat in der Mitte einen leicht gründlichen Schimmer. Im Wald war das aber nicht zu erkennen.
Benjamin
Guten Tag,
ich habe heute im Fichtenwald bei Bad Dürrheim (vermutlich deutlich saurer Boden) einen weißen Wulstling gefunden.
Geruch: für mich unauffällig (ich habe Schnupfen)
Begleitbäume: Fichten, in einiger Entfernung möglicherweise auch Laubbäume (hab ärgerlicherweise nicht genug darauf geachtet)
Stieloberfläche: weiß auf weiß genattert
Wegen der Stielnatterung und da der Hut nicht kegelig ist, würde ich den Pilz als Amanita phalloides var. alba bezeichnen. Oder könnte es auch etwas anderes sein? Was?
Danke für Antworten.
Viele Grüße,
Benjamin
Ich kenne kaum einen anderen Pilz, der in den vergangenen Jahren derart massiv zugenommen hat wie der WuBi. Schade, dass er für die Küche untauglich ist, obwohl der bittere Geschmack kaum wahrnehmbar ist.
Guten Tag,
ich nehme Bitterkeit wenig wahr. C. radicans schmeckt für mich roh verkostet mild. Aber als ich vor Jahren mal eine Pfanne davon zubereitet habe (die schwerwiegendste Pilzverwechslung meines Lebens), war das Gericht so unglaublich bitter, daß der Gedanke, die Pampe zu verspeisen, niemals aufgekommen wäre. Möglicherweise wird der Wurzelnde Bitterröhrling also beim Erhitzen nochmal bitterer. Allerdings fehlt mir der Ehrgeiz, dies einer näheren Untersuchung zu unterziehen. Ich verbringe meine Zeit lieber mit Schämen, daß ich mal auf den WuBi reingefallen bin. ![]()
Viele Grüße,
Benjamin
Herzlichen Dank. Hemileccinum depilatum hatte ich gar nicht auf dem Schirm, aber der paßt wie die Faust auf's Auge!
Benjamin
Guten Tag,
ich habe heute zwei Röhrlinge zum ersten Mal gefunden. Mag jemand draufkucken, ob ich die richtig bestimmt habe?
Den ersten hätte ich *Butyriboletus appendiculatus* genannt.
Fundort: Parkplatzrand bei Vaihingen an der Enz (wärmebegünstigt)
Begleitbäume: Eiche, Linde, verschiedene Laubsträucher
Geruch: unauffällig
Der Stiel hatte einen schmal zulaufenden Fortsatz.
Der zweite ist meiner Meinung nach *Boletus aereus*.
Fundort: Mischwald bei Vaihingen an der Enz (wärmebegünstigt)
Begleitbäume: Eiche und Hainbuche
Geruch: unauffällig
Die Hüte waren auffällig dunkler als bei den Sommersteinpilzen nebenan.
Über Zustimmung oder Widerspruch würde ich mich freuen, besonders über eine Begründung dazu. Dankeschön.
Viele Grüße,
Benjamin
Alles anzeigenHallo nochmal
zumindest bei einigen Arten der Gattung Inosperma wird oft angegeben, daß sie *auch* spermatisch riechen können (z.B. I. erubescens).
Bei welchen Arten der Gattung Inosperma ist das so, weil du von einigen Arten schreibst? Selbst bei I. erubescens gibt es in der Fachliteratur kaum Beschreibungen die auf spermatischen Geruch hinweisen.
Ich beziehe mich übrigens auf Ditte Bandini, eine der besten Risspilzexperten:
https://www.inocybe.org/genus-inosperma/Geruch: unterschiedlich, teilweise nach Honig, Wanzen, intensiv süßlich oder unangenehm nach Fisch aber nicht spermatisch
LG
Benjamin
Winkler gibt das bei Inosperma calamistratum an, 123Pilze bei Inosperma maculatum, cookei und erubescens, vielleicht auch bei weiteren.
Das mag nicht der vorherrschende Geruch sein, sondern nur eine Geruchskomponente bei alten Fruchtkörpern. Ich meine, das Spermatische letztes Jahr bei einem Ziegelroten Rißpilz gerochen zu haben. Dieses Jahr gar nicht, da war der Geruch immer obstartig.
Benjamin
