Beiträge von Thorwulf

    N'abend miteinader.


    Morgen leider schon der Abschluss der diesjährigen ÖMG-Online-Vortragsreihe, anscheinend etwas mehr od. weniger auch Ethnomykologisches (?):


    Pilze in Mittelalter und Mittelalterrezeption


    Referentinnen:

    Univ.-Prof. Mag. Dr. Sigrid Neuhauser, stellv. Institutsleiterin am Institut für Mikrobiologie an der Universität Innsbruck

    Mag. Dr., M.A. Katharina Zeppezauer-Wachauer, Senior Scientist Germanistik an der Universität Salzburg


    Ich bin jedenfalls auch hier wieder sehr gespannt. Schade nur, dass dann erstmal wieder eine längere Pause ansteht bis es mit diesen interessanten, vielfältigen und lehrreichen Vorträgen dann hoffentlich wieder weitergeht. Ich wär ja für ein paar Zugaben, also als Rezipient... :gzwinkern:


    Viele Grüße

    -Marcel.

    Die Tulpenbecherlinge entziehen sich trotz der Hilfe von Corne und Thorwulf unseren Blicken...

    Jaa, weil wir den besagten "Tulpenbaum" nicht finden konnten... :gkopfkratz:


    Aber immerhin fanden wir ja noch diese gigantischen Kerlchen, die trotz Trockenheit doch gut gedeihen konnten. g:D


    VG

    -Marcel.


    N'abend Corne.

    ... alles Sachen, die einen in der Prüfung so richtig auf Touren bringen

    ...und alles "Sachen", die manch Sammler ja auch gern so in seinem Körbchen od. Plastikbeutelchen eintütet und dann auch schon mal einem PSVler präsentiert. Ihr müsst halt auf alles vorbereitet sein und mit allem rechnen... g:D :gzwinkern:


    Bis morgen,

    -Marcel.

    Lieber Stefan,

    das unplanbare war die große Menge an Interessenten, die das Büchlein ohne einen PSV-Hintergrund kauften. Über die Hälfte der Käufer sind weder PSV, noch wollen sie es ernsthaft werden. Man hätte es fast auch "Leitfaden für Pilzsammler" nennen können.

    ich finde es jedenfalls mehr als erfreulich, dass solch ein Werk so großen Zuspruch unter Pilz-Interessierten hat, wumpe ob der od. die eine u. andere jemals darüber nachdenkt, PSV zu werden od. nicht. Es kann m.E. jedenfalls nicht von Nachteil sein, wenn mancher über die Grundregeln u.ä. über die Pilzberatung u. -aufklärung etc. etwas mehr im Bilde ist. Wahrscheinlich wäre dies aber dann doch schon mehr ein "Leitfaden für Pilzsammler" wie du hier anmerkst. ;)


    Es gibt übrigens auch von Dennis Regul und Veronika Wähnert ein sehr gutes und informatives Büchlein, welches sich primär ebenfalls an PSV u. PSV-Anwerber richtet: "Praxisratgeber für Pilzsachverständige" (164 S.). Dort finden sich gleichermaßen sehr viele wissenswerte Informationen kompakt zusammengestellt, die ich jedenfalls auch für hilfreich für die Allgemeinheit an Pilz-Interessierten halte, weil man dort manches findet, was in Pilzbestimmungsbüchern oftmals nur angerissen wird. Z.B. wird dort auf über 40 Seiten die Ökologie dargestellt, wo zu vielen geläufigen Gehölzen die jeweiligen Mykorrhiza, Saprobionten u. Parasiten aufgeführt werden.


    Wir sind uns wohl alle einig, dass es doch gut u. begrüßenswert ist, wenn es eine gewisse breitere Auswahl an solcher, vor allem praxisorientierter Literatur für Pilzfreunde gibt, egal ob das eine u. andere Buch nun zunächst mehr od. weniger nur für ein gewisses Publikum (Zielgruppe) geschrieben wurde.


    LG

    -Marcel.

    Es wird eindeutig Frühling. Die Große Holzbiene (Xylocopa violacea) ist aus der Überwinterung zurück und inspiziert meine Primeln auf der Terrasse. :)


    N'abend Jörg.

    Ganz einfach zu entdecken sind die aber nicht wie hier zu sehen ist.

    Jaaa, wenn nur nicht das viele Laub wäre, wär's was leichter mit der Becherlingssuche, aber es ist wie mit den Erbsenstreulingen damals - wenn man erstmal den Blick geschärft hat, dann wird das schon, gell? ;)


    Danke fürs Teilen hier!


    VG

    -Marcel.

    N'abend Jörg.

    ... es geht da um verschiedene Schlauch- und andere Frühlingspilze wie die hier.

    Mehr als interessant. Vor allem wenn es dann wieder einmal mehr um Laubwaldlorchel vs. Riesenlorchel geht... ==Gnolm24 ==Gnolm1


    VG

    -Marcel.

    N'abend Jezicek.

    Ich habe diese als Warzensporiger Tintling (Coprinus echinosporus) bestimmt. Könnte das passen?

    Für eine Verhaftung braucht es Mikromerkmale. Coprinopsis echinospora ist m.W. einer der wenigen Tintlinge mit warzigen Sporen.


    VG

    -Marcel.

    Och die Rauköpfe wahrscheinlich mehrmals...

    Wobei man aber die Rauhköpfe aus der Untergattung Orellani wie z.B. die Typusart Cortinarius orellanus keineswegs kosten sollte, da diese äußerst toxisch sind (sie enthalten das Nierengift Orellanin).


    Und Orellanin kann nicht durch Trocknen und Kochen neutralisiert werden. Die Letalität bei diesen Vergiftungen liegt bei 10-15 %. Mithin gehören diese Rauhkopf-Arten mit zu den gefährlichsten Giftpilzen.


    VG

    -Marcel.

    Hallo Thomas,


    soweit ich es sehe, hat der Tintenstrichpilz laut MycoDB aktuell den vorgenannten Namen, siehe z.B. hier: Bispora pallescens


    Das Becherchen Bisporella pallescens, was du hier wohl im Sinn hast, wächst in Gesellschaft vom Tintenstrichpilz.


    Aber letztlich auch mehr oder weniger wumpe, denn der Tintenstrichpilz ist - egal wie er nun momentan auf Schlau benamst wird (ändert sich ja zum Teil ständig :rolleyes: ) - einfach immer wieder ein hübscher Anblick.


    Viele Grüße

    -Marcel.

    Hallo,


    womöglich eine Anamorphe von einem der vielen Trichoderma-Stämme…? :/


    An solchen Funden verzweifele ich stets, daher ignoriere ich solche immer gerne... ;)


    LG

    -Marcel.

    N'abend miteinander.


    Zu den Prototaxites, die in der Devon-Periode in Erscheinung traten, gibt es eine ganz aktuelle neue interessante Studie, wo man vermutet, dass diese Spezies weder eine Alge od. Flechte und auch kein Pilz sein kann (und auch keine Pflanze war), sondern höchstwahrscheinlich zu einer eigenständigen Art von komplexen Lebewesen gehörte, die im Laufe der Evolution ganz und gar untergegangen ist. Zuletzt meinte der Großteil der Fachwelt, dass die Prototaxites eine Art von Ur-Pilz sein könnte.


    Diese brandaktuelle Studie aus dem Fachmagazin Science Advances findet sich im Download. Einen Artikel hierzu gibt es auf der GEO-Seite Acht Meter hoch: Forschende haben eine wohl unbekannte Lebensform entdeckt und alleine der Vollständigkeit halber sei auch auf die Wikipedia-Seite verwiesen: Prototaxites


    Viele Grüße

    -Marcel.


    Edit: Austausch im Download => Supplement Material entfernt, Studie nun eingefügt. Danke Björn, für den Hinweis!

    N'abend Harald.

    Ansonsten mehren sich die Fälle, in denen erstmal gesammelt und gegessen wird und nach der Mahlzeit kommen dann die Zweifel und es wird das Pilzbuch und dann der PSV zu Rate gezogen.

    Nach meiner - wohlgemerkt - anekdotischen Beobachtung haben viele Pilzsammler nicht so sehr das Problem, beim Sammeln einen Speisepilz von einem Giftpilz zu unterscheiden, weil doch die allermeisten wohl so vernünftig sind, nur die ihnen schon lange geläufigen Speisepilze mitzunehmen. So kenne ich etliche Speisepilzjäger, die sammeln hartnäckig nur Steinis und Maronen in altbekannten Revieren und lassen alle anderen Pilzarten links liegen.


    Was ich aber schon oft erlebt habe - und dies leider ständig -, dass in manchen Körbchen viele überständige (verdorbene) Exemplare von Speisepilzen zu finden sind, wo dann selbst gutes Zureden kaum fruchtet, diese doch besser zu entsorgen, weil die Sammler oftmals stundenlang gesucht haben und die wollen dann selbst vergammelte Funde nicht wegschmeißen. Dies ist dann schon zum Verzweifeln. ?(


    Beste Grüße

    -Marcel.

    Hallo Peter,

    Eine große Portion Sorglosigkeit (mir ist bisher auch nichts passiert) gepaart mit Ahnungslosigkeit (bei uns gibt es doch keine giftigen Pilze) und zusätzlich eine Portion Selbstüberschätzung (ich kenne doch die Pilze) - das sind für mich eher die Gründe für Vergiftungen.

    dies klingt für mich so als gäbe es unter den Pilzsammlern eine ganze Menge von Donald Trumps. g:D


    Grüße

    -Marcel.

    Hallo Sabine,

    Meine Ergebnisse waren, dass die Verwechslungspartner wohl eher die üblichen Verdächtigen sind: Grüne Täublinge und (vermutlich sehr junge, sonst ist das ja eher abwegig) Kaiserlinge, und dass der Grüne Knolli auch in Mexico vorkommt (vermutlich nicht in allen Regionen).

    der Erstfund von A. phalloides wurde in Mexico erst 1982, also gerade mal vor etwas über 40 Jahren, gemacht, der Artikel dazu (por supuesto, en español ;) ) findet sich im Download.


    Der Pilz ist dort mithin also noch mehr oder weniger ungeläufig in der Bevölkerung und keineswegs häufig in dieser Region anzutreffen. Dass die Mexikaner dann den Grünen Knolli heutzutage in einer Region, wo er häufiger als in ihrer Heimat vorkommt, für einen recht ähnlich daherkommenden Speisepilz halten, wäre für mich in Anbetracht dieser Ausgangslage mehr als plausibel.


    Deine Verlinkung führt übrigens leider immer noch ins Nirwana. Hier der Link zu dem Beitrag, den du erwähntest:


    Grüner Knollenblätterpilz – die Legende vom Doppelgänger

    Beste Grüße

    -Marcel.

    Hallo Sabine,

    Auch noch spannend, gerade erst in dem Los Angeles Times-Artikel gelesen:


    "Many cases, officials say, involved people from Mexico and elsewhere for whom the death cap resembles an edible mushroom in their home countries."


    Ob es für diese Behauptung dort eine Grundlage gibt? Ich zweifle ja dran.


    Beste Grüße

    Sabine

    es könnte aber schon sein, dass es - wie es in deinem Zitat aus dem Zeitungsartikel steht - in Mexiko und sonstwo dort essbare Pilze gibt, die eine Ähnlichkeit zum Grünen Knolli haben, und somit diese Personen den Grünen Mörder mit diesen fatalerweise verwechseln.


    Ich erinnere nur an den Pantherpilz, der in Brandenburg unter anderem als 'Sachsentod' bekannt ist, weil dieser in manchen Gegenden Sachsens nicht vorkommt. Und wenn die Sachsen auf ihre Urlaubsreise zur Ostsee einen Zwischenstop in Brandenburg einlegten und bei einem kurzen Spaziergang durch die dortigen Wälder dem Pantherpilz begegneten und ihn für einen in Sachsen begehrten u. häufig gesammelten Perlpilz hielten, gab es leider viele Vergiftungen, die nicht immer gut endeten.


    Beste Grüße

    -Marcel.