Lieber Stefan,
das unplanbare war die große Menge an Interessenten, die das Büchlein ohne einen PSV-Hintergrund kauften. Über die Hälfte der Käufer sind weder PSV, noch wollen sie es ernsthaft werden. Man hätte es fast auch "Leitfaden für Pilzsammler" nennen können.
ich finde es jedenfalls mehr als erfreulich, dass solch ein Werk so großen Zuspruch unter Pilz-Interessierten hat, wumpe ob der od. die eine u. andere jemals darüber nachdenkt, PSV zu werden od. nicht. Es kann m.E. jedenfalls nicht von Nachteil sein, wenn mancher über die Grundregeln u.ä. über die Pilzberatung u. -aufklärung etc. etwas mehr im Bilde ist. Wahrscheinlich wäre dies aber dann doch schon mehr ein "Leitfaden für Pilzsammler" wie du hier anmerkst. 
Es gibt übrigens auch von Dennis Regul und Veronika Wähnert ein sehr gutes und informatives Büchlein, welches sich primär ebenfalls an PSV u. PSV-Anwerber richtet: "Praxisratgeber für Pilzsachverständige" (164 S.). Dort finden sich gleichermaßen sehr viele wissenswerte Informationen kompakt zusammengestellt, die ich jedenfalls auch für hilfreich für die Allgemeinheit an Pilz-Interessierten halte, weil man dort manches findet, was in Pilzbestimmungsbüchern oftmals nur angerissen wird. Z.B. wird dort auf über 40 Seiten die Ökologie dargestellt, wo zu vielen geläufigen Gehölzen die jeweiligen Mykorrhiza, Saprobionten u. Parasiten aufgeführt werden.
Wir sind uns wohl alle einig, dass es doch gut u. begrüßenswert ist, wenn es eine gewisse breitere Auswahl an solcher, vor allem praxisorientierter Literatur für Pilzfreunde gibt, egal ob das eine u. andere Buch nun zunächst mehr od. weniger nur für ein gewisses Publikum (Zielgruppe) geschrieben wurde.
LG
-Marcel.