Hallo Martin,
toll, dass du diese Flechtenvielfalt vom Schieferbruch für uns zusammengestellt hast.
Mich fasziniert diese alte Tagebau-Landschaft so, dass ich den Bruch öfter besuche. Die quadratmetergroßen Cladonien mit ihren roten Köpfchen heben sich so wunderbar von dem blauschwarzen Schiefer ab. Mir ist das Einarbeiten in das Flechtenreich viel zu aufwendig, aber ich genieße es diese Vielfalt zu anzuschauen.
Vielleicht stellen die Schwermetalle im Schiefer für einige Pilze Probleme dar. Aber auf alle Fälle ist dieser Schieferbruch Nährboden für viele interessante Pilzarten. Wir wissen ja, dass es Pilzarten gibt, die die Schwermetalle regelrecht sammeln und warnen beispielsweise vor dem Verzehr großer Mengen Anischampignons oder Lacktrichterlinge. Interessant wäre es tatsächlich zu erkunden, ob und in welchem Umfang diese Schwermetalle in Lehesten in die Fruchtkörper der verschiedenen Arten eingebaut werden. Vielleicht untersucht das ja mal jemand.
Besonders sympathisch ist mir übrigens deine Gelb-Grüne Böbberlesflechte. 
Solltest du irgendwann wieder einen Ausflug nach Lehesten planen, sag doch vorher bescheid. Vielleicht kann ich mich dir anschließen und ein bisschen was über diese faszinierenden Urbewohner von dir lernen.