Beiträge von Wutzi

    Hallo,

    die Diskussion hatten wir schon öfter im Forum. Es ist fast nicht zu glauben, weil die Sequenzierung bei so vielen Arten zutage bringt, dass es sich um genetisch nicht identische Pilze handelt und diese Arten daher noch einmal aufgesplittert wurden und werden. Aber bei Maronen handelt es sich nach gegenwärtigem Kenntnisstand um dieselbe Art, auch wenn der Habitus der kleinen Gnubbel von den langen Dürren stark abweicht. Die Kollektionen sind wohl einfach wieder einmal so unterschiedlich, weil sie es können.

    Hallo RM,

    nur weil Pilze groß sind, müssen sie nicht vergammelt sein. Mach den Drucktest benutze dein Riechorgan und kontrolliere die Pilze auf Schimmel und Untermieter und ob sie sehr durchweicht sind. Dann musst du selbst entscheiden.


    Wenn du deiner Sache nicht sicher bist, suche einen Pilzberater auf. Wir können dir hier nur sicher sagen, dass wir sie für Steinpilze halten. Du hast viele subjektive Einschätzungen über die Frische erhalten. Von allem ist etwas dabei==Gnolm13 . Wie groß das Pilzwissen der Leute ist, die dir geantwortet haben, kannst du auch nicht einschätzen. Du siehst, eine belastbare Essensfreigabe ist aus der Ferne nicht möglich, weil wir nur die Fotos der Pilze sehen und offeenbar jeder andere Schlussfolgerungen für die Qualität zieht. Für mich sehen die Pilze noch nicht nach Pilzleichen aus, aber auch das ist nur meine subjektive Einschätzung.

    Hallo zusammen.

    der entscheidende Unterschied zwischen Stockschwämmchen und Gifthäubling sind die Schüppchen am Stiel beim Stocki und die Stielnatterung beim Gifthäubling. Der Hut ist nur bei jungen Exemplaren unterscheidbar, weil dann auch der Hut der Stockschwämmchen mehr oder weniger kleine Schüppchen besitzt. Die sind aber vergänglich. Beide Hüte sind hygrophan und in Farbe und Form nicht unterscheidbar. Im Alter sind auch die Schüppchen am Stiel der Stockschwämmchen nicht mehr zu sehen, ebenso wie wenn jemand die Stiele angefasst hat. Dann wird es ganz schwierig.

    Daher geben Pilzsachverständige nur sicher zu bestimmende Stockschwämmchen frei, die im Vollbesitz ihrer Stiele sind. Hüte allein reichen zur eindeutigen Bestimmung definitiv nicht. Es hilft auch nicht, wenn man alle am selben Holz abgeschnitten hat, weil auch da schon beide Arten beobachtet wurden.

    Und das Foto von Racoon in #4 ist nicht aussagekräftig, ob sich unter den Stockschwämmchen auch Gifthäublinge befinden. Denn merke: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten - eben unbestimmbar.

    Ich schneide etwa in 5 mm Scheiben (dünner geht nicht, habe momentan leider kein besonders gutes Messer). Muss man sie wirklich mit einem "kack" brechen können, damit sie ins Glas oder in eine Zippertüte können?

    Und hätte ich ein neues Thema aufmachen müssen oder ist es richtig, mich hier "dranzuhängen"? Viele Grüße Pipette

    Hallo Pipette, scharfes Messer kaufen, Messer schärfen oder länger trocknen. Wenn die Pilze nicht rascheldürr sind, schummeln sie. Ich schneide sie halb so dick wie du und komme bei 40 Grad mit 8 Stunden klar.

    Weiß ich doch, Schupfi! Mir war nur halt gerade so, weil die mich auch ständig nerven ==Gnolm7 .

    Hallo, so wie das aussieht, hast du sie richtig bestimmt.

    Der Panther hat nie eine geriefte Manschette und eine ganz andere Knolle mit so genannten Bergsteigersöckchen. Das sind ringförmig angeordneten Velumreste oberhalb der Knolle am Stiel, die ein bisschen aussehen wie seinerzeit die ausgeleierten Baumwollsocken, die an den Waden heruntergerutscht sind.

    Hallo Pilzig,


    das Thema haben wir vor einiger Zeit hier sehr ausgiebig diskutiert. Ich habe die dunkelgelben Stielteile mikroskopiert. Das Ganze blieb ergebnislos. Schneide die Teile raus. Gegen einen Pilz spricht, dass die fleckigen Stellen nicht wachsen, wenn man den Pilz ein paar Tage liegen lässt. Ich bin wie so oft für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass sie das tun, weil sie es können ==Gnolm4 . Aber vielleicht hat inzwischen jemand bessere Erkenntnisse.

    Hallo zusammen,


    mich bringen wieder einmal kleine braune Pilze an meine Grenze. Außer Mallocybe terrigena habe ich keine Idee. Ditte vielleicht kannst du mal draufschauen.


    Eigentlich passen alle Merkmale, kompakter Fruchtkörper, Sporenmaße und -Form, Zystiden. Nur der Stiel ist nicht hohl sondern eher grobfaserig. Das macht mich stutzig.

    Inocybenprofis, bitte helft mir auf die Sprünge. Hier die Fotos:


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    Hallo,


    beim Nelkenschwindling kannst Du in den Stiel einen Knoten machen und der wächst wie bereits von Malone geschrieben würde nicht auf Holz. Wenn die nicht auf Holz gewachsen wären hätte ich sie glatt als Waldfreundrübling bezeichnet.


    VG Jörg

    Warum sollten die nicht auf Holz wachsen Jörg? Das tun sogar Maronen hin und wieder und der Waldfreund ist ein Folgezersetzer, der darf das sowieso.

    Da könnte ich nahtlos anschließen, Brigitte und ich bin tatsächlich fast den ganzen Tag im Wald. Das könnte von mir aus bis Mai so weitergehen. Dann muss ich mich um den Garten kümmern.

    Hallo Wutzi,

    ich würde mich dem ja auch gern anschließen, aber zur Zeit muß im Garten doch noch einiges getan werden bis mindestens Ende Oktober. Die Quittenernte habe ich zugunsten unserer Pilzausstellung am kommenden Wochenende auf nächste Woche verschoben. Am Wochenende ist immer Pilzzeit, in der Woche ist Gartenzeit.

    LG Ulla

    Liebe Ulla,

    was für ein Glück, dass an meinen felsigen Hängen auf Lehmschotter hier am Kältepol Thüringens kein Obst wächst🥴. Die Stauden kann man immer mal zwischendurch winterfest machen. So gurke ich 3-7 Stunden im Wald herum. Den inzwischen ältlichen Hund muss ich manchmal in den Rucksack stecken, weil es ihm zu viel wird. Leider bin ich abends meist so knülle, dass ich keine Lust aufs Mikroskop habe. Aber Frau kann eben nicht alles haben😊.

    Ich glaube, ich würde rotmilchende Reizker als beste "Anfänger-Arten" empfehlen.

    Seh ich auch so, Cratie. Da kann eigentlich nicht viel schief gehen, wenn man auf die rote bzw. orange Milch bei einem brüchigen Fruchtkörper achtet. Milchlinge mit roter Milch sind essbar. Einfacher gehts kaum.

    Hallo Dieter und Matthias,

    der Beitrag ist wie alle Anderen auch von euch einfach klasse. Ich lerne jedes Mal eine Menge. Heute wars die Pholiotina. Da muss ich bei einem meiner Funde nicht stundenlang im Nebel stochern, sondern hab zumindest schon einmal die Idee, mit welcher Gattung ich vergleichen sollte. Danke und bitte mehr davon.