Im Schlosswald

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 386 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von PDPAP.

  • Moin,

    heute war ich auf einer kurzen Runde im Schlosswald von Schloss Freudenberg Wiesbaden.

    Gefunden habe ich zwei Eichen-Leberreischling; so wie ich gelesen habe, findet man sie fast nur an Eichen, selten auch an Edelkastanien. Beide waren an einem Kastanienstamm: Amerikanisch Kastanie Castanea dentata sagt Flora incognita.



    Nebenan stand der Grubiger Wurzelrübling: Hut schön schleimig.

    Dann eine unendlich lange "Wurzel"



    Nicht weit davon entfernt ein Langstieliger Knoblauch-Schwindling




    Der Knoblauchgeruch war schon besonders.

    Auf meinem Weg fand ich dann diesen Lackporling:

    Der Baum ist eine Eiche.

    Kann es applanatum sein oder doch adspersum.

    Über die Unterschiede der beiden habe ich erst Zuhause gelesen; ob die Kruste eindrückbar ist oder nicht, kann ich nicht sagen; auch nicht, ob das Fleisch weißliche Streifen hat.

    Zum Abschluss noch ein Pilz Nelken-Schwindling. Ist die Aussage, dass man den Hut um 360° drehen kann und dass dieser zurückdreht, ohne kaputt zu gehen, ausreichend, um ihn als Nelken-Schwindling zu bestimmen?

    Wie man im Bild unten sehen kann, ist dieser hier nicht auf dem Boden, sondern auf einem vermoosten Stamm gewachsen. Kann das sein?



    Vielleicht will ja der eine oder der andere von Euch meine Bestimmungen und Fragen kommentieren.


  • Ahoj, PDPAP


    bin gegen den Nelkenschwindling, denn:

    1. wächst der nicht auf Holz, sondern in der Wiese

    2. hat der keinen keuligen Stiel.


    daher Rübling oder Trichterling.


    LG

    Malone

  • Hallo,


    beim Nelkenschwindling kannst Du in den Stiel einen Knoten machen und der wächst wie bereits von Malone geschrieben würde nicht auf Holz. Wenn die nicht auf Holz gewachsen wären hätte ich sie glatt als Waldfreundrübling bezeichnet.


    VG Jörg

  • Hallo,


    beim Nelkenschwindling kannst Du in den Stiel einen Knoten machen und der wächst wie bereits von Malone geschrieben würde nicht auf Holz. Wenn die nicht auf Holz gewachsen wären hätte ich sie glatt als Waldfreundrübling bezeichnet.


    VG Jörg

    Warum sollten die nicht auf Holz wachsen Jörg? Das tun sogar Maronen hin und wieder und der Waldfreund ist ein Folgezersetzer, der darf das sowieso.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

    Einmal editiert, zuletzt von Wutzi ()

  • Moin,

    ich danke Euch!

    Das SPP ist weiß; er ist hygrophan; der Stiel ist sehr biegsam, ich habe ihn um 360° gedreht - er hat sich zurückgedreht. Nach dem ich dass mehrfach versucht habe, war er geknickt und platt.

    Ich habe 4 Pilze als ein Büschel gefunden. Moos hing an der Basis, Filz habe ich keines gesehen.

    Lamellen stehen nicht gedrängt, eher entfernt; Stielform passt zum Rübling.


    Ich speichere ihn unter "Ich habe mich beim Pflücken und Bestimmen zu wenig gekümmert!" ab.

  • Moin, Peter!


    Dein Lackporling an der Eiche erinnert mich an Ganoderma resinaceum (Harziger Lackporling). Obeohl die Fruchtkörper einjährig sind, können die sehr groß werden. Dazu gab's kürzlich auch eine Bestimmungsdiskussion: >hier<.



    LG; Pablo.