Beiträge von Karl W

    Wow Karl,

    tolle Bilder, tolle Arten.

    Der Körnchenschirmling ist der Hammer!

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Danke Werner

    Über den Körnchemschirmling hab ich mich riesig gefreut. 2019 bei der Boletus -Tagung in Thüringen hatte ich die Art kennengelernt, aber leider nicht im Feld gesehen. Ich durfte sie zuimdest noch vor der Veranstaltungshalle in einem Beet drapieren. Laut Ludwig soll die Art in Skandinavien häufiger sein.
    Cystoderma lilacipes 12.10.19 Neuhaus am Rennweg


    LG Karl

    da hast Du wieder einmal tolle Funde gemacht. Ich frage mich blos wo Du die immer wieder her nimmst? Bei mir ist fast gar nichts mehr auf den Wiesen los und im Wald sieht es nicht besser aus ;( .

    Hallo Jörg,

    ich bin halt viel unterwegs. In meinem unmittelbaren Umfeld waren die Wälder fast das gesamte Jahr pilzarm und die Wiesen abgesehen von einer kurzen Phase im August ebenfalls. Erst seit Mitte Oktober brummt es :).

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    der Mikroskopierkurs am Heiligen Meer unter Leitung von R. Keuker, Münster, Dr. H. Terlutter, Münster, war wieder ein Erlebnis. Neben Anfängern hatten sich auch einige Fortgeschrittene eingefunden. Ohne Nachmeldungen liegen bereits 89 bestimmte Funde vor, von denen ich einige zeigen möchte.

    Die Goldgelbe Wiesenkeule (Clavulinopsis helvola) war zwar schon etwas verblasst, aber noch reichlich vertreten. Die höckerigen Sporen ließen leichte Zweifel an der Bestimmung verschwinden.


    Der Mennigrote Saftling (Hygrocybe miniata) war erfreulich häufig und zeigte seine variablen Farben








    Der Gebrechliche Saftling (Hygrocybe ceracea) Hut etwas schmierig, Stiel trocken und Lamellen breit angewachsen, war neu für das Gebiet.


    Die gezielte Suche nach dem Düsteren Seiden-Rötling (Entoloma vindobonense) war zwar vergeblich, aber dafür zeigte sich
    der Seidige Rötling (Entoloma. sericeum) in jung und alt. edit: danke Andreas und Ingo für Eure Beiträge
    Entoloma terreum höchstwahrscheinlich


    Seidiger Rötling (Entoloma sericeum)


    Die Schleimiger Erdzunge (Glutinoglossum glutinosum) gab sich dur 0-3 fach septierte Sporen von < 70 mm Länge und gerade Paraphysen zu erkennen.


    Nicht der klassische Wiesenpilz aber durchaus auch auf mageren Wiesen zu finden
    Parasol (Macrolepiota procera)


    Hier die nestbildende Variante :giggle:


    Auf einen Mikroskopierkurs wird natürlich auch gearbeitet und bisher haben 5 Galerinchen einen Namen erhalten, wobei ich den Großsporigeren Häubling (Galerina clavata) nicht selbst dabei hatte.

    Braungeriefter Häubling (Galerina mniophila)


    Schmalhaariger Flaumstiel-Häubling (Galerina perplexa)


    Glockiger Häubling (Galerina pumila)


    Großsporiger Moos-Häubling (Galerina vittiformis)


    Natürlich kein Häbling sondern schlicht und einfach der Orangerote Heftelnabeling (Rickenella fibula)


    Der Knaller mit bisher nur 5 Datensätzen auf Pilze Deutschland kommt zum Schluss
    Hier verrät er sich noch nicht ganz


    Aber hier zeigt er seinen Namen


    Lilastieliger Körnchenschirmling (Cystoderma lilacipes)


    Interessanterweise ist die lilafarbene Stielspilzte bei jungen Fruchtkörpern noch nicht deutlich zu erkennen und möglicherweise wir die Art gelegentlich übersehen.



    LG Karl

    Hallo Ingo

    Toller Einsatz :daumen:. Leider hatte ich bisher nur Fruchtkörper aus den drei anderen Gruppen und kann Dir kaum eine Entscheidungshilfe geben. Die in der Arbeit abgebildeten Mikromerkmale und die Tabelle scheinen zwar eine Trennung bzw. weitere Eingrnzung zu erlauben, aber man weiß natürlich nicht wie die Variabilität der Merkmale ist. Ich weiß auch nicht ob Kaulozystiden nur an der Stielspitze oder am gesamten Stiel zu finden sind.

    LG Karl

    Björn boccaccio : Hattest Du bei Deinem Fund mal Kaulozystiden mit den Mikrozeichnungen verglichen?

    Hallo zusammen,


    sehe ich es richtig, daß der Schlüssel in diesem Artikel hier den aktuellsten Stand zu Hodophilus in Europa darstellt? Damit würde ich dann nämlich ohne Geruch, ohne schwarze Punkte und ohne gelbliche Farben am Stiel mit den länglichen Sporen bei H. decurrentior rauskommen. Auf den ersten Blick scheint die Beschreibung recht gut zu unserem Fund zu passen.

    Hallo Björn

    sorry, hatte vergessen den Artikel zu verlinken. Genau auf diese Arbeit hatte sich meine Antwort bezogen, aber ich war nicht mehr zum Schlüsseln gekommen. An H. decurrentior gibt es bei dem Sporenquotienten keinen Zweifel, auch wenn die Sporenmaße leicht abweichen. Der Foetenskomplex riecht ja so extrem, dass keine dieser Arten in Betracht kommt, zumal bei allen Arten der Sporenquotient kleiner ist (maximal 1,39 bei H. foetens) . Die beiden Arten mit punktiertem Stiel hatte ich schon in der Hand und kann sie ebenfalls ausschließen und auch hier ist der Sporenquotient mit max. 1,32 angegeben. H. micaceus hat einen vollständig gelben Stiel. H. phaeoxanthus hatte ich schon in der Hand und der Stiel ist und bleibt lange zweifarbig (mit gelber Spitze). Die beiden weiteren mit Gelbtönen am Stiel ausgeschlüsselten Arten sind wohl nicht permanent gelb und alle diese Arten haben Sporenquotienten < 1,3.

    Glückwunsch zum ersten deutschen Nachweis:daumen:

    LG Karl




    LG Karl

    LG Karl

    Hallo Björn

    Solche Paraphysen findet man gelegentlich bei G. cookeanum. Nach meiner Beobachtung ist die Stielbekleidung von solchen Exemplaren (und da gibt es noch wüstere Abweichungen) immer identisch mit Exemplaren, die normal entwickelte Paraphysen besitzen.
    Benker hat das Thema ausführlich behandelt Benkert 1996.pdf und Thomas Lehr hat mal in der Südwestdeutshen Pilzrundschau darüber berichtet. Lehr SWD.pdf. Nach meinem Kenntnisstand hat bisher noch niemand eine neue Art daraus gemacht.

    LG Karl

    Ich habe jetzt diesen Artikel hier gefunden, wo Camarophyllopsis und Hodophilus über die Huthaut getrennt sind. Damit landet man dann hier ganz klar bei H. hymenocephalus.

    Hallo Björn

    Wenn ich es richtig verstanden habe ist H. hymenocephalus eine amerikanische Art und im Schlüssel nicht enthalten. C. hymenocephalus bei Ludwig hat subglobose Sporen. In der Funga Nordica 2 weden die Sporen im Text als bis globos angegeben, wahrscheinlich in Anlehnung der Kommentare von Arnold in Flora Agaricina Nerlandica 2. Was früher in Europa als C. hymenocephalus bestimmt wurde, ist sicherlich zu hinterfragen.
    Vielleicht schaut Ingo Sennepilz nochmal rein. wir hatten mal einen seiner als H. hymonocephalus bestimmten Funde diskutiert. Leider finde ich momentan die entsprechenden Mails nicht mehr.
    Die Literatur zum Basionym Hygrophorus hymenocephalus A.H. Sm. & Hesler, Lloydia 5:14. 1942 habe ich noch nicht gefunden.

    LG Karl

    Hallo Karl,

    kann es sein, dass der "Chef" schon 2012 an Deinen Funden interessiert war!:D

    Hallo Nobi

    Damals hat er gerade die PSV-Prüfung absolviert :giggle:

    Moin Karl, endlich lüftest du das Geheimnis vom Depot. Wenn ich dein Konikbild genauer betrachte, fällt mir auf, dass das Pferd skeptisch auf deine Aufzeichnungen schaut. Welcher Fehler war da wohl drin? Oder hattest du einfach nur unleserlich geschrieben?

    Hallo Claudia

    Der war ungehalten darüber, dass Poronia punctata in der Liste fehlte und hat damit gedroht die Subtratlieferung einzustellen, falls das nochmal vorkommt :D

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Nach den tollen Berichten von Björn boccaccio Im Depot 06.11.2021 Teil 1 Im Depot 06.11.2021 Teil 2
    Erdzungen-Carpaccio oder Im Depot 6.11.2021 Teil 3 fragt sich der ein oder andere vielleicht wie so zahlreiche Funde zustande kommen. Eine Gruppe Koniks ist von morgens bis abends mit der Pilzsuche beauftragt. Hier der Chef der Herde bei Überprüfung der Fundliste auf Vollständigkeit :D.


    Naürlich hatten die lieben Tierchen auch wieder schöne Funde auf Lager.
    Mennigroter Saftling (Hygrocybe miniata)


    Birken-Rotkappe (Leccinum versipelle)


    Kugelschneller (Sphaerobolus stellatus)


    Lanzenförmige Erdzunge, Glattstielige E., Perlschnurzellige E. (Geoglossum cookeanum) von neuem Standort



    LG Karl

    Hallo Björn boccaccio

    Nr. 7 war G. glutinosum. Das linke, verdeckte Exemplar hatte ich mitgenommen und untersucht. Mit 7 cm Höhe und 1 cm Breite ein ausgesprochen großer Fruchtkörper dieser Art.

    Solch ein Erdzungenaufkommen würde ich auch gerne mal erleben... bei mir waren es bisher immer nur Kleingruppen und Einzelfruchtkörper.

    Hallo Florian,

    das Aufkommen war sicherlich unter den Top 3 der letzten 20 Jahre und das bei ca. 150 Exkursionen im Okt./ Nov.

    LG karl

    Hallo Björn,

    die Dokumentation der Zungen ist große Klasse und an den Bestimmungen habe ich keine Zweifel. Für die glitschigen Erdzungen kann man auf diese Arbeit zurückgreifen
    Towards an understanding of the genus Glutinoglossum with emphasis on the Glutinoglossum glutinosum species complex (Geoglossaceae, Ascomycota) was allerdings an der Bestimmung in diesem Fall nichts ändert.

    Bei Geoglossum umbratile ist zu erwähnen, dass ein großer Teil der Paraphysen leicht gekrümmt und nicht an den Enden verdickt ist. Es sind inzwischen noch verwandte Arten beschrieben und der Artikel ist inzwischen frei zugänglich Arauzo-amp-Iglesias-2014-Geoglossaceae-0001.pdf

    Ich hatte ja noch ein nicht ganz ausgereiftes Einzelexemplar mit schuppigem Stiel aus einer Gruppe eingepackt und kurze hyaline Sporen gefunden, was mit Roobeek
    Aardtongen.pdf zu G. elongatum führt. In Verbindung mit der Arbeit oben, sind da alledings Zweifel angesagt. Ein Exemplar des Vorjahres ist zur Sequenzierung und ich werde zur Sicherheit noch mehr Material sammeln, wenn die Fruchtkörper reif sind.

    LG Karl

    Hallo Björn

    Sehr schöne Fortsetzung. Bei Nummer 9. kommt mir Entoloma pallescens (Synonym: lanuginosipes) in den Sinn, aber dann sollte das Pigment intrazellulär sein. Da muss ich nochmal recherchieren.

    LG Karl

    Hallo Björn boccaccio und Jan-Arne JanMen

    Es war mir eine Freude, dass Ihr gekommen seid und es über 7h ausgehalten habt :D. Erfreulicherweise konnte Hans coprinusspezi uns ja auch noch in etwas weiter entfernte Bereiche "führen". Es ist schon toll, wenn 4 Mikroskopierer zusammenkommen, entsprechend viele Funde bearbeitet werden können. Die unterschiedliche Artenkenntnis ist für mich auch immer eine Bereicherung. Nach aktuellem Stand hatten wir 9 erstmals für das Depot festgestellte Arten dabei und liegen jetzt bei 1483.

    Bilder habe ich nur wenige gemacht da ich mehr mit der Buchführung beschäftigt war und inzwischen mit Nachbestimmungen schon 210 Funde notieren konnte. An einem Rötling und einem Gallertpilz bastel ich noch.

    Die Nr. 17 von Björn ist wie vermutet E. conferendum var. conferendum, mit intrazellulärem Pigment, ohne Schnallen und den typischen Sporen.


    Interessant, war noch die Feststellung von Kaulo-Basidien. Beim ersten Blick dachte ich noch ein Lamellenfragment wäre ins Präparat geraten, aber bei näherem hinsehen konnte ich das ausschließen. Bisher habe ich noch nichts über das Auftreten gelesen, aber wer mikroskopiert auch den Stiel, wenn er solche Sporen gesehen hat. Einmal ist immer das erste Mal ;).




    Euren tollen Bildern kann ich nur wenig hinzufügen. Ein weiterer Parkplatzfund den jeder kennt.


    Eine toll gefärbter Wechselfarbiger Speitäubling (Russula fragilis) unter Stieleiche (Quercus robur)


    LG Karl