Beiträge von Karl W

    Hallo Stefan,

    ich hoffe ich habe nichts übersehen aber stelle mal zwei Typustafeln ein. Ob die Varietäten anerkannt werden, steht natürlich auf einem andern Blatt.

    Amanita muscaria var. emilii


    Amanita muscaria fuligineverrucosa aus Bull. Soc. mycol. Fr. 117(4): 306


    LG Karl

    Hallo Björn

    C. septentrionalis ist sogar neu für NRW . Gerade noch rechtzeitig für die nächste NRW-Liste:) . Nimmst Du die Dungpilzfunde aus dem Depot noch in Deine (nächste)Tabelle oder soll ich sie so übernehmen?

    LG Karl

    Hallo Sebastian

    S. jurana hat zwei große Oeltropfen in den Sporen und ist auch ohne die Oekologie zu kennen auszuschließen.


    Die truncaten Sporen sind zumindest teilweise auch bei S. coccinea vorhanden, auch wenn der Anteil vielleicht etwas geringer ist als bei S. austriaca. Das reicht als Bestimmungkriterium nicht aus. Leider habe ich von S. coccinea kein Bild von einem Sporenabwurf, aber man erkennt es im unteren Teil auch so


    Die Haare sind bei Deinem Fund keinesfalls überzeugend für S. austriaca. Hast Du das Präparat vom Hutrand gemacht? Bei einem sehr feinen Zupfpräparat im Stielteil erhält man oft bessere Ergebnisse.

    Etwas verwoben sind die Haare auch bei S. coccinea


    Aber nicht korkenzieherartig wie Pablo schon schrieb


    Manchmal bei verdreckten Frk. etwas mühsam, aber die Löckchen sind nach meinen Beobachtungen bei S. austriaca immer zu finden


    LG Karl

    Hallo Björn,

    danke für den tollen Bericht und Deine Nachbestimmungen. Danke natürlich auch an Jan-Arne JanMen und weitere Bestimmungen von Arten, die ich im Feld nicht hätte ansprechen könne. Es sind insgesamt 106 Funde zusammengekommen und durch einige erstmals nachgewiesene Arten wurde die Zahl von 1500 Pilzen im Depot überschritten. Hans coprinusspezi der sonst für "Jubiläumsfunde" zuständig ist hat schon gratuliert.

    LG Karl

    Hallo romana

    Es gibt noch die var. incrustata mit inkrustiertem Pigment in der Huthaut und eine var. pusillum von der ich nicht weiß, ob sie überhaupt anerkannt wird.

    LG karl

    Hallo Gerd,

    wunderschönes Exemplar eines Pilze, den ich auch mal gerne finden würde.

    Mir fällt die Auswahl zum Highlight 2021 schwer. Neben zwei erstmals in NRW kartierten Saftlingen, die aber in anderen Gegenden nicht selten sind entscheide ich mich für

    Floccularia luteovirens


    LG Karl

    der Baum ist eine Weide, wohl Salix caprea, und dem Täubling würde ich erst mal den Arbeitsnamen Russula atrorubens geben.

    Hallo Andreas

    Ich kenne R. atrorubens eher unter Fichte und unter Weide R. laccata. Ohne die Ökologie sicher zu kennen, sind die Arten manchmal extrem ähnlich und schwer zu unterscheiden..

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Es kam ja schon deutlich rüber, dass verschiedene Personen gleiche Pilzgerüche unterschiedlich empfinden. Die Beschreibung eines Geruchs führt also oft nicht zu einer Erkennung.
    Wir haben bei einem APN-Treffen mal 10 Leute an einem Pilz riechen lassen. Jeder sollte seinen persönlichen Eindruck aufschreiben ohne etwas zu sagen und anschließend wurden die Zettel vorgelesen. Da kamen die wildesten, unterschiedlichsten Sachen raus und es gab nur zwei Übereinstimmungen.
    Dann hat die gleiche Runde an einem weiteren Pilz gerochen und ich warf kokosähnlich in den Raum. Acht Leute bestätigten anschließend ebenfalls Kokos gerochen zu haben. Der zweite Pilz war Russula fragilis, dessen Geruch ja gerne mit süßlich fruchtig aber auch würzig umschrieben wird.

    Mann kann sich einfach nur Pilz für Pilz durchriechen und den Geruch für sich selbst definieren. Ich nenne ihn in diesem Fall Fragilis-Geruch, den man auch bei R. atropurpurea und R. laccata in sehr ähnlicher Form wiedefindet.
    Ein weiter lohnender Pilz ist der Eichenmilchling (Lactarius quietus) oft mit Geruch nach Blattwanzen beschrieben. Ich habe zwar mal eine Blattwanze geärgert, bis sie einen Flüssigkeitstrofen ausschied und konnte eine deutliche Ähnlichkeit feststellen, aber ist der Geruch bei allen Blattwanzen gleich?
    Also präge ich mir in diesem Fall Quietus-Geruch ein. Der Geruch findet sich z. B. bei Hygrocybe quieta wieder und kann bei gelben Saftlingen recht hilfreich sein.
    Das Einüben in größerer Runde (Stichwort: Pilzgeruchseminar) mach natürlich absolut Sinn, schon damit die vorhergehende Pizbestimmung abgesichert wird.

    LG Karl

    PS. Einen Geruchsvergleich muss ich noch anbringen. Ein leider schon länger verstorbener Pilzfreund verglich den Geruch des Stinkenden Samtschneckling (Camarophyllopsis foetens) oder heute Hodophilus foetens agg. mit einer in Schei... ausgedrückten brennenden Zigarre ==Gnolm7

    Bei dem derzeit extrem hohen Coronafallzahlen bei mir und der nicht gerade wachstumsfördernden Witterung in naher Zukunft werde ich weitere Waldbesuche meiden.

    Hallo Jörg

    Im Wald kann doch nicht viel passieren, da alle Bäume Zwei G haben :giggle:

    LG Karl

    Hallo Bernd

    Der zweite Fund sieht genauso aus, wie ich M. zephirus kennengelernt habe. Die Cheilos (fast nur mucronat oder keulig) haben mich lange von der Bestimmung abgehalten auch wenn ich in Hutrandnähe sehr wenige Cheilos mit stärkeren Auswüchsen gesehen habe. Den als M. cf. zephirus abgelegten Fund hat mir Jürgen Miersch jedoch bestätigt und gerade diese Cheilos als absolut typisch bezeichnet.

    LG Karl

    das erste der beiden Bilder vom Seidigen Rötling kommt mir sehr ungewöhnlich vor, da denke ich eher dass es etwas anderes ist.

    Hallo Andreas,

    im Feld hatte ich auch auf was anderes gehofft aber der typische starke Geruch, starke Inkrustationen, Schnallen und Sporen waren praktisch identisch mit dem zweiten Fund. E. vindobonense sollte nicht so stark hygrophan sein und die Stielbekleidung passt ebensowenig wie für E. juncinum. E. nitens soll rettichartig riechen. E. terreum sollte mehr heterodiametrische Sporen haben. Hast du noch eine weitere Idee?

    LG Karl