Hallo
Standort, Erscheinungszeit und Aussehen passen zwar zu Entocybe turbida aber Rötlinge ohne mikroskopische Überprüfung zu bennen halte ich für ziemlich absurd.
LG Karl
Beiträge von Karl W
-
-
Hallo Oliver,
ich sehe das wie Nobi. Ich hatte P. plicatilis bisher auch nur in mageren Wiesen und die Mikros passen.
LG Karl -
Hallo Björn
Entoloma vindobonense gefällt mir sehr gut. Wahrscheinlich ist die Art im Spätherbst recht häufig und wird ohne genaue Mikroskopie oft für E. sericeum gehalten.
Lycoperdon lividum kenne ich so aus dem Depot und halte Deine Bestimmung für richtig. Leider hat Jeppson kein Schnittbild drin, aber vielleicht finden wir das Ding ja am Samstag
Was anderes als Encoelia furfuracea kann ich mir auch nicht vorstellen. Bisher habe ich zwar von Pappel als Substrat nichts gelesen, aber Erle soll besiedelt werden. Zumindest ist damit Hasel als einziges Substrat widerlegt. Meine frühesten Funde bisher sind von Mitte Dezember, aber früher habe ich auch nie danach geschaut. Auf PD findet sich ein NRW-Fund 24.10. leg./det. Krieglsteiner, Lothar.
LG Karl -
Hallo Felli
Ich bin da ganz bei Werner. Aus persönlicher Miteilung ist mir bekannt, dass früher als Bovista pusilla bestimmte Funde aus Thüringen, sich zum größten Teil als Bovista furfuracea entpuppt haben.
Bovista pusilla scheint eine seltene Art zu sein, die allerdings nach Kreisel früher als B. limosa bestimmt wurde. Meine früheren Bestimmungen von B. limosa (1x von Kreisel und 1x von Winterhoff bestätigt) sind offensichtlich B. pusilla zuzuordnen. Larsson et al. Bovista pusilla and B. limosa Mycol Progress (2009) 8 .pdf
LG Karl -
Hallo Raphael
Großartige Arbeit hast Du da geleistet. Da ich mich ebenfalls für Hebeloma interessiere weiß ich wie zeitaufwändig das sein kann. Inzwischen nehme ich, wenn mehrer Kollektionen von Hebeloma stehen, nicht anderes mehr mit und konzentriere mich ganz auf die Gattung. Mit FE14 kommt man ja relativ häufig zu einem plausiblen Ergebnis.
LG Karl -
Hallo Ingo
Ich bin aus England auf E. atromadidum aufmerksam gemacht worden. Schau mal in die Entoloma-Gruppe bei FB.
Letztlich hat mich neben den deutlichen Rippen auch die Untersuchung der HDS von E. madidum weggebracht. (Pileipellis: a very gelatinous ixocutis at centre).
LG Karl
PS. Auf Pilze Deutschland ist E. madidum noch als Synonym zu E. bloxamii geführt und E. atromadidum nicht enthalten. Das wir sicherlich in absehbarer Zeit geändert und evt. alle Altfunde von E. bloxamii auf E. bloxamii agg. gesetzt, was sicherlich Sinn macht. -
Hallo zusammen,
das es sich bei dem blauen Rötling nicht um E. bloxamii sondern eher um E. madidum handelt, hatte Bernd ja schon im feld angesprochen.Nach umfangreicher Mikroskopiererei (Sporenmessung aus Abwurf und HDS) , Literaturstudium und Kontakt zu einem britischen Mykologen, komme ich bei dem blauen Rötling jetzt zu dem aus England beschriebenen Entoloma atromadidum. Typisch sind neben geringfügig größeren Sporen und etwas anderem Aufbau der HDS die deutlich gerippten Fruchtkörper.
Die standen an gleicher Stelle schon 2020 da und wurden ohne nähere Untersuchung als E. bloxamii angesehen. Die Rippen waren mir damals nicht aufgefallen und ich kante auch die erst 2018 beschrieben Art noch nicht. -
Hallo Sebastian
Hypomyces papulasporae hatte ich schon an Geoglossum umbratile. Dein Wirt ist mit Sicherheit nicht Trichoglossum, da die dunklen Setae fehlen.
LG Karl -
Hallo Gerd,
da haben wir uns wohl überschnitten und trotzdem keine doppelten Bilder. Es stand aber auch derartig viel, dass jeder seine eigenen Kollektionen fotografieren konnte.
Vierstellig waren wir sicher schon jeweils bei H. coccinea, C. pratensis, C. virgineus und zwei der Keulchen. Wirklich rar war von den Saftlingen erstaunlicherweise nur H. chlorophana.
LG Karl -
Hallo Sebastian
Sehr schöner Bericht!
Korrigiere bitte das zweite Bild von H. insipida. Die Kollektion habe ich mikroskopiert. Die Stiele waren absolut trocken und ohne gelifizierte Hyphen. Das ist eindeutig H. ceracea. Boertmann schreibt dazu: bright yellow to orange.yellow, rarely orange und adnate to decurrent gills, was ja dann auch makroskopisch passt.
Einige Bilder kann ich gerne ergänzen:
Hygrocybe coccinea - Der kirschrote Saftling mit breit angewachsenen Lamellen
Hygrocybe coccinea - Der kirschrote Saftling darf auch mal gebuckelt sein. Boertmann: sometimes with a distinct papilla or small umbo
Hygrocybe punicea - der purpurrote Saftling in etwas ungewöhnlicher Ausprägung
Hygrocybe psittacina - der Papageisaftling aktueller Name ist inzwischen Gliophorus psittacinus
Cuphophyllus pratensis - der orangefarbene Wiesenellerling an dem Grüppchen kam ich dann doch nicht ohne Foto vorbei
Cuphophyllus virgineus - der Jungfernellerling ohne roten bakteriellen Befall
Entoloma prunuloides - Mehl-Rötling
Entoloma conferendum - Kreuzsporiger Glöckling
Entoloma conferendum - Kreuzsporiger Glöckling
Lycoperdon nigrescens - Stinkender Stäubling
LG Karl -
Hallo zusammen
Geht man nur nach dem Bild kann es sich nicht um E. caesiocinctum handeln da die Frk. zu dunkel und zu blau erscheinen. Folgt man der Beschreibung von Björn nach dem Eindruck im Feld ist E. caesiocinctum sicher der richtige Gedanke.
LG Karl
PS. Das Bild von Meusers in FE 5a ist zu dunkel abgezogen und ansatzweise blaue Töne zeigte nur der jüngste Fruchtkörper -
ich habe gerade noch mal die Huthaut meiner vermeintlichen Lepiota castanea in Ammoniak mikroskopiert. Das Pigment löst sich sehr schön und taucht alles in bräunliche Farbe. Also tatsächlich wie von Matthias schon vermutet L. boudieri und damit eine weitere Lepiota-Art für mich

Hallo Björn
makroskopisch gefiel mir L. castanea ja auch nicht so richtig und L. boudieri passte besser.
Ich habe mir mal Sporengrößen von L. boudieri angesehen:
Eigene Messungen: Länge nicht über 10Aus FUNGI EUROPAEI Band 4
Ludwig Pilzkompendium
bei Bon
Habe momentan nicht meine gesamte Literatur verfügbar. Etwas größere Sporen werden für L. fulvella (wahrscheinlich synonym) angegeben und möglicherweise hatttest Du ja einen größeren Anteil 2 sp. Basidien
LG Karl -
Hallo Karl,
kann/darf die auch einen geschuppten Stiel haben?
Hallo Gerd
sehr feinschuppige Stiele kommen bei einigen Erdzungen vor, aber niemals auch nur annähernd so stark wie bei G. fallax. Aus der abgebildeten Gruppe habe ich ein Exemplar mikroskopiert und die typischen hyalinen Sporen gefunden.
LG Karl -
Hallo Björn
Lepiota castanea passt farblich und von den Mikros, auch wenn ich gewöhnlich die Hutschüppchen deutlicher kenne-
Lepiota oreadeformis finde ich sehr typisch. Meine Funde von L. erminea waren in der Hutmitte blassser.
Lepiota pseudolilacea passt ebenfalls
Zu Entoloma rhodopolium kann ich nur sagen, dass ich mehrere derartige Kollektionen ebenso bestimmt habe. Der deutsche Name Niedergedrückter Rötling ist sehr unglücklich, da erst sehr alte Exemplare eine etwas eingesenkte Hutmitte haben. Da sich auch in dieser Untergattung einiges getan hat, würde ich die Doku mal in die Entolomagruppe stellen.
LG Karl -
Hallo Nosozia
bei der recht geringen Größe und diesem Lamellenansatz wäre ich bei Hygrocybe ceracea allerdings sollte diese Art nicht so schmierig sein.
LG Karl -
Hallo Nosozia
bei Nr. 1 müsste man den Lamellenansatz sehen um sicher zu sein
2, 3, 4, sind ok
Nr. 5 passt optisch aber man sollte auf höckerige Sporen prüfen
6 ok
Wenn der Schneckling an Hut und Stiel mit KOH oragegelb wird H. discoxanthus
Wenn sich nur die Stielbasis verfärbt stimmt H. eburneus
LG Karl -
Hallo Claudia,
danke für Deinen umfassenden Bericht in dem Du fast nichts ausgelassen hast.
Meine Topfunde waren nicht bunt und auffallend, aber ich hatte beide noch nicht in der Natur gesehen
Trichoglossum walteri (Berk.) E.J. Durand Walters Haarzunge
Thuemenidium atropurpureum (Batsch) Kuntze Schwarzrote Blasssporerdzunge
Über beide Arten gibt es sehr schöne und umfassende Berichte
Walters Haarzunge (Trichoglossum walteri) - Seite 11
Purpurschwarze Erdzunge (Thuemenidium atropurpureum) - Seite 2
LG Karl -
Hallo Claudia
Nr. 51 hat sich durch runde Sporen als Clavaria flavipes entpuppt.
LG Karl -
Hallo Claus
Da bin ich 100%ig bei Dir. Egal ob die Frk. rot, violett mit schwarzer Mitte, grün oder gelb sind. Bei Eiche gibt es da keine Alternative und auch die dünnen zylindrischen Haare passen sehr gut. Erstaunlich finde ich nur, dass der Geruch neutral sein soll. Den Fragilis-Geruch erkenne ich ziemlich eindeutig, wobei atrorubens bei Fichte und laccata bei Weide ähnlich riechen. Ohne die eindeutige Ökologie ist die trennung dieser drei Arten meiner Meinung nach nicht einfach.
LG Karl -
Hallo Thorben,
wenn man an einzelnen Ästen noch so kammartige Verzweigungen sieht wie besonders recht oben in Bild 2, nenne ich die Teile C. coralloides = cristata. Ich hatte mal ein riesiges Vorkommen mit allen möglichen Altersstufen und Übergägngen, an dem ich mir ein Bild machen konnte. Ich habe kein 100%ig sicheres Bild von C. cinerea.
LG Karl -
Hi,
ich weiß wahrscheinlich erst kurz vorher, ob es klappt.
LG karl -
Hallo Matthias,
das trifft sich doch gut. Die gleiche Art habe ich im gleichen Gebiet am 14.10 und heute eingesammelt. In manchen Jahren steht das Teil in Massen an jeder Ecke und der lief bei mir bisher immer noch als Inocybe cf. tarda.
LG Karl -
Hallo Tuppie,
die Sporengröße wäre noch interessant.
LG -
Hallo Karl, dafür dass du die gezeigten Pilze als „nichts Besonderes“ einstufst, sind sie aber schon bemerkenswert. Ich kenne bislang nur L. oreadiformis. Und ich glaube, dass ich den Marmorierten Rötelritterling schon irgendwo gesehen habe, ihn aber nicht bestimmen konnte. Wenn ich nur wüsste, wo das war.
Hallo Claudia
ich habe doch nur geschrieben, dass bekanntes aus Zeitgründen nicht fotografiert wurde. Die gezeigten Arten sind schon selten oder neu für das Depot.
LG Karl -
Hallo Tuppie
das passt doch alles prima. Ich untersuche lieber in Kongorot, weil ich da die Zellwände besser erkenne, aber Wasser geht auch.
LG Karl
