Beiträge von EmilS

    Hallo Stefan,


    das ist Marasmiellus peronatus (Brennender Rübling). Auf den hat auch Amethystina angespielt und er zählte früher zu Gymnopus, also sind wir uns alle einig. ;) Wenn du eine Geschmacksprobe machen würdest, würde sie scharf schmecken.


    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo zusammen,


    da fällt mir natürlich gleich das Paper zu gelbhütigen Hexenröhrlingen mit Schlüssel (Urban & Klofac, 2015) ein, aber ich meine, dass da nur die Exemplare ohne Stielnetz behandelt werden.

    In diesem Schlüssel von Klofac (2011) werden auch gelbe Röhrlinge mit Stielnetz behandelt, dafür fehlt N. xanthopus, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht beschrieben war. Interessant ist, dass „B. pseudosulphureus/junquilleus“ in der 2011-Version noch auf Artebene unterschieden, später dann aber zum Flockenstieligen (bzw. Glattstieligen) Hexenröhrling gestellt wird.

    Gibt es den Böhmerwaldröhrling (Boletus gabretae) in der aktuellen Artauffassung noch? Hartmut Schubert hat den mal schön dokumentiert. Aber den neuesten Stand zur Artauffassung taxonomischen Stellung weiß ich nicht.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo zusammen, Danke schon mal für eure Anregungen.
    Einen Schleimpilz würde ich eigentlich ausschließen, der müsste in diesem Zustand ja richtig schaumig-schleimig sein und M. crustacea kenne ich auch anders.

    Die Konstistenz war ähnlich einem Saftporling. Mit dem Weißen Polsterpilz gut zu vergleichen. Also schon weich (wahrscheinlich vom Regen heute vollgesogen), aber stabil. Und ja, bei Laubbäumen (hauptsächlich Eiche). Städtische Parkanlage auf besserem Boden (mit Boletus aereus und Rubroboletus legaliae).

    Ich gucke mal, ob er Sporen abwirft. Ansonsten kann ich ja nochmal ein bisschen Material quetschen und anschauen.

    Viele Grüße, Emil

    Hallo zusammen, hat jemand zufällig eine Ahnung, was dieses (bestimmt über 20 cm) große, vom Regen saftige und leicht seifig riechende Gebilde sein kann, das Gras und Blätter umwächst? Ich habe da gar keine Idee. Ich habe auch was mitgenommen, aber bräuchte schon einen Anhaltspunkt...
    Viele Grüße, Emil

    Hallo zusammen,

    hat jemand einen Tipp zu diesen Streiflingen von heute? Parkanlage, bei Eichen und mit Boletus aereus und Rubroboletus legaliae vergesellschaftet.

    Recht kräftig, Stiel deutlich genattert. Volvainnenseite hell ockerbräunlich. Jung hell weißlich. Älter relativ robust und sehr groß (ca. 20 cm).
    Ich habe einen mitgenommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es A. lividopallescens ist, aber ich habe teilweise etwas von einem Aggregat gelesen, teilweise (der wahrscheinlich aktuellere Stand) von einer einzigen plastischen Art, deren Sporenform und -maße, sowie das Vorhandensein von Zystiden variabel sein kann... Was kann ich zur Bestätigung untersuchen?
    Viele Grüße, Emil

    Und hier noch eine gute deutsche Band, die vielleicht auch noch nicht jeder kennt:

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    Wenn, dann kennt man vielleicht noch eher das hier:

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    Hallo Nobi,


    schön, dass du Gerhard Schöne erwähnst. Dessen Musik begleitet mich seit meiner Kindheit. „Irgendwann“ gehört zu den besten Liedern. Ich finde das Original aber schon deutlich schöner als das Cover.

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    Er hat ja eine Vielzahl an Liedern geschrieben. Nicht nur melancholische, sondern auch viel Fröhlicheres, Kinderfreundlicheres. Davon ist einiges ja auch recht bekannt.

    Ich finde die tiefsinnigen natürlich schöner. Ein weiteres ist das hier:

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    Als westdeutsches Pendant dazu könnte man vielleicht Wenzel bezeichnen. Zum Beispiel:

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    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo zusammen,


    hier kamen wieder einige sehr schöne Sachen. Vieles davon kenne ich und noch mehr hat mir gefallen.

    „Carry on Wayward Son“ und „People are Strange“ gehören zum Beispiel auch zu meinen Lieblingsliedern.


    Hier noch weitere schöne Sachen aus etwas verschiedenen Rock-Richtungen, die zu meinen absoluten Favoriten gehören. Hier auch nichts sonderlich Unbekanntes, aber immer wieder hörenswert:


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    Gibt natürlich noch etliche weitere, die vielleicht an anderer Stelle kommen (da muss ich aufpassen, mich nicht zu wiederholen ;).


    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo zusammen,


    ich habe ganz vergessen, mich hier zurückzumelden. Ich habe mir aus Zeitgründen nur die Sporen angeschaut, aber die waren deutlich allantoid und im Schnitt 6,5 x 2,5 µm groß, allerdings mit recht großer Varianz der Länge und Variabilität der Form.

    Die Pilze wachsen immer noch großflächig am Standort. Ich werde den Stamm weiter beobachten. Vielleicht kommen ja noch mal frische nach.
    Danke auch Pablo für die Ausführungen zur Mikroskopie.


    Viele Grüße,

    Emil


    & als „Dankeschön“ hier noch ein Fund von Sarcoscypha jurana von diesem Jahr. An dem Standort habe ich übrigens auch eindeutige Coriolopsis gallica gefunden.

    Hallo zusammen,


    wir haben ja noch fast Osterzeit. Deshalb möchte ich euch diese Version von Mozarts Lacrimosa zeigen. Gespielt auf dem elektronischen Instrument Theremin.


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    Viele Grüße,

    Emil

    Liebe Pilzfreunde,


    ich habe eine Frage zur BArtSchV. Darüber herrscht immer mal wieder Uneinigkeit und ich habe da schon verschiedene Vermutungen gehört, weshalb ich da auch nicht sicher bin.


    Und zwar gibt es ja Pilzarten, die ohne Ausnahme geschützt sind. Die dürfen wildwachsend in keiner Form und an keinem Ort gesammelt werden – das ist klar.

    Dann gibt es die Pilzarten, die geschützt sind, aber in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden dürfen. Betrifft einige der gängigen Speisepilzarten.


    Wie sieht es aber bei Speisepilzen aus, die nicht geschützt sind? Wäre es erlaubt, beispielsweise 5 Kilogramm Hallimasch aus dem Wald zu tragen? Oder betrifft die „Eigenbedarfsregelung“ das Pilzesammeln allgemein? Wenn ja, was ist dann der Unterschied von mit Ausnahme geschützten Arten und ungeschützten Arten? Geht es dabei nur um das gewerbliche Sammeln? Dafür braucht man doch ohnehin eine Genehmigung, richtig? Welche Pilzarten werden überhaupt in Deutschland gewerblich gesammelt, wenn Steinpilz, Pfifferling & co. wegfallen?

    Wir haben ja hier einige, die sich da auskennen dürften, z. B. mollisia . Danke für eure Antworten.


    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo,


    dass Zuchtformen des Austern-Seitlings in der Kultur sehr hell sind, ist normal und bei den meisten verkauften Austern-Seitlingen der Fall. Dass diese Formen außerdem auch ohne Frostreiz auskommen und ausgewildert das ganze Jahr zu finden sein können, macht es auch so schwierig, solche Sommerformen des Austern-Seitlings vom Lungen-Seitling (den ich zumindest deutlich seltener finde als weißliche Sommerformen des Austern-Seitlings) zu unterscheiden.

    Die Reaktion mit Sulfovanillin ist wohl nicht zuverlässig und kann bei beiden Arten vorkommen. Ein einigermaßen sicheres Merkmal soll die Dicke der Hyphenwände sein (mikroskopisch). Ansonsten muss man wieder über die Summe der Merkmale gehen. Siehe dazu auch Pablos Portrait.

    Bei den hier gezeigten Zuchtpilzen ist die Art natürlich völlig eindeutig.


    Viele Grüße,

    Emil

    Lieber Christoph,

    jetzt ärgere ich mich natürlich, dass ich kein Exsikkat angefertigt habe, um es vielleicht irgendwann einmal sequenzieren zu lassen. Ich muss mir das generell mal angewöhnen. Hier dachte ich, es gäbe nicht viele mögliche Arten und ich hätte alles an dem Pilz untersucht, was nötig war. Irrtum.

    Das mit A. abruptibulbus und A. essettei wusste ich auch nicht, interessant. Die „neuen“ Karbol-Champignonarten hattest du schon ein paarmal im Forum erwähnt, aber erkennen würde ich sie natürlich auch nicht, sind ja in den meisten Büchern (allen?), die ich besitze, auch gar nicht enthalten.
    Dann erwarte ich gespannt deine Agaricus-Monografie, die irgendwann einmal erscheinen wird. ;)


    Lieber Harald,

    da komme ich gerne mal drauf zurück. Irgendwie reizt es einen ja doch immer wieder, Champignons mitzunehmen, weil man so häufig welche findet und doch immer wieder irgendwie denkt, es wäre machbar. Und es ist natürlich auch schade, wenn mir ohne dieses Buch zu besitzen sämtliche aktuellen Erkenntnisse dazu verschlossen bleiben.


    Viele Grüße,
    Emil

    Lieber Christoph,


    Danke für die ausführliche Antwort. Das ist ja fürchterlich. :D In allen Werken, die ich so habe, bestehen die Minores noch aus nur wenigen (um die 5) Arten und sind leicht bestimmbar.

    Ich glaube, ich lasse von Champignons dann ab jetzt erst mal endgültig die Finger. Ohne den Parra zu besitzen, ist das sicher hoffnungslos. Wobei der mit 2008 aber auch schon recht alt ist (Kibby ist z. B. neuer). Bleibt er trotzdem das Standardwerk für die Gattung? Und werden diese Gruppen noch bearbeitet, sodass man bald evtl. nicht mehr nur über die Sequenzen gehen muss? Da ist ja für Hobbypilzler nicht viel zu machen.


    Viele Grüße, Emil

    Hallo zusammen,


    ein schöner Fund von Mitte November. Gefunden im Wald bei Buchen und Fichten.

    Auffällig ist der helle Hut ohne purpurbraune Töne. Stark gilbend, KOH positiv, starker Anisgeruch. Stielbasis zwiebelförmig. Sporen 5,2 x 3,8 µm. Cheilozystiden 8–12 µm breit, ballonförmig.


    Nach Studium von Kibby, Gröger, GroPiBaWü sieht die Sache recht eindeutig aus, nur zur Abgrenzung von ähnlichen Arten besteht anscheinend Uneinigkeit. Ich weiß nicht, ob diese Art valide ist. Bei Pilze-Deutschland gibt es auch nur wenige Fundmeldungen und keine in dieser Region. Vielleicht kann hier ein Agaricus-Kenner nochmal drüberschauen, Tricholomopsis ?


    VIele Grüße, Emil

    Ja, richtig, quasi im Auftrag und in Zusammenarbeit mit Brubeck, nachdem dieser bemerkt hatte, dass Paul Desmond und Joe Morello in ihren Probenpausen im 5/4-Takt improvisierten.

    Richtiger wäre tatsächlich „Dave Brubeck Quartett“.

    Viele Grüße, Emil

    Hallo zusammen,


    oh fein, Jazz. :) Eine tolle Musikrichtung, die sowohl für den Musiktheoretiker interessant ist dadurch, dass die harmonischen Möglichkeiten so offen sind, als auch für den Musiker durch die Improvisations-Elemente.


    Auch hier sind natürlich so viele Stücke empfehlenswert, dass die Auswahl schwer fällt.


    Ein bekannter Klassiker ist Take Five. Wer es nicht kennen sollte, kann hier reinhören, eine etwas kürzere Version:

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    Take Five hat eine ungewöhnlichen Taktart und zwar, wie der Name schon vermuten lässt, 5/4.

    Ebenfalls von Dave Brubeck ist folgendes Stück im 9/8-Takt (noch ungewöhnlicher). Zugegebenermaßen etwas schwieriger herauszuhören aufgrund des schnellen Rhythmus´. Der Mittelteil steht natürlich „normal“ in 4/4-Takt, wie man unschwer erkennen kann.

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    Und wenn wir schon dabei sind hier ein Drittes Stück von Brubeck in ungewöhnlicher Taktart, nämlich 7/4. Mit coolen Soli diverser Instrumente:

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    Dann haben wir noch Folgendes Jazz-Stück, welches ich deshalb mit rein nehme, weil es von einem Jazz-Trompeter ist (Freddie Hubbard), weil Trompete auch mein Hauptinstrument und das Stück so zufälligerweise eines der ersten ist, die ich viel gehört habe und es aufgrund der Improvisationen als Gute-Laune-Stück empfand. Gut erkennbar ist hier auch die wiederkehrende harmonische Struktur durch die Rhythmusgruppe. Als harmonische Besonderheit kann man vielleicht nennen, dass der zweite Akkord (Takt 3&4) nur einen Halbton höher ist als der erste (Takt 1&2).

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    Jetzt gibt es da natürlich noch viele große Namen wie Ella Fitzgerald, Louis Armstrong, Amy Winehouse, Clifford Brown und ganz ganz viele mehr, ich will aber mit einem Stück aus dem verwandten Swing abschließen (steckt sogar im Namen). Vielleicht weckt das die Zuhörer nach Tuppies Wüstenklängen wieder auf. ;)

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    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo,


    Danke für eure Hinweise. Wie erkenne ich denn ein dimitisches Hyphensystem? Ich erkenne hier zum Beispiel nur ein Gewirr ziemlich gleich aussehender Hyphen (du schreibst „deutlich dimitisch“). Geschweige denn, dass ich ein trimitisches Hyphensystem bei Coriolopsis spec. erkennen würde... Und guckt man da in der Trama oder in der Porenschicht oder ist das egal? Und mit Baumwollblau, KOH, Kongorot, Wasser?

    Wenn die Hyphen für mich nicht eindeutig interpretierbar sind, sollte ja auch eigentlich Sporengröße und -form eindeutig sein, wenn ich da was finde.


    Viele Grüße, Emil

    Liebe Pilzfreunde,


    mangels Erfahrung mit den Borstentrameten bin ich unschlüssig, wie ich diesen Fund hier einordnen soll. Die Pilze sind mit Wasser vollgesaugt und vielleicht etwas frostgeschädigt, wobei sie eigentlich noch recht gut aussehen.


    Mein Problem ist, dass sowohl Trama als auch Verfärbung mit KOH für mich nicht eindeutig wären, jedenfalls ein Zwischending zwischen denen in den Portraits hier im Forum. Ihr könnt da bestimmt helfen.


    Die Fotos sind mal wieder (vorerst) Handyschnappschüsse und die Schnittbilder bei Kunstlicht, aber mit Erfahrung kann man da bestimmt was erkennen.


    Generell haben die Pilze recht viele Orangetöne, mit der striegeligen Oberfläche und dem trametigen Habitus fällt mir aber nichts Anderes ein.


    Die Trama ist schon recht hell in meinen Augen, ocker holzfarben.


    Mit 20% KOH sofort zu Braun umschlagend, aber schwärzlich...?


    Ich bin mir also jetzt unsicher, ob es Coriolopsis gallica oder Coriolopsis trogii ist.


    Und dazu noch die Frage: Stehen die inzwischen bei Trametes oder bei Coriolopsis?

    Viele Grüße,

    Emil