Gnalloh,
oh, heute zeigt sich tatsächlich die geballte Gnade des Rätselmeisters. Im Regelwerk ist vermerkt, dass es auch Punkte für seinem Ermessen nach ähnliche Arten gibt. Darüber mag es geteilte Meinungen geben, aber das Ermessen des Spielleiters ist letztendlich das, was zählt (und das schreibe ich jetzt nicht nur, weil es mir in diesem Fall zugute kommt).
Bezüglich des Wespennest-Schleimpilzes finde ich die Regelung, Schleimpilze für A-Rätsel auszuschließen, komplett richtig. Trotz ihres Namens sind Schleimpilze keine Pilze und haben mit diesen verwandtschaftlich gar nichts zu tun. Pilze sind viel näher mit Tieren und Menschen verwandt als mit Schleimpilzen – aus einer systematischen Sicht müsste man also, wenn man Schleimpilze in einem Pilzrätsel zulässt, erst recht auch Tiere zulassen.
Bei der 11 habe ich den Gestreiften Teuerling gepfählt. Auch wenn es trotzdem Punkte gibt, sind es natürlich dementsprechend Falschpfähle. Schade eigentlich, denn da steckt schon viel an subtilen Hinweisen drin:
Neues aus der Höhle (oder auch: die tägliche Portion Wahnsinn):
weil ich mich in meiner Kleidung immer mehr wie ein Gefangener fühle (und diesbezüglich unterscheide ich mich wohl doch nicht allzu sehr von den draußen patrouillierenden Schergen), entledige ich mich ihrer und spüre nun die Berührung eines jeden Windhauchs, der sanft vorbeizieht. Vielleicht ist es aber auch der Flügelschlag einiger Bienen, Schwebfliegen oder Wespen, der auf dem Fell zu spüren ist.
Es ist so schwierig, guten Rat zu finden, Pfähle, die mich aus der Dunkelheit leiten. Doch so lieb und geschätzt mir ein Ausweg aus meiner Misere auch wäre, so ist doch der Preis dafür leider sehr hoch und ich bin (noch?) nicht bereit, ihn zu zahlen. Denn noch habe ich Hoffnung auf bessere Zeiten. Schon bald werden die Schleier der geistigen Umnachtung verschwinden, die erbarmungslose Kälte entweicht und die Vögel fangen wieder an zu brüten.
Gefangene haben gestreifte Kleidung.
Patrouillierende Schergen sind auf Streife.
Windhauche streifen einen.
Ebenso die genannten Insekten, die außerdem alle gestreift sind.
Guter Rat ist sprichwörtlich teuer.
„Lieb“ und „geschätzt“ sind in dem Zusammenhang ebenfalls Synonyme für „teuer“.
Ein hoher Preis ist natürlich ebenfalls teuer.
Am Ende noch ein Pfahl zu dem Synonym „Vogelnestpilz“.
Bei der 12 schrieb jemand, dass die Pilze vergammelt seien. Das hat mich, zusammen mit der hygrophanen Hutoberseite, recht lange auf der falschen Fährte alter Stockschwämmchen wandeln lassen. Auch hier also die eher subtilen Falschpfähle:
manchmal ist der Pfahl selbst bereits der Pfahl. Ich hoffe doch, dass diese Weisheit alle (Un-)Klarheiten beseitigt. Und wenn nicht, dann findet ihr den wichtigsten Hinweis bestimmt bei einem Besuch des Lagerraums, wo hoffentlich die plötzliche Erleuchtung den Schleier des Mysteriums von euch nimmt. Mit etwas Glück auch schon auf dem Weg dorthin, wenn ihr geduldig in den Teich oder auf warme, sonnige Fleckchen schaut.
Ein Pfahl ist auch ein Stock, also wäre dieser selbst schon der Hinweis für das Stockschwämmchen gewesen.
Der wichtigste Hinweis auf das Stockschwämmchen ist der schuppige Stiel. Ein Synonym für Lagerraum ist Schuppen. Schuppen findet man außerdem im Teich (auf Fischen) oder auf warmen Fleckchen (auf Reptilien wie Eidechsen oder Schlangen).
Die Pfähle sind eher von der subtileren Sorte (das macht oft umso mehr Spaß gnihihi), aber in diesem Fall ja ohnehin falsch.
Ohne etwas vorwegnehmen zu wollen, hat der weitere Rätselverlauf mich hier dann irgendwann vom Stockschwämmchen abgebracht, und spätestens da fragte ich mich, wie ich die blaugrünlichen Verfärbungen je für Schimmel halten konnte.
Und deshalb sind das trotz der vielen Rotschrift hier 20 Punkte für mich gewesen. Jetzt weiß ich auch, dass das „Gn“ in „Gnans“ eigentlich für „gnädig“ steht.
GnG