Beiträge von Chorknabe

    Hallo,


    ich möchte hier einige Cortinarienfunde jenseits der Phlegmatien vorstellen. Alle Funde auf stammen aus Kalklaubwäldern. Ich bin mir mit der Bestimmung recht sicher, würde mich aber dennoch über eine Bestätigung freuen.


    Zunächst eine Telamonie, die man tatsächlich direkt im Feld sofort ansprechen kann - wenn man ihr denn unters Röckchen schaut, statt achtlos daran vorbei zu laufen. Der Feuerfüßige Gürtelfuß (Cortinarius bulliardii) hat ein zinnoberrotes Velum im unteren Stielbereich, dass wirklich spektakulär leuchtet. Ich finde die Art jedes Jahr stets an der gleichen Stelle auf ziemlichen trockenem, lehmigem Boden unter Eichen.






    Eine weitere Telamonie fand ich in unmittelbarer Nähe vom obigen C.bulliardii, wobei dort auch einige (Hain)Buchen vorhanden waren. Dank des auffälligen Farbverlaufs am Stiel hat man eine ganz gute Chance, diese zu schlüsseln: Der Zweifarbige Wasserkopf (Cortinarius cagei) ist mit seiner lebhaft lilalichen unteren Stielhälfte ein wie ich finde hübscher Pilz.






    Den folgenden Schleierlingsfund konnte ich zunächst nicht so recht einsortieren; der stämmige Habitus lenkte mich zunächst in Richtung Telamonie. Dabei ist die Huthaut eigentlich typisch für die Untergattung der Rauhköpfe/Hautköpfe, wobei die nicht lebhaften farbigen Lamellen eher zu den Rauköpfen weisen. Glücklicherweise gibt es nicht so viele Leprocyben mit grünen Farbtönen. Unter der Berücksichtigung des Standorts kommt eigentlich nur der Olivbraune Laubwald-Raukopf (Cortinarius cotoneus) in Frage.






    Zum Schluss noch ein kleines zierliches Pilzchen, welches gesellig unter (Hain)Buchen wächst. Der filigrane Wuchs und der gebuckelte Hut lassen eher an eine Telamonie denken, aber die in jungem Zustand auffällig lebhaft gelbgrün gefärbten Lamellen weisen zu den Hautköpfen: Grünblättriger Hainbuchen-Hautkopf (Cortinarius oliveaceofuscus).



    Für mich ist das eine der gilbenden Erdritterlinge. Sollten kräftig mehlig riechen und auch so schmecken. Der Wuchsort mitten in der Stadt auf Grüninseln etc. wäre auch typisch.

    Hallo Uwe,


    danke für Deine Einschätzung. Bei meinem Fund war der Stiel keinesfalls hart. Die Laugenreaktion war dagegen so wie von Dir beschrieben, und färbte nach ca 15min von Gelb in ein orangerötliches helles Braun um.


    Deinem Beitrag entnehme ich auch, dass ich bei solchen Knollenformen eher mal bei den knollenlosen Arten schlüsseln sollte?


    Mein Fund wird also vermutlich unbenannt bleiben. Mit dieser Laugenreaktion ist aber zumindest die Sektion Variecolores gesetzt, oder?

    Hallo,


    bei einer kleinen Waldrunde mit der Familie fand ich im Kalknadelwald eine Phlegmatie, die ich nicht so recht geschlüsselt bekomme.


    Der Pilz ist recht schmächtig: Hutdurchmesser ca 5cm. Die Hutoberseite war klebrig, Hutoberseite lilalich gräulich, am Rand blasser, in der Hutmitte ockerlich; kräftig radialfaserig eingewachsen. Lamellen jung vermutlich lila-gräulich (siehe Bilder, Hutrand!), aber schnell nach schmutzig braun-grau umfärbend. Stiel weißlich mit bläulichem Schimmer und ganz leicht metallischem Glanz; an der Stielspitze intensiver blau, an der rundlichen Knolle eher weißlich. Fleisch im Hut bläulich, sonst eher weißlich aber stets mit bläulichem Schimmer, in der Knolle leicht gelblich. Geruch unauffällig, Geschmack ebenso. KOH auf Hut, Stiel und Knolle negativ, im Fleisch gelblich (mit KOH 3% stärkere Farbreaktion als mit KOH 20%). Sporenmaße (10-10,5-11) x (5,5-6-6,5).


    Der Wald war zwar ein Kalknadelwald, ging aber am Fundort in einen Mischwald über. Am Fundort standen insbesondere einige mächtige Buchen und Fichten, eventuell aber auch andere Laubbäume.


    Mit dem Schlüsseln tue ich mich schwer: Wenn ich die rundliche Knolle berücksichtige, lande ich im Nirvana. Ignoriere ich die Knolle, komme ich zu Cortinarius largus. Rein von der Beschreibung und den Sporenmaßen könnte das schon passen, allerdings kenne ich die Art deutlich robuster oder größer. Allerdings hat es hier seit anderthalb Wochen nicht mehr geregnet --> Kümmerwuchs?!


    Die fotografische Dokumentation ist leider übersichtlich, aber mehr war (mit quengelndem Kleinkind, Baby im Tragetuch vor den Bauch geschnallt und genervter Ehefrau) nicht drin :|


    Kann man mit diesen Informationen den Fund eingrenzen oder gar benennen?





    Hallo Woidbewohnerin,


    100% sicher kann man erst sein, wenn man die Pilze persönlich in der Hand hatte. Deswegen lehnt jeder Pilzberater die Freigabe anhand von Bildern ab, und aus dem gleichen Grund geben wir hier im Forum grundsätzlich keine Essensfreigabe.


    Der Röhrling ist fraglos kein Steinpilz. Zudem scheint er überständig, also zu alt zum Verzehr (Stichwort Lebensmittelvergiftung). Die Lamellenpilze könnten Stockschwämmchen sein, aber bei denen muss man ganz genau jeden einzelnen Fruchtkörper kontrollieren, weil sich Gifthäublinge darunter gemischt haben können. Aus diesem Grund sind Stockschwämmchen keine Anfängerpilze!

    Hallo,


    Mallocybe leucoblema schaut gut aus - das kommt meinem Fund makroskopisch durchaus sehr nahe. Klasse! Das Risspilze auch so stämmig "dürfen", war mir neu. Aber die ganze Gattung Risspilze (bzw. jetzt Gattungen) ist noch ein riesiger weißer Fleck auf meiner mykologischen Landkarte, deswegen hatte ich überhaupt nicht in diese Richtung gedacht.


    Ich habe vorhin einige Mikrofotos gemacht. Ich hoffe ich habe es geschafft, relevante Details ausreichend darzustellen?








    Ich verlinke auch mal an unsere Risspilz-Freunde Ditte und Climbingfreak im Forum.


    Kann ich den jetzt als Mallocybe leucoblema abheften?

    Natürlich ist ein Buch zur Lebensmittelchemie nicht die erste Anlaufstelle, um etwas über Pilzgifte nachzulesen, dennoch war ich überrascht, so etwas in einem Lehrbuch zu finden.

    Ich finde diese indiskutabel falschen Angaben durchaus mehr als amüsierend. Wir reden hier von (in der Regel teurer) Fachliteratur, die u.a. zur Ausbildung eingesetzt wird. Das heißt, dieses falsche Wissen wird vermittelt dann u.U. weiter in die Welt hinaus getragen. Derart hanebüchene Fehler zeugen von einer mangelnden Sorgfalt der Autoren. Ich würde ihnen eine kurze freundliche Mail schreiben, auf die Fehler hinweisen, und zuguterletzt auf Flammer verweisen, wo sie den sachlichen korrekten und aktuellen Stand aus einer anerkannten Publikation nachlesen können.

    ich find die Antworten: "zu alt - nich esse" hier im Forum auch immer recht hart und würd da selbst oft nicht mitgehen. Klar ist der Hinweis, esst nix was gammelt und sich bereits zersetzt, richtig. Nur trau ich den Usern schon zu, einzuschätzen, ob das was sie da zu sich nehmen, noch gut ist. Von den Bildern her, ist das eh schwer zu beurteilen.

    Meiner Erfahrung als Pilzberater nach könnte viele Sammler in der Tat nicht einschätzen, ob ein Pilz noch verzehrfähig ist. Es ist schon fast die Regel, dass ich Beutel mit gammeligen, zermatschten und auch schimmeligen Pilzen zur Beratung vorgelegt bekomme.


    Der Übergang zwischen "etwas älter aber völlig in Ordnung" und "definitiv verdorben" ist fließend, und jeder Pilzberater setzt hier seine eigene individuelle Schwelle an. Im Zweifel beraten aber alle PSV auf Sicherheit: besser weg damit, wenn auch eine geringere Chance auf Lebensmittelvergiftung besteht.


    Was ich persönlich nicht nachvollziehen kann, ist, mit welcher Verbohrtheit mancher Pilzesammler alte gammelige Pilze essen will. Für mich ist der Genuss von Wildpilzen eben dies im Wortsinn: das Genießen eines besonderen Lebensmittels. Überständige Pilze aber sind weit davon entfernt, Genuss zu bereiten. Da schmeckt jeder Zuchtchampi aus dem Supermarkt besser. Und in unserer Überflussgesellschaft sind wir einfach nicht darauf angewiesen, uns aus dem Wald ernähren zu müssen.


    Ich erkläre den Leuten immer: nehmt nur das aus dem Wald mit, für dass ihr, sollten die selben Pilz auf dem Wochenmarkt angeboten werden, Geld ausgeben würdet.


    Zum Schluss noch ein Beispiel-Pilz aus einer Beratung. Der Sammler hatte einen Beutel von Allerlei mitgebracht, darunter einen einzigen Röhrling, und der sah so aus (siehe Bild).


    Hallo,


    ich danke Euch für Eure Ideen! Wenn unter Berücksichtigung aller meiner Angaben nichts passt, muss man eventuell einige meine Angaben in Zweifel ziehen. X/ Ich war mir ziemlich sicher, dass mein Fund auf Holz wuchs, weil unter dem Moos eine sehr fest kompakte Struktur war, und ich die Pilze nur mit viel Kraft und einem Messer vom Substrat lösen konnte. Es ist aber gut möglich, dass es doch kein Holz war - oder das Holz so sehr mit anderem Substrat überdeckt, dass der der "Holzaspekt" unwichtig ist.


    Zum braun: wegen des spärlichen Sporenabwurfs lässt sich die Farbe nur schwer einschätzen. In jedem Fall ist es aber ein kaltes (also kaum Rottöne), nicht sehr dunkles Braun. Da wären Risspilze/Mallocybe durchaus in Schlagdistanz.


    Ein Quetschpräparat in KOH (3%?) werde ich wohl heute Abend hinbekommen. Sehen wir dann weiter.


    Anbei noch ein Detailbild vom Fund.


    Hallo,


    es gibt Neuigkeiten. Die Hüte haben nur mäßig abgesport, aber man erkennt ein ockerliches braun - ich würde die Farbe am ehesten als tabakbraun bezeichnen. Die Sporen habe ich mikroskopiert; siehe Bild. Cortinariussporen sind schon mal nicht. Sporenmaße sind ca 10 x 5..6 µm.



    Die Lamellenhaltung ist ritterlingsartig: Burggraben, mit Zahn herablaufend.


    Die Lamellenscheide ist definitiv merklich heller als der Rest der Lamelle. Also habe ich versucht, ein paar Cheilozystiden zu mikroskopieren; leider ist mir das nur mäßig gelungen.




    Kommt man mit diesen Informationen jetzt weiter?

    Das ist ja interessant, einen auffälligen Geruch habe ich noch nie festgestellt.

    Ich finde die eigentlich jedes Jahr mehrmals. Allerdings rieche ich nicht immer dran, werde ich ab jetzt tun.

    Wenn du den Geruch konstant feststellst, würde es sich vielleicht lohnen das genauer zu untersuchen.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich in dem Komplex X. fellea/caulicinalis noch eine andere kryptische Art verbirgt.

    Hallo Raphael,


    ich kenne nur eine Fundstelle, und dort stellen sich eigentlich jedes Jahr Fruchtkörper ein. Hier ein Bild von gestern:



    Der Geruch war mir bereits bei meinem Erstfund aufgefallen; ich hatte in in folgendem Thread genauer beschrieben:

    Schwindlingsartiger Pilz mit markantem Geruch


    Der Fund führte 2018, unter der Federführung von Andreas Gminder, sogar zu einem Artikel in der Zeitschrift Mykologie zu einem Artikel.

    15: Ein gelber Nabeling

    Der ist auch ortshäufig in der Gegend, Xeromphalina caulicinalis.

    Hallo Raphael,


    danke für die interessanten Funde!


    Hast Du mal an dem obigen Fund gerochen? Ich frage, weil ich die Art häufiger bei uns finde, und mich der (für solch einen kleinen Pilz erstaunlich intensive) Geruch jedes mal erstaunt. Dazu kommt, dass in der Literatur in der Regel ein unauffälliger Geruch beschrieben ist, was ich gar nicht nachvollziehen kann.

    Hallo,


    heute fand ich an einen stark bemoosten Baumstamm ein kleine Gruppe Pilze, die ich so gar nicht einsortieren kann. Grundsätzlicher Habitus ritterlingsartig; der größte Fruchtkörper hat einen Hutdurchmesser von ca 5cm. Auffällig ist vor allem der geradezu fellige Hut. Auf den Bildern sieht man offensichtlich verfärbte Bereite Die Lamellen sind düster bräunlich, die Lamellenscheiden deutlich heller (Cheilos?). Der Stiel war kräftig verwurmt, dennoch meine ich zu erkennen, dass er hohl sein könnte. Geruch muffig mit unangenehmer Komponente, Geschmack nicht getestet. Spp-Abdruck ist gerade in Arbeit, erste zarte Spuren weisen auf ein sehr kaltes dunkles braun hin, vielleicht sogar eine lilalicher Stich. Ich habe so gar keine Idee, in welche Richtung es gehen könnte. Ideen?



    also ist das Bild farblich bearbeitet und es stimmt die grüne Hutfarbe nicht. Welcher scharfe Täubling darf denn so gefeldert sein. :/

    OK, Thiemo hat das nicht ganz ernst gemeinte "Rätsel" quasi gelöst, darum löse ich hiermit auf. Euch länger auf die Folter zu spannen - und vor allem weiter in die Irre zu führen - wäre unfair. Ich zeige erst mal das unbearbeitete Bild, und gehe vorsorglich schon mal in Deckung :saint:



    Fund auf Kalk bei eine mächtigen Buche, direkt daneben stand ein Exemplar ohne felderig zerrissene Huthaut. Ich habe mich nicht näher damit beschäftigt außer einer Kostprobe, un d letztere fiel brennen scharf aus. Ich hab den Fund daher für mich als Buchenspeitäubling mit Trockenschaden abgeheftet.


    Sorry, dass ich Euch so an der Nase herum geführt habe, aber ich konnte einfach nicht widerstehen. :evil:

    Hallo Thomas😆, danke für den Hinweis. Ich hätte das gern getan und hatte ich bei meinem C. Largus -Verdachtsfall so machen können, aber leider geht das bei diesem Exemplar nicht, weil noch keine Cortina am Stiel klebt. Den reiferen Pilz hatte ich blöderweise im Wald gelassen. Ich versuche aber, dem Pilzlein noch einen Sporenabwurf abzutrotzen. Vielleicht gelingt das ja.

    Wenn noch keine Cortina am Stiel klebt (die manchmal auch sehr vergänglich sein kann) dann hängt sie vielleicht noch am Hut und verschließt die Lamellen? Auch dort findet sind in der Regel bereits Sporenpulver.

    Hallo Uwe,

    hier kommen die Sporenmaße und Formen. Was sagst du dazu?

    Hallo Claudia,


    ich heiße nicht Uwe, habe aber dennoch einen Hinweis. ;) Deine Mikro-Bilder sehen so aus, als hättest Du ein Quetsch-Präparat von einer Lamelle gemacht? Wenn ja, wäre das für das Messen der Sporen suboptimal, weil Du so auch Sporen erwischst, die noch nicht reif, also zu klein, sind! Damit ermittelst Du dann falsche Sporenmaße. Besser ist es, ein winziges Stück Schleierrest vom Stiel abzuzupfen und zu mikroskopieren. Die daran anhaftenden Sporen sind ja zuvor von allein aus der Lamelle gerieselt, also reif.

    möglicherweise unterscheidet sich die 123Pilz App ja von der Webseite https://www.123pilzsuche-2.de.
    Die enthaltenen Fehler bei den Daten zu beseitigen wäre eine Lebesaufgabe, aber wie ich hörte ist der Betreiber zumindest nicht beratungsresistent.
    Die häufig aufgeführten Verwechselungspartner finde ich allerdings brechreizerregend.
    Kupferroter Gelbfuß - Schweinsohr ist nur einer von unendlich vielen.

    Ja, da gibt es viele Fehler. Und dennoch ist die Datenbank für einen ersten Check extrem hilfreich. Für eine sichere Bestimmung nutze ich aber grundsätzlich Fachliteratur.


    Nicht alle vorgeschlagenen ähnlich aussehenden Arten mögen sinnvoll sein - bei vielen ist es aber doch nicht unpassend, und daher ein guter Start für eine gattungsübergreifende Suche nach äußeren Merkmalen. So kann man zu Gattungen gelangen, die man überhaupt nicht auf dem Schirm hatte bzw. gar kannte.


    Für die Masse an Informationen sind 30,- EUR wie ich finde fair.

    Ich möchte meinen Vorredner zustimmen. Die 123Pilze App ist ein extrem umfangreiches Nachschlagewerk mit einem leicht bedienbaren synoptischen Schlüssel. Hier kann man jederzeit die wichtigsten Merkmale einer Art nachlesen. Richtig hilfreich ist zudem die Verwechslungspartner-Funktion. Hier findet man oft durch blättern zum eigenen Fund.


    Sehr interessant ist auch die App MeinePilze. Bei ihr sind über 12000 Arten erfasst, und bei jeder Art gibt es eine Übersicht, in welchen gängigePikzbüchern und Fachliteratur die Art enthalten ist. Hat man die Bücher gar als Privatkopie auf dem Smartphone gespeichert, genügt ein Klick und es öffnet sich bspw. der Bildband von Ludwig auf genau der Seite wo die Art beschrieben ist.


    Von der Erkennung der Pilze per Kamera halte ich aber gar nichts.

    wenn der nicht aus Europa ist hätte ich noch R. parvovirescens im Angebot. R. cutefracta dürfte eigentlich solch eine grüne Farbe haben.

    Der Fund stammt mitten aus Deutschland. Zur Lösung des Rätsels hilft es, dem Ursprungspost nähere Beachtung zu schenken. Denn das Rätsel ist trügerisch 😋