Das Highlight von gestern

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema, welches 586 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Bläuling.

  • Guten Tag miteinander,


    so gestern hats mal nicht getröpfelt. Juhu. Ich muß raus. Mich bewegen. Ziel war: einen Semmelstoppler fotografieren. Ich kenne aber nur von einer Stelle.

    Und hier ist er dann.



    Und in unmittelbarer Nachbarschaft dann der geflecktblättrige Flämmling.



    Der Grünling darf genau dort nicht fehlen.



    So, jetzt kommt was, da weiß ich nur den deutschen Namen. Der mich aber nicht besonders weit bringt. Eventuell habe ich nicht gut zugehört, das wäre ja auch möglich. Oder ich habe die Hälfte schon wieder vergessen.



    Ein Nelkenschwindlingsschirmling? Bitte helft mir.



    Ich finde ihn nämlich hübsch, obwohl er so stinkt.



    Eine gelbe Wiesenkoralle ich weiß. Nur die Überraschung bei ihr ist: ein völlig andere Auffindeort als vorher. Sie hat ein tolles Jahr.


    Anderer Ort, gleicher Boden.



    Für was haltet Ihr diesen Pilz? Ich hielt ihn für einen schwarzgestreiften Ritterling



    Geruch nicht deutbar. Ich bin ein wenig schwankend. Oder ist das eine Waschküche?



    Eines der großen Highlight´s für mich. Ich habe wochenlang die mir bekannten Stellen abgelaufen. Nichts gefunden. Und gestern dann hat mein Mann sie gefunden.

    Ein oranger Wiesenellerling.



    Ich bin so stolz auf ihn. Juhu.


    Aber jetzt, jetzt kommt das ersehnte Keulchen. Das fand auch mein Mann. Und ich durfte es ablichten.




    Eine aprikosenfarbene Keule. Sie ist nach den alten Bestimmungen abgesegnet worden von einen tollen PSV. Jetzt aber wird ja alles neu bestimmt durch Sequenzierungen und so.

    Hab ich mich gefreut. Gestern schwebte ich wie auf Wolken.


    Ich hoffe doch sehr, dass Ihr Euch mit mir freuen könnt.

    Liebe Grüße vom


    Bläuling


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  • Hallo,


    da ist doch richtig was los bei dir.

    Ein Nelkenschwindlingsschirmling

    Das könnte Cystoderma carcharias sein aber da kann ich mich auch täuschen.

    Für was haltet Ihr diesen Pilz? Ich hielt ihn für einen schwarzgestreiften Ritterling

    Wenn Du damit Tricholoma portentosum meinst, der hätte einen starken Mehlgeruch (was für mich unangenehm ist) und würde am Stiel gilben. Das müßtest Du überprüfen! Wenn nicht kann es auch ein Seifenritterling sein.


    VG Jörg

  • Servus beinand,


    der vermeintliche Nelkenschwindling ist für mich eine Lepiota. Cystoderma hätte keine freien Lamellen und die Huthaut würde anders aussehen. (P.S.: hatte das "schirmling" übersehen – bei Lepiota bin ich definitiv, ob es Lepiota oreadiformis ist... der Hut würde gut passen und die Velumreste am Stiel ebenso, aber den habe ich bisher zu selten gesehen; als Arbeitsnamen könnte das aber passen)


    Der Semmelstoppelpilz ist entweder Hydnum repandum oder Hydnum slovenicum (kann die beiden nicht makroskopisch trennen, wenn die Fruchtkörper blass sind).


    Tricholoma portentosum sollte auch Gelbtöne haben und riecht nach Mehl. Passt für mich daher nicht.


    Der Wiesenellerling passt natürlich.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo zusammen,

    So, jetzt kommt was, da weiß ich nur den deutschen Namen. Der mich aber nicht besonders weit bringt. Eventuell habe ich nicht gut zugehört, das wäre ja auch möglich. Oder ich habe die Hälfte schon wieder vergessen.

    Ein Nelkenschwindlingsschirmling? Bitte helft mir.

    Daraus schließe ich, dass die Art schon mal von jemandem genauer (mikroskopisch?) bestimmt wurde und du den Namen einfach nicht mehr genau weißt, richtig?

    Mit „Nelkenschwindlingsschirmling“ ist wohl Lepiota oreadiformis gemeint. Optisch könnte ich mir die Art hier auch vorstellen.

    Wenn ähnliche Schirmlinge in diesem Habitat bereits als Lepiota oreadiformis bestimmt worden sind, heißt das natürlich nicht automatisch, dass dieses Exemplar ebenfalls dieser Art zuzuordnen ist. Oder wurde explizit dieses Exemplar so bestimmt? Leider ist für mich nicht klar, wie dein Kommentar zu dem Schirmling genau gemeint ist.


    Viele Grüße

    Emil

  • Hi.


    Ich finde L. oreadiformus hier immer mal - so strubbelig sind die bei mir aber nie, weder aufm Kopp, noch am Stiel, solche gelben Flocken wären mir auch neu und wirklich stinken tut der auch nicht.

    Ich hätte den vielleicht so in Richtung Lepiota magnispora verortet, aber muss natürlich nicht stimmen. Bei Lepiota bin ich aber auch.


    LG.

    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]
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  • Aufgrund der genaueren Hinguckmöglichkeiten ziehe ich meine Cystoderma-Vermutung zurück. Lepiota ist natürlich viel plausibler, daher die Frage, ob der mehr im Wald oder auf der Wiese war. Tendenziell wäre ich auch eher bei magnispora, was durch Mikroskopie leicht zu verifizieren wäre.


    Meine oreadiformis von vorgestern sehen so aus:


    Beste Grüße

    Harald

  • Hallo miteinander,



    so jetzt habe ich einen Arbeitsnamen bekommen.


    LEPIOTA OREADIFORMIS


    Da sich aber alles im Umbruch befindet, ist das auch mit Vorsicht zu genießen.

    Liebe Grüße vom


    Bläuling


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  • Hallo Bläuling,


    ich verstehe deine Aussage "so jetzt habe ich einen Arbeitsnamen bekommen." nicht so wirklich. Eine entsprechende Hypothese ist hier ja in diversen vorherigen Beiträgen bereits formuliert worden. Wieso hast du also jetzt einen Arbeitsnamen bekommen? Außerdem stellt sich dem geneigten Leser natürlich auch die Frage, woher du diesen Arbeitsnamen bekommen hast. Hat sich der Himmel geöffnet und eine Stimme sprach zu dir "Nimm hin den Arbeitsnamen, der da sein soll Lepiota oreadiformis"? Oder hast du einen Beleg deines Fundes an jemand weitergereicht und der hat das dann entsprechend bestimmt?


    Deinen Hinweis auf den Umbruch und die Vorsicht verstehe ich auch nicht. Ja, in der Pilzwelt tut sich derzeit viel. Aber die Gattung Lepiota ist davon eigentlich nicht so sehr betroffen. Von daher braucht man Bestimmungen in der Gattung - wenn sie sauber durchgeführt wurden und Funde mikroskopiert wurden - eigentlich nicht mit Vorsicht zu genießen.


    Björn

  • Hallo Harald,



    mikroskopiert noch nicht, aber in Augenschein genommen. Von einem guten PSV. Ich bekam eine Mail von ihm mit diesem Namen.

    Liebe Grüße vom


    Bläuling


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  • Hallo Harald,



    mikroskopiert noch nicht, aber in Augenschein genommen. Von einem guten PSV. Ich bekam eine Mail von ihm mit diesem Namen.

    Ich bin auch ein „guter“ PSV und ihn Fachkreisen als Lepiota-Freund bekannt und behaupte, dass das eher nicht oreadiformis ist und durch Mikroskopie abgesichert werden sollte!

    Was zeichnet eigentlich einen „guten“ PSV aus? Einer, der seriöse Bilderbestimmung abliefert?


    Etwas verständnislose Grüße

    Harald

  • Als Ergänzung zu Haralds Fragen stellt sich mir auch noch die Frage: Gibt es auch schlechte PSVs? Und woran erkennt man gute und schlechte PSVs? Als ich das letzte Mal auf die DGfM-Liste mit PSVs geschaut habe, waren da keine entsprechenden Vermerke bei den Namen bei.


    Björn

  • Hallo Bläuling,


    das waren ja ganz viele Pilze auf einmal, die du da angefragt hast so das ich etwas unstrukturiert antworte.


    Bei dem grauhütigen Ritterling kommt außerdem noch Tricholoma sudum in Frage, eine weitgehend unbekannte, aber in FNE4 gelistete Art. An T. portentosum glaube ich nicht, da fehlen die blass grüngelben Töne auf der Unterseite. Bei dem grünhütigen Ritterling kommt neben dem Grünling auch Tricholoma joachimii in Frage, da müsste man mal die Unterseite sehen.


    Die Semmelstoppler hätte ich als Hydnum albidum bezeichnet, da passt das mutmaßliche Fundhabitat auch ganz ausgezeichnet. Hydnum slovenicum habe ich vor Jahren einmal live gesehen, in einer Kiefernheide in der Nähe des Flughafens von Ljubljana. Es handelt sich dabei um eine grazile, lang- und schlankstielige Art, wohingegen Hydnum albidum sehr kompakt und kurzstielig ist. Ein sehr treffendes Bild von Hydnum slovenicum findet sich (unter anderem Namen) im KIBBY, Mushrooms and Toadstools in Europe.


    Beim Wiesenellerling gehe ich bedenkenlos mit, die meisten anderen Pilze sind meines Erachtens mikroskopierpflichtig (vor allem die Schirmlinge, brr!). Von einem Nelkenschwindlingsschirmling habe ich jedenfalls noch nie gehört.


    Freundliche Grüße

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Christoph Tricholomopsis,


    das weißt du bestimmt:

    Die Semmelstoppler, die an den typischen Totentrompetenhängen als bis zu 20 - 25 cm breite aprikosenorange Flatscher und einem starken Orange-weiß- Farbkontrast zum Stiel, und den sehr kurzen Stoppeln, die weit am Stiel herablaufen, und einem scharf-bitteren Geschmack daherkommen: firmieren die nach wie vor als Hydnum repandum, oder haben die mittlerweile einen anderen Namen?


    FG

    Oehrling

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  • Hey, stimmt ja! Leider kenne ich mehr botanische statt deutsche Pilznamen, an diesem Beispiel sehe ich es mal wieder. Oreadiformis = sieht aus wie oreades, na klar!

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo miteinander,



    Harald,


    ja genauso ist nämlich auch. Sieht aus wie........... Es ist der Arbeitsname von meinem PSV. Für diesen Schirmling.


    @ Oehrling,


    und ja, Du hast natürlich recht. Die von Dir aufgezählten Ritterlinge könnten alle in Frage kommen. Und somit ist der von mir gezeigte Ritterling mikroskopierpflichtig.


    @ all,



    ein guter PSV ist in meinen Augen jemand, der eine PSV Prüfung abgelegt hat. Also im Besitz einen PSV-Scheines ist. Er sollte in der Lage sein, einen Fund gut erklären zu können. So dass der Finder es auch verstehen kann. Er sollte sein Wissen gut vermitteln können, drauf eingehen können, was der Finder wissen will. Jemand, den ich gut kenne. Der auf meinen Wissenstand eingehen kann und mich da abholt, wo ich gerade stehe.


    Nun hoffe, dass jetzt alle Unklarheiten beseitigt sind.




    Seid nett zueinander.

    Liebe Grüße vom


    Bläuling


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