Ich würde gerne wissen, was hier so zahlreich im Wald wächst. Riecht wie der Parasol, Ring verschiebbar, rötet nicht.
Welcher Schirmpilz ist das?
- Xenia 🪶
- Unerledigt
Es gibt 13 Antworten in diesem Thema, welches 612 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Tagedieb.
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Hallo Xenia,

Wahrscheinlich ist es der Sternschuppige Riesenschirmling. War die Basis "tellerartig" verbreitert?
Es ist nicht böse gemeint, aber ein kleiner Tipp für die Kommunikation im Forum: Hier ist es üblich, Beiträge ein bißchen nett mit Anrede und Gruß zu versehen.
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Ah, der Norbert war schneller...und wenn er zur gleichen Bestimmung kommt, bin ich zufrieden!
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Oha 🙏🏻 der fehlt in meinem BLV Pilzführer. Da muss wohl die Lektüre aufgestockt werden 😁 Danke dir lieber Norbert
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Ich gelobe Besserung bei der Formulierung, da hast du vollkommen recht Grüni/Kagi und lasse nachträglich einen herzlichen Gruß da ❤️
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Hallo Xenia,
neben der von Norbert genannten Art gibt es auch im Umfeld des Zitzenschirmlings Formen, die so aussehen können.
Mach mal über Nacht einen Sporenabdruck: Rein weiß (bis creme) würde auf Zitzenschirmling deuten, hellocker bis rosa auf den Sternschuppigen.
Bei typischen Sternschuppigen wäre m.E. die Huthaut in der Hutmitte nicht rissig, sondern eher lederig. Aber die Variabilität beider Arten ist nicht ausreichend erforscht.
Letzlich müsste man solche Übergangsformen sequenzieren lassen, damit man bei der Benennung nicht nur seine eigenen Vorurteile über die Merkmale bestätigt, sondern mit objektiven Fakten validiert.
Gruß,
Wolfgang
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Ich gelobe Besserung bei der Formulierung, da hast du vollkommen recht Grüni/Kagi und lasse nachträglich einen herzlichen Gruß da ❤️
Hallo Xenia, das freut mich und ich bin gespannt auf weitere Beiträge von dir.

P.S.:
Von wann ist denn dein BLV Pilzführer? Meiner ist von 2014, und da ist der Sternschuppige R. auch nicht drin. Falls du als Pilzliteratur nur den hast, wird es schwierig, da er ja nun schon 12 Jahre alt ist und doch auch viele Arten fehlen.
Das ist die Crux mit der Pilzliteratur: Eigentlich ist sie schon überholt, wenn sie erscheint...aber wenn man nur interessierter Laie ist (wie ich), muß es immer ein paar mehr Jahre reichen.
Eine nächste Stufe zu besserer Pilzliteratur könnten für dich die "Fungi of temperate Europe" sein: Um etliches unfangreicher, relativ neu, mit tollen Fotos, durch neuartige "Bestimmungsräder" sehr gut zu handhaben, mit etwas Anspruch, aber immer noch populärwissenschaftlich genug, kann ich persönlich sie sehr empfehlen. Dazu mehr hier: 😃 Sie sind da! Sie sind schwer! Sie sind toll! 2 Bände "Fungi of Temperate Europe"! 📕📗
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Danke Wolfgang, meinem Buch nach kamen der Rickens Riesenschirmling und der Warzen-Riesenschirmling in Frage. So ein Hübbelchen haben die schon. Gerade habe ich beim recherchieren gesehen, dass der Rickens Riesenschirmling auch Sternschuppiger genannt wird. Und der Warzen-Riesenschirmling auch Zitzen-Riesenschirmling. Mir geht langsam auf warum die lateinischen Bezeichnungen sehr sinnvoll sind 😁
Ich mache morgen mal den Sporenpulver-Test 🙌🏻
Die Knolle war schon tellerartig würde ich sagen, aber das schaue ich mir noch mal genauer an.
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Hey Grüni/Kagi, mein Pilzführer ist von 2017 - wollte was zum mitnehmen haben, dafür finde ich den toll. Ein „großes“ Bestimmungsbuch suche ich gerade, danke für den Tipp!
Ist der Rickens denn der Sternschuppige? Dann können wir dem BLV nix ankreiden 😁
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Hallo zusammen,
also ich richte mich immer nach dem Friebes-Artikel, der Vellingas Konzept folgt.
Dieser Artauffassung nach wäre das eine typische Macrolepiota rhodosperma (sich ablösende, grobe Sternschuppen auf radialfaserigem Grund, schlank, doppelter Ring).
Ich bin natürlich immer an potenziellen neuen phylogenetischen Erkenntnissen interessiert und ganz besonders bei dieser Gattung, mit der ich mich schon vermehrt auseinandergesetzt habe.
Viele Grüße
Emil
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Hallo an alle,
das Problem in dieser Gattung ist selbst nach 30 Jahren Sequenzierung, dass die "Arten" in den meisten Pilzbüchern nicht mit den Erkenntnissen der Genetik übereinstimmen.
Dazu kommt, dass in den Büchern auch die wissenschaftlichen Namen nicht immer korrekt angewendet werden.
Und die Variationsbreite der optischen Merkmale innerhalb einer Art ist nicht gut bekannt und zu Nachbar-arten überlappend.
Und dann könnte es noch sein, dass die meist-benutzte Gen-Loci ITS, LSU, rpb2 hier allein noch nicht ausreichen, um eng verwandte aber gut abgrenzbare Arten zu trennen. Genetisch leicht trennbar sind nur vier Clades (die Artkomplexe procera, rhodosperma, mastoidea, excoriata).
Weil mich das auch alles ärgert, sammle ich seit 2 Jahren Proben aus dem Grenzbereich rhodosperma - mastoidea und lasse sie sequenzieren, als ganz privates Forschungsprojekt. Wenn ich das Gefühl habe, sichere Erkenntnisse zu haben, werde ich das publizieren.
Aktuell kann ich schon sagen, dass sowohl ein fein genatterter Stiel, ein doppelter Ring als auch eine ablösende Hutdeckschicht in beiden genannten Artengruppen vorkommen. Aktuell kann also ein normaler Pilzfreund solche Grenzfälle nicht auf Art-Ebene bestimmen.
Gruß,
Wolfgang
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Ihr Lieben, es gibt neue Indizien. Sporenpulver ist reinweiß. Der Ring ist eher zierlich. Das würde beides eher für mastoidea sprechen nach meinen Quellen. Ich habe nur fast ausgewachsene Exemplare gefunden, die keinen tellerartigen Fuß hatten, eher kugelig. Die Hüte haben in offenem Zustand alle ziemlich genau 10 cm Durchmesser.
Liebe Grüße, Xenia
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kann also ein normaler Pilzfreund solche Grenzfälle nicht auf Art-Ebene bestimmen.
Und je mehr der normale Pilzfreund liest, desto seltener klappt das (für mich), habe ich das Gefühl

