Habe heute in einem Auengebiet diese Becherlinge gefunden. Sie sind auf der Erde gewachsen.
Welche becherlingsart ist das ?
Hat einer eine Idee ?
Danke đ
Es gibt 13 Antworten in diesem Thema, welches 679 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Wolfgang P..
Habe heute in einem Auengebiet diese Becherlinge gefunden. Sie sind auf der Erde gewachsen.
Welche becherlingsart ist das ?
Hat einer eine Idee ?
Danke đ
Hallo Bastian,
das geht in die Richtung Buchenwald-Becherling (Peziza arvernensis), Blasiger Becherling (Peziza vesiculosa) oder Riesen-Becherling (Peziza varia), welcher ebenfalls sehr variabel auftreten kann. Ohne Mikroskop bleibt es wohl ungewiss. Aufgrund der frĂŒhen Erscheinungszeit und des Substrats tendiere ich zu der ersten vorgeschlagenen Art.
Beste GrĂŒĂe
Jan-Arne
Vielen Dank fĂŒr die Antwort.
Wahrscheinlich werde ich es nicht genau bestimmen können ohne Mikroskop. Geruch des Pilzes ist aufjedenfall sehr angenehm.
Scharbockskraut Becherlinge vllt noch eine Möglichkeit ?
Hallo Bastian,
Nein! Der Scharbockskraut-Becherling ist klein und hat niemals einen solchen âgezacktenâ Rand. Meist sind die Exemplare auch gleichmĂ€Ăig rund. Allerdings ist der Anemonen-Becherling wesentlich hĂ€ufiger an Scharbockskraut zu finden. Er sieht Ă€uĂerlich exakt aus wie der Scharbockskraut-Becherling. Man kann sie nur mikroskopisch (Anzahl der Zellkerne in den Sporen) unterscheiden.
Hier Bilder vom Anemonen-Becherling zum Vergleich (die werden so maximal 4 cm groĂ):
VG corne
Scharbockskraut Becherlinge vllt noch eine Möglichkeit ?
Hi Bastian,
Du meinst eine Sclerotinia?
Eher nicht, vom Foto wÀre ich bei Jan-Arne und einer echten Peziza.
Aber Du kannst ja mal nachgraben, ob Du einen unterirdischen Stiel findest, der aus einem schwarzen "Knöllchen" (Sclerotium) entspringt. Das wĂŒrde die Bestimmung tatsĂ€chlich in eine ganz andere Richtung lenken.
GruĂ,
Wolfgang
Edit: Corne war schneller...
Servus,
Allerdings ist der Anemonen-Becherling wesentlich hÀufiger an Scharbockskraut zu finden.
???
Corne, Ich denke das war ein Versehen/ Verschreiber,
der Anemonen Becherling Dumontinia tuberosa, wÀchst bei
Anemonen ( Anemone nemorosa / ranuncoloides ) wÀhrend der
Sclerotiorum binucleata ( Scharbockskraut-Sklerotienbecherling) eben bei Scharbockskraut Ficaria verna wÀchst.
Was aber natĂŒrlich nicht ausschlieĂt, dass beide Arten auch durcheinander wachsen können, wenn beide Pflanzen vorhanden sind.
GrĂŒĂe
Felli
Hallo Felli,
Nein, kein Verschreiber. Diese Info habe ich mal so von Stefan Zinke Climbingfreak bekommen. ![]()
VG corne
Alles anzeigenServus,
Allerdings ist der Anemonen-Becherling wesentlich hÀufiger an Scharbockskraut zu finden.
???
Corne, Ich denke das war ein Versehen/ Verschreiber,
der Anemonen Becherling Dumontinia tuberosa, wÀchst bei
Anemonen ( Anemone nemorosa / ranuncoloides ) wÀhrend der
Sclerotiorum binucleata ( Scharbockskraut-Sklerotienbecherling) eben bei Scharbockskraut Ficaria verna wÀchst.
Was aber natĂŒrlich nicht ausschlieĂt, dass beide Arten auch durcheinander wachsen können, wenn beide Pflanzen vorhanden sind.
GrĂŒĂe
Felli
Hi,
so habe ich das nicht gesagt. Ich hab die Info von Zotto, der das hier mal im Forum geschrieben hat. Laut Zotto soll auch D. tuberosa an Scharbockskraut vorkommen können. Wie hĂ€ufig dies wirklich der Fall ist, weiĂ ich nicht. Zumindest eine Sache kann ich bestĂ€tigen, dass ich bis jetzt immer S. binucleata im reinen Scharbockskrautbestand gefunden habe, bzw. hat Corne auch einen Fund im GroĂen Garten gemacht. Alle meine Nachweise von S. binucleata sind mikroskopiert. D. tuberosa hatte ich bisher immer im reinen Anemonenbestand, bzw. in MischbestĂ€nden mit Scharbockskraut.
l.g.
Stefan
Hallo
FĂŒr mich hat mal jemand Becherlinge mikroskopiert, wo nur Scharbockskraut war. Es waren Anemonenbecherlinge.
Ich hÀtte bei den Anemonenbecherlingen ja erst zur alten Fassung der Gattung Peziza tendiert. Im Kosmos-Pilzbuch gibt es da Àhnliche Fotos in Richtung .caerulea.
Könnte die welligen FruchtrÀnder wirklich einen Hinweis zur Gattung geben?
Servus Corne, Stefan, Uwe
Mei oh Mei, da hab ich aber was losgetreten.
Gerade bei den Sklerotienbecherchen muĂ man echt aufpassen.
Zum Beispiel gibt es auch noch was an Lerchensporn, und an HahnenfuĂ. Auch die haben zweikernige Sporen. Ob das aber das Selbe ist wie das an Scharbockskraut - das weiĂ ich leider auch nicht,- vermute aber das es eigene Arten sind.
Und Uwe, wenn an der Stelle wirklich nur Ficaria wuchs war es vielleicht eine Ausnahme oder doch etwas Anderes. Das mĂŒĂte man dann öfter ĂŒberprĂŒfen,- hast du Gelegenheit dazu?
Ich glaube mal was gelesen zu haben, dass auch an KĂŒchenschelle der Anemonenbecherling gefunden wurde.?
Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass man einzelne Anemonen ( die ja durch den Befall auch noch etwas verkĂŒmmert sind) oftmals nicht sieht - was dann eben zur Verwirrung fĂŒhrt.
Die Bilder am Anfang sind sicher keine Anemonenbecherlinge. Und ja, die welligen, gekerbten ApothecienrÀnder in Verbindung mit dem Resthabitus können einen Hinweis zu Gattung geben.
Fotos in Richtung .caerulea.
Was meinst du damit ?
Einer von den blaumilchenden Becherlingen ist es sicherlich nicht.
GrĂŒĂe
Felli
Hallo ihr,
Ich ziehe meinen Einwurf gern zurĂŒck. Ich hatte Stefan seinerzeit so verstanden, wie ich schrieb. Das scheint nicht ganz korrekt zu sein. Auf jeden Fall muss mikroskopiert werden! Allein an der Pflanze kann man das nicht zuverlĂ€ssig ausmachen.
VG Corne
Zum Beispiel gibt es auch noch was an Lerchensporn, und an HahnenfuĂ. Auch die haben zweikernige Sporen. Ob das aber das Selbe ist wie das an Scharbockskraut - das weiĂ ich leider auch nicht,- vermute aber das es eigene Arten sind.
Hallo Felli,
in diesem Fall weiĂ ich es auch nicht, aber in der Gattung sind "Allesfresser" eher die Regel, die Wirts-SpezifitĂ€t von tuberosa ist die Ausnahme. Es gibt ja noch zwei gefĂŒrchtete Agrar-SchĂ€dlinge, Sclerotinia sclerotiorum und trifolii, die sehr gut untersucht sind, auch wenn sie den Freizeitmykologen nur selten unterkommen (zumindest die Fruchtkörper). Die fressen sich weltweit durch das halbe Pflanzenreich.
Insofern könnte binucleata durchaus an verschiedenen Ranunculaceen und Fumariaceen vorkommen.
GruĂ,
Wolfgang
