Was sind das fĂŒr Becherlinge? Hat jemand eine Idee ?

Es gibt 13 Antworten in diesem Thema, welches 678 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Wolfgang P..

  • Hallo Bastian,


    das geht in die Richtung Buchenwald-Becherling (Peziza arvernensis), Blasiger Becherling (Peziza vesiculosa) oder Riesen-Becherling (Peziza varia), welcher ebenfalls sehr variabel auftreten kann. Ohne Mikroskop bleibt es wohl ungewiss. Aufgrund der frĂŒhen Erscheinungszeit und des Substrats tendiere ich zu der ersten vorgeschlagenen Art.


    Beste GrĂŒĂŸe
    Jan-Arne


    Im Forum gibt es keine Verzehrfreigaben, nur Hilfestellungen zu eigenstÀndigen Vergleichen!


    Meine Homepage mit Kurzportraits von Pilzen und Tieren: fungaundfauna

  • Hallo Bastian,


    Nein! Der Scharbockskraut-Becherling ist klein und hat niemals einen solchen „gezackten“ Rand. Meist sind die Exemplare auch gleichmĂ€ĂŸig rund. Allerdings ist der Anemonen-Becherling wesentlich hĂ€ufiger an Scharbockskraut zu finden. Er sieht Ă€ußerlich exakt aus wie der Scharbockskraut-Becherling. Man kann sie nur mikroskopisch (Anzahl der Zellkerne in den Sporen) unterscheiden.

    Hier Bilder vom Anemonen-Becherling zum Vergleich (die werden so maximal 4 cm groß):






    VG corne

  • Scharbockskraut Becherlinge vllt noch eine Möglichkeit ?

    Hi Bastian,


    Du meinst eine Sclerotinia?

    Eher nicht, vom Foto wÀre ich bei Jan-Arne und einer echten Peziza.


    Aber Du kannst ja mal nachgraben, ob Du einen unterirdischen Stiel findest, der aus einem schwarzen "Knöllchen" (Sclerotium) entspringt. Das wĂŒrde die Bestimmung tatsĂ€chlich in eine ganz andere Richtung lenken.


    Gruß,


    Wolfgang


    Edit: Corne war schneller...

  • Servus,

    Allerdings ist der Anemonen-Becherling wesentlich hÀufiger an Scharbockskraut zu finden.

    ???

    Corne, Ich denke das war ein Versehen/ Verschreiber,

    der Anemonen Becherling Dumontinia tuberosa, wÀchst bei

    Anemonen ( Anemone nemorosa / ranuncoloides ) wÀhrend der

    Sclerotiorum binucleata ( Scharbockskraut-Sklerotienbecherling) eben bei Scharbockskraut Ficaria verna wÀchst.

    Was aber natĂŒrlich nicht ausschließt, dass beide Arten auch durcheinander wachsen können, wenn beide Pflanzen vorhanden sind.

    GrĂŒĂŸe

    Felli

  • Hi,


    so habe ich das nicht gesagt. Ich hab die Info von Zotto, der das hier mal im Forum geschrieben hat. Laut Zotto soll auch D. tuberosa an Scharbockskraut vorkommen können. Wie hĂ€ufig dies wirklich der Fall ist, weiß ich nicht. Zumindest eine Sache kann ich bestĂ€tigen, dass ich bis jetzt immer S. binucleata im reinen Scharbockskrautbestand gefunden habe, bzw. hat Corne auch einen Fund im Großen Garten gemacht. Alle meine Nachweise von S. binucleata sind mikroskopiert. D. tuberosa hatte ich bisher immer im reinen Anemonenbestand, bzw. in MischbestĂ€nden mit Scharbockskraut.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschÀdigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur BestimmungsvorschlÀge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Ich hĂ€tte bei den Anemonenbecherlingen ja erst zur alten Fassung der Gattung Peziza tendiert. Im Kosmos-Pilzbuch gibt es da Ă€hnliche Fotos in Richtung .caerulea. :sun: Könnte die welligen FruchtrĂ€nder wirklich einen Hinweis zur Gattung geben?

  • Servus Corne, Stefan, Uwe

    Mei oh Mei, da hab ich aber was losgetreten.

    Gerade bei den Sklerotienbecherchen muß man echt aufpassen.

    Zum Beispiel gibt es auch noch was an Lerchensporn, und an Hahnenfuß. Auch die haben zweikernige Sporen. Ob das aber das Selbe ist wie das an Scharbockskraut - das weiß ich leider auch nicht,- vermute aber das es eigene Arten sind.

    Und Uwe, wenn an der Stelle wirklich nur Ficaria wuchs war es vielleicht eine Ausnahme oder doch etwas Anderes. Das mĂŒĂŸte man dann öfter ĂŒberprĂŒfen,- hast du Gelegenheit dazu?

    Ich glaube mal was gelesen zu haben, dass auch an KĂŒchenschelle der Anemonenbecherling gefunden wurde.?

    Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass man einzelne Anemonen ( die ja durch den Befall auch noch etwas verkĂŒmmert sind) oftmals nicht sieht - was dann eben zur Verwirrung fĂŒhrt.


    Maronisto

    Die Bilder am Anfang sind sicher keine Anemonenbecherlinge. Und ja, die welligen, gekerbten ApothecienrÀnder in Verbindung mit dem Resthabitus können einen Hinweis zu Gattung geben.

    Fotos in Richtung .caerulea.

    Was meinst du damit ?

    Einer von den blaumilchenden Becherlingen ist es sicherlich nicht.


    GrĂŒĂŸe

    Felli

  • Hallo ihr,


    Ich ziehe meinen Einwurf gern zurĂŒck. Ich hatte Stefan seinerzeit so verstanden, wie ich schrieb. Das scheint nicht ganz korrekt zu sein. Auf jeden Fall muss mikroskopiert werden! Allein an der Pflanze kann man das nicht zuverlĂ€ssig ausmachen.

    VG Corne

  • Zum Beispiel gibt es auch noch was an Lerchensporn, und an Hahnenfuß. Auch die haben zweikernige Sporen. Ob das aber das Selbe ist wie das an Scharbockskraut - das weiß ich leider auch nicht,- vermute aber das es eigene Arten sind.

    Hallo Felli,

    in diesem Fall weiß ich es auch nicht, aber in der Gattung sind "Allesfresser" eher die Regel, die Wirts-SpezifitĂ€t von tuberosa ist die Ausnahme. Es gibt ja noch zwei gefĂŒrchtete Agrar-SchĂ€dlinge, Sclerotinia sclerotiorum und trifolii, die sehr gut untersucht sind, auch wenn sie den Freizeitmykologen nur selten unterkommen (zumindest die Fruchtkörper). Die fressen sich weltweit durch das halbe Pflanzenreich.

    Insofern könnte binucleata durchaus an verschiedenen Ranunculaceen und Fumariaceen vorkommen.


    Gruß,


    Wolfgang