Hallo ihr lieben Pilzkenner/innen, besonders die Weitgereisten,
ich habe vorhin auf "arte" in der Sendung "Stadt Land Kunst" in der Kochsparte einen interessanten Bericht über Leute aus Chile gesehen, die in ihren Wald gingen, um Pilze fürs Mittagessen zu suchen.
Zu meiner Überraschung krabbelten sie aber nicht auf dem Boden herum, sondern schauten hoch in die Bäume, um dort mit Hilfe eines langen Stabes mit einer scharfen Klinge daran rundliche, gelbe Pilze zu ernten, die aus einer Art bräunlicher Verdickungen an den Baumästen und -Stämmen wuchsen.
Laut dieser Leute seien die Pilze bißfest und von gummiartiger Konsistenz. Dennoch verarbeiteten sie sie in Scheiben geschnitten roh zusammen mit ebenfalls rohen Scheiben von "Riesenrhabarber" (der taxonomisch aber nix mit unserem Rhabarber zu tun hat) und noch ein paar anderen Zutaten zu einem (Zitat:) "erfrischenden Salat".
Sie nannten die Pilze "Llao Llao". Ich habe etwas recherchiert und gefunden, daß der wissenschaftliche Name Cyttaria hariotii ist und er mit Trivialnamen auch noch "Pan de indio" (Indianerbrot) genannt wird. Habe davon noch nie gelesen oder gehört.
Kennt jemand von euch diesen Pilz, hat ihn vielleicht selbst gesehen oder gar schon gegessen oder kann sonst etwas dazu erzählen?
Ich fand das Ganze jedenfalls unheimlich interessant und würde gern mehr darüber erfahren.
Hier der Wikipedia-Eintrag dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Cyttaria
Cyttaria hariotii, Bildquelle: Wikipedia
