2026 - Pilze in Berlin und Brandenburg

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  • Mein Strobi will dieses Jahr nicht.

  • Du hast also auch genau einen. Ich auch. Kommt immer an derselben Stelle. Daher also der Name "Einsiedlerwulstling".

  • Meiner wohnt auf einem Berliner Friedhof zur Untermiete. Angeblich soll dann dort alle magischen Jahre ein mystischer Igelwulstling erscheinen. Ich warte….

  • Hallo Zusammen,


    die Dürre in den Wäldern ist mal wieder bedrückend. Immerhin gab es im Monat August in meinen Hauswäldern verbreitet Niederschläge.

    Die waren wie immer ungerecht verteilt. So zwischen 50 und 75 Litern. 2/3 davon in den letzten beiden Augustwochen.

    Der September hingegen brachte kaum Zählbares. Die Niederschläge im August reichten zumindest dafür, ein sporadisches Pilzwachstum

    zu entfachen. Vor allem dort, wo das Wasser sich sammeln konnte.


    Hier ein paar Impressionen vom Smartphone:


    Keulenfüßiger Trichterling (unglaublich, aber Erstfund)


    Gallenstacheling (lecker mehlig riechend)


    ein abgefressenes Kornblümchen (Drittfund)


    sowie bei Birken auf Sand dieser Cortinarien - Dickfuß


    Dazu fehlt mir gerade jede Idee. Das Fleisch schmeckte deutlich bitter. Mitgenommen hatte ich nichts.

    Ich meinte, das Teil sollte schon makroskopisch bestimmbar sein.


    Die Prognosen hinsichtlich Niederschlag sind nicht so dolle. Aber vielleicht haben wir ja Glück.

    Immerhin scheint es nun herbstlicher zu werden.

    So, ich für meinen Teil werde jetzt den Rest meiner kleinen Mischmahlzeit auffuttern.


    Grüßlis Ingo

  • So wirklich selten scheint mir der "Franzi" nicht. In Pankow habe ich mehrere Stellen, wo er an Linden vorkommt. Fruktufiziert längst nicht jedes Jahr, aber ich denke, das Myzel ist da.

  • Ich war letzten Samstag mal für 3 Stunden im Barnim unterwegs.


    Eigentlich wollte ich Pfifferlinge checken. Meine Stellen sind bei Buchen. Da gab es leider nichts zu sehen. Dafür fand ich dort eine Gruppe frische Parasole. Bei den Buchen war generell wenig los. Also bin ich in den Kiefernwald. Der wirkte sehr trocken. Trotzdem gab es hier mehr zu sehen. Es gab in großen Mengen Bruchreizker. Leider nur im Geruch lecker... Aber ich habe auch überalterte (vermeintliche) Sandröhrlinge gesehen (sehr früh?). Eine einsame Mini-Marone.

    In der Hoffnung auf Krause Glucke bin ich weiter durch die Kiefernsteppe gestapft und bin dann auf Steinpilze gestoßen. Sicher 6-8 mittelgroße Exemplare. Leider waren die schon ein paar Tage zu alt. Von der Konsistenz hätten sie noch getaugt zum Trocknen. Aber waren alle madig (tja, die Gier... ich habe sie alle gepflückt :/). Einen kleinen Frischen hatte ich, der aber leider auch bewohnt war.

    Es gab dann noch eine Hand voll Speisetäublinge (R. vesca).

    Ich habe dann nochmal gezielt Birken für Raustiele angesteuert. Da gab es keine. Aber dafür habe ich einen Chaga gefunden. Mal sehen, ob der seine Versprechungen einhält.


    Alles wurde gedörrt und verpulvert.


    Alles in allem sage ich mal: es gab was, aber es war mühsam.


    Sorry, dass ich keine Bilder dabei hab :)


    Der Regen von gestern bringt bestimmt nochmal (ein bisschen) Schwung rein.


    Grüße

  • Guten Morgen

    Seit längerem lese ich nur still und heimlich mit. Ich hatte die Befürchtung, dass meine Texte und Bilder, meist nur Fresspilze, etwas langweilen.

    Ich war etwas verwundert über die vielen Berichte über...nix los...viel zu trocken usw.

    Ich muss sagen, auch in unserem scheinbar ausgetrocknetem Bundesland und speziell meiner Region dem Barnim...ich fand und finde immer etwas.

    Oft fotografiere ich, nur mit dem Handy, nur die etwas größeren Pilze. Nahaufnahmen sind oft schlecht oder ich denk einfach in dem Moment nicht dran.

    Gestern bin ich wieder los, eine Stunde bevor es düster wird...nur mal schauen.

  • Hallo Frank,

    es geht mir genauso. Beim letzten Mal hatte ich über 60 Pilzarten! Brandenburg ist die trockene Insel auf der Regenmenge Karte. Allerdings gibt es innerhalb der Insel einige feuchte Stellen, die man finden muss. Ein paar Kilometer weiter ist dann alles wieder trocken. Für mich habe ich entschieden, keine Fresspilze mehr zu posten und mich mehr auf das Bestimmen seltener Pilze zu konzentrieren. Wenn ich heute etwas Interessantes finde, werde ich es posten. Beim letzten Mal war es der Dottergelbe Spateling.

    Svamp för alla

    Henrik

  • PS

    Letzte Mal hatte ich auch einen Grüngefelderten Täubling an „unserer“ Stelle ( der Erste in diesem Jahr!), der aber schon zu alt war. Der andere Freund hielt sich versteckt.

    He Henrik


    tatsächlich habe ich bisher weder den Einen noch den Anderen gefunden, überhaupt sieht es noch recht dünn aus um den See. Aber das wird noch ;)


    Schönes Wochenende

    Frank

  • Guten Morgen

    Seit längerem lese ich nur still und heimlich mit. Ich hatte die Befürchtung, dass meine Texte und Bilder, meist nur Fresspilze, etwas langweilen.

    Ich war etwas verwundert über die vielen Berichte über...nix los...viel zu trocken usw.

    Ich muss sagen, auch in unserem scheinbar ausgetrocknetem Bundesland und speziell meiner Region dem Barnim...ich fand und finde immer etwas.

    Naja, also ich hatte auch den ganzen Sommer über ausreichend Pfifferlinge und andere "Fresspilze" – aber eben an ausgesuchten Stellen. Insgesamt ist es bislang ein extrem schlechtes Pilzjahr, egal obs nun um Speisepilze oder interessante Erstfunde geht - das wirst du doch zugeben. Oder vielleicht hattest Du ja einfach noch nie ein wirklich gutes Pilzjahr ;) Also eines, wo man einfach irgendwo hintritt, und alles steht voll?


    Herzliche Grüße

    Pilzfreund77

  • Meine Steinpilze waren, bis auf zwei, alle madig.

    Das war auch in einem Kiefern-Mischwald. Jedenfalls hast du wieder phantastische Espen - Rotkappen dabei. Angeblich haben die ja ein besonders gutes Jahr erwischt. Nur nicht bei mir.

  • Wir sind mal wieder von unserer Insel Lanzarote nach Berlin gereist, und auch diesmal mit der S-Bahn nach Borgsdorf gefahren, um in das östliche Waldgebiet zu gelangen. Die Ausbeute war sehr übersichtlich, abgesehen von recht zahlreichen Fliegenpilzen, die natürlich nicht im Pilzkorb gelandet sind: 1 frischer und sehr schöner Steinpilz, ein paar kleine bis mittelgroße Gold-Röhrlinge, diverse, mehr oder weniger von Maden befallene Rotfußröhrlinge, zwei noch recht kleine Parasol, die wir stehen gelassen haben, und tatsächlich "unsere" Krause Glucke, die auch dieses Jahr standorttreu war. Aber mickrig und dunkelbraun, weshalb wir auch sie haben stehen lassen. Wenige Täublinge gab es auch, aber die lassen wir vor Ort, selbst wenn sie mild schmecken, weil wir uns bei dieser doch sehr umfangreichen Pilzgattung überhaupt nicht auskennen. War dennoch ein herrlicher Waldspaziergang. Uns kamen ziemliche viele Pilzsammler entgegen und in die Quere, weshalb wir an einem Wochentag noch einmal herkommen werden.

  • Der Herbst ist da und mit ihm die ersten Nebelkappen. Die Stachelbärte klettern auch langsam die Äste hinauf und das Rot- und Dammwild ist in der Brunft. Hier ein paar Impressionen meiner heutigen Wanderung, vielleicht kann jemand mal auf die Schleierlinge schauen.

    Henrik

  • Guten Abend in die Runde,


    ich habe heute erst zum dritten Mal die Espen-Rotkappe (L. leucopodium) gefunden.

    Ist sie nicht wunderschön? Ich habe sie im Habitat belassen, weil sie selten bzw. gefährdet sein soll.


    Liebe Grüße


    Sus(h)i

  • Hallo Sus(h)i,

    du zeigst hier nur Espenrotkappen Leccinum leucopodium.

    Die Laubwald-Rotkappe (L. aurantiacum) hätte in dem Alter schon rotbraune Stielschuppen und meist eine dunklere rotbraune Hutfarbe,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Vor ein paar Tagen habe ich außerdem noch das Eselsohr (Otidea onotica) entdeckt.

    Die habe ich auch noch nicht so oft gefunden.


    Liebe Grüße


    Sus(h)i