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letzter Beitrag von Wutzi am

Maronen?

  • Heute im Wald mitgenommen... ich tippe bei allen auf Maronenröhrlinge. Obwohl zwei verschiedene Aussehen scheinbar. Die einen sehr feine Poren, auf Druck nur minimal blauend, sehr dunkler, trockener Hut trotz Regenwetter.


    Die anderen Röhrlinge sehen einfach wie ältere Maronen aus, schon grobporiger, stark blauend und am Stiel auch so rotbraun mit weißlicher Verdickung im Boden. Was mich stutzen lässt, dass die Hüte anders als die dunkelbraune Marone nicht trocken sondern schleimig sind und eher fast rot. Und die Stiele schlanker als bei den meisten Maronen, die ich bislang gesammelt habe - wenngleich das nichts heißt. Ich tippe trotzdem auf Maronen...?


    Netz hat keiner, Gallenröhrling sollte nicht dabei sind, die Poren sind auch beige-gelblich allesamt, nicht rosa-weiß.


    Was denkt Ihr Profis?

  • Hallo,

    Diese unterschiedlichen Formen der Maronen sind bekannt.

    Aber 2 verschiedene Arten draus zu machen ist bisher auch genetisch nicht gelungen.

    Gruß

    Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Hallo,

    Diese unterschiedlichen Formen der Maronen sind bekannt.

    Aber 2 verschiedene Arten draus zu machen ist bisher auch genetisch nicht gelungen.

    Gruß

    Norbert

    Ja, ich habe bislang fast ausschließlich die mit dem sehr dunkelbraunen Hut und sehr dichten, kleinporigen Röhren sowie dickem Stiel gesammelt. Nachdem ich jetzt nach Adlershof gezogen bin, kommen mir auch diesen anderen zunehmend unter - die hatte ich zuvor nur aus Fotos im Netz gekannt, daher wollte ich sicher gehen, dass ich die richtig erkannt habe.

  • Moin,

    ich sehe auch nur Maronen, würde die Frische einiger deiner Exemplare aber bezweifeln.

    VG

    Du meinst, weil die großen schon recht gelbliche, große Poren haben? Ja, da habe ich auch an ältere Exemplare gedacht. Ich weiß nicht, ob ich die behalte oder doch wegmache - ich sehe zumindest keinen Goldschimmel. Will die eh nur trocknen für Pilzpulver in Soßen oder Ministücken. Aber vermutlich hast Du Recht und ich behalte nur die kleinen.

  • Hi


    Wie schon oben gesagt gibt es die schlabber Maronen diese sind meistens dünner im Stiel und der Hut ist viel weicher. Du zeigst beide Formen, einmal die schöne feste und eben einmal die weiche. Wie schon oft gesagt sollte man die mal trennen ist aber leider noch nicht Passiert.


    LG Tomas

  • Moin,

    ich sehe auch nur Maronen, würde die Frische einiger deiner Exemplare aber bezweifeln.

    VG

    Du meinst, weil die großen schon recht gelbliche, große Poren haben? Ja, da habe ich auch an ältere Exemplare gedacht. Ich weiß nicht, ob ich die behalte oder doch wegmache - ich sehe zumindest keinen Goldschimmel. Will die eh nur trocknen für Pilzpulver in Soßen oder Ministücken. Aber vermutlich hast Du Recht und ich behalte nur die kleinen.

    An diese habe ich gedacht. Unabhängig von der Porenfarbe kann aber ein Zersetzungs- Prozess des Fleisches einsetzen, der die Pilze gefährlich zu verzehren macht. Wenn das Fleisch (Drucktest am Hut) zu weich ist und bei Fingerdruck nicht zurück in Form fällt, kommen meine Maronen weg. Sonst Gefahr einer Lebensmittelvergiftung.


    Hi


    Wie schon oben gesagt gibt es die schlabber Maronen diese sind meistens dünner im Stiel und der Hut ist viel weicher. Du zeigst beide Formen, einmal die schöne feste und eben einmal die weiche. Wie schon oft gesagt sollte man die mal trennen ist aber leider noch nicht Passiert.


    LG Tomas

    Moin Tomas,

    meines Wissens gibt es nur 1 Form. Die Schlabber Maronen sind einfach alte oder frühzeitig gealterte Versionen der knackigen.

  • Moin Adlershofer, ja, es ist schwer zu verstehen, dass das alles Maronen sind, trotz des unterschiedlichen Aussehens und dass andere Arten immer weiter aufgesplittert werden, obwohl sie einander viel ähnlicher sind.

    Ein Hinweis noch. Alte Pilze, werden durch das Trocknen nicht wieder jung. Wenn sie als Frischpilz schon gammelig sind, sind sie das auch als Trockenpilze- nur eben gedörrt.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Vielen Dank für Eure wertvollen Beiträge.


    Ja, je mehr ich mich einlese und bei Euch hier im Forum informiere, desto mehr hinterfragt man "ehrwürdig Erlerntes, weil es die Altvorderen einem so beigebracht haben" ;-) Ich wusste, dass es beide Formen von Maronen gibt, "meine Altvorderen" meinten aber immer nur lakonisch "nimm die harten, dunkelbraunen, das sind die 'echten' Maronen, lass die anderen stehen, die sind nicht gut". Ich habe sie diesmal mitgenommen, um sie Euch mal zu zeigen. Wirklich spannend, dass bei aller Aufteilung minimal unterschiedener Arten in der Tat die Maronen zwei so grundunterschiedliche Ausführungen zeigen, die so wenig gemein haben, und nicht getrennt werden.


    Ich habe jetzt nur die beiden dunkelbraunen Maronen und die härteren, kleinen der anderen Ausführung behalten und getrocknet - die großen aber weggeworfen. Zwar ist der Hut bei der hellbrauneren Ausführung generell etwas weicher, aber der Drucktest kleiner vs. großer Pilz war noch deutlich genug, dann von den großen Abstand nehmen zu wollen ;-) Mal sehen, wo geschmacklich der Unterschied liegt.

    (Andererseits haben meine Großeltern noch fleißig immer mit mir Ziegenlippen gesammelt - und die fand ich wiederum stets eher ... naja... bestenfalls Mischpilzwürdig)


  • (Andererseits haben meine Großeltern noch fleißig immer mit mir Ziegenlippen gesammelt - und die fand ich wiederum stets eher ... naja... bestenfalls Mischpilzwürdig)

    Solo finde ich die meisten Röhrlinge zu schlabberig. Aber im Mischpilzgericht mit so 7-10 Arten sind sie nicht schlecht, wenn man ein madenfreie Exemplar erwischt. Aber Blätterpilze sollten schon auch dabei sein.

    Lieben Gruß


    Claudia


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