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letzter Beitrag von Hannes2 am

Ein Erdstern

  • Hallo Stefan,


    nun hat mich G. triplex schon das zweite Mal innerhalb einer Woche veräppelt. Ich erwarte von dem immer eine "Halskrause", die auch der andere Fund nicht hatte aber auf unserer Pilzausstellung als solcher bestimmt wurde. Da merke ich einmal wieder, daß ich noch viel lernen muß.


    Besten Dank


    Jörg

  • Hallo Jörg,

    Die Halskrause kommt später , die Bruchstellen sind ja schon zu sehen.

    Gruß

    Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Hallo Jörg,

    ich denke, dass Du zwei verschiedene Erdsterne abgebildet hast.

    Auf dem ersten Foto ist Geastrum triplex, der Halskrausen-Erdstern zu sehen, der wie schon gesagt erst später die Halskrause entwickelt. Aber man erkennt ihn an dem gehöftem, gewimpertem Peristom (Mündung) der Endoperidie (Kugel) und auch an seiner Größe (ist einer der stattlichsten Erdsterne) .

    Auf den anderen Fotos denke ich, hast Du den Rötenden Erdstern Geastrum rufescens erwischt.

    Man sieht die leicht rötliche Verfärbung an den Bruchstellen der Exoperidie (äußere Hülle --> sternförmige Lappen) und das ungehöfte gewimperte Peristom.

    LG Ulla

  • Hallo Hannes,

    Erdsterne wachsen oft vergesellschaftet, da sie manchmal ähnliche Biotope mögen.

    Gerade G. triplex und G.rufescens findet man oft im gleichen Habitat, wobei G.triplex häufiger ist. Auch G. fimbriatum, den Gewimperten Erdstern könnte man dort finden. Aber bei Deinen Fotos sehe ich den nicht. Dieser hat keine rötlichen Farben und auch kein gehöftes Peristom. Beim Rötenden Erdstern verliert sich allerdings im Alter die rötliche Färbung und er ist dann vom Gewimperten Erdstern meist nur durch die größeren Fruchtkörper zu unterscheiden.

    LG Ulla

  • Hallo Ulla,


    könne die beiden Arten direkt nebeneinander stehen? Die wuchsen alle drei fast als Gruppe.


    VG Jörg

    Hallo Jörg,

    andere Pilze können das auch, sonst würde es keine Grün- und Rauchblättrigen Schwefelköpfe am selben Stumpf geben oder Stein- und Fliegenpilz nebeneinander, Warum sollten Erdsterne da eine Ausnahme machen?

    Vile Grüsse

    Matthias

  • Hallo Ulla,


    vorgestern war an fast der selben Stelle dann noch dieser Zwerg vorhanden, dem ich auch keinen Namen geben kann.



    Meine Vermutung von Geastrum quadrifidum bei unserem Zoom-Meeting ein heftiges Veto hervorgerufen.


    VG Jörg

  • Hallo Jörg,

    Geastrum quadrifidum- Kleiner Nesterdstern würde ich bei diesem Fund ausschließen. Das ist ein Nadelwaldbewohner (man sieht auf dem Foto keine Nadeln), der fast immer nur 4 "Arme" und außerdem ein Nest hat, d.h. die Arme stehen stelzenförmig über dem darunter liegendem Mycelrest (die äußere Schicht der Exoperidie bleibt untem am Boden als Nest zurück). Außerdem hat dieser Erdstern auf ein gehöftes Peristom.

    Das fehlt alles bei Deinem Fund. Dein Fund hat auch mehr "Arme", ein ungehöftes Peristom, Die "Arme" oder Lappen sind nach unten gewölbt. Ich vermute bei diesem Erdstern den schon erwähnten Gewimperten Erdstern - Geastrum fimbriatum.

    LG Ulla

  • Hallo Ulla,


    da habe ich nun drei Arten auf ca. 10m² gefunden was außergewöhnlich für mich ist da ich in über fünfzig Jahren Pilze suchen bis vor dieser Saison überhaupt noch keinen finden konnte.


    Danke für deine Einschätzung :daumen::daumen::daumen: .


    VG Jörg

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