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letzter Beitrag von Andreas am

Scheidling ?

  • Hallo zusammen,


    Folgende zwei Gesellen fand ich im Sommer im Laubwald auf besseren Boden bei Buchen. Es sollten Scheidlinge sein. Ich hatte bzw. habe bei diesen zwei Exemplaren zwar eine Vermutung aber wollte ersteinmal mal eure Meinung dazu hören. Die Kappe war seidig-glänzend und grauweisslich, in der Mitte dunkler und zum Rand heller. Stiel, Lamellen weißlich mit weißer Volva.



    Schöne Grüße,

    Andreas

  • Hallo, Andreas!


    Das sieht ja interessant aus. Wenn Volvariella, dann wegen der glänzigen (und sicherlich schmierigen?) Hutoberfläche gloiocephala. Die ist ja eben wegen der gelifizierten Hutoberfläche in einer eigenen Gattung gelandet (Volvopluteus), die übrigen Volvariellas haben trockene, teils wollige oder filzige Hutoberflächen.
    Aber: Ich denke hier eher nicht an Volvopluteus gloiocephalus, denn der Standort wäre ungewöhnlich (ist ja eigentlich eine stark nitrophile Art) und auch die Form der Stielbasis und der Scheide sehen ja mehr aus wie bei den Amanitas um phalloides und virosa (die ich hier aber beide auch ausschließen würde).

    Knollenform und Scheide bei Volvopluteus gloiocephalus normalerweise ja so:




    Interessant könnte hier auch die Stieloberfläche sein, ob die fein flaumig behaart ist oder glatt oder wie auch immer.
    Du kannst Bilder auch in Originalgröße hochladen, Andreas, dann kann man die Anklicken und groß machen und erkennt solche Details auch noch besser.



    LG; Pablo.

  • Hallo Andreas, einen Sporenabdruck hattest du nicht gemacht, oder?

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • MoinMoin!


    An einen Scheidenstreifling denke ich hier nicht, dann da müsste auch in dem jungen Stadium wenigstens der Ansatz einer Riefung am Hutrand sichtbar sein. Eine feine Behaarung am Stiel meine ich auf deinem Bild allerdings schon zu erkennen, Andreas. Siehe liegender Fruchtkörper, einigermaßen zur Spitze des Stieles hin.
    Ein häutiges Teilvelum ist hier gar nicht auszumachen.
    Insofern wäre inzwischen schon Volvopluteus gloiocephalus mein Favorit, wenn auch an ungewöhnlichem Standort und mit nicht ganz typischer Ausprägung von Knolle und Scheide. Letzteres ist aber schon gut im Rahmen für junge Fruchtkörper.



    LG; Pablo.

  • Hallo


    Ich habe vor ca 1 Monat in Kroatien ganze menge V. gloiocephala gefunden . Fundort Landwirtschaftliche Feld neben Waldrand . Bis ca über 50 Exemplaren , je. paar Meter kleine Gruppe in verschiedene Stadium . Es war dunkele aber auch helle ( wie von Andreas Fund ) Exemplaren .


    An Fundort


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    Dunkle Form


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    Helle Form , wie von Andreas


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    LG

  • Hi Beli,


    Danke dir für die weiteren Vergleisbilder :thumbup:


    Ich glaube mittlerweile auch an gloiocephalus. Von den Scheidlingen habe ich bisher nur surrecta, murinella und bombycena gefunden, aber solche Kandiaten eben noch nicht. Volvopluteus gloiocephalus soll ja häufig sein, ich habe sie bisher noch nie gesichtet. Ich schätze das dieser hier auch die gleiche Art ist. Gefunden im Herbst an einem Graben auf Lehmboden unter Laubbäumen:



    Schöne Grüße,

    Andreas

  • Hallo, Andreas!


    Würde ich auch sagen. :thumbup:

    Gewundert hat mich bei deinem Fund ja vor allem auch der Fundort. Denn die Art steht halt wirklcih gerne da rum, wo die Böden regelrecht verdreckt sind. Erstens stark mit Nährstoffen überlastet, zweitens teils sogar auf vergifteten Böden (also industriell bewirtschaftete Felder, Straßenränder, Stadtgebiet Mannheim). In einen Laubwald mit voraussichtlich magerem Boden (kalkreich oder nicht spielt kaum eine Rolle) würde ich die jetzt icht vermuten.
    Aber mit dem fein flaumigen Stiel und dieser Scheide kommt ja kaum was anderes in Frage, wenn die Hutoberfläche zudem noch deutlich schmierig oder klebrig ist. Darf dabei ruhig faserig sein, muss aber nicht.



    LG; PAblo.

  • Hallo

    Ganz genau , Fundort , bei erste Andreas Kollektion Fundort ist ungewöhnlich , auch bei zweite Fund . Vielleich V. gloieocephala ist nicht gan genau beschriebene ( wegen Fundort ) Art .


    Ich hab noch nie in DE ( Bayern ) V. gloiocephala gefunden , In Kroatien ohne ende , Landinnen überall auch in Mediterranraum . In mein erste Beitrag in diese Thema ich hab Funde aus Kroatien Landinnen gezeigt , Fundort Landwirtschaftliche Feld .

    Jetzt Funde aus Kroatien Mediterranraum , Fundort Landwirtschaftliche wiesen ( Kuh wiesen )


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    Also V. gloiocephala kann so mit Farbe Variiert sein , ( Fundort von Andreas Funde ist etwas neues , ich glaube das beide Andreas Funde V. gloiocephala sind )


    LG

  • Hallo Pablo, hallo Beli


    Ja, die ersten beiden im Laubwald mit Buchen, Eichen, Hainbuchen u.a. Da ich diese Pilzart nicht so recht einordnen konnte, dachte ich erst an einem besonderen Pilzfund. Ab egal ob häufig oder selten, für mich persönlich wieder etwas neues und freue mich das die Pilze einen Namen bekommen haben.


    Tschau und Gruß,

    Andreas

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