Hallo, Besucher der Thread wurde 481 aufgerufen und enthält 8 Antworten

letzter Beitrag von Beorn am

Wieder ein paar Erstfunde - Teil 2

  • 07.10.2018: Wieder ein paar Erstfunde - Teil 2

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 07.10.2018
    .

    Teil 1 findet Ihr hier

    Fundnummer: 2018-10-07-1050

    Das ist die mit Abstand häufigste Art der Gattung. Einfach initialmorsche Äste, Stämme usw. von Nadelbäumen umdrehen, schon hat man sie in Massen. Fruktifiziert nahezu ganzjährig. Kenntlich am Standort Nadelholz in Kombination mit gelbem Harz an den Haaren, das aber sehr schwach ausgeprägt sein kann, hier aber deutlich ist. Die Nebenfruchtform ist häufig auch dabei, optisch winzige schwarze Pünktchen Namens Cheiromycella microscopica. Mikroskopisch attraktiv, hier aber nicht dabei gewesen, bzw. nicht danach geschaut.

    Harzhaariges Hyalinbecherchen (Hyaloscypha aureliella):
    mush-16924.jpg


    mush-16925.jpg


    mush-16926.jpg


    mush-16927.jpg


    mush-16928.jpg


    mush-16929.jpg


    Fundnummer: 2018-10-07-1117
    Dies war damals für uns beide ein erfeulicher Erstfund. Heute kennen wir 2 Standorte davon.
    Zwergschüppling (Pholiota scamba)
    :
    mush-16930.jpg


    mush-16931.jpg


    mush-16932.jpg


    Fundnummer: 2018-10-07-1128

    Für uns ein Erstfund, doch sicher nicht selten. Man muss rote Arcyrien aber immer unters Mikroskop legen, um bei der Art sicher zu sein.

    Weinroter Kelchstäubling (Arcyria affinis)
    :
    mush-16933.jpg


    mush-16934.jpg


    mush-16935.jpg


    mush-16936.jpg


    mush-16937.jpg


    mush-16938.jpg


    mush-16939.jpg


    mush-16940.jpg


    mush-16941.jpg


    mush-16942.jpg


    Fundnummer: 2018-10-07-1211
    Schnell nebenbei der Olivgelbe Holzritterling (Tricholomopsis decora):
    mush-16943.jpg


    Und zum Abschluss dann noch etwas kniffeliges...

    Fundnummer: 2018-10-07-1304

    Zu diesem Samthäubchen habe ich herausgefunden, dass die Unterscheidung velutipes - brunneidisca irgendwie nur sehr marginal möglich ist.
    Als Unterschiede steht in FE zusammengefasst ungefähr das:
    "velutipes: eher magere Standorte, Sporen nie (sub)mitriform, in KOH etwas dunkler
    brunneidisca: eher fettere Standorte, auch auf Dung, Sporen oft (sub)mitriform, in KOH etwas heller"

    Rein vom Standort her eher velutipes, aber da die Sporen z.T. klar mitraförmige Konturen haben muss ich das brunneidisca nennen. Die sind auch klar breiter als meine bisherigen velutipes-Funde aber auch velutipes soll so breite Sporen haben können. Trotzdem wegen der Sporenform komm ich da nicht vorbei an brunneidisca, also muss das so sein, auch wenn mir die Unterscheidung nicht so ganz 100% sauber erscheint.

    Linsensporiges Samthäubchen (Conocybe brunneidisca)
    :
    mush-16944.jpg


    mush-16945.jpg


    Das war's für heute....
    Und wieder freuen wir uns auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter & Matthias

  • Hallo Björn,

    vileen Dank!

    Nein, den Rindenpilz haben wir nicht angeschaut. Wir hatten zu dem Zeitpunkt gute Auslastung mit anderen Funden.

    Beste Grüße

    Dieter

  • Servus!


    Über den Begleiter der Arcyria hatte ich sogar schongerätselt, als das Bild im Wettbewerb kam.
    Das könnte durchaus auch ein Heterobasidiomycet sein, wirkt so weich und fast hyalin auf den Bildern, und erinnert ein wenig an Stypella dubia (oder in welcher Gattung die auch immer gerade geführt sein mag):



    LG, Pablo.

  • Vielen Dank Pablo,

    das ist sehr interessant. Ich bin nicht sicher, aber es könnte sein, dass Matthias da noch kurz mal mit dem Mikro drüber geschaut hat.

    --> Matthias?

    Beste Grüße

    Dieter

  • Hallo zusammen,


    den Rindenpilz hab ich leider nicht angeschaut, die hab ich weitestgehend ausgeklammert, weil ich es zeitlich nicht schaffe. Stypella wär natürlich schon sehr interessant gewesen, keine Frage. Finden wir sicher wieder sowas.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

  • Wieder so ein wunderbarer Beitrag, Dieter und Matthias!:thumbup:

    Das ist die mit Abstand häufigste Art der Gattung. Einfach initialmorsche Äste, Stämme usw. von Nadelbäumen umdrehen, schon hat man sie in Massen.

    Dieses Harzhaarige Hyalinbecherchen (Hyaloscypha aureliella) ist auch in Sachsen die häufigste Art der Gattung!

    Laut Mykis zumindest.

    Ich habe sie noch nie gefunden.

    So einfach scheint das mit dem einfach Umdrehen wohl doch nicht zu sein ;)

    Aber nun, da ich sie wegen der gelben Harzanlagerungen bereits makroskopisch ansprechen kann, sollte das kein Problem mehr sein.


    Danke für die zwei schönen Beiträge.:)


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78 + 6 (150er Prämie APR 2019) = 84

  • Hallo Dieter und Matthias,


    da habt Ihr wieder einmal großes Pilzkino abgeliefert. Danke fürs Zeigen!

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Morgen!


    Wichtig ist das auch nicht, mit dem Corti.

    So ist es eben ein schöner Teppich für die Arcyria.

    Wenn ihr solche Pilze irgednwann mal in die Augen fasst, dann werdet ihr automatisch allerhand spannendes Zeugs finden, also keine Sorge.



    LG, Pablo.

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.